Lily Cole: Moralische Mode

Lily Cole (26) ist ein Fan von fair gehandelter Mode.

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Lily Cole (26) ist ein Fan von fair gehandelter Mode.

Da ist es kein Wunder, dass das Model zu Stella McCartney (42) aufblickt, deren vegetarischer Lebensstil dazu führte, dass die Designerin in ihren Kollektionen vollkommen auf Lederware verzichtet. Viel mehr empfiehlt die Laufsteg-Grazie, dass man sich in Secondhand-Läden nach Modeschätzen umsehen sollte. “Ich mag wirklich die Tierschutz-Ethik, die dahinter steht, was Stella McCartney macht, und ich bin ein Fan von Edun, dem Unternehmen von Ali Hewson, das fairen Handel in Afrika unterstützt”, erklärte der Rotschopf im Gespräch mit dem britischen ‘Stylist’-Magazin. “Vintage zu tragen ist ein guter Weg, nachhaltig zu sein, weil man die Sachen wiederverwendet und recycelt.”

Die Catwalk-Queen modelte bereits für die bekanntesten Modehäuser der Welt und lief für Hermès, Chanel und Christian Dior über den Laufsteg. Doch nicht nur für Mode kann sich die Fashionista begeistern – sie ist außerdem ein großer Make-up-Fan. Doch auch hierbei benutze sie nur ethisch vertretbare Kosmetika. “The Body Shop, Dr. Hauschka und Young Living beziehen alle ihre Produkte unter fairen Handelsbedingungen. Ich stelle immer sicher, dass ich einen Cleanser von Eve Lom und die Augencreme von Dr. Hauschka in meinem Badezimmerschrank habe”, plauderte sie aus.

In ihrer Freizeit steht Lily darauf, ganz normale Dinge zu tun, und liebt es, zu lesen und Filme zu gucken. Doch immer mit dem Thema, den Planeten zu retten – das beweist auch ihr Literatur- und Film-Geschmack. “Ich kann Voluntary Simplicity von Duane Elgin empfehlen, das von bewusstem Konsumverhalten handelt und wie man diesen in den Alltag einführen kann”, sagte sie zu einem ihrer Lieblings-Bücher. “‘The End Of The Line’ ist eine sehr bewegende Dokumentation über die Überfischung. Ich liebe außerdem ‘Samsara’ [Dokumentation], die sich mit Bergbau und anderen Industrien auseinandersetzt. Es zeigt, wie wir die Produkte kaufen, die von diesen Vorgängen abhängig sind, aber wir sind uns nicht darüber bewusst, was hinter den Kulissen vor sich geht”, warnte Lily Cole. © Cover Media

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Sophie Dahl: Keine Angst vorm Altern

Sophie Dahl (36) bereitet das Altern kein Kopfzerbrechen – noch nicht!

Bild von Sophie Dahl

Sophie Dahl (36) bereitet das Altern kein Kopfzerbrechen – noch nicht!

Das ehemalige Topmodel hat der Fashionszene abgeschworen und sich in ihrer britischen Heimat mittlerweile einen Namen als Autorin gemacht. Nicht mehr jeden Tag vor einer Kamera abgelichtet zu werden, ist sicherlich auch ein Grund, warum die zweifache Mutter gelassen auf das Alter reagiert: “Im Moment fühle ich mich nicht davon traumatisiert, älter zu werden und bin auch lieber Mitte Dreißig als in meinen Zwanzigern. Aber sprechen Sie mich wieder darauf an, wenn ich 50 bin”, lachte die Britin im Gespräch mit dem Magazin ‘Style’. “Ich bin ein wenig betrübt über die Höhlen unter meinen Augen, aber das war’s.”

Sophie Dahl sorgte 2000 für Furore, als sie sich für die Werbung für das Parfüm Opium von Yves Saint Laurent nackt ablichten ließ. “Es fühlt sich an, als ob es schon sehr lange her ist, wie ein anderes Leben”, erklärte die Blondine. “Ich denke, später werde ich mich daran erinnern und es klasse finden. Aber ich habe nie die Aufregung darüber verstanden.”

Seit 2010 ist Dahl mit dem Sänger Jamie Cullum (34, ‘Don’t Stop the Music’) verheiratet und hat mit ihm zusammen die dreijährige Lyra und die 14 Monate alte Margot. Die Kleinen sind auch der Grund, warum die Enkelin von Kinderbuchautor Roald Dahl (?74, ‘Matilda’) sich beim Make-up zurückhält. Höchstens ein bisschen Mascara und Eyeliner, um die Augen aufzufrischen, gönnt sie sich, denn sie möchte ihren Töchtern ein gutes Vorbild sein: “Bei Mädchen hat man eine Verantwortung, wie man über seinen Körper spricht. Wenn man das eigene Aussehen oder seinen Körper schlecht redet, ist das nicht gut für sie”, befand Sophie Dahl. © Cover Media

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Lauren Hutton: Jeder kann Stil haben

Lauren Hutton (70) findet, dass jeder in der Lage dazu ist, stylish zu sein.

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Lauren Hutton (70) findet, dass jeder in der Lage dazu ist, stylish zu sein.

Das legendäre Model gehört seit Jahrzehnten zu den führenden Stilikonen und sie steht auch weiterhin vor der Kamera – sei es kürzlich für Revlon oder für The Row, der Linie von Mary-Kate und Ashley Olsen (27). Auch heute noch wirft sich die Amerikanerin in ungewöhnliche Outfits und sie rät anderen, auf die innere Stimme zu hören. “Die Leute sagen immer, dass man entweder mit einem Sinn für Stil geboren sei oder nicht. Das ist aber Humbug. Man muss seinen eigenen Stil entwickeln und finden. Wir sind doch alle verschieden und haben unterschiedliche Körper. Hol dir etwas, was zu dir passt. Schau dich ganz genau im Spiegel an – nicht mit den Augen deiner Mutter oder deiner Schwester – lass dich nicht darauf ein, was andere dir erzählen, wie du zu sein hast. Schau dich ganz genau an”, forderte Lauren Hutton im Interview mit ‘WWD’ auf und sagte weiter: “Erinnere dich an die Komplimente, die du von anderen bekommen hast und mach dir dies zunutze. Wenn man immer das trägt, was andere dir verkaufen wollen, wird man nie modisch sein.”

Die Schauspielerin (‘Ein Mann für gewisse Stunden’) zog als junges Mädchen von Charleston nach New York, um ihre Modelkarriere voranzutreiben. Und sie hatte Riesenerfolg – wenn auch ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat. “Es war unheimlich. ‘People’ schrieb damals die Schlagzeile über mich ‘Sie hat alles’. Ich weiß noch, wie es mir kalt den Rücken herunterlief. Denn so etwas gibt es nicht. Sie hat alles? Das ist doch der Wahnsinn. Niemand kann alles haben. Das Leben bietet dir eine Million von Optionen und zwar in jeder Minute des Tages”, philosophierte Lauren Hutton. © Cover Media

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Tyson Beckford: “Man muss mehr Vielfalt zeigen”

Tyson Beckford (43) beklagte den Rassismus in seiner Branche.

Bild von Tyson Beckford

Tyson Beckford (43) beklagte den Rassismus in seiner Branche.

Der Schöne stammt aus einer multinationalen Familie und weiß wovon er spricht – gerade weil er zu den erfolgreichsten Male Models der Welt gehört. Der Amerikaner beschwerte sich darüber, dass Modehäuser sich fast ausschließlich auf weiße Berufsschönheiten festlegten. “Von all den Branchen – und ich glaube, da werden mir viele Leute zustimmen – ist die Modebranche eine der rassistischsten”, gab der Modestar gegenüber ‘HuffPost Live’ zu bedenken. “Meine Managerin Bethann Hardison hat sich immer für Vielfalt eingesetzt und sie bekommt jetzt auch einen Preis von der CFDA, weil sie versucht, die Branche zu verändern. Denn es gab eine Zeit, da hast du nur Typen wie mich gesehen. Man sah keine Asiaten, keine Latinos. Mode ist eine Branche, in der jeder von jedem ethnischen Hintergrund Kleidung kauft, deshalb sollte man hier auch die unterschiedlichsten Models und Gesichter sehen. Nicht immer das gleiche blonde Haar und die gleichen blauen Augen oder ein schwarzer Typ mit rasiertem Kopf. Man muss mehr Vielfalt zeigen.”

Deshalb initiierte Tyson Beckford im vergangenen Jahr auch die ‘Balanced Diversity’-Kampagne, um Rassismus auf dem Laufsteg zu beenden. Mit der Unterstützung von Stars wie Naomi Campbell (43) und Iman (58) schrieb der Frauenschwarm einen offenen Brief an die führenden Fashion-Einrichtungen in New York, London, Mailand und Paris, um den Mangel an schwarzen Models anzusprechen. Gerade weibliche Berufsschönheiten seien von dem Rassismus betroffen. “Bei den vergangenen Modewochen hat man Schauen gesehen, wo es nur weiße Mädchen gab. Kein asiatisches, kein schwarzes und kein Latina-Mädchen war zu sehen. Diese ethnischen Gruppen haben dann das Gefühl, dass sie nicht wichtig genug seien, dass man sich um sie kümmern müsse. Man braucht eine größere Vielfalt. Die Modebranche ist momentan die rassistischste Branche in der Welt”, betonte er ein weiteres Mal.

Der streitbare Fashionstar wurde gefragt, wie man das ändern könne. In der Vergangenheit wurden immer Designer dafür verantwortlich gemacht, aber für ihn tragen auch andere die Schuld: “Ich glaube, es liegt in den Händen von Designern, Stylisten, den Agenturen und den Leuten, die die Models buchen. Sie können viel verändern. Wenn man eine Agentur anruft und sagt: ‘Hey, ich will ein heißes Mädchen. Wer ist gerade angesagt?’ Dann könnte die Agentur antworten: ‘Hör mal, wir haben hier dieses tolle Latina-Mädchen, sie ist der nächste große Star.’ Stylisten könnten so etwas auch machen. Wer will denn schon in einen Garten gehen und immer nur dieselbe Blume sehen?”, fragte Tyson Beckford zu Recht. © Cover Media

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Miranda Kerr: Karriere als Schmuckdesignerin?

Miranda Kerr (31) hat angedeutet, dass sie mit Swarovski gemeinsame Sache machen wird.

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Miranda Kerr (31) hat angedeutet, dass sie mit Swarovski gemeinsame Sache machen wird.

Die Berufsschönheit ist seit dem vergangenen Jahr das Gesicht des edlen Schmuck-Unternehmens, doch es scheint, als ob die Laufsteg-Grazie mehr als nur schön für die Marke posieren möchte. Bei einer heutigen Pressekonferenz, in der sie über ihre Arbeit mit der Firma sprach, erzählte sie, dass sie in den künftigen Design-Prozess der Kreationen involviert sein werde. “Was ich an Nathalie [Colin, Kreativchefin von Swarovski] so liebe, ist, dass sie zuhört und dann fragt: ‘In Ordnung, toll, wenn du es magst, werden wir das so machen und wie würdest du es tragen?’ Es ist wirklich erfrischend, mit einer Marke zu arbeiten, die diesen Beitrag schätzt”, zitierte ‘vogue.com.au’ das Topmodel. Diese Aussage führte natürlich dazu, dass die Australierin gefragt wurde, ob sich die Zusammenarbeit in Zukunft erweitern werde und ob ein konkretes Projekt in der Pipeline stünde. “Definitiv, denke ich ? tatsächlich hat sie wirklich ein Auge für Schmuckdesign”, schwärmte Colin daraufhin von Kerrs Qualitäten.

Die Catwalk-Queen sprach außerdem darüber, dass sie so gerne mit Swarovski arbeite, da die Mitarbeiter wirklich freundlich wären und es wie bei einer Familie zuginge. Ein weiterer Pluspunkt wäre, dass das Unternehmen so viele Stücke anbietet, was es für den Kunden leicht macht, sich für jeden Anlass etwas Passendes auszusuchen.

Weiterhin sprach Nathalie Colin über den Design-Prozess und erklärte, dass ein Team von Menschen aus 21 verschiedenen Nationen dahinter stecke – eine wahre Inspiration. “Von Anfang an habe ich mich selbst mit einem Team von vielseitigen und sehr unterschiedlichen Leuten umgeben. Es ist sehr wichtig, von Menschen umgeben zu sein, die eine andere Ansicht haben”, befand die Geschäftsfrau. “Ich wollte nie von Klonen meiner selbst umgeben sein, weil das langweilig wäre.”

Zu dem gestrigen Swarovski-Event trug der einstige ‘Victoria’s Secret’-Engel ein schwarzes Kleid mit floralen Mustern, zu dem er eine Statementkette kombinierte. Für die Schönheit sei so ein Accessoire unerlässlich. “Ein Statement-Teil wie einen Ring oder eine Kette kann ein Outfit wirklich aufwerten. Man kann es so von einem Tages- zu einem Abend-Look verwandeln”, zitierte ‘Mail Online’ Miranda Kerr. “Doch es gibt wirklich keine Regeln, ich ziehe mich gerne so an, wie ich mich in dem Moment fühle. Ich habe immer Optionen für den Fall, dass sich meine Stimmung an dem Tag ändert.” © Cover Media

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William Banks-Blaney: Vintage-Mode reist gerne

William Banks-Blaney gab Leuten den Ratschlag, keine “Snobs” zu sein, wenn sie nach Vintage-Schätzen stöbern.

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William Banks-Blaney gab Leuten den Ratschlag, keine “Snobs” zu sein, wenn sie nach Vintage-Schätzen stöbern.

Der britische Mode-Profi ist der Gründer von WilliamVintage, einem Vintage-Haute-Couture-Shop in London. Als geschätzter Fachmann gibt er auch in der Modebibel ‘Vogue’ Fashion-Tipps und hat schon Oscarpreisträgerin Emma Thompson (55, ‘Saving Mr. Banks’) eingekleidet. Als er gefragt wurde, wie man einzigartige Stücke finde, gab er den Ratschlag, dass man nie die Nase rümpfen dürfe. “Man darf kein Snob dabei sein, wo man nach Vintage-Mode auf die Jagd geht. Kleider reisen. Sie werden an die beste Freundin weitergegeben, an die Haushälterin oder die Enkeltochter”, erklärte er gegenüber der britischen Ausgabe der ‘Marie Claire’ den Weg von coolen Kreationen. Schätze kann man laut des Stil-Experten überall finden. “Letztes Jahr entdeckte ich 70 Jahre Familien-Couture in einem Keller in Paris. Die Sachen stammten aus dem goldenen Zeitalter – Dior, Courrèges, Madame Grès – und waren in Tüchern eingewickelt.”

Banks-Blaney verbringt so viel Zeit mit seinem Unternehmen, dass er gar nicht mehr viel Zeit für seinen eigenen Look hat. Doch ab und zu verwöhne er sich mit Beauty-Behandlungen, um sein jugendliches Aussehen zu bewahren. “Ich bin pflegeleicht, wenn es um die Körperpflege geht. Ich mache am Ende einer Reise einen Spa-Tag, um ein Facial zu bekommen, lasse mir die Haare mit einem Faden entfernen und eine Mani- und Pediküre machen”, erzählte er. “Das bewahrt mich davor, dass ich wie ein Troll aussehe.”

Selbst wenn er nicht arbeitet, kreisen die Gedanken des Brillenträgers immer um die Mode. “Wenn ich Filme schaue, studiere ich die Kleidung. Ich liebte Cate Blanchett in ‘Blue Jasmine’, wie sie dieselbe Chanel-Jacke immer wieder trug”, lächelte er. Auch Filmklassiker sind vor dem Kennerauge von William Banks-Blaney nicht sicher: “Und ich schwöre, dass 90 Prozent des Budgets des Films ‘Roberta’ aus dem Jahre 1935 für die Garderobe draufging.” © Cover Media

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