Konfrontation

Harry Styles wearing Burberry in London

Seitdem ich das Burberry Hemd mit Herz-Motiv auf der Fashion Week sah, wollte ich es mein Eigen wissen. Dann kamen die Zweifel mit dem Preis. Sind 450 € nicht zuviel? Also habe ich es verdrängt und nun erneute Konfrontation: Zum zweiten Mal taucht es an Harry Styles auf. Nicht, dass ich Fan von One Direction wäre (zumindest rede ich mir das ein), aber ich muss zugeben, an diesem kleinen Pfiffikus sehen Herzen doch recht herzlich aus. Und da heute Samstag ist und ich Zeit habe, den gesamten Nachmittag bei Burberry zu verbringen, frage ich mal kurz in die Runde: das schwarze oder das blaue Modell?

One_Direct

Photos: Burberry

Alek Wek: “Man muss kein Opfer sein”

Bild von Alek Wek

Alek Wek (36) kritisierte Menschen, die sich selbst bemitleiden.

Das erfolgreiche Model floh 1991 vor dem Bürgerkrieg aus dem Sudan und schaffte es, sich in der Modeindustrie einen Namen zu machen. In einem Interview kritisierte Wek Menschen, die sich ständig über ihre schwierige Vergangenheit auslassen. “Ich verließ den Sudan mit zwölf Jahren und mit 14 suchte ich Zuflucht in London. Ich war wirklich eine Heimatvertriebene, aber meine Eltern rieten mir, zur Schule zu gehen. Die Bildung könne man mir nicht mehr wegnehmen. Afrikanische Frauen sind sehr stark. Man kann kein Opfer sein. Man muss kein Opfer sein”, erklärte sie im Interview mit der britischen Zeitung ‘The Sunday Times’.

Jetzt lebt Wek in New York, wo sie am liebsten in den Outfits des Designers Osman Yousefzada das Haus verlässt. “Es ist wichtig, dass dein Outfit gut aussieht, aber auch, dass man seine alltäglichen Aufgaben in ihm verrichten kann und sich nicht um ein zu enges Kleid Sorgen machen muss, [zu Beispiels] dass man darin nicht essen kann. Ich liebe es zu essen! Ich finde die Designs [von Osman Yousefzada] befreiend. Seine Kleidung atmet Selbstbewusstsein, aber sie ist nicht anstößig. Es ist eine wahre Freude, einen Designer zu finden, der nicht nur Kleidung macht – er ist wirklich ein Mensch, der die Frauen feiert”, erklärte sie.

Wek ist ein Mitglied des US-Beratungsausschusses für Flüchtlinge und zu den weltweiten UN-Veranstaltungen trägt sie häufig die Looks des Designers. Yousefzada bewundert das Model ebenso wie sie ihn: “Sie ist großartig. Sie war ein Flüchtling und sie hat etwas aufgebaut und ist etwas geworden. In ihrem Leben musste sie schon Unglück erleben, aber sie hat es verkraftet. Grundsätzlich sind Frauen belastbarer als Männer und das zieht mich an”, schwärmte er von Alek Wek. © Cover Media

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Lily Aldridge: Victoria’s-Secret-Models sind starke Frauen

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Lily Aldridge (27) schwärmte von den Victoria’s-Secret-Models.

Im Jahr 2010 bekam die Amerikanerin zum ersten Mal die begehrten Flügel des Dessous-Labels für eine Modenschau angelegt und trat damit in die Fußstapfen von Stars wie Gisele Bündchen (33), Karlie Kloss (21) und Miranda Kerr (30). Auch wenn einige die Unterwäschemarke als nicht ganz salonfähig beschreiben, ist das Label für Aldridge ein Symbol der Frauenemanzipation: “Für mich es sehr mädchenhaft, nicht sexy. Es ist ein riesiger Teil der amerikanischen Kultur. Die Engel sind für mich starke, kultige Frauen, mit denen ich aufgewachsen bin. Ein Engel zu werden, war eine riesige Errungenschaft für mich; der Wendepunkt meiner Karriere. das hat meinen Namen bekannt gemacht – nur noch wenige Models haben diese Möglichkeit”, schwärmte sie im Interview mit ‘Net-a-Porter’.

Aldridges Mutter war während der 70er Jahre ein Playmate des ‘Playboys’. Das Model ist ein großer Fan der Fotos ihrer Mutter aus diesen Zeiten, dennoch würde sie selbst nicht für das berühmte Männermagazin posieren. “Die Playmates waren Rockstars. Meine Mutter war ein Teil dieser Zeit, als der ‘Playboy’ großartig und die Fotos wunderschön waren. Es ist ja kein schlechtes Image oder so, aber ich denke nicht”, antwortete sie auf die Frage, ob sie mit dem Gedanken spiele, die Hüllen für das Magazin fallen zu lassen. “Aber vielleicht ändere ich noch meine Meinung, wenn ich älter bin.”

Seit sie 16 Jahre alt ist, arbeitet die Schöne als Model. Auch wenn sie sich dessen bewusst ist, dass ihre Karriere vor den Kameras nicht unbegrenzt ist, hat sie momentan noch jede Menge Projekte in Planung. “Wenn meine Zeit vorbei ist, dann ist das so. Aber ich stelle sicher, dass ich verschiedene Jobs mache und unterschiedliche Wege gehe. Ich möchte eine Bio-Beauty-Linie und eine Modelinie entwerfen, ich würde auch gern etwas für für Kinder kreieren. Ich habe für Victoria’s Secret gearbeitet, also habe ich einen Namen und ich kann mich selbst groß rausbringen. Aber wo auch immer mich meine Karriere hinführt, ich bin mit Glück gesegnet”, schloss Lily Aldridge. © Cover Media

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David Gandy: Guter Stil muss nicht teuer sein

Bild von David Gandy

Laut David Gandy (33) kann man sich auch günstig stilvoll kleiden.

Das britische Model tritt in seinen maßgeschneiderten dreiteiligen Anzügen der Schneider der berühmten Londoner Straße Savile Row stets in einem makellosen Outfit auf. In einem Interview verriet der Star nun, in welchen Boutiquen er seine eleganten Looks kaufe und fügte hinzu, dass gute Kleidung nicht immer die Welt kosten müsse: “Ich liebe Savile Row, aber bei gutem Stil geht es nicht nur darum, sehr viel Geld für Kleidung auszugeben. Wenn ich in die USA fahre, dann shoppe ich am liebsten im Club Monaco. Ich finde, dass sie wirklich tolle Sachen machen. In England ist Reiss eine großartige britische Marke, die schon seit 50 Jahren im Geschäft ist und die jetzt auch maßgeschneiderte und den Kundenwünschen angepasste Anzüge für normale Kaufhäuser anfertigt”, erklärte er auf ‘GQ.com’ und führte aus: “Manchmal denken wir, dass teuer das Beste ist, dass Luxus das Beste ist, und natürlich gibt es da die Tom Fords und die Armanis und die Guccis, die großartig sind, aber ich denke, dass man einen guten Stil mithilfe von Shops wie Club Monaco und Reiss auch sehr, sehr einfach erreichen kann.”

Weiterhin verriet der Star, für was er das meiste Geld ausgeben würde: “Ich habe zwei eher teure Hobbys: Autos und Uhren. Mein Großvater baute Uhren und daher kommt auch meine Leidenschaft für die Zeitmesser. Als Kind beobachtete ich ihn dabei, wie er Kamin- und Standuhren baute. Ich habe eine ansehnliche Uhrenkollektion, aber nichts geht über meine Omegas. James Bond kann ja nicht falsch liegen, oder?”

Auch in seiner Freizeit setzt Gandy bei seiner Kleiderwahl auf maßgeschneiderte Ensembles. “Es gibt Schneider und dann gibt es Thom Sweeney. Thom und Luke machen die Anzüge für einige der stylishsten Männer Londons. Erinnert ihr euch noch an den Anzug von David Beckham auf dem Schnellboot für die Olympische Abschlussfeier? Das waren sie. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass sie momentan die besten Schneider in ganz London sind”, versicherte er.

David Gandy modelt nicht nur für Labels wie Dolce & Gabbana, sondern schreibt auch für ‘GQ UK’. © Cover Media

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Farida Khelfa: Tragt Make-up!

Bild von Farida Khelfa

Farida Khelfa riet jeder Frau, das Haus nicht ohne Make-up und perfekter Kleidung zu verlassen.

Das ehemalige Model arbeitete mit den berühmtesten Designern, sowie Jean Paul Gaultier (61) und Azzedine Alaïa (73). Khelfa ist jetzt die Repräsentantin von Schiaparelli und erklärte in einem Interview, dass Frauen ihrer Meinung nach stets auf ihr Äußeres achten sollen: “Eine gut gekleidete Frau sollte immer ein perfektes Kleid und Schuhe tragen”, sagte sie gegenüber ‘Huffington Post’ und fügte hinzu: “Frauen sollten immer ein leichtes Make-up tragen.”

Die Französin räumte auch mit einem Missverständnis über ihre Persönlichkeit auf: Viele Leute denken, dass sie eine taffe Frau ist, aber “das Gegenteil” sei der Fall. Auch wenn sie eine Reihe von Komplimenten im Laufe ihrer Karriere gehört habe, fehle noch immer das Tollste: “Das Beste, was je über mich gesagt wurde … Ich weiß es nicht, ich habe es noch nicht gehört”, kicherte sie.

In dem Interview sprach Khelfa weiterhin über Botox: Auch wenn sie ein Fan von Make-up sei, habe sie sich noch nie Botox spritzen lassen. “Auch wenn ich es brauchen würde” – das wäre nichts für sie.

Im Bezug auf Männer hat der Modestar ebenfalls genaue Vorstellungen. Ein wahrer Gentleman sei ihrer Meinung nach “niemals unhöflich” und “ein gut gekleideter Mann sollte einen perfekt sitzenden Anzug wie Fred Astaire tragen.”

Das Glück ist für Farida Khelfa “eine ständige Suche”, die unser Leben bestimme und im Endeffekt “suchen wir alle nach Liebe”, sinnierte der Star. © Cover Media

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Exklusivinterview mit 22 / 4 Hommes Femmes

Ich freue mich immer wieder, neue tolle Labels aus Deutschland vorstellen zu können. 22/4 Hommes _Femmes ist so eine Marke, die man sich merken sollte.

Modepilot-22_4_Sommer 2014-Fashion-Blog-Stephanie HahnDie Brand von Stephanie Hahn wird vollständig in Deutschland produziert.

Modepilot-22_4_Sommer 2014-Fashion-Blog 22_4_mss14_0007 22_4_mss14_0011 22_4_mss14_0015Die Designerin, heute 35 Jahre alt, hat an der AMD in Dsseldorf studiert und ist dann nach Berlin, wo sie konzeptionelle Erfahrungen sammelte. Sie machte sich vor rund 5 Jahren selbstständig und führt heute ein kleine Atelier in Düsseldorf. Ihr Label basiert auf der Idee, die Parameter, die Herren- und Damenmode trennen, neu zu definieren. Sie umschreibt das als “geschlechter-befreit” und trasnferiert klassische Männermode-Techniken in die Damenmode. Wie das funktioniert, erklärt die Designerin selbst in unserem Video, das wir nach ihrer Herrenmodenschau in Paris Anfang Juli aufgenommen haben:

Die Kollektion hat eine sehr cleane und puristische Anmutung und verwendet feinste Materialien aus Italien. Wie Stephanie Hahn selbst mir erklärte, hatte sie einfach Glück beim Start in die harte Modebranche: “Ich hatte hier in Paris einen Showroom und sofort kamen Leute. Darunter war ein Trendscout von Comme des Garcons und der hat mich mit anderen Leuten zusammengebracht. Ich bin einfach sofort gut aufgenommen worden und habe ich die richtigen Leute kennen gelernt.”

Na, so muss es sein und die Mode schaut einfach auch richtig gut aus:

22_4_mss14_0021 22_4_mss14_0030 22_4_mss14_0037 22_4_mss14_0042 Modepilot-22_4_Sommer 2014-Fashion-BlogDer eigenartige Markenname kommt von der mathematischen Formel 2 + 2 = 4 und nimmt Bezug auf eine Industrie, bei der es auf sehr genaue Messungen und technische Proportionen ankommt.

Foto: Catwalkpictures

Video: Barbara Markert