Ashley Graham: Plus-Size-Frauen sind wichtig

Ashley Graham wollte mit ihrem Auftritt auf den Fashion Weeks die fülligeren Damen dieser Welt daran erinnern, dass sie nicht in Vergessenheit geraten sind. …

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Ashley Graham wollte mit ihrem Auftritt auf den Fashion Weeks die fülligeren Damen dieser Welt daran erinnern, dass sie nicht in Vergessenheit geraten sind.

Vor Kurzem brachte das Plus-Size-Model seine eigene Lingerie-Kollektion auf den Markt, die Kreationen debütierte sie auf der Fashion Week im September. Die Amerikanerin ist stolz, Plus-Size-Ladys auf dem Laufsteg repräsentiert zu haben:

“Als sie mir sagten, dass sie es auf der New York Fashion Week zur Schau stellen wollten, konnte ich es nicht glauben”, sagte sie auf ‘glamour.com’. “Als ich das Make-up und meine Haare gemacht bekam, war ich nervös. Aber kurz bevor ich rausging, atmete ich tief ein und sagte mir, dass es großartig sein würde. Jetzt, wo es vorbei ist, bin ich sehr stolz darauf, das gezeigt zu haben. Das bedeutet mir und allen Zuschauern sehr viel – für mich bedeutet das, dass wir den Frauen in Amerika zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben.”

Ashley sorgte schon zuvor für Aufsehen, als sie als erstes Plus-Size-Model das Cover der ‘Sports Illustrated’ landete.

Die hübsche Brünette war aber nicht das einzige Plus-Size-Model, das auf den Fashion Weeks den Laufsteg entlang flanierte: Candice Huffine (30), die das Gesicht der Herbstkampagne 2015 von Designerin Sophie Theallet ist, lief eine Show für sie. Für Candice, die früher nie eine Modenschau laufen wollte, war das ein großer Schritt: “Ich könnte mir kein besseres Debüt vorstellen als für Sophie Theallet. Keine ist wie sie und ich bin stolz, ein Teil ihrer Bemühungen zu sein, für Vielfalt einzustehen und die Schönheit aller Frauen zu feiern. Es war eine große Ehre für mich, ein Teil des vielfältigsten Laufstegs überhaupt gewesen zu sein”, schwärmte die Kollegin von Ashley Graham. © Cover Media

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Edie Campbell: “Tragt, was auch immer ihr wollt!”

Edie Campbell (24) hält es für sehr wichtig, dass in Modefragen jeder macht, was er möchte. …

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Edie Campbell (24) hält es für sehr wichtig, dass in Modefragen jeder macht, was er möchte.

Die Laufstegschönheit ist derzeit sehr gefragt und kann Labels wie Christian Dior, Burberry, Alexander McQueen und Chanel zu ihren Kunden zählen. Die junge Frau liebt es, mit ihrem Stil zu experimentieren und verändert dabei auch gerne ihre Haarfarbe. Das findet Edie extrem wichtig:

“Tragt, was auch immer ihr wollt, färbt eure Haare in so vielen Farben wie es geht, macht eure eigenen Klamotten – ich finde, man sollte einfach alles machen”, begeisterte sie sich in einem Online-Video für ‘H&M’, riet bei einer Sache allerdings zur Vorsicht: “Lasst euch keine schlechten Tattoos stechen!”

Edie modelt für die Herbst-Winterkollektion der Kult-Kette. Während des Fotoshootings war genug Zeit, dass sich die Fashionista ihre Lieblingsstücke herauspicken konnte.

“Die Kollektion hatte etwas von den 70ern plus einem futuristischen Feeling, ein leichtes Mond-Thema. Mir gefallen die Glitzertops sehr, auch dieser Anzug und die Hosen sind alle gut”, meinte die Britin und deutete auf das blass-pflaumenfarbene Ensemble, das sie während des Gesprächs trug.

Kein Wunder, dass Edie Spaß bei dem Fotoshooting hatte, die 70er gehören schließlich zu ihren Lieblingsären, was Mode angeht. Wenn sie sich ein Outfit aus dieser Zeit aussuchen müsste, würde sie ein ganz bestimmtes von David Bowie (68, ‘Space Oddity’) wählen:

“Ich liebe es mich zurechtzumachen, zu verkleiden. Die komplette Ziggy-Stardust-Garderobe, die würde ich tragen!”

Während ihrer Jahre als Model hat sich Edie Campbell natürlich auch schon einige Tipps abgeschaut, die ihr das Leben nicht nur im Fashion-Geschäft leichter machen: “Komm pünktlich, verliere nie deinen Pass, rasiere dir immer die Beine, geschafft, drei Lektionen fürs Leben”, lachte sie. © Cover Media

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Candice Huffine: Ich bin ein Plus-Size-Garant

Candice Huffine (30) achtet darauf, dass man sie nur mit Plus-Size-Mode in Verbindung bringt. …

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Candice Huffine (30) achtet darauf, dass man sie nur mit Plus-Size-Mode in Verbindung bringt.

Das Model trägt Kleidergröße 40, was in der Fashionwelt leider nach wie vor bereits zum Plus-Size-Segment gehört. Sie gilt als eine der bekanntesten Vertreterinnen der Große-Größen-Welt und erschien in der amerikanischen ‘Vogue’ ebenso wie im Pirelli-Kalender.

Da sie immer bekannter wird, aber auch keine wirklich füllige Figur hat, wird sie häufig von Designern angefragt, die sie auf ihrem Laufsteg sehen wollen. Aber da zieht Candice eine Grenze.

“Meine Theorie lautet, dass wenn ein Designer Plus-Size-Mädchen auf den Laufsteg schickt, könnte das implizieren, dass er Plus-Size-Kleidung macht und solange es nicht klar ist, dass er das auch wirklich macht, wird es wohl am besten sein, das [als PS-Model für ihn zu arbeiten] zu vermeiden, um keine Verwirrung oder Kontroverse zu stiften”, erklärte sie gegenüber ‘washingtonpost.com’.

Seit ihren Anfängen hat sich in der, was Entwicklungen angeht, recht trägen Modewelt einiges getan und der Markt für Plus-Size-Mode wird immer größer – ein zwar langsamer, aber stetiger Weg.

Zwei nach wie vor bestehende Probleme: die mangelnde Auswahl an Plus-Size-Teilen und die Vorherrschaft der Farbe Schwarz. Da haben einige Läden noch viel Arbeit vor sich, findet die amerikanische Schönheit.

“Es gibt dieses Geschäft, das ich liebe, es stammt aus London und ist sehr beliebt. Die haben alles: Männer, Dessous, Handtaschen, Make-up, Accessoires, tall, petite, Umstandsmode, normale Schuhe, tolle Schuhe – und kein Plus Size. Wenn man mit seiner Freundin unterwegs ist, ein Shoppingbummel unter Mädels, hält man es erstmal für einen absoluten Muss-Laden! Sie spielen Musik und man sucht nach einem Kleid, in dem man abends ausgehen kann. Na ja, ich schätze, man könnte Schuhe und einer Kette finden. Es macht einen schon ein bisschen wütend.”

Dennoch: Candice ist stolz auf das, was sie bereits erreicht hat. Dass sie beispielsweise im Pirelli-Kalender abgelichtet wurde, hält sie für einen absoluten Meilenstein, was das Bewusstsein für die Schönheit von Plus-Size-Models angeht.

“Pirelli hat es endgültig allen gezeigt. Diese Menschen, Steven Meisel und Carine Roitfeld, diese Menschen glauben daran, dass Schönheit nichts mit der Größe meines Rockes zu tun hat. Was ich mit meiner Karriere erreichen möchte: Ich will jetzt nicht sagen, dass ich die Leute schütteln möchte, ich möchte ihnen eher die Augen öffnen. Das ist hier kein Trend, es ist keine Modeerscheinung oder eine Möglichkeit, mit viel Wirbel eine Kontroverse zu kreieren. Es ist einfach, wie es jetzt ist”, pochte Candice Huffine. © Cover Media

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Denise Bidot: Victoria’s Secret braucht mehr Kurven

Denise Bidot (29) fordert ein Model mit Kurven bei Victoria’s Secret, um Vielfältigkeit zu feiern. …

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Denise Bidot (29) fordert ein Model mit Kurven bei Victoria’s Secret, um Vielfältigkeit zu feiern.

Das erfolgreiche Plus-Size-Model stand bereits für Marken wie Levi’s, Nordstrom oder Lane Bryant vor der Kamera. Mit Spannung verfolgte sie die Verkündung der neuen Victoria’s-Secret-Engel vor wenigen Monaten und zeigte sich enttäuscht: Zwar hoffte sie nicht selbst auf einen Job für den Unterwäschehersteller, allerdings hätte sie eine kurvigere Kollegin gut gefunden.

“Ich glaube, wenn sie einen Plus-Size-Engel hätten, wäre das ein riesiges Statement von Victoria’s Secret, vor allem weil ich als Frau mit Kurven so lange nicht dort einkaufen konnte und in viele ihrer Sachen nicht passte”, erklärte die Schönheit gegenüber ‘E! News’. “Ich glaube, dass das eine Möglichkeit wäre, uns miteinzubeziehen und uns zu zeigen, dass sie es verstehen… Dass sie verstehen, dass wir schön sind und dass sie alle Sorten von Größe und Vielfältigkeit akzeptieren.”

Auch wenn in diesem Jahr wieder kein Übergrößenmodel bei der alljährlichen VS-Show dabei sein wird, freut sich Denise trotzdem auf das Event, das im November stattfinden soll. Sie erinnert sich auch noch genau an die Modenschau von 1997, als Tyra Banks (41) selbstbewusst mit einer kurvigeren Figur über den Laufsteg stolzierte. Für Denise zeigte ihre Kollegin damals Stärke, mit der sie kurvenreichen Damen Mut gemacht habe.

Zehn neue Engel werden bei der 20. Victoria’s Secret Show in diesem Jahr mit von der Partie sein, darunter die Schwedin Elsa Hosk (26) und die Portugiesin Sara Sampaio (24). © Cover Media

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Emily DiDonato: Kate Upton, die Wegbereiterin

Emily DiDonato (24) rechnet es Kate Upton (23) an, dass sich die Modewelt verändert hat.

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Emily DiDonato (24) rechnet es Kate Upton (23) an, dass sich die Modewelt verändert hat.

Beide Schönheiten sind für ihre Auftritte in dem Magazin ‘Sports Illustrated’ bekannt – Emily debütierte 2013 in der Swimsuit Issue, als Kate der Coverstar war.

Viele Kritiker glaubten damals nicht daran, dass Kate Upton sich lange in der Branche halten würde, sie sei zu kurvig, zu sexy, hieß es. Doch die Amerikanerin belehrte die Skeptiker eines Besseren und heimste neben sexy Unterwäsche-Shootings auch High-Fashion-Deals ein.

Ihr umfassendes Repertoire inspirierte Emily, die mittlerweile für ‘Victoria’s Secret’ und die französische ‘Vogue’ modelte. “Sie bedienen unterschiedliche Geschmäcker”, argumentierte Emily im Gespräch mit der britischen Zeitschrift ‘Maxim’. “Man ist in der ‘Sports Illustrated’ – was ein Männermagazin ist – und dann in der französischen ‘Vogue’ und die wird von einer ganz anderen Gruppe gelesen, von Leuten, die in ihrem Leben noch keine ‘Sports Illustrated’ in der Hand hatten.

Als ich mit dem Modeln anfing gab es viele Regeln darüber, was man tun konnte und was nicht, aber dann kam Kate Upton des Weges und schon konnte man alles machen.”

Dennoch: Als sich Emily auf dem Cover der ‘Vogue’ sah, war das für sie ein besonderer Moment. Sie erkannte, dass ihre Karriere auf “ziemlich sicheren” Füßen steht und sie “irgendwie ein dicker Fisch” ist.

Aber während viele ihrer Kolleginnen, darunter neben Kate Upton auch Cara Delevingne (22, ‘Margos Spuren’) und Suki Waterhouse (23, ‘Love, Rosie – Für immer vielleicht’) ihren Bekanntheitsgrad dazu nutzen, auch im Schauspielgeschäft Fuß zu fassen, hat Emily DiDonato nicht die Absicht, ein großer Hollywoodstar zu werden. Sie genießt die relative Anonymität zu sehr, die ihr das Leben als Model gewährt.

“Finanziell gesehen lohnt es sich und man genießt einen gewissen Grad an ‘Ruhm’, wenn man das so nennen möchte. Aber es ist nicht so, als könnte ich mein Haus nicht mehr verlassen. Plus, sie lassen uns für eine Werbetafel komplett anders aussehen, wenn ihr uns also so seht [deutet auf sich], erkennt ihr uns noch nicht mal. Aber ich bin auch nicht einfach irgendjemand”, lächelte Emily DiDonato. © Cover Media

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Tess Holliday: Ich habe genug von euren Vorurteilen

Tess Holliday (29) findet es unfair, dafür verurteilt zu werden, dass man ihr ihre “Sünden” – im Vergleich zu Leuten, die rauchen oder trinken – ansieht.

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Tess Holliday (29) findet es unfair, dafür verurteilt zu werden, dass man ihr ihre “Sünden” – im Vergleich zu Leuten, die rauchen oder trinken – ansieht.

Das Plus-Size-Model sorgt mit einer Kleidergröße von 52 immer wieder für Schlagzeilen. Dabei scheiden sich die Meinungen über den Fashion-Star: Während die einen sie dafür loben, die Fahne für fülligere Frauen hochzuhalten, fürchten andere, dass ihr Körperumfang sich negativ auf ihre Gesundheit auswirke könne.

Tess selbst hat mittlerweile genug von der Diskussion: “Jeder hat Sünden, meine sind allerdings sichtbar”, argumentierte sie im Interview mit der britischen Zeitung ‘The Guardian’. “Wenn ich den ganzen Tag lang Fotos mache und dann eine verdammte heiße Schokolade trinken und ein Croissant essen möchte, dann mache ich das auch. Werde ich das zum Frühstück, Mittag und Abendessen essen? Nein. Ist es okay, das zu tun? Wenn du willst. Aber wisst ihr, keiner wird dafür berühmt, zwei Packungen Zigaretten pro Tag zu rauchen. Oder Leute, die am Ende des Tages ein Foto von sich mit einem Drink posten? Das Leben ist beschi**en, warum sollte man also jemanden dafür verurteilen, dass er das Beste daraus zu machen versucht?”

Schon ihr ganzes Leben wurde Tess als “fett” bezeichnet, mittlerweile ärgert sie sich aber nicht mehr darüber, sondern nimmt das Wort bereitwillig an. Schließlich sei sie sich dessen bewusst, dass ihr Körperumfang größer als der vieler anderer sei. Sogar ihr Vater – mit dem sie mittlerweile keinen Kontakt mehr hat – habe ihr früher immer wieder erklärt, dass sie zwar ein hübsches Gesicht habe, kritisierte aber den Rest ihres Körpers. In der Schule erging es ihr ähnlich und das führte dazu, dass sie irgendwann nicht mehr hinging.

“Wenn man erwachsen ist und die Wahl hat, welche Personen ein Teil seines Lebens sind, dann sollte man diejenigen ausschließen, die einem wehtun, auch wenn es ein Familienmitglied ist. Für mich haben diese Leute keine Privilegien. Ich habe ihm immer wieder eine Chance gegeben und er behandelte mich weiterhin schlecht und da dachte ich mir, dass er nicht in meinem Leben sein sollte.”

Mittlerweile läuft es sowohl privat wie auch beruflich bestens für das Plus-Size-Model: Tess Holliday ist glücklich verlobt mit ihrem Partner Nick Holliday, der zufällig den gleichen Nachnamen hat wie sie, und erst vor Kurzem landete sie das Cover des ‘People’-Magazins. © Cover Media

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