Jillian Mercado: Ich möchte ein Vorbild sein

Jillian Mercado (28) will eines Tages nicht mehr “das Model im Rollstuhl” sein, sondern einfach nur ein Model. …

Bild von Jillian Mercado

Jillian Mercado (28) will eines Tages nicht mehr “das Model im Rollstuhl” sein, sondern einfach nur ein Model.

Zwar werden Werbeschönheiten jenseits des typischen Beautyideals – wie das transsexuelle Model Andreja Pejic oder Albino-Star Shaun Ross – in letzter Zeit immer gefragter. Aber dass eine Frau im Rollstuhl sich anschickt die Modewelt zu erobern, bleibt trotzdem ungewöhnlich. Jillian Mercado leidet seit ihrem 12. Lebensjahr an Muskeldystrophie, das hinderte sie aber nicht daran, für ihren Traum zu kämpfen. Dank Jobs für Diesel und Carine Roitfelds ‘CR Fashion Book’ hat sich dieser Traum erfüllt, gekrönt wurde ihr Erfolg vor einem Monat, als sie einen Vertrag bei IMG Models unterschrieb.

“Ich möchte mit meiner Arbeit bei IMG erreichen, dass ich nicht mehr das Model im Rollstuhl, sondern einfach nur das Model bin”, berichtete sie auf ‘style.com’.

Dass die Modelagentur IMG die New Yorkerin unter Vertrag nahm, ist nicht nur ein Riesenerfolg für Jillian, sondern läutet auch eine wichtige Veränderung in der Modebranche ein. “Als ich jünger war, suchte ich immer nach einem Vorbild. Es gab Menschen, die ich bewunderte, aber keinen mit einer Behinderung. Es schockierte mich, dass es keinen in der Industrie gab, der wie ich war”, fügte sie hinzu.

Jillian, die sich zunächst als Bloggerin und Redakteurin einen Namen machte, möchte mit ihrem Erfolg auch den Weg für andere ebnen, die in einer ähnlichen Situation stecken wie sie: “Ich will, dass die Leute wissen, die an einer Modekarriere wegen der Wahrnehmung anderer zweifeln, dass es hier einen Platz für sie gibt.”

Zwar habe sich in der Modebranche in dieser Richtung in der Vergangenheit schon viel getan, dennoch ist das Ziel lange nicht erreicht: “Ich glaube, dass die Modebranche vielfältiger werden muss”, erklärte Jillian Mercado vor Kurzem gegenüber ‘Identities Mic’. © Cover Media

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Gutes tun und drüber reden

Ausbeutung der Arbeitskräfte in der dritten Welt, unwürdige Arbeitsbedingungen (siehe die Zalando-Geschichte, die gerade so viel Staub aufwirbelt) – mehr als ärgerlich. Aber es gibt auch positive Beispiele. Fashion- und Beautyfirmen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Wir haben mal ein paar Vorbilder zusammengestellt:

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Comptoir des Cotonniers hat in Zusammenarbeit mit der Fairtrade-Organisation Mercado eine Kollektion mit Taschen, Pochettes und Armbänder auf den Markt gebracht. Gefertigt werden die handgearbeiteten Teile ausschließlich von Frauengemeinschaften in Guatemala. Mit dieser kunsthandwerklichen Arbeit haben die Frauen Gelegenheit, Geld für sich und ihre Kinder zu verdienen.

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Die Accessoires von Comptoir des Cotonniers und Mercado sind alle handgefertigt

Crème de Soins Teintée Désaltérante SPF 15 - Still Life

Auch Clarins unterstützt mit seiner „Crème de Soins Teintèe Désaltertèrante“ sein Projekt „Nachhaltige Schönheit“: Wichtigster Wirkstoff ist Katafray, diese Pflanze wächst ausschließlich in Madagaskar und ist Teil eines Fairtrade-Programms. Vom Verkaufpreis geht ein pauschaler Betrag an die lokalen Clarins-Lieferpartner. Und von diesem Geld konnte eine Wasserversorgungsanlage ein Klassenzimmer und ein Gesundheitszentrum finanziert werden.

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Die Zusammenarbeit von Marc O’Polo und Hollywood-Star Jeff Bridges geht in eine nächste, erfreuliche Runde: Der Oscar-Preisträger schrieb die für ihn fünf wichtigsten Werte für eine bessere Welt auf Papier, und diese Handschriften wurden auf eine exklusive Kollektion von T-Shirts und Hoodies übertragen. Liberty, SimpliciTee, PersonalTee, UncertainTee,  BeauTee. Mit dieser Aktion wollen das Fashion Label und Jeff Bridges das Institute für Compassionate Awareness in Santa Barbara unterstützen, das seinen Focus auf mehr Achtsamkeit legt.

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Er hat’s wirklich getan: Jeff Bridges beim Schreiben seiner Botschaften

OLE LYNGGAARD COPENHAGEN My Friend A1963-401 1.950€

Charlotte Lynggaard kennt man als Designerin wertvollen, prächtigen Schmucks. Aber die Designerin und Mutter dreier Kinder aus Kopenhagen hat auch ein großes Herz: Sie entwarf eine spezielle Schmuckserie – „My Friend“ – von deren Verkaufserlös 10 % für den Bau von Trinkwasserbrunnen in Westafrika eingesetzt werden. Die Schmuckteile sind – natürlich! – alle liebevoll handgefertigt. Für jeden ist etwas dabei – einen Anhänger gibt es bereits ab 77 Euro. Wer mehr Gutes tun will, leistet sich ein My-Friend-Schmuckstück für knappe 3000 Euro.

MELISSA ODABASH Eva Beige

Beachwear-Designerin Melissa Obadash hat sich mit Elton John für ein ganz besonderes Fashion-Projekt zusammengetan: “Eva”, so heißt der Unisex-Hut aus Stroh, von dessen Verkaufserlös jeweils 25 Euro an die AIDS-Foundation von Elton John geht. Elle Macpherson und Cameron Diaz tragen das hübsche Stück schon, das mithilft, Babies vor der Übertragung von HIV zwischen Mutter und Kind zu schützen

Fotos: PR, Marc O’ Polo, Comptoir des Cotonniers, Clarins, Ole Lynggaard Copenhagen, Melissa Obadash