Binx Walton: Für Superga wollte ich mehr als gutes Aussehen

Binx Walton wollte, dass die Models, die ihre Superga-Kreationen bewerben, “etwas beisteuern”. …

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Binx Walton wollte, dass die Models, die ihre Superga-Kreationen bewerben, “etwas beisteuern”.

Die Laufsteggrazie ist für ihre Arbeit vor der Kamera bekannt, aber sie tauschte die Rollen, als sie von der Sneaker-Marke gebeten wurde, eine Kapselkollektion zu entwerfen.

Sie hing sich mit voller Kraft in das Projekt, suchte auch die Models für die Kampagne aus und dachte über jedes noch so kleine Detail der Schuhe gründlich nach. Als es darum ging, Werbegesichter zu finden, achtete sie auf etwas, was ihrer Meinung nach häufig vergessen wird.

“Bei den Models ging es mir um den Charakter. Viele Leute suchen die Models basierend auf der Tatsache aus, dass sie wie Mannequins aussehen und nicht viel Persönlichkeit besitzen, aber ich finde, dass alle Leute, die wir ausgewählt haben, wirklich sympathisch sind. Sie können mit dir reden und eine Unterhaltung führen, das waren Leute, die etwas beitragen konnten”, erklärte sie gegenüber ‘vogue.com’.

In Binx’ Lebenslauf stehen auch schon einige große Jobs, sie war beispielsweise auf den Titelseiten von ‘Elle’ und ‘Teen Vogue’ zu sehen, außerdem zierte sie eine Kampagne von Vera Wang. Dennoch: Einen Schritt vom Modeln zurückzutreten, öffnete ihr die Augen.

“Es war irre! Ich meine, ich war noch nie wirklich am anderen Ende des Designprozesses. Ich arbeite jetzt seit etwa drei Jahren mit Designern, lerne von Menschen, die mich inspirieren, wie Karl Templer – aber dieses Wissen tatsächlich für meine Sache zu benutzen war interessant. Ich habe viel gelernt, Superga ließ mich viel machen. Ich musste tatsächlich die Hair- und Make-up-Stylisten anheuern, die Video-Leute, die Kreativen, alle Models. Aber ich hatte während des ganzen Prozesses viel Hilfe von meinem Team.”

Die Linie von Binx Walton besteht aus drei Schuhen: ein Sneaker in Silber, den es auch in einer weißen Version gibt und ein schwarzes, etwas höher reichendes Modell. © Cover Media

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Edie Campbell: Stilbewusstsein von der Mama

Edie Campbell (24) lässt sich ständig von ihrer Mutter inspirieren. …

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Edie Campbell (24) lässt sich ständig von ihrer Mutter inspirieren.

Die britische Schönheit gehört momentan zu den gefragtesten Models der Welt – auch wegen ihres einzigartigen Styles. Für den macht Edie ihre Mutter, die ehemalige Modejournalistin und heutige Architektin Sophie Hicks, mitverantwortlich.

“Meine Mutter ermutigt mich dazu, Kleidung als eine Form zu sehen, um Ideen auszudrücken. Sie hat mir die Augen geöffnet, dass Kleidung mehr Möglichkeiten bietet als nur hübsch auszusehen. Sie trägt viel von Yves Saint Laurent, Givenchy und Courrèges, aber hat mir auch beigebracht, dass es in Ordnung ist, nicht glatt poliert auszusehen”, so Edie im Magazin ‘Stylist’.

Dass der doch punkig angehauchte Style aber nicht nur ihrer Mutter zu verdanken ist, ist deutlich zu sehen. Den hat sich Edie auch zum Teil bei David Bowie (68, ‘Heroes’) abgeguckt. Modelkollegin Stella Tennant (44) bewundert sie ebenfalls, da diese “einen so starken Sinn für sich selbst” habe.

Und dann ist da auch noch Katie Grand, Redakteurin des Magazins ‘Love’. “Katie hört immer auf ihr Bauchgefühl”, schwärmte Edie Campbell. “Sie denkt nie zu viel über irgendetwas nach. Sie ermutigt die Menschen dazu, genau das zu tun, was sie wollen. Ich denke, dass das eine sehr starke Lektion in der Mode ist, wo ja alles so gekünstelt und manchmal auch ziemlich schwerfällig ist. Katie macht Dinge, weil sie ihr Spaß machen, nicht weil sie denkt, dass sie damit die Welt verändern wird. Diese Leichtigkeit ist wichtig.” © Cover Media

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Elle Macpherson: Schnappt euch das Leben!

Elle Macpherson (51) glaubt, dass Frauen ins kalte Wasser springen sollten, wenn sie Lust darauf haben, etwas Neues auszuprobieren. …

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Elle Macpherson (51) glaubt, dass Frauen ins kalte Wasser springen sollten, wenn sie Lust darauf haben, etwas Neues auszuprobieren.

Die Laufstegschönheit hat im Laufe ihrer Karriere schon einiges gemacht. Sie begann als Model, wo sie sich dank ihres durchtrainierten Körpers den Spitznamen ‘The Body’ verdiente, wagte sich dann ins TV-Geschäft und brachte eine eigene Lingerie-Linie auf den Markt. Mit 50 gründete sie Welleco, eine Wellness-Firma, die Menschen ermutigt, gute Entscheidungen für ihre Gesundheit und ihr Leben zu treffen.

“Ich empfehle jeder Frau, die ein nagendes Gefühl in sich trägt, einen Wunsch, etwas für sich selbst zu tun, wärmstens: Finde heraus, was du liebst und tu es. Wähle Mut, es lohnt sich”, erklärte sie gegenüber ‘elle.com’. “Das Gefühl von Sinn, die Möglichkeit, an etwas zu arbeiten, bei dem man mit Leidenschaft dabei ist und nach etwas Bedeutungsvollem zu streben sind die besten Gründe, den nächsten Schritt zu tun. Wenn man viele Überstunden schiebt, muss man lieben, was man tut – und ich tue das.”

Bei aller Liebe: Leicht war es für die Australierin nicht, ihr eigenes Unternehmen aus dem Boden zu stampfen. Elle musste sich daran gewöhnen, mehr als eine Repräsentantin zu sein – jetzt trifft sie alle Entscheidungen und muss sich vor einem Vorstand verantworten.

Was die blonde Grazie besonders stolz macht, ist die Tatsache, dass sie seit ihrem 17. Lebensjahr finanziell auf eigenen Beinen steht. Zwar steht Geld für Elle nicht im Vordergrund, aber es gibt ihr ein gutes Gefühl, von niemandem abhängig zu sein und ihrer Familie aushelfen zu können, sollte es mal nötig sein.

Mit ihrem Ex Arpad Busson hat die Geschäftsfrau zwei Söhne und ihr heutiger Ehemann Jeffrey Soffer brachte drei Kinder mit in die Ehe. Bei einer so großen Familie ist natürlich immer etwas los und eine gute Organisation ist unerlässlich. Sowohl bei Elle als auch ihrem Liebsten stehen die Kids an erster Stelle.

“Wir respektieren unser beider Hingabe an die Ausbildung der Kinder, ihren Sport und ihre persönliche Entwicklung. Wir sind beide hingebungsvolle Eltern und Stiefeltern – ich musste zu einem organisatorischen Magier werden, damit alles immer glatt läuft”, lachte Elle Macpherson. © Cover Media

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Jillian Mercado: Ich möchte ein Vorbild sein

Jillian Mercado (28) will eines Tages nicht mehr “das Model im Rollstuhl” sein, sondern einfach nur ein Model. …

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Jillian Mercado (28) will eines Tages nicht mehr “das Model im Rollstuhl” sein, sondern einfach nur ein Model.

Zwar werden Werbeschönheiten jenseits des typischen Beautyideals – wie das transsexuelle Model Andreja Pejic oder Albino-Star Shaun Ross – in letzter Zeit immer gefragter. Aber dass eine Frau im Rollstuhl sich anschickt die Modewelt zu erobern, bleibt trotzdem ungewöhnlich. Jillian Mercado leidet seit ihrem 12. Lebensjahr an Muskeldystrophie, das hinderte sie aber nicht daran, für ihren Traum zu kämpfen. Dank Jobs für Diesel und Carine Roitfelds ‘CR Fashion Book’ hat sich dieser Traum erfüllt, gekrönt wurde ihr Erfolg vor einem Monat, als sie einen Vertrag bei IMG Models unterschrieb.

“Ich möchte mit meiner Arbeit bei IMG erreichen, dass ich nicht mehr das Model im Rollstuhl, sondern einfach nur das Model bin”, berichtete sie auf ‘style.com’.

Dass die Modelagentur IMG die New Yorkerin unter Vertrag nahm, ist nicht nur ein Riesenerfolg für Jillian, sondern läutet auch eine wichtige Veränderung in der Modebranche ein. “Als ich jünger war, suchte ich immer nach einem Vorbild. Es gab Menschen, die ich bewunderte, aber keinen mit einer Behinderung. Es schockierte mich, dass es keinen in der Industrie gab, der wie ich war”, fügte sie hinzu.

Jillian, die sich zunächst als Bloggerin und Redakteurin einen Namen machte, möchte mit ihrem Erfolg auch den Weg für andere ebnen, die in einer ähnlichen Situation stecken wie sie: “Ich will, dass die Leute wissen, die an einer Modekarriere wegen der Wahrnehmung anderer zweifeln, dass es hier einen Platz für sie gibt.”

Zwar habe sich in der Modebranche in dieser Richtung in der Vergangenheit schon viel getan, dennoch ist das Ziel lange nicht erreicht: “Ich glaube, dass die Modebranche vielfältiger werden muss”, erklärte Jillian Mercado vor Kurzem gegenüber ‘Identities Mic’. © Cover Media

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Lili Sumner: Ich will nicht kopiert werden!

Lili Sumner regt sich darüber auf, wenn Leute versuchen, so auszusehen wie sie. …

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Lili Sumner regt sich darüber auf, wenn Leute versuchen, so auszusehen wie sie.

Das Model besticht durch einen einzigartigen Look: Mit kantigen Gesichtszügen, hellblonden langen Haaren und ihrer auffälligen Zahnlücke bleibt sie Menschen leicht im Kopf. Nicht selten versuchen Fashionistas auch, den coolen Klamottengeschmack der Neuseeländerin zu kopieren – was Lili mit gemischten Gefühlen registriert.

“Wenn jemand dich kopiert, ist das wohl ein tolles Kompliment, gleichzeitig aber auch ein schreckliches”, erklärte sie gegenüber ‘Refinery29′. “Es nervt einfach so, versteht ihr?”

Was Lili viel netter findet: Wenn Menschen auf der Straße stehenbleiben, sie ansprechen und ihr ein Kompliment zu ihrem Outfit machen. “Das ist immer schön”, strahlte das Model.

Ihren eigenen Look beschreibt die Berufsschönheit übrigens als “überkandidelt”, inspirierend findet sie Filme, Musik und alles, was ihren Geist beflügelt.

Als Insider der Fashion-Branche ärgert sich die Grazie über die ständigen Berichte, der Konkurrenzkampf würde Models zu Furien machen. Dem hatte Lili Sumner einige Gedanken entgegenzusetzen:

“Ich habe bei der Arbeit für Saint Laurent viele Freunde kennengelernt – ich schätze, [Creative Director] Hedi Slimane hat eine gute Menschenkenntnis. Danach trifft man sich immer mal wieder bei Jobs. Wir machen die Fashion Week zusammen und solche Dinge?” © Cover Media

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Candice Huffine: Ich bin ein Plus-Size-Garant

Candice Huffine (30) achtet darauf, dass man sie nur mit Plus-Size-Mode in Verbindung bringt. …

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Candice Huffine (30) achtet darauf, dass man sie nur mit Plus-Size-Mode in Verbindung bringt.

Das Model trägt Kleidergröße 40, was in der Fashionwelt leider nach wie vor bereits zum Plus-Size-Segment gehört. Sie gilt als eine der bekanntesten Vertreterinnen der Große-Größen-Welt und erschien in der amerikanischen ‘Vogue’ ebenso wie im Pirelli-Kalender.

Da sie immer bekannter wird, aber auch keine wirklich füllige Figur hat, wird sie häufig von Designern angefragt, die sie auf ihrem Laufsteg sehen wollen. Aber da zieht Candice eine Grenze.

“Meine Theorie lautet, dass wenn ein Designer Plus-Size-Mädchen auf den Laufsteg schickt, könnte das implizieren, dass er Plus-Size-Kleidung macht und solange es nicht klar ist, dass er das auch wirklich macht, wird es wohl am besten sein, das [als PS-Model für ihn zu arbeiten] zu vermeiden, um keine Verwirrung oder Kontroverse zu stiften”, erklärte sie gegenüber ‘washingtonpost.com’.

Seit ihren Anfängen hat sich in der, was Entwicklungen angeht, recht trägen Modewelt einiges getan und der Markt für Plus-Size-Mode wird immer größer – ein zwar langsamer, aber stetiger Weg.

Zwei nach wie vor bestehende Probleme: die mangelnde Auswahl an Plus-Size-Teilen und die Vorherrschaft der Farbe Schwarz. Da haben einige Läden noch viel Arbeit vor sich, findet die amerikanische Schönheit.

“Es gibt dieses Geschäft, das ich liebe, es stammt aus London und ist sehr beliebt. Die haben alles: Männer, Dessous, Handtaschen, Make-up, Accessoires, tall, petite, Umstandsmode, normale Schuhe, tolle Schuhe – und kein Plus Size. Wenn man mit seiner Freundin unterwegs ist, ein Shoppingbummel unter Mädels, hält man es erstmal für einen absoluten Muss-Laden! Sie spielen Musik und man sucht nach einem Kleid, in dem man abends ausgehen kann. Na ja, ich schätze, man könnte Schuhe und einer Kette finden. Es macht einen schon ein bisschen wütend.”

Dennoch: Candice ist stolz auf das, was sie bereits erreicht hat. Dass sie beispielsweise im Pirelli-Kalender abgelichtet wurde, hält sie für einen absoluten Meilenstein, was das Bewusstsein für die Schönheit von Plus-Size-Models angeht.

“Pirelli hat es endgültig allen gezeigt. Diese Menschen, Steven Meisel und Carine Roitfeld, diese Menschen glauben daran, dass Schönheit nichts mit der Größe meines Rockes zu tun hat. Was ich mit meiner Karriere erreichen möchte: Ich will jetzt nicht sagen, dass ich die Leute schütteln möchte, ich möchte ihnen eher die Augen öffnen. Das ist hier kein Trend, es ist keine Modeerscheinung oder eine Möglichkeit, mit viel Wirbel eine Kontroverse zu kreieren. Es ist einfach, wie es jetzt ist”, pochte Candice Huffine. © Cover Media

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