Closet Diary mit Sharon Berkal, Gründerin von Haus und Glanz

Für die Minimalismus-Liebhaber unter euch haben wir heute ein besonderes Schmankerl, denn unsere heutige Kandidatin Sharon Berkal (auf Instagram: @sharon.berkal) beweist, dass man auch mit einem schlichten Farbspektrum sehr gut angezogen sein kann.

Die gebürtige Münchnerin und heute Berlinerin kennt sich von Berufswegen mit den schönen Dingen des Lebens aus: Sharon hat in London Modejournalismus studiert, in Berlin eine Ausbildung zur Regisseurin gemacht, Musikvideos von z.B. Revolverheld produziert und als Journalistin für die Deutsche Welle gearbeitet, bei der sie spannende Persönlichkeiten wie Christian Louboutin oder Peter Lindbergh interviewen durfte.

Aus ihren beruflichen Erfahrungen entwickelt sie die Idee zu HAUS GLANZ. Und so gründete sie 2018 ihre eigene Agentur mit dem Ziel, den deutschen Mittelstand strategisch und kreativ näher an seine Kund:innen zu bringen. Zusätzlich veröffentlicht sie ein HAUSeigenenes Onlinemagazin, eine Art Visitenkarte, das regelmäßig über das Beste Deutschlands aus Design, Mode, Kultur und Leben berichtet. Lest mal rein!

Uns beweist die 45-Jährige in ihrem Closet Diary ein gutes Gespür für Klassiker mit großem Wiedererkennungswert. Wie sie die Key Pieces kombiniert und ein wenig Pink und Gold in ihre minimalistischen Outfits intergriert, seht ihr in ihrem Closet Diary!

Mein Montag startet mit einem Treffen mit einem potentiellen neuen Kunden. Wir betreuen im Haus Glanz den deutschen Mittelstand und helfen ihm, mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten. Oft sind die Produkte toll, aber alles andere wie zum Beispiel der visuelle Auftritt oder die Kommunikation eher vernachlässigt. Heute lässt sich das wertigste Produkt nicht mehr nur „einfach so“ verkaufen. Das gilt übrigens auch für die eigene Person.

Den Rest des Tages mache ich Erledigungen und arbeite meine Mails ab. Jeder Selbstständige wird das kennen; meist sind die Wochen nur durch den Tatort abgetrennt. Wenn ich zum Beispiel einen langen Text schreiben muss, lege ich das meist aufs Mail-befreite Wochenende.

Den lokalen Blick, den ich in der Arbeit habe, ziehe ich natürlich auch durch meine Garderobe. Ich trage eigentlich immer etwas von einem deutschen Label. Heute trage ich zum Beispiel ein Kleid von Horror Vacui und eine Tasche der Hamburger Marke Stiebich & Rieth. Die Taschen sind alle handgenäht. Der Schmuck ist vom Freiburger Label TWENTYTEN. Der Ring ist z.B. aus einer über 2.000 Jahre alten Münze gefertigt. Ich finde die Vorstellung, was die Münze schon alles „gesehen“ hat, unglaublich. Der Mantel ist von Acne Studios und die Schuhe sind von Arket.

Mein Outfit zusammengefasst:

Mantel von Acne Studios (ähnlich hier), Kleid von Horror Vacui (ähnlich hier), Schuhe von Arket (ähnlich hier), Tasche von Stiebich & Rieth (ähnlich hier), Schmuck von TWENTYTEN

Dienstag bin ich total unspektakulär im Homeoffice und arbeite die To-do-Liste unserer verschiedenen Projekten ab. Das kann eine Content-Produktion sein oder ein Brainstorming für die nächsten strategischen Schritte. Unser physisches Büro war das Erste, was ich am Anfang der Pandemie abgestoßen habe … und es auch nicht bereue. Klar hätte ich gerne repräsentative Räume, vielleicht auch mit einem Showroom für die Marken, mit denen wir arbeiten. Aber das würde ich nur mit einem Investor machen. Leider ist Design und guter Stil kein Investitionsthema in Deutschland. Da müsste ich wohl besser Dinge mit dem Fahrrad transportieren oder eine App entwickeln. Da ich aber leider wenig sportlich und technisch unbegabt bin, gehe ich mit meiner Freundin, der Berliner Innenarchitektin Julia Rafflenbeul, lieber einer der neuen Hot Spots Berlin ansehen: die Hotelbar vom Chateau Royal.

Dafür trage ich einen Mantel der Berliner Designerin Elena Nancu, einen Wollrock aus der Kollab von Narciso Rodriguez mit Zara, einen uralten schwarzen Kaschmirpulli ohne Etikett (da ist meine Haut sehr empfindlich) und ein Tuch von Chanel, das ich seit zwei Jahrzehnten besitze. Es sieht immer noch aus wie nagelneu. Qualität zahlt sich eben einfach aus. Die Tasche ist wieder von Stiebich & Rieth. Ach, die Schuhe sind von & Other Stories.

Mein Outfit zusammengefasst:

Mantel von Elena Nancu (ähnlich hier), Kaschmirpulli ohne Etikett (ähnlich hier), Wollrock von Narciso Rodriguez x Zara (ähnlich hier), Tuch von Chanel, Tasche von Stiebich & Rieth, Schuhe von & Other Stories (ähnlich hier)

Mittwoch muss ich früh raus. Ich fahre für den Tag nach Bielefeld zu einer meiner Kundinnen: Die Designerin Maria Grefe betreue ich als Kreativdirektorin. Kommende Woche haben wir ein großes Shooting zum Relaunch. Die Markenzeichen von Maria Grefe sind hochwertige Leder-Pieces.

Am Abend holt mich mein Mann vom Bahnhof ab und wir gehen noch auf eine Vernissage. Wir haben ganz bewusst kein Auto, machen alles mit den Öffentlichen. Deswegen ein Bild in der U-Bahn. Ich fahre gern öffentlich, weil A) lerne ich meine Stadt ganz anders kennen und B) verliert man den Blick auf die Realität nicht und C) brauche ich ab und zu einen Raum, wo ich das Steuer nicht in der Hand halte und dumm gucken kann (Was ich natürlich nie mache 🤪).

Ich trage einen Ledermantel von Massimo Dutti, eine Bluse von By Malene Birger, Hose von Cos, Schuhe vom Berliner Label Aeyde, Tasche vom ebenfalls Berliner Label Agneel, Schal Toteme und Schmuck wieder von Twentyten und Celine.

Mein Outfit zusammengefasst:

Ledermantel von Massimo Dutti (ähnlich hier), Bluse von By Malene Birger (ähnlich hier), Hose von Cos (ähnlich hier), Schuhe von Aeyde (ähnlich hier), Tasche von Agneel (ähnlich hier), Schal von Toteme, Schmuck von Twentyten und Celine

Am Donnerstag bin ich im Homeoffice und arbeite an der neuesten Edition von unserem Newsletter und dem Onlinemagazin. Auch da geht es um das Beste Deutschlands aus Design, Reisen und Kultur. Mittags springe ich mit meinem Mann schnell zu Klub Kitchen in der Uhlandstraße. Da bin ich sicher einmal die Woche!

Ich muss aber gestehen, heute habe ich einen kleinen Tiefpunkt. Sich jeden Tag zu dokumentieren, komme was da wolle, ist fürs Gemüt anstrengender als gedacht. Ich bin wahrlich nicht kamerascheu, aber ich muss schon Muße dafür haben. Dank Hormone und einer Erkältung war ich die Woche Miss Piggy gefühlt näher als Claudia Schiffer. Das Letzte, was man da will, ist sich auf dem Display sehen. Aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen und ich hatte mich über die Anfrage sehr gefreut. Ich hoffe, ihr gerecht zu werden.

Für unseren kleinen Lunch trage ich einen Blazer von Frankie Shop, Seidenhose und Rolli von H&M, Hemd von Seidensticker, Schuhe von Birkenstock und Cashmere-Socken von Mell-O. Tasche ist Miu Miu. Ohrringe vom Münchner Label Eliza Weiss und die fette Kette, die man nicht sieht, weil ich so kamerascheu heute bin, aber die ganz großartig ist, ist ebenfalls aus München von Strawberry & Cream.

Mein Outfit zusammengefasst:

Blazer von The Frankie Shop, Seidenhose (ähnlich hier) und Rolli von H&M, Hemd von Seidensticker (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Cashmere-Socken von Mell-O, Tasche von Miu Miu (ähnlich hier), Ohrringe von Münchner Eliza Weiss, große Kette von Strawberry & Cream

Am Freitag habe ich einen Termin bei der Königlichen Porzellanmanufaktur, kurz KPM. Wir besprechen eine Zusammenarbeit für das kommende Jahr. Ich liebe Vasen und dekorative Rumstehleins, gerade aus Porzellan. Mein Mann auch. Leider. Eine minimalistische Wohnung bleibt für uns unerreichbar. Meine Freundin Kris Ter-Ghazaryan, Gründerin des übercoolen Schmucklabels Ouverture, hilft mir heute, in den tollen Werkräumen noch Fotos zu machen. Danke Wilkin und Theresa für die Möglichkeit!

Ich trage eine Lederjacke von Arket, einen Kaschmirpulli von Toteme, einen Wollrock von Ivy Oak, Schuhe von Arket, eine Schleife von MDC Cosmetics, Ringe von Cartier, Ina Beissner & Twentyten. Armband von Jil Sander.

Mein Outfit zusammengefasst:

Lederjacke von Arket (ähnlich hier), Kaschmirpulli von Toteme, Wollrock von Ivy Oak (ähnlich hier), Schuhe von Arket, Schleife von MDC Cosmetics, Ringe von Cartier, Ina Beissner & Twentyten, Armband von Jil Sander

Unser Samstag startet ritualhaft mit Kaffee und Zeitung im Bett. Wir erledigen am liebsten alle Einkäufe und haushaltsnahe Tätigkeiten unter der Woche, dann startet man mit weniger Druck in den Samstag. Tagsüber gehe ich zum Sport und dann in die Sauna. Das ist mein neues Hobby. Dafür fahre ich lange an einen geheimen Ort, denn das Letzte, was ich möchte, ist es, durch Zufall nackt mit einem Geschäftspartner in der Hitze zu sitzen.

Am Abend sind wir zu Freunden eingeladen. Die beiden haben die schönste Buchhandlung Berlin: Geistesblüten am Walter-Benjamin-Platz. Mein Mann liest seeeehr viel und durch seine Leidenschaft haben wir uns näher kennengelernt. Die beiden haben eine Terrasse, von wo man ganz Berlin aus sieht. Ich liebe Berlin … mit all seinen Ecken und Kanten. 2024 werde ich hier schon ein Vierteljahrhundert leben. Ich plane jetzt schon die Party.

Mein Outfit für diesen Abend besteht aus einem Kleid von Cecile Bahnsen, Schuhen von Jimmy Choo, die ich auch schon mindestens seit 11 Jahren habe, einer Barockperlenkette vom Berliner Label Contessa Berlin sowie einer Tasche von Lutz Morris. Ebenfalls ein deutsches Label.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid von Cecile Bahnsen (ähnlich hier), Schuhe von Jimmy Choo (ähnlich hier), Barockperlenkette von Contessa Berlin,Tasche von Lutz Morris

Am Sonntag geht es als Kermit ins Museum. Kunst, Kultur, Geschichte und überhaupt Wissen sind wichtige Faktoren in meinem Leben. Ich merke das richtig: Wenn es dafür eine Weile keine Zeit gibt, werde ich richtig hungrig. Körper, Beziehungen und Geist müssen gepflegt werden. Wenn jemand nur mit seinen tollen Sachen punkten will, aber kein anständiges Gespräch führen kann, verliere ich mein Interesse in Sekunden.

Für unseren Ausflug in die Neue Nationalgalerie mit anschließendem Essen trage ich eine Jacke und einen Pulli von Ivy Oak, den Rock wieder aus der Zara-Kollab, Schuhe und Ohrringe von Aeyde und eine Tasche von Wandler. Am Abend gibt es dann den Tatort. Für einen sauberen Abschluss der Woche! 😉

Mein Outfit zusammengefasst:

Jacke (ähnlich hier) und Pulli (ähnlich hier) von Ivy Oak, Rock von Zara (ähnlich hier), Schuhe und Ohrringe von Aeyde, Tasche von Wandler (ähnlich hier)

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Sharon!

Wie hat es euch gefallen?


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Lisa Breuer, Psychologin

Noch im neunten Monat schwanger hat für uns Lisa Breuer von dem Kanal @consciouslyoverthinking ein Closet Diary abfotografiert, inzwischen ist ihr kleiner Sohn auf der Welt. Herzlichen Glückwunsch! 😉

Lisa ist 32 Jahre alt, nun zweifach Mama und lebt mit ihrem Mann in Köln. Ihr ursprünglicher Karriereplan? Psychotherapeutin werden! Aber so ist das manchmal mit den Plänen … Die macht man und dann führt einen das Leben doch auf einen anderen Weg, um dich dann wieder auf einen anderen zu lenken.

So zog es Lisa nach ihrem Medizinökonomie-Studium vorerst in die Modewelt. Erst für ein Praktikum bei Armedangels, dann bei Zalando. Nach Stationen in der Modebranche entschied sich Lisa dennoch für ein Psychologiestudium und eröffnete gleichzeitig ihren Kanal @consciouslyoverthinking, auf dem sie beide Leidenschaften – Mode und mentale Gesundheit – kombinieren kann.

„Meine Intention ist es, Instagram zu nutzen, um eine Offenheit zu erschaffen. Ich bin der Überzeugung, dass wir unsere Emotionen zulassen und spüren sollten, um sie verarbeiten zu können. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir offen mit ihnen umgehen dürfen“, erzählt Lisa. Auf ihrem Kanal setzt sie sich für die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen ein. Sie selbst hat in der Vergangenheit viele Erfahrungen damit machen müssen. „Aber ich bin immer offen damit umgegangen und habe mich nie davor gescheut, Hilfe anzunehmen. Ich bin überzeugt, dass uns solche Lebensabschnitte, schwierige Phasen im Leben stärken und uns wachsen lassen.“

Diese Message transportiert Lisa sehr authentisch und ehrlich auf ihrem Kanal, bietet uns dabei noch viel modische Inspiration. Damit ist sie die perfekte Kandidatin für unser Closet Diary und wir freuen uns, euch ihre sieben Looks vorstellen zu dürfen.

Ich bin im neunten Monat schwanger und Mama von einer kleiner Tochter – und daher eigentlich immer on the run. Zu Fuß, auf dem Rad, zum Spielplatz. Meine Outfits müssen bequem sein! Ich stehe sehr auf Homewear und lässige Styles: Oversized Hoodies und T-Shirts, Cardigans, ein paar coole Sneaker. Gerne kombiniert mit schönen Accessoires.

Es ist Montag und ich bringe meine Maus in die Kita. Zurück zu Hause mache ich mir erst einmal Frühstück. Was Frühstück angeht, bin ich ein richtiges Gewohnheitstier und es gibt fast jeden Tag für mich das Gleiche: Einen schwarzen Filterkaffee (derzeit decaf;)) und eine Acai Bowl! 

Was ich mir angewöhnt habe: Handy weg beim Frühstück! Ich finde, man tendiert häufig dazu, alles gleichzeitig erledigen zu wollen. Ist ja auch praktisch mit einem Smartphone. Aber ich denke auch, dass es umso wichtiger ist, bewusste Momente zu schaffen. 

Nach dem Frühstück beantworte ich ein paar Mails und schaffe ein wenig Ordnung zu Hause. Ich bin keine Ordnungsfanatikerin, aber ich brauche eine gewisse Grundordnung, um mich wohlzufühlen. Ich bin mal gespannt, wie sich das mit zwei Kindern umsetzen lässt! Heute stehen zwei Termine an: Bei meiner Gynäkologin und meinem Diabetologen. Ich habe in meiner zweiten Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes entwickelt, daher gehören Blutzuckermessen und eine besonders ausgewogene Ernährung im Alltag dazu.

Nachdem ich meine Tochter von der Kita abgeholt habe, gehen wir noch eine Runde raus: Mit dem Laufrad, auf den Spielplatz oder ein Eis essen! Am Ende des Tages freue ich mich auf ein leckeres Essen, Füße hochlegen und Netflix. Ich muss dazusagen: Kochen liegt mir nicht besonders gut! Daher geht es bei uns in der Küche ziemlich einfach zu!

Mein Outfit zusammengefasst:

Ich glaube, wenn ich nur drei Teile in meinem Kleiderschrank behalten dürfte, wäre definitiv dieser Oversized-Blazer dabei! Ich liebe Blazer, sie müssen oversized sein! Denn ich finde, sie sorgen bei jedem Outfit für eine gewisse Portion Coolness und trotzdem geben sie einen Hauch von Chic. Außerdem bin ich ein Fan von guten Basics, wie diesem Shirtkleid von Hey Soho. Ich liebe kleine Brands, die sich auch für Nachhaltigkeit einsetzen. Meine Chanel ist mittlerweile ein richtiger Oldie. Ich habe sie seit ich 20 bin und sie ist noch genauso schön wie an Day One.

Heute ist Dienstag und es steht ein besonderer Termin an: Ein Shooting für Fafe Collection. Ich habe großen Spaß an dieser Arbeit und freue mich, wenn ich meine Kreativität einfließen lassen kann. Damit ich zeitlich etwas flexibler bin, holt heute mein Mann die Maus von der Kita ab. 

Nach meinem Shooting freue ich mich auf Zeit mit meiner Tochter. Abends haben wir Freunde zu Besuch.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtkleid von Hey Soho (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier und Fafe Collection

Mein Vormittag startet mit ein wenig Arbeit. Ich nutze die Zeit, wenn meine Tochter in der Kita ist, um Content für Consciouslyoverthinking zu produzieren. Derzeit arbeite ich an einem Projekt zur mentalen Gesundheit. Solche Projekte unterstütze ich besonders gerne, denn es ist mir eine Herzensangelegenheit, mehr Bewusstsein für die Bedeutung von mentaler Gesundheit zu schaffen. Ziel dieses Projekts ist das Schaffen von kleinen alltäglichen Routinen in unserem Alltag, um unsere mentale Gesundheit zu trainieren und zu stärken. 

Ich mache mich in Ruhe fertig und auf den Weg zu meiner Therapeutin. Ich gehe schon seit vielen Jahren zur Therapie. Anfangs wegen einer Essstörung und wegen schwerer Panikattacken. Heute quälen mich diese Themen nicht mehr. Schon seit einigen Jahren habe ich nicht mehr mit Panikattacken zu kämpfen und die Essstörung habe ich auch hinter mir gelassen. Das war ein langer, harter Weg und auch keine Einbahnstraße. Aber ich habe es geschafft und bin sehr stolz darauf!

Mittlerweile nutze ich die Therapie als eine Art persönliche Entwicklungshilfe. Ich möchte kontinuierlich an mir arbeiten, manche meiner Denk- und Handlungsweisen hinterfragen und mich weiterentwickeln. Auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist.

Mein Look heute ist sehr ich. Der Hoodie könnte nicht mehr oversized sein als dieser. Ich liebe ihn einfach. Und derzeit stehe ich sehr auf wide leg Denim. Insbesondere weil diese so lässig geschnitten ist, dass ich sie unter meinem Bauch tragen kann. Der oberste Knopf ist umgeklappt.

Mein Outfit zusammengefasst:

Very Oversized-Hoodie von GAP x Yeezy (ähnlich hier), Denim von H&M, Tasche von Dior (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Schmuck von Bulgari und Cartier

Es ist schon wieder Donnerstag, die Wochen fliegen im Moment nur so dahin. Und so richtig bewusst ist es mir noch gar nicht, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir noch so einen kleinen Wirbelwind hier bei uns haben! Heute treffe ich meine Hebamme zum ersten Mal. Ich war mit der Organisation etwas spät dran und bin sehr dankbar, dass ich diese Empfehlung von einer guten Freundin bekommen habe. 

Wir trinken einen Kaffee im Garten und lernen uns ein wenig kennen. Lustigerweise fühle ich mich wieder wie ein Anfänger. Dass meine Tochter so klein war, ist schon so lange her! Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt, wie wir das so meistern werden!

Im Anschluss hole ich die Maus von der Kita ab und wir fahren gemeinsam zu Oma und Opa. Dort gibt es Kaffee und Kuchen (für mich die zuckerfreie Version).

Mein Outfit zusammengefasst:

Oversized Pullover von Vival Studio (ähnlich hier), Knitpants von By Aylin König (ähnlich hier), Schuhe von NAKD, Ohrringe von Ariane Ernst, Sunglasses von Saint Laurent

Ich freue mich schon die ganze Woche auf diesen Tag: Wir machen einen „Girls Mom Day“ in Düsseldorf: Ich treffe Franzi und Annalena in Düsseldorf. Wir gehen gemeinsam ein paar Sachen für den kleinen Mann kaufen, schlendern ein wenig über die Kö und trinken gemütlich einen Kaffee, also eigentlich ist es ein Chai Latte. Dieses Getränk ist mir völlig neu und jetzt bin ich verrückt danach.

Lustigerweise habe ich eigentlich keine Schwangerschaftsklamotten in meinem Schrank. Da die meisten Teile in meinem Schrank oversized und lässig geschnitten sind, passt mir nach wie vor ein Großteil.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtdress von Acne Studios (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Prada, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier, Bulgari und Fafe Collection

Offiziell mein liebster Tag in der Woche! Wir lassen es samstags langsam angehen. Ausgiebig kuscheln und lesen im Bett. Ein bisschen Sport: Ich bewege mich nach wie vor sehr gerne und es tut mir sehr gut. Bis vor ein paar Wochen bin ich regelmäßig auf unserem Water Rower morgens gerudert. Mit dem Bauch ist das jetzt nicht mehr so gut möglich. Aber ich gehe gerne auf den Crosstrainer. Danach wird gemeinsam gefrühstückt. Und wir machen uns auf den Weg zum Markt. Wir sind nicht gerade early birds, aber meist gibt es noch genug Auswahl, wenn wir dort eintrudeln. 

Ein weiteres Must-have on a Saturday: Frische Blumen aus meinem Lieblingsblumenladen und ein paar healthy Sweets fürs Wochenende aus meinem Lieblingscafe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid mit Schulterpolstern von Vival Studio (ähnlich hier), Tasche von Bottega Veneta, Korbtasche von Muun, Schuhe von Birkenstock, Kette mit großer Perle von LLr Studios

Früher mochte ich Sonntage nicht besonders gerne. Sie waren mir „zu ruhig“. Mittlerweile liebe ich die Ruhe an Sonntagen! Vielleicht ist das so, wenn man älter wird. Sonntags gibt es bei uns frische Brötchen und frisch gepressten Saft. Meine Tochter liebt Blaubeer-Pancakes. 

Nachmittags sind wir bei Freunden zum Barbeque eingeladen. Dort lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Zumindest so lange, bis all unsere Kinder ins Bett müssen.

Mein Outfit zusammengefasst:

Knit von Black Palms the Label (ähnlich hier), Bikerleggings von Oh April (ähnlich hier), Boots von Copenhagen Studios, Tasche von Dior

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Lisa!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Lisa von Consciuosly Overthinking, Psychologin

Noch im neunten Monat schwanger hat für uns Lisa von dem Kanal @consciouslyoverthinking ein Closet Diary abfotografiert, inzwischen ist ihr kleiner Sohn auf der Welt. Herzlichen Glückwunsch! 😉

Lisa ist 32 Jahre alt, nun zweifach Mama und lebt mit ihrem Mann in Köln. Ihr ursprünglicher Karriereplan? Psychotherapeutin werden! Aber so ist das manchmal mit den Plänen … Die macht man und dann führt einen das Leben doch auf einen anderen Weg, um dich dann wieder auf einen anderen zu lenken.

So zog es Lisa nach ihrem Medizinökonomie-Studium vorerst in die Modewelt. Erst für ein Praktikum bei Armedangels, dann bei Zalando. Nach Stationen in der Modebranche entschied sich Lisa dennoch für ein Psychologiestudium und eröffnete gleichzeitig ihren Kanal @consciouslyoverthinking, auf dem sie beide Leidenschaften – Mode und mentale Gesundheit – kombinieren kann.

„Meine Intention ist es, Instagram zu nutzen, um eine Offenheit zu erschaffen. Ich bin der Überzeugung, dass wir unsere Emotionen zulassen und spüren sollten, um sie verarbeiten zu können. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir offen mit ihnen umgehen dürfen“, erzählt Lisa. Auf ihrem Kanal setzt sie sich für die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen ein. Sie selbst hat in der Vergangenheit viele Erfahrungen damit machen müssen. „Aber ich bin immer offen damit umgegangen und habe mich nie davor gescheut, Hilfe anzunehmen. Ich bin überzeugt, dass uns solche Lebensabschnitte, schwierige Phasen im Leben stärken und uns wachsen lassen.“

Diese Message transportiert Lisa sehr authentisch und ehrlich auf ihrem Kanal, bietet uns dabei noch viel modische Inspiration. Damit ist sie die perfekte Kandidatin für unser Closet Diary und wir freuen uns, euch ihre sieben Looks vorstellen zu dürfen.

Ich bin im neunten Monat schwanger und Mama von einer kleiner Tochter – und daher eigentlich immer on the run. Zu Fuß, auf dem Rad, zum Spielplatz. Meine Outfits müssen bequem sein! Ich stehe sehr auf Homewear und lässige Styles: Oversized Hoodies und T-Shirts, Cardigans, ein paar coole Sneaker. Gerne kombiniert mit schönen Accessoires.

Es ist Montag und ich bringe meine Maus in die Kita. Zurück zu Hause mache ich mir erst einmal Frühstück. Was Frühstück angeht, bin ich ein richtiges Gewohnheitstier und es gibt fast jeden Tag für mich das Gleiche: Einen schwarzen Filterkaffee (derzeit decaf;)) und eine Acai Bowl! 

Was ich mir angewöhnt habe: Handy weg beim Frühstück! Ich finde, man tendiert häufig dazu, alles gleichzeitig erledigen zu wollen. Ist ja auch praktisch mit einem Smartphone. Aber ich denke auch, dass es umso wichtiger ist, bewusste Momente zu schaffen. 

Nach dem Frühstück beantworte ich ein paar Mails und schaffe ein wenig Ordnung zu Hause. Ich bin keine Ordnungsfanatikerin, aber ich brauche eine gewisse Grundordnung, um mich wohlzufühlen. Ich bin mal gespannt, wie sich das mit zwei Kindern umsetzen lässt! Heute stehen zwei Termine an: Bei meiner Gynäkologin und meinem Diabetologen. Ich habe in meiner zweiten Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes entwickelt, daher gehören Blutzuckermessen und eine besonders ausgewogene Ernährung im Alltag dazu.

Nachdem ich meine Tochter von der Kita abgeholt habe, gehen wir noch eine Runde raus: Mit dem Laufrad, auf den Spielplatz oder ein Eis essen! Am Ende des Tages freue ich mich auf ein leckeres Essen, Füße hochlegen und Netflix. Ich muss dazusagen: Kochen liegt mir nicht besonders gut! Daher geht es bei uns in der Küche ziemlich einfach zu!

Mein Outfit zusammengefasst:

Ich glaube, wenn ich nur drei Teile in meinem Kleiderschrank behalten dürfte, wäre definitiv dieser Oversized-Blazer dabei! Ich liebe Blazer, sie müssen oversized sein! Denn ich finde, sie sorgen bei jedem Outfit für eine gewisse Portion Coolness und trotzdem geben sie einen Hauch von Chic. Außerdem bin ich ein Fan von guten Basics, wie diesem Shirtkleid von Hey Soho. Ich liebe kleine Brands, die sich auch für Nachhaltigkeit einsetzen. Meine Chanel ist mittlerweile ein richtiger Oldie. Ich habe sie seit ich 20 bin und sie ist noch genauso schön wie an Day One.

Heute ist Dienstag und es steht ein besonderer Termin an: Ein Shooting für Fafe Collection. Ich habe großen Spaß an dieser Arbeit und freue mich, wenn ich meine Kreativität einfließen lassen kann. Damit ich zeitlich etwas flexibler bin, holt heute mein Mann die Maus von der Kita ab. 

Nach meinem Shooting freue ich mich auf Zeit mit meiner Tochter. Abends haben wir Freunde zu Besuch.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtkleid von Hey Soho (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier und Fafe Collection

Mein Vormittag startet mit ein wenig Arbeit. Ich nutze die Zeit, wenn meine Tochter in der Kita ist, um Content für Consciouslyoverthinking zu produzieren. Derzeit arbeite ich an einem Projekt zur mentalen Gesundheit. Solche Projekte unterstütze ich besonders gerne, denn es ist mir eine Herzensangelegenheit, mehr Bewusstsein für die Bedeutung von mentaler Gesundheit zu schaffen. Ziel dieses Projekts ist das Schaffen von kleinen alltäglichen Routinen in unserem Alltag, um unsere mentale Gesundheit zu trainieren und zu stärken. 

Ich mache mich in Ruhe fertig und auf den Weg zu meiner Therapeutin. Ich gehe schon seit vielen Jahren zur Therapie. Anfangs wegen einer Essstörung und wegen schwerer Panikattacken. Heute quälen mich diese Themen nicht mehr. Schon seit einigen Jahren habe ich nicht mehr mit Panikattacken zu kämpfen und die Essstörung habe ich auch hinter mir gelassen. Das war ein langer, harter Weg und auch keine Einbahnstraße. Aber ich habe es geschafft und bin sehr stolz darauf!

Mittlerweile nutze ich die Therapie als eine Art persönliche Entwicklungshilfe. Ich möchte kontinuierlich an mir arbeiten, manche meiner Denk- und Handlungsweisen hinterfragen und mich weiterentwickeln. Auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist.

Mein Look heute ist sehr ich. Der Hoodie könnte nicht mehr oversized sein als dieser. Ich liebe ihn einfach. Und derzeit stehe ich sehr auf wide leg Denim. Insbesondere weil diese so lässig geschnitten ist, dass ich sie unter meinem Bauch tragen kann. Der oberste Knopf ist umgeklappt.

Mein Outfit zusammengefasst:

Very Oversized-Hoodie von GAP x Yeezy (ähnlich hier), Denim von H&M, Tasche von Dior (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Schmuck von Bulgari und Cartier

Es ist schon wieder Donnerstag, die Wochen fliegen im Moment nur so dahin. Und so richtig bewusst ist es mir noch gar nicht, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir noch so einen kleinen Wirbelwind hier bei uns haben! Heute treffe ich meine Hebamme zum ersten Mal. Ich war mit der Organisation etwas spät dran und bin sehr dankbar, dass ich diese Empfehlung von einer guten Freundin bekommen habe. 

Wir trinken einen Kaffee im Garten und lernen uns ein wenig kennen. Lustigerweise fühle ich mich wieder wie ein Anfänger. Dass meine Tochter so klein war, ist schon so lange her! Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt, wie wir das so meistern werden!

Im Anschluss hole ich die Maus von der Kita ab und wir fahren gemeinsam zu Oma und Opa. Dort gibt es Kaffee und Kuchen (für mich die zuckerfreie Version).

Mein Outfit zusammengefasst:

Oversized Pullover von Vival Studio (ähnlich hier), Knitpants von By Aylin König (ähnlich hier), Schuhe von NAKD, Ohrringe von Ariane Ernst, Sunglasses von Saint Laurent

Ich freue mich schon die ganze Woche auf diesen Tag: Wir machen einen „Girls Mom Day“ in Düsseldorf: Ich treffe Franzi und Annalena in Düsseldorf. Wir gehen gemeinsam ein paar Sachen für den kleinen Mann kaufen, schlendern ein wenig über die Kö und trinken gemütlich einen Kaffee, also eigentlich ist es ein Chai Latte. Dieses Getränk ist mir völlig neu und jetzt bin ich verrückt danach.

Lustigerweise habe ich eigentlich keine Schwangerschaftsklamotten in meinem Schrank. Da die meisten Teile in meinem Schrank oversized und lässig geschnitten sind, passt mir nach wie vor ein Großteil.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtdress von Acne Studios (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Prada, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier, Bulgari und Fafe Collection

Offiziell mein liebster Tag in der Woche! Wir lassen es samstags langsam angehen. Ausgiebig kuscheln und lesen im Bett. Ein bisschen Sport: Ich bewege mich nach wie vor sehr gerne und es tut mir sehr gut. Bis vor ein paar Wochen bin ich regelmäßig auf unserem Water Rower morgens gerudert. Mit dem Bauch ist das jetzt nicht mehr so gut möglich. Aber ich gehe gerne auf den Crosstrainer. Danach wird gemeinsam gefrühstückt. Und wir machen uns auf den Weg zum Markt. Wir sind nicht gerade early birds, aber meist gibt es noch genug Auswahl, wenn wir dort eintrudeln. 

Ein weiteres Must-have on a Saturday: Frische Blumen aus meinem Lieblingsblumenladen und ein paar healthy Sweets fürs Wochenende aus meinem Lieblingscafe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid mit Schulterpolstern von Vival Studio (ähnlich hier), Tasche von Bottega Veneta, Korbtasche von Muun, Schuhe von Birkenstock, Kette mit großer Perle von LLr Studios

Früher mochte ich Sonntage nicht besonders gerne. Sie waren mir „zu ruhig“. Mittlerweile liebe ich die Ruhe an Sonntagen! Vielleicht ist das so, wenn man älter wird. Sonntags gibt es bei uns frische Brötchen und frisch gepressten Saft. Meine Tochter liebt Blaubeer-Pancakes. 

Nachmittags sind wir bei Freunden zum Barbeque eingeladen. Dort lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Zumindest so lange, bis all unsere Kinder ins Bett müssen.

Mein Outfit zusammengefasst:

Knit von Black Palms the Label (ähnlich hier), Bikerleggings von Oh April (ähnlich hier), Boots von Copenhagen Studios, Tasche von Dior

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Lisa!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Miryam Baha-Kernchen, Interior-Influencerin

Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann wir Miryam Baha-Kernchen für ein Closet Diary entdeckt haben … was wohl daran liegen muss, dass wir ihr schon seit einer halben Ewigkeit folgen. Aber an das wie? Daran kann ich mich noch gut erinnern.

Denn es war ihr Zuhause, in das wir uns zu aller erst verliebt haben. Eine Gründerzeitvilla aus dem Jahr 1880, in der sich unter eingezogenen Decken, Wänden und Böden wunderbare Deckenmalereien, Stuck, venezianischer Putz und andere Künste der alten Zeit versteckten. Ein wahrer Altbauschatz, das Miryam während des Schreibens ihrer Masterarbeit in Bremen entdeckt hat und nun gemeinsam mit ihrem Mann ihr Zuhause nennt. Daraus ist eine kleine Selbstständigkeit im Bereich Inneneinrichtung sowie ihre Social-Media-Präsenz bei Instagram entstanden, wo sie den Sanierungsprozess auf ihrem Kanal @magnolian_pigment teilt.

cc: @magnolian_pigment

cc: @magnolian_pigment

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Und was ihren Modestil betrifft? Auch da können wir uns inspirieren lassen. „Ich mag es edel aber immer mit dem gewissen Twist. Ich experimentiere gerne, habe keine Angst vor ein wenig Provokation und trage am Ende einfach nur das, worin ich mich an einem bestimmten Tag am attraktivsten fühle“, sagt Miryam. „Dinge, die fest zu meiner Stil-Identität gehören, sind mein Goldschmuck, dunkelrot-braune Fingernägel, traditionelle Schals und Tücher sowie Mäntel und Absatzschuhe – alles Merkmale, in denen ich meine Großmütter in mir wieder erkenne.“

Und was soll ich sagen, egal ob ein nude-farbenes Satinkleid (mein Lieblingsoutfit!), ein Hut oder Leo-Rock – sie sieht in allem großartig aus. Hereinspaziert zu Miryams sieben Looks, die uns in den Sommer zurückversetzen:

Nachdem das Wochenende unglaublich arbeitslastig war, habe ich mir am Montag etwas Zeit für mich genommen. So habe ich die anstehende Woche in Ruhe planen können, bevor es danach wieder an den Schreibtisch ging. Wenn neben meinem hohen Workload doch mal ein wenig Zeit für Me-Time bleibt, dann gehe ich sehr gerne in den Rosengarten – sitze, lese, plane, überlege.

Ich trage ein Outfit, in dem ich mich einfach wohl und „ich selbst“ fühle: Leopardenprint gehört für mich wie schwarz und weiß zu den neutralen Farbtönen! Ich weiß, Leo ist natürlich keine Farbe, aber ich zähle ihn trotzdem zu den „neutrals“ bzw. zur Basisausstattung in meinem Kleiderschrank und auch in meiner Einrichtung: Denn: Ich finde, man kann ihn schick aber zurückhaltend zu fast allem kombinieren. Dazu trage ich eine Strickjacke von Sezane zugeknüpft als Pullover und meine liebsten COS Plateausandalen (so bequem).

Ich habe eine große Schwäche für traditionelle Textilverarbeitung, Prints und besondere Webtechniken. An meiner ruhigen Isabel Marant Crossbody Tasche gefällt mir bestimmt deswegen das asymmetrisch gewebte Muster aus Bast so gut.

Mein Outfit zusammengefasst:

Dienstag war ein unspektakulärer Tag im Büro. Ich mag einen gewissen Office-Schick, zurechtgemacht und gepflegt, ohne dabei eingestaubt oder spießig zu wirken. Dieser Zweiteiler von Ulla Johnson ist eins meiner Lieblingsensembles für den Sommer. Ich finde es genial, wie elegant und doch cool das detailreiche Oberteil in die weitgeschnittene Hose übergeht oder fast schon überfließt. Highlight ist natürlich das gekräuselte Schößchen des Oberteils.

Auf der Suche nach einer praktischen aber schönen Tasche, in die mein Laptop passt, habe ich mir diese uralte Aktentasche vor Jahren Secondhand in Paris gekauft. Meine Schwäche für besondere Textilien (vor allem aus anderen Ländern) zeigt sich auch in meiner Tuchsammlung. Hier trage ich eines meiner Seidentücher ganz klassisch um den Taschengriff gebunden. Das Tuch mit Magnolineprint habe ich mir von einer Thailandreise mitgebracht. Meine geliebte Sonnenbrille ist auch aus Paris. Sie ist von Jimmy Fairly und war ein Geschenk meiner Schwester.

Nicht mehr aus meinem (Arbeits-)alltag wegzudenken, ist mein KPM To-go-Becher mit passendem Carrier! In unserer Provinz bekommt man leider nirgends Hafermilch, also nehme ich mir einfach meinen eigenen Cappuccino mit!

Mein Outfit zusammengefasst:

Top: Ulla Johnson (ähnlich hier), Hose: Ulla Johnson, (ähnlich hier), Sonnenbrille: Jimmy Fairly, To-go Becher: KPM Berlin, Carrier für To-go Becher: KPM Berlin, Choker: Laura Lombardi, Aktentasche: Secondhand aus Paris (ähnlich hier), Seidenschal: Souvenir von Thailandreise

Auch Mittwoch habe ich den ganzen Tag am Schreibtisch gesessen, allerdings im Home Office. Das Highlight des Tages war ein verabredetes Date mit meinem Mann nach der Arbeit: Wir sind zu den Maritimen-Tagen in unsere Heimat Bremerhaven gefahren.

Das was für andere Taschen oder Schuhe sind, das sind für mich Mäntel aller Art! Weil ein Blazerkleid ein wenig zu schick für den Anlass gewesen wäre, habe ich dieses vom klassischen Trenchcoat inspirierte Cape über einem schlichten Outfit aus Rock und Top getragen. Was gibt es Smarteres, als eine doppelreihige Knopfleiste, ein tolles Revers und einen gut sitzenden Kragen! Der Minirock von COS ist aus Scuba und die Schultertasche von Guess mit dem schönen Schultrerriemen habe ich mir bei meiner Schwester ausgeliehen, die im selben Haus wohnt und deren Kleiderschrank somit freizugänglich für mich ist. Meine Sockbootstiefel habe ich letzte Saison bei &Other Stories gefunden. Sie haben einen halbmondförmigen Absatz und sind genau das, was ich unter einem klassischen hohen Stiefel verstehe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Top: COS, Cape: someday, Rock: COS, Stiefel: & Other Stories (ähnlich hier), Schultertasche: Guess, Uhr: Rosefield

Donnerstag war ich den ganzen Tag unterwegs: Arbeit, Termine, Einkauf und Fliesen für das neue Bad in 1000 Läden angeschaut. Getragen habe ich ein für mich typisches Alltagsoutfit, allerdings bestehend aus direkt drei meiner Favoriten! Favorit eins ist meine alte Stoffhose von Filippa K. Wenn ich Hosen trage, dann fast immer weite Stoffhosen, am liebsten mit Bügelfalte. Wenn ich ein Must-have wählen müsste, dann wäre es definitiv genau so eine Stoffhose, denn man sieht direkt angezogen aus!

Favorit Zwei ist meine gepunktete Bluse mit den durchsichtigen langen Ärmeln, die einst meiner wunderschönen afghanischen Großmutter gehörte. Sie wird für immer mein großes Mode-Vorbild sein!

Favorit Drei ist seit Jahren fester Bestandteil meiner Garderobe. Und zwar handelt es sich um meine Voss Lacksandalen von Dr. Martens mit Plateauabsatz und der wichtigen Portion Attitüde! Ist bereits mein drittes Paar, so sehr mag ich sie.

Um mein Einkaufsnetz von Longchamp praktischer zu machen, habe ich mir eines meiner großen Tücher in das Netz geknotet. So wird es nicht nur zur richtigen Handtasche, sondern auch zu einem Einzelstück!

Mein Outfit zusammengefasst:

Am Freitag war ich wieder den ganzen Tag zu Hause und habe gearbeitet, die Schlafzimmersanierung vorangetrieben und als Belohnung den späten Nachmittag im Garten zwischen meinen Blumen und Bienen verbracht.

An Tagen, an denen ich nirgends hin muss, trage ich sehr gerne lange leichte Kleider oder Kaftane, so wie diesen hier von COS. Gerade wenn es so warm ist, mag ich alles Leichte, das man sich nur locker überwerfen kann, ohne Hose oder Top darunter tragen zu müssen. Schön möchte ich mich natürlich trotzdem fühlen!

Ich denke, dass ein „Gammellook“ nicht gammelig aussehen muss!


Da mein Schnittblumenbeet unter dem Unwetter gelitten hat, musste ich einige Dahlien schneiden. Das zählt zwar nicht als Handtasche, aber ich liebe den Sussex-Trug von Manufactum für das Lagern meiner Schnittblumen mehr als alle meine Handtaschen zusammen!

Sonnenschutz hat große Priorität für mich! Halte ich mich im Garten auf, trage ich gerne Strohhüte wie diesen hier von Eugenia Kim, den ich durch das lange Tuch gut an meinem kleinen Kopf festbinden kann. Für richtige Gartenarbeit ist er natürlich nichts.

Shoe of the day (of every day at home really) sind die alten Birkenstock Sandalen, die ich von meiner Schwester übernommen habe, als diese ins Ausland gegangen ist. Herrlich bequem, wissen wir doch alle!

Samstag war ich Gastgeberin. Das hieß, einen halben Tag in der Küche stehen und den Rest des Tages eine kleine, aber feine Gartenparty bewirten und den Sommer im Kreise meine Liebsten genießen. Es war so heiß, dass eigentlich kein Outfit das richtige war. Am Ende ist es dann ein super leichtes Midi-Kleid aus Seide und Baumwolle von Ulla Johnson geworden.

Wenn am Abend die Scharen an Mücken rauskommen, werfe ich mir gerne einen Schal als Schutz über. Diesen traditionellen bestickten Schal habe ich mir in Indien gekauft, dem Land, das nicht nur große familiäre Bedeutung für mich hat, sondern in dem ich auch während meines Studiums selbst eine Zeit lang leben durfte.

Schuhe habe ich so gut wie gar nicht getragen, denn an Sommertagen wie diesen bin ich am liebsten barfuß zu Hause. Meine Ohrringe mit Süßwasserperlen sind handgemacht von der talentierten und wuderbaren Künstlerin Theresa Zerck, die alles zu Gold macht, was sie anfässt!

Mein Outfit zusammengefasst:

Sonntag ist Markttag! Batallion (mein Mann) und ich stehen Sonntags gerne früh auf, um auf Wochen-, Blumen-, Antik- öder Trödelmärkte zu gehen. Vor 15 Jahren haben wir damit begonnen, damals haben wir aber noch selbst verkauft. Mittlerweile sind wir die, die lieber selbst über den Markt schlendern und nach Kuriositäten und alten Schätzen für unsere Altbauvilla suchen.

Bei der anhaltenden Hitze habe ich mich wieder für ein oversize Schlupfkleid aus Satin entschieden, welches ich mir recht neu bei Arket bestellt habe. Mules und Tasche bringen durch den Klecks Farbe die nötige Balance ins sonst sehr schlichte Outfit. Rosa und Pink sind eigentlich fast nicht existent in meiner Garderobe, aber als ich die Mules mit ihren perfekten Kitten Heels und die kleine Tote Bag mit dem schönen Faltendesign bei COS gesehen habe, da habe ich erst das Loch verstanden, das bis dahin in meinem Kleiderschrank existierte. Ein Muss für jeden Markttag ist natürlich ein großer Shopper oder eine praktische Basket Bag, wie diese hier von Arket.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid: Arket, Schuhe: COS, Handtasche: COS, Shopper: Arket

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Miryam!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Tina Mia Weidmann, Gründerin von Witchlandia

Nach dem Start von der zauberhaften Kerstin gehts diese Woche endlich weiter mit einem Closet Diary! Dieses Mal mit Tina Mia Weidmann, Gründerin von Witchlandia, einem Onlineshop für Kristalle und moderne Spiritualität. Die fleißige Journelles-Followerin wird sich vielleicht noch an die tolle Homestory von ihr erinnern. Nein? Dann geht’s hier zum Artikel.

Normalerweise würden wir hier unsere CD-Kandidatin nochmal genauer vorstellen. Doch da Mia selbst so einen tollen Text geschrieben hat, lassen wir die Kölnerin sich selbst vorstellen. Los geht’s!

„Kurz vor der Gründung von Journelles wurde ich mal auf einer Berliner Mode-Party darauf angesprochen, ob ich die Jessie Weiß bin. Bekannt genug für eine (gar nicht mal so ähnlich aussehende?) Doppelgängerin war die kleine Fashion-Biene damals. Und zehn Jahre später sitze ich da, wo Jessie einst mit dem Schreiben begann: im Belgischen Viertel in Köln. Nachdem ich Berlin 2012 für meine alte Heimat verließ, irrte ich einige Zeit in der Kölner Mode- und Interior-Branche herum, bevor ich 2019 aus Drang nach Selbstverwirklichung die Marke Witchlandia gründete. „Spiritual Wellness“ sage ich gerne dazu: Wir bieten von Kristallen bis zu Kräutern alles an, was eigentlich schon seit Jahrtausenden als Naturheilmittel bekannt ist. Meine eigene kleine Welt ist mittlerweile daraus gewachsen, mitsamt dem ersten Store, den ich im März diesen Jahres in Köln eröffnet haben. Mein Alltag als Gründerin: höchst chaotisch – aber das Outfit sitzt.“

Und wie es sitzt! Mehr gibt’s in Mias Closet Diary:

Folge Tina Mia Weidmann auf Instagram: @tina_mia

Gnadenlos verkündigt Gen-Z auf TikTok, dass man alte Leute an ihren Slim-Fit-Jeans erkennt und ich ertappe mich dabei, diesem Urteil in aller Konsequenz zu folgen. Die Hosen in meinem Kleiderschrank werden langsam aber sicher weiter, breiter und länger. Als Verfechterin von Trag-was-immer-du-willst, merke ich dennoch, wie mir wichtiger wird, nicht ganz den Zahn der Zeit zu verpassen. Jedenfalls bin ich so bei dieser – hoffentlich nicht allzu uncoolen – neuen Lieblingsjeans von Nanushka gelandet. Dazu ein Baumwoll-Body von Weekday und Disco-Schuhe von Isabel Marant.

Mit dem Ensemble drapiere ich mich an diesem Montagmorgen auf meinem Lieblingssessel vom spanischen Label OWL. Auf dem Loungesessel verbringe ich oft die ersten Stunden des Montags am Laptop, um ganz entspannt in die Woche zu starten.

Mein Outfit zusammengefasst:

Body: Weekday, Jeans: Nanushka, Schuhe: Isabel Marant (ähnlich hier)

Wenige meiner Stücke bekommen auf der Straße mehr Zurufe als dieser leuchtend gelbe Leinenrock von Ivy & Oak. So auch heute, als jemand sein Autofenster runterkurbelte, um mir ein gut gelauntes „schönes Röckche hast de da“ hinterherzurufen – well, I agree.

An heißen Tagen lässt sich der lange, klassische Schnitt mit einem knappen Bustier brechen, heute darf es ein transparentes Rippshirt aus Seide sein. Auch wenn ich den Dienstag meistens komplett am Schreibtisch verbringe, hebt ein schönes Outfit immer meine Stimmung. Unser Büro im Hinterraum des Ladens ist ein wunderschöner Altbau mit Mosaikglas und Holzvertäfelungen, den wir bei der Renovierung komplett in Pastelltönen aufarbeiten lassen haben und ich füge mich heute bestens ins Farbschema ein.

Am Nachmittag treffe ich mich mit unserer begnadeten veganen Köchin Léonie, um unser nächstes Dinner-Event zu besprechen. Ein kleiner Secret-Supper-Club gehört mittlerweile zu unseren Herzensprojekten und wir planen für den Herbst ein paar ganz besondere Abende.

Mittwoch ist der erste Tag der Woche, an dem der Witchlandia Store geöffnet hat und ich freue mich nach ein paar Bürotagen immer besonders darauf. Heute noch mehr, weil unsere neue Playlist spielt:  Jeden Monat veröffentlichen wir eine Good-Vibes-Playlist auf Spotify, die auch im Store rauf und runter läuft.

Ich trage ein absolutes Lieblingsoutfit (es tickt alle meine Boxen: comfortable, chic, color-coordinated) mit Flats von Ganni, einem lockeren Leinenmini und T-Shirt. Selbst wenn ich wie heute Basics trage: Meinen Kleiderschrank sehe ich mittlerweile weniger wie einen Vorratsschrank, an dem ich mich täglich bediene und mehr wie dein Bücherregal, dem ich immer mal wieder ein gutes Stück zusteuere. Die vier Saisons „alten“ Leopardenschühchen von Ganni sind ein perfektes Beispiel dafür, warum sich Archive Sales lohnen: Ganni bringt das Muster alle paar Jahre erneut ins Spiel und hat erst vor zwei Wochen die neue Kollektion mit ziemlich genau diesem Print vorgestellt.

Mein Outfit zusammengefasst:

T-Shirt: Les Coyotes de Paris (ähnlich hier), Rock: Lisa Marie Fernandez (ähnlich hier), Ketten: Vintage, Alighieri, Schuhe: Ganni (ähnlich hier), Tasche: Elleme (ähnlich hier)

Ein klein wenig Partylaune umhüllt all meine Donnerstage, denn abends laden wir jede Woche zu After-Work-Drinks in den Witchlandia Store ein. Nicht selten entwickelt sich das Ganze zum illustren All-Nighter, zur spontanen Tanzeinlage oder Beyonce-Listening-Party. Ich träume seit Jahren von einer Art Stammtisch für Frauen, an dem man ganz ohne Termindruck spontan teilnehmen kann und jetzt war klar: Mit dem eigenen Laden muss diese Idee endlich Realität werden. Und so werfen wir uns jeden Donnerstag in unser bestes Outfit, probieren an unserer Bar neue Weine und tauschen uns in entspannter Atmosphäre aus.

Ich schmeiße mich heute in ein Ensemble von Baum und Pferdgarten und heimse von den Mädels jede Menge Komplimente für mein Top von Norma Kamali ein (laut Net-a-Porter ist es ein Bikini-Oberteil). Um zwei Uhr nachts schließe ich den Laden ab und tapse durch die Hintertür nach oben – ich wohne über meinem Laden, was nicht nur an kaltnassen Wintermorgen, sondern auch an durchfeierten Donnerstagen ganz besonders praktisch ist.

Etwas verkatert schäle ich mich am Freitag erst gegen 11 Uhr aus dem Bett und ziehe mir etwas Gemütliches aus dem Schrank. Der übergroße Merino-Sweater von Petar Petrov ist so luxuriös und großzügig verarbeitet, dass es kaum etwas anderes braucht, um als Outfit durchzugehen.

Jetzt wird erstmal im Store aufgeräumt und in aller Ruhe Kaffee getrunken, bevor ich mich für eine kleine Pause mit einem Buch in den nahegelegenen Kölner Stadtgarten schleppe. Geht es irgendwem noch so, dass außerhalb von Strandurlauben nicht mehr genug Zeit und Aufmerksamkeit für Romane da zu sein scheint? Ich helfe mir in der Mittagspause mit Kurzgeschichten aus, die sich perfekt portionieren lassen, ohne den Faden zu verlieren. Aktuell sind es die wahnsinnig amüsanten Anekdoten von Eve Babitz, die ich wärmstens empfehlen kann. Den Nachmittag genieße ich die Ruhe im Store und bereite nebenbei ein paar Neuheiten für unseren Onlineshop vor.

Mein Outfit zusammengefasst:

Sweater: Petar Petrov (ähnlich hier), Schuhe: Edited (ähnlich hier), Tasche: Elleme (ähnlich hier), Lieblingstasse: Nave the Shop

Samstag ist immer ein ganz besonderer Tag, an dem ich mich gerne in Schale schmeiße. Ich verbringe auch diesen Tag im Laden, aber bin schon voller Vorfreude auf besonders interessante Kund*innen und Gespräche, denn am Wochenende finden sehr abwechslungsreiche Menschen zu uns.

Vom Touri-Pärchen aus Tokyo, bis zur Online-Stammkundin, die extra für uns anreist, ist alles mit dabei. Dass eine so klein bespielte Nische wie meine Lokal auf so große Resonanz stößt, war eine ziemliche Überraschung für mich. Man vergisst manchmal, dass Köln nicht nur eine Millionenstadt, sondern auch ein beliebtes Reiseziel ist – und dass mein kleiner Store auf der Route für Touristen steht, freut mich ganz besonders. Zur Feier des Samstages wird der Leinenrock von Jacquemus und ein Strickbody von Calle del Mar herausgeholt. Dazu kombiniere ich ein buntes Edelstein-Collier aus unserer eigenen Kollektion.

Später schlendere ich, wie fast jeden Samstag, mit meinem Freund stundenlang durch die Viertel. So endet dieser Abend nicht selten in einer Bar irgendwo zwischen Ehrenfeld und Südstadt und ich wechsle für den ausgedehnten Fussweg vorsorglich zu flachen Sandalen.

Sonntage sind noch so viel schöner, seit sie mein einziger freier Tag in der Woche sind. Also: Ab in den Park, ein gutes Buch lesen und Pizza auf der Parkmauer essen. Abends ist noch genug Zeit, um essen zu gehen oder sich mit einer Flasche Wein auf den Kirchplatz zu setzen. Ein perfekter letzter Sommerabend.

Als Waage wie sie im Buche steht (na, wer hätte es erraten können?) ist ein freier Tag ein umso besserer Grund, sich ein gutes Outfit anzuziehen und ich greife zum sehr bequemen aber auch sehr coolen Set von Frankie Shop, das diese Saison irgendwie überall zu sehen war. Ich habe die Kombi aus Shorts und Oversized-Jacke auf Vinted ergattert, Frankie Shop hat es aber mittlerweile für die aktuelle Saison neu aufgelegt. Dazu trage ich ein altes Lieblingsshirt von Witchlandia, das wir mal als Limited Edition herausgebracht haben.

Dankeschön nochmal, dass du dabei warst, liebe Tina! Es war uns eine besondere Freude.


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Kerstin Diehl, PR-Managerin

Call it a Comeback! Herzlich Willkommen zurück zu unseren Closet Diaries, dem persönlichen Wochenrückblick inklusive Outfits inspirierender Frauen.

Das „Willkommen zurück“ ist hierbei etwas untertrieben: Denn das letzte Closet Diary ist knapp ein Jahr her. Und fast wäre es ein Abschied auf Ewig gewesen, aber eben nur fast … Denn nicht nur ihr mögt die Kategorie, auch für uns hat sie einen sehr besonderen Wert.

Für den richtigen Start in unsere neue Closet-Diary-Reihe sorgt die zauberhafte Kerstin! Denn ihre Looks und die positive Ausstrahlung sind nicht nur unglaublich erfrischend, sondern sorgen für richtig gute Laune und machen Lust auf mehr Sonnenschein und Biergärten mit den besten Freunden. Wir haben also nicht lange gezögert und die 45-Jährige für ein Closet Diary zu Journelles hergeholt.

Kerstin ist PR-Managerin, hat also einiges an Erfahrungen auf dem Buckel und nach Stationen in Hamburg, Düsseldorf, der Schweiz und nach insgesamt elf Umzügen hat sie vor zwei Jahren endlich ihre Heimat im muckeligen Prenzlauer Berg in Berlin gefunden. Hier lebt sie mit ihrer Hündin Stella, die sie aus dem Auslandstierschutz aus Kroatien bekommen hat.

Ihr Lebensmotto? „Be a fruitloop in a world full of cornflakes.“ Und das gilt auch für ihren Stil. Denn Kerstin kombiniert bequeme, urbane Streetwear mit bunten, musterreichen Statement-Pieces. In ihrem Closet Diary beweist sie uns heute, wie gut die Kombination aus coolen Sneakern, Kleidern und Kaftanen funktioniert. Außerdem dabei? Muster-Mix, jede Menge bunter Interior-Inspiration und die große Lust auf noch mehr Sommer! Auf geht’s in Kerstins Woche:

Tell me why I don’t like Mondays …

Ganz ehrlich, ich bin keine große Freundin von Montagen, ich brauche immer eine gewisse Zeit, um in die Gänge zu kommen. Daher setze ich neben einem sehr großen Becher Kaffee auf „Dopamin-Dressing“ – das habe ich neulich gelesen und es stimmt: Zieh das an, was dich happy macht und deine Stimmung wird positiver!

In diesem Sinne greife ich an diesem Montagmorgen zu einer Bluse mit farbenfrohem Blumenmuster von Iris Apfel x H&M – ich bin ein riesiger Iris Apfel Fan – und einer knallpinken Hose sowie meiner aktuellen Lieblingstasche von Stine Goya in strahlendem Orange. Orange sind auch meine Nägel in der neuen Sommerfarbe von Gitti. Da halte ich es mit Zoe Deschanel, die einmal gesagt hat: „Plain nails make me sad.“

Eigentlich laufen meine Tage, sofern ich nicht auf Reisen bin, recht gleich ab – Hunde brauchen und wollen Struktur. Sofort nach dem Aufstehen trinke ich einen Kaffee, Stella wartet schon sehnsüchtig und dann gehen wir eine erste Morgenrunde durch den Kiez.

Nachmittags geht es dann meist auf den Hundeplatz und abends gehen wir nochmals zwei kleinere Runden. Wenn es so heiß ist, verlagern wir die Runden nur auf morgens und abends. Mit einem Hund kommt man wirklich immer ins Gespräch und ich habe schon viele ganz unterschiedliche Menschen auf den Hundenplätzen in Berlin kennengelernt.

Die Temperaturen sind jenseits der 30 Grad und ich wähle einen lockeren Kaftan und Sneaker aus. In meinem Leben habe ich zu oft unbequeme Schuhe getragen oder mich in zu kleine gequetscht – ich trage eine 42 – damit ist endgültig Schluss. Ich laufe mit Stella sehr viel und will zu Fuß mobil sein. In meinem Schrank findet man daher auch so gut wie keine Absatzschuhe.

Wenn ich mir die Fotos alle so anschaue, bin ich selbst verblüfft, wie sehr sich mein Style durch Interior und Mode zieht – die Ohrringe, die ich spontan selbst gebastelt habe, sind doch wirklich ein super Match zur grünen Vintage-Vase.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kaftan von H&M Conscious (ähnlich hier), Sneaker von Asics x Kiko Kostadinov (ähnlich hier), Ohrringe selbstgebastelt (ähnlich hier oder hier) & Vase (Vintage) von Still Life Design

Morgen bin ich geschäftlich unterwegs, daher checke ich heute die Garderobe für die nächsten Tage. Da ich Home Office mache, aber das Haus mit Stella zum Gassi gehen und Einkaufen regelmäßig verlassen muss und es sehr heiß in Berlin ist, setze ich auf ein luftiges Kleid in meiner liebsten Sommerfarbe Orange und Sneaker-Sandalen mit Plateau-Sohlen. Auf denen geht man wie auf Wolken. Ich habe dazu eine große Leidenschaft für Japan und liebe die Mode von Yohji Yamamoto. Ich finde die Japaner schaffen es perfekt, Streetwear mit High Fashion zu vereinen.

Abends treffe ich mich mit meiner Freundin Henrike und wir gehen endlich mal ins Dashi Diner in Mitte – ein toller Lunch-Spot in Berlin. Ich bin ein absoluter Taschen-Freak und stehe auf Farbe und Muster. Ich habe aber auch festgestellt, dass ich einfach so viele Statement-Pieces besitze, so dass Kombi-Looks oft gar nicht so einfach zusammenzustellen sind. Mein Shopping-Vorsatz: Auf mehr Basics zu setzen und erstmal die Finger von starken Mustern zu lassen – ich glaube, das Einhalten wird mir schwer fallen 😉 Welchen Vorsatz ich auf jeden Fall schon ganz gut befolge: Ich kaufe wieder sehr viel mehr Secondhand.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid von H&M Conscious (ähnlich hier und hier), Sneaker-Sandalen von Adidas Y3, Tasche von Ganni über Vinted, Brille von Celine über Vestaire

Und wer sich fragt, woher meine Handtaschen sind. Here we go! Meine Taschen sind von Moschino-Vintage, Moschino und Anya. Auf der Kleiderstange hängen Kleider von zum Beispiel Mara Hoffman, Zara, Stine Goya, Wray NYC, Lazy Oaf, H&M.

Mein Job hat mich schon an die schönsten Plätze der Welt, Luxus-Hotels und aufregende Orte gebracht. Ich durfte Karl Lagerfeld treffen, war beim FC Bayern in der Umkleidekabine (mit allen Spielern), Backstage bei Rock am Ring oder mit Heidi Klum unterwegs, beruflich im Tierheim bin ich zum allerersten Mal und ich freue mich total, dass ich meine persönliche Liebe für Tiere jetzt auch professionell einsetzen kann. Gleich kommt Laura Wontorra, die sich für die Aktion #PURINAhilft einsetzt. Unser Ziel heute, Aufmerksamkeit für Tierheime zu schaffen und diese mit bis zu 100.000 Futternäpfen unterstützen.

Ich bin den ganzen Tag auf den Beinen und koordiniere Interviews mit RTL und Co., zwischenzeitlich bleibt etwas Zeit zum Kuscheln mit den Tierheimwelpen. Mein Herz sagt, Stella würde sich auch über einen zweiten Bello freuen, mein Verstand weiß, dass das aktuell leider in meinem Leben nicht umsetzbar ist. BTW – ich habe selbst keine Kinder, aber seit ich einen Hund habe, habe ich noch mehr Respekt vor allen Familien und Müttern, die Job und Kinder unter einen Hut bringen!

Bequeme Schuhe sind wieder mal das A und O heute. Es ist sehr heiß und ich trage mein absolutes Lieblingskleid von Kenzo x H&M, dass ich über ebay gesucht und gefunden habe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid von Kenzo x H&M (ähnlich hier), Sneaker-Sandalen von Adidas Y3, Brille von Les Specs, Brillenband in der Pandemie selbstgemacht (auch eine schöne Brillenkette hier)

Heute ist Office Day: Wir müssen Fotos sichten und die Pressemeldung für PURINA und Laura Wontorra vorbereiten. Unsere Agentur gibt uns die Möglichkeit remote zu arbeiten, daher bin ich wieder am heimischen Schreibtisch in Jogger und Co. und ziehe mich erst am Abend in meinen Friday-Look um.

Heute Abend gibt es eine erfolgreiche Woche zu feiern. Ich ziehe mein neues Kleid von Mara Hofman an: Die angesagte Designerin hat auch Looks in Extended Sizes rausgebracht und das feiert die Plus-Size-Community sehr! Ich feiere es, dass ich das Kleid in meiner Größe bei Net-a-Porter im Sale gefunden habe.

Wir gehen in mein neues Lieblingsrestaurant in Berlin: Coccodrillo. Neben gutem italienischen Comfort Food findet Ihr hier einfach das aktuell beste Interior Design der Stadt – Italo Disco meets Palm Springs – ich liebe es so sehr, ich möchte bitte einziehen!

Kleid von Mara Hoffman (ähnliches Modell hier), Tasche von YES MY LOVE (handmade sustainable leather goods, designed in Berlin | ähnlich hier), Sandalen von Asos (ähnlich hier), Kette von Hidden Gems Berlin (Crystal Energy Necklaces, die meine Freundin Louise in Berlin macht)

Berlin hat so viel zu bieten, auch was Natur betrifft und samstags heißt es bei uns meist, die Stadt und das Umland zu erkunden.


Das Wetter ist toll, ich hole meine Freundin Louise ab und zusammen mit Stella fahren wir an den Liebniztsee. Ich bin eine absolute Wasserratte und verfüge wohl über den größten Schwimmtiere- und Schwimmringe-Bestand in ganz Berlin 😉 Die Schwimmringe von Petites Pommes im Retro-Look sind aber mein absoluter Happy Find.

Wir vertreiben uns die Zeit am See mit Taro – extrem spirituell bin ich eigentlich nicht, aber ich bin von Taro schon immer fasziniert und lege die Karten auch ab und zu Freunden. Mittlerweile verfüge ich über eine tolle Sammlung von Taro Karten z.B. eine Editon von Dalí oder ein wunderschönes Set von TAUTA.

Nach dem Ausflug gehen wir noch ins Clächens Ballhaus. Biergärten, I love! Davon gibt es eine Menge in Berlin – aber draußen im Clärchen zu sitzen, das ist schon Berlin Feeling pur! Im Sommer ist das perfekt, da ich Stella easy mitnehmen kann, sie legt sich in die Sonne und wir genießen einen erfrischen Frozé.

Das größte Glück für mich ist es, auch mal keine Termine zu haben und mich einfach treiben zu lassen. Dazu bin ich ein Mensch, der gerne alleine ist und diese Zeiten als Ausgleich zum Job braucht. Der Sonntag ist daher immer ein ganz besonderer Tag für mich und meist relativ ähnlich im Ablauf. Stella und ich schlafen lange, gehen ausgiebig spazieren und machen es uns dann den Tag über im Bett gemütlich. Ich trage einen Baumwoll-Anzug von Wray NYC, der herrlich weit und angenehm zu tragen ist.

Leider bleibt es sonntags auch nicht aus, dass ich mich der Hausarbeit widmen muss. Eine Angelegenheit, die mir so gar keinen Spaß macht. Mit Hund hat man dazu echt sehr viel mehr Wäsche als vorher, die Maschine und der Staubsaugerroboter laufen also im Takt, während ich mir die neuesten Serien von Netflix und Co. anschaue und durch die Lieferdienste scrolle, um mir ein leckeres Abendessen zu bestellen – ein weiteres Insight über mich – ich koche nicht gerne, liebe aber gutes Essen. Da ich versuche, mich nur noch vegetarisch und vegan zu ernähren, esse ich am liebsten Nudeln mit veganer Bolo. Zum Nachtisch gibt es einen veganen Donut von Brammibal – die Bienenstich-Variante ist der Hit. Wie viel perfekter kann ein Sonntag noch werden 😉 ?

Vielen lieben Dank, dass du dabei warst, liebe Kerstin! Und wir hoffen, es hat euch gefallen?!

Foto-Credit: Stefanie Hofeditz & Louise Nielsen


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.