Tess Holliday: Ich habe genug von euren Vorurteilen

Tess Holliday (29) findet es unfair, dafür verurteilt zu werden, dass man ihr ihre “Sünden” – im Vergleich zu Leuten, die rauchen oder trinken – ansieht.

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Tess Holliday (29) findet es unfair, dafür verurteilt zu werden, dass man ihr ihre “Sünden” – im Vergleich zu Leuten, die rauchen oder trinken – ansieht.

Das Plus-Size-Model sorgt mit einer Kleidergröße von 52 immer wieder für Schlagzeilen. Dabei scheiden sich die Meinungen über den Fashion-Star: Während die einen sie dafür loben, die Fahne für fülligere Frauen hochzuhalten, fürchten andere, dass ihr Körperumfang sich negativ auf ihre Gesundheit auswirke könne.

Tess selbst hat mittlerweile genug von der Diskussion: “Jeder hat Sünden, meine sind allerdings sichtbar”, argumentierte sie im Interview mit der britischen Zeitung ‘The Guardian’. “Wenn ich den ganzen Tag lang Fotos mache und dann eine verdammte heiße Schokolade trinken und ein Croissant essen möchte, dann mache ich das auch. Werde ich das zum Frühstück, Mittag und Abendessen essen? Nein. Ist es okay, das zu tun? Wenn du willst. Aber wisst ihr, keiner wird dafür berühmt, zwei Packungen Zigaretten pro Tag zu rauchen. Oder Leute, die am Ende des Tages ein Foto von sich mit einem Drink posten? Das Leben ist beschi**en, warum sollte man also jemanden dafür verurteilen, dass er das Beste daraus zu machen versucht?”

Schon ihr ganzes Leben wurde Tess als “fett” bezeichnet, mittlerweile ärgert sie sich aber nicht mehr darüber, sondern nimmt das Wort bereitwillig an. Schließlich sei sie sich dessen bewusst, dass ihr Körperumfang größer als der vieler anderer sei. Sogar ihr Vater – mit dem sie mittlerweile keinen Kontakt mehr hat – habe ihr früher immer wieder erklärt, dass sie zwar ein hübsches Gesicht habe, kritisierte aber den Rest ihres Körpers. In der Schule erging es ihr ähnlich und das führte dazu, dass sie irgendwann nicht mehr hinging.

“Wenn man erwachsen ist und die Wahl hat, welche Personen ein Teil seines Lebens sind, dann sollte man diejenigen ausschließen, die einem wehtun, auch wenn es ein Familienmitglied ist. Für mich haben diese Leute keine Privilegien. Ich habe ihm immer wieder eine Chance gegeben und er behandelte mich weiterhin schlecht und da dachte ich mir, dass er nicht in meinem Leben sein sollte.”

Mittlerweile läuft es sowohl privat wie auch beruflich bestens für das Plus-Size-Model: Tess Holliday ist glücklich verlobt mit ihrem Partner Nick Holliday, der zufällig den gleichen Nachnamen hat wie sie, und erst vor Kurzem landete sie das Cover des ‘People’-Magazins. © Cover Media

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Saint Laurent: Verbot der neuen Kampagne

Saint Laurent erhielt Kritik für seine neue Kampagne, da diese laut ‘ASA’ ein zu stark “untergewichtiges” Model zeige.

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Saint Laurent erhielt Kritik für seine neue Kampagne, da diese laut ‘ASA’ ein zu stark “untergewichtiges” Model zeige.

Hedi Slimane, der Kreativchef des Modehauses, ist bekannt für seine trendy Kampagnen und auch die neuesten Werbeaufnahmen sorgten für Schlagzeilen. Allerdings gab es diesmal auch negative Kritiken. Eines der Schwarz-Weiß-Fotos zeigt ein Model mit geschlossenen Augen auf dem Boden liegend, eine Hand führt sie zum Kopf. Aufgrund des tief ausgeschnittenen Kleides sieht man die Rippen des Models deutlich, auch seine Beine sind extrem dünn – die Oberschenkel sind kaum breiter als die Knie. Dazu trägt das Model Strumpfhosen, eine Lederjacke und Plateau-Schuhe.

Nachdem das Foto in der britischen ‘Elle’ veröffentlicht wurde, erhielt die ‘Advertising Standards Authority’ (ASA) eine Beschwerde: Es sei unverantwortlich ein so extrem dünnes Model in einer Werbekampagne abzulichten.

‘ASA’ antwortete, dass die Beleuchtung des Shootings so darauf angelegt war, die Brust und die “sehr dünnen” Beine des Models noch zu betonen. “Deshalb sind wir der Meinung, dass das Model auf dem Bild ungesund und untergewichtig aussieht und schlussfolgern, dass das unverantwortlich war.”

‘Elle’ erklärte, keine Stellungnahme erhalten zu haben, das Modehaus hingegen “wies darauf hin, dass sie nicht mit dem Standpunkt der Beschwerde übereinstimmten, dass das Model zu dünn ist”.

Die ‘ASA’ beschloss, dass die Kampagne nicht in Großbritannien veröffentlicht werden dürfe und erinnerte die Inserenten daran, dass auch sie für die Fotos rechenschaftspflichtig seien.

Das Foto gehört zur Frühjahrskampagne 2015 von Saint Laurent, Hedi Slimane schoss die Bilder selbst.

Es ist nicht das erste Mal, dass die ‘ASA’ eine Werbekampagne verbietet: 2011 traf sie das gleiche Urteil über die Parfümkampagne von Marc Jacobs, die laut ‘ASA’ “zu sehr provozierte”. Dakota Fanning (21, ‘Krieg der Welten’) warb damals für den Duft ‘Oh Lola!’ auf einem Foto, auf dem sie den Parfümflakon zwischen ihren Oberschenkeln hielt. © Cover Media

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Coco Rocha: Meine Meinung zählt!

Coco Rocha (26) kann im Internet endlich ihre Meinung sagen.

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Coco Rocha (26) kann im Internet endlich ihre Meinung sagen.

Das Model loggt sich fast täglich bei Twitter und Instagram ein und hält ihre Fans mit ihrem Blog auf dem Laufenden.

2010 entdeckte sie zum ersten Mal die sozialen Netzwerke, damals druckte die ?New York Daily News? einen Artikel über Models, die ?zu dick? für den Laufsteg sein sollten und bezog sich dabei auf Coco. Prompt kreierte der Fashion-Star einen Blog und äußerte sich dort zu dem Thema.

?Das war mein Aha!-Moment. In dem Moment merkte ich, dass ich die Macht habe, Leuten meine Meinung zu sagen?, erklärte das Model in einer ?Internet-Week?-Session. ?Früher gab ich ein Interview und wenn sie mich mochten, wurde es auch eine tolle Story. Wenn sie mich hassten, wurde es eine schreckliche Story. Ich konnte nichts dazu sagen. Die sozialen Netzwerke verändern alles für Menschen ohne Stimme.?

Ihr Eintrag war so interessant, dass die meisten viel lieber lesen wollten, was das Model zu sagen hat.

?Die Leute guckten sich die ?Daily News? gar nicht an, sie wollten bloß wissen, was ich bei meinem Blog schreibe?, erinnerte sie sich.

?Alle sprachen davon, bei ?The View?, jeder Reporter berichtete darüber, es stand in den Zeitungen und den Zeitschriften. Ich war so stolz: Das ist meine Meinung und sie verschwindet nicht.?

Bei Twitter folgen ihr nun 911.000 Fans, bei Instagram sogar 942.000. Sie findet es immer noch ?faszinierend?, dass die Menschen so neugierig sind und fühlt sich als richtige Bahnbrecherin.

?Ich bin die erste, die sich an die neuen sozialen Netzwerke rantraut. Wenn es nicht klappt, okay, aber wenn es doch klappt, bin ich meistens das erste Model, dass mit dabei ist. Also denken sich viele, ?Es gibt keine große Auswahl an Fashion-Leuten, da folge ich einfach der Coco??, freute Coco Rocha sich. © Cover Media

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Tamy Glauser: Harte Zeiten für “ungewöhnliche” Models

Tamy Glauser findet, dass Models mit einem klassischen Look noch immer mehr gebucht werden.

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Tamy Glauser findet, dass Models mit einem klassischen Look noch immer mehr gebucht werden.

Zwar ist der androgyne Look derzeit immer noch sehr angesagt, dennoch überwiegen die klassischen Models nach wie vor. Aktuell sorgt aber doch wieder mal ein Model mit einem speziellen Look für Aufsehen: die Schweizerin Tamy mit ihren abrasierten Haaren.

“Wenn man so einen unverwechselbaren Look hat, dann kann es schwieriger sein, irgendwo reinzukommen. Aber ich bin froh, dass ich es an einen Ort geschafft habe, wo ich kommunizieren und mit anderen zusammenarbeiten kann. Ich kann einfach ich selbst sein und ich habe die Möglichkeit bekommen, an einigen wundervollen Dingen zu arbeiten. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich dazu in der Lage wäre – Fashion überrascht mich einfach immer wieder”, lächelte sie gegenüber ‘style.com’.

Tamy flanierte den Laufsteg für Designgrößen wie Vivienne Westwood, Jean Paul Gaultier und Riccardo Tisci entlang. Ihre Fashion-Karriere startete sie mit Ende 20 allerdings verhältnismäßig spät.

“Ich hatte nichts mit Fashion zu tun. Ich interessierte mich nicht wirklich dafür, aber Freunde fragten mich öfter, ob ich das nicht machen wollte. Aber ich war schon 27, warum sollte ich in diesem Alter noch anfangen”, erinnerte sie sich zurück.

Ein Freund schickte schließlich Fotos von ihr an eine Pariser Agentur und schon kurz darauf landete sie ihre ersten Jobs. Trotz des Erfolges hatte sie im vergangenen Jahr allerdings eine Krise und stand kurz vorm Aufgeben. “[Ich dachte mir:] ‘Was zum Teufel mache ich hier?! Soll ich einfach alles hinschmeißen? Ich bin keine 16 mehr und es ist nicht in Ordnung, kein Geld zu haben und zu kämpfen.’ Ich sah, wie alle meine Freunde immer erfolgreicher wurden und ihre Karriere wirklich gut liefen. Ich blieb hinter ihnen zurück”, sagte sie.

Doch spätestens ihr Erfolg bei den letzten Fashion Weeks änderte ihre Meinung. Tamy lief exklusiv für Louis Vuitton in Paris über den Catwalk und arbeitete eng mit Nicolas Ghesquière und seinem Team zusammen. Sie hätte sich nie zuvor träumen lassen, dass sie eines Tages zum Louis-Vuitton-Girl gekürt werden könnte: “Als ich in die Agentur kam und die Bestätigung erhielt, weinte ich vor Freunde. Es war wie eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg war und dass sich die schweren Zeiten bezahlt machen würden.” © Cover Media

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David Gandy: Ich trainiere hart

David Gandy (35) lässt sich auch mal gehen – bevor er dann wieder fleißig Sport macht.

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David Gandy (35) lässt sich auch mal gehen – bevor er dann wieder fleißig Sport macht.

Der attraktive Brite lässt die Frauenherzen mit seinem markanten Gesicht, den stahlblauen Augen und natürlich dem durchtrainierten Körper höher schlagen. Seinem Aussehen verdankt David auch Kampagnen für Labels wie Dolce & Gabbana und Marks & Spencer, mit dem er eine Unterwäschekollektion auf den Markt gebracht hat.

Das Model arbeitet hart für seine Figur, doch gönnt er sich ab und an auch mal eine Auszeit: “Natürlich [habe ich Genusstage]“, lächelte er im Interview mit dem ‘Red’-Magazin. Zum Großteil aber bleibt David konsequent beim Training – und das ganz ohne Modellook: “Im Fitnessstudio gibt es so viele Leute im kompletten Outfit, die aber keine Ahnung haben. Und dann gibt es die im Gammel-Look, die sehr hart trainieren. Im Endeffekt bin ich das.”

Weiterhin erklärte der Star, dass er nicht als Person in die Geschichte eingehen will, die regelmäßig ihre Hosen fallen lässt. Seiner Meinung nach sind Models ebenso populär und intelligent wie Banker und das beweist er mit seinen zahlreichen Projekten.

Gandy ist aber nicht der einzige Brite, der seinen trainierten Körper in Unterwäsche zur Schau stellt. Immer wieder ziehen die Leute Vergleiche zwischen ihm und dem ehemaligen Fußballprofi David Beckham (39). Zwischen den beiden herrscht aber kein Konkurrenzkampf und David findet, dass seine Landsleute froh sein sollten, dass zwei Briten “die Welt übernehmen”.

Das Model ist stolz auf seine britischen Wurzeln und wünschte, dass er die englischen Firmen mehr unterstützen könnte. “Wir sind schrecklich darin, in unsere eigenen Firmen zu investieren. Ich finde es traurig, dass die Hälfte der Firmen in der Savile Row nicht in britischen Händen sind. Wenn ich eine kleine britische Firma sehe, an die ich glaube, dann befinde ich mich in der privilegierten Position, ihr eine Chance zu geben. London ist ein außergewöhnlicher Ort und wir sollten stolz auf unsere großen Labels sein. Ich bin stolz darauf, dass ich hier bin. Ich gehöre zu Großbritannien”, schwärmte David Gandy von seiner Heimat. © Cover Media

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Naomi Campbell: Schweigen ist Gold

Naomi Campbell (44) hat mittlerweile erkannt, dass man nicht immer seine Meinung zu allem preisgeben muss.

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Naomi Campbell (44) hat mittlerweile erkannt, dass man nicht immer seine Meinung zu allem preisgeben muss.

Der britische Fashion-Star zählte in den 90er Jahren zu den legendären Supermodels und ist auch heute noch mit seiner Kollegin Kate Moss (41) gut befreundet. Im Laufe ihrer Karriere hat Naomi vor allem eins gelernt: Es ist nicht immer der beste Weg, seine Meinung laut zu sagen.

“Schweigen ist gut”, erkläre sie auf ‘vogue.com’. “Es erdet einen, wenn man nicht reagiert und verleiht einem Stärke.”

Selbstverständlich ist das Model ein häufig gesehener Gast auf den Fashion Weeks und auch gestern wieder begutachtete sie die neuesten Kreationen aus dem Hause Burberry Prorsum auf der London Fashion Week. Ihr Outfit suchte ihr dabei der Kreativchef des Labels Christopher Kane selbst aus und so trug die Beauty einen verzierten goldenen Rock kombiniert mit einem weiten, weißen Mantel. Der Look entsprach Naomis typischen glamourösen Outfits, allerdings versicherte der Star, dass er ebenso ein Fan von Casual Styles sei. “Wenn es um meinen persönlichen Stil geht, dann mag ich an einem Tag Bleistiftröcke, am anderen lieber Turnschuhe. Das kann man bei mir nicht vorhersagen”, grübelte sie.

Im Laufe ihrer Karriere versuchte sich Naomi auch als Schauspielerin und trat zum Beispiel in kleinen Rollen in der ‘Bill Cosby Show’ und ‘Der Prinz von Bel Air’ auf. Ihre letzte Rolle hatte sie in dem Drama ‘Karma, Confessions and Holi’ im Jahr 2009. Jetzt feiert die Schöne ihr TV-Comeback mit einem Auftritt in der Fernsehserie ‘Empire’: Dort verkörpert sie die stylishe Camilla Marks an der Seite von Stars wie Terrence Howard (45, ‘Iron Man’) und Courtney Love (50, ‘Mono’). “Ich kenne Lee [den Produzenten] schon sehr lange, aber als er mich fragte, ob ich die Rolle spielen wolle, war ich mir nicht sicher. Ich hatte die Schauspielerei irgendwie aufgegeben”, räumte sie ein.

Auf Anraten ihrer Freunde, die sie zu einem letzten Versuch ermunterten, sagte Naomi Campbell dann aber doch für die Rolle in ‘Empire’ zu. © Cover Media

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