New York Fashion Week Herbst/Winter 2016/2017

Seit Donnerstag dreht sich der Modezirkus wieder in New York. …

 Seit Donnerstag dreht sich der Modezirkus wieder in New York. Vom 11. bis 18. Februar 2016 findet hier die New Yorker Fashion Week statt und markiert damit den Auftakt der internationalen Fashion Weeks. 80 Designer zeigen ihre Mode in New York in verschiedenen Locations von Uptown, über Downtown bis nach Brooklyn.

Die Fashion Week in New York ist gestartet und Designer wie Victoria Beckham, Calvin Klein Collection, Michael Kors oder auch Rodarte zeigen ihre neusten Kreationen für Herbst/Winter 2016/2017. Mit dabei auch für diese Saison wieder ist Rapper Kanye West. Er zeigte sein „Yeezy“-Kollektion im Madison Square Garden. Während Designer wie Chanel, Versace und Armani traditionell ihre neuen Kollektionen in London, Mailand und Paris zeigen.

Das französische Luxuslabel Yves Saint Laurent (YSL) machte es diese Saison mal ganz anders und zeigte außerhalb der Reihe seine neusten Kreationen im Palladium in Los Angeles und nicht wie sonst in Paris. Zu den Gästen gehörte Lady Gaga, Justin Bieber, Demi Moore, Lenny Kravitz, Sam Smith, Jane Fonda und Sylvester Stallone.

“Yeezy Season 3″ by Kanye West
Kanye West ist nicht mehr nur Rapper sondern auch Mode Designer. Seine Kollektion “Yeezy Season 3″-Präsentation von Kanye West
zeigte er zum Auftakt der Fashion Week in New York. Auf dem Laufsteg: Naomi Campbell, Veronica Webb, Liya Kebede und Alek Wek, die schwarze Unitards und bodenlange Fellmäntel auf der Bühne des Madison Square Garden trugen.

Die Kollektion zeigte einen deutlichen Military-Look Ausschlag. Natürlich eigebettet zum Sound von Kanye. Die Kollektion ist in dieser Saison wieder in Kooperation mit Adidas entstanden und ist ist sportlich, schlicht gehlten und urban. Es dominieren Tarnfarben wie Sand, Grau und Braun. Die Teile für den Damen sind hauteng. Die Männerteile dagegen sehr robust.

New York Fashion Week Herbst/Winter 2016/2017 © UPI / face to face 2016Highlight seiner neuen Kollektion ist der Hightech-Turnschuh „Yeezy Boost 350“ und die neuen „Yeezy-1050-Boots“ – ein Mix aus aus Duckboots und Militärstiefeln. Verkaufsstart: 19.Februar 2016.

Die Front Row war natürlich hochkarätig: Balmain-Kreativdirektor Olivier Rousteing, Carine Roitfeld und US-VOGUE-Chefredakteurin Anna Wintour. Natürlich war auch Kim Kardashian West mit ihrer Familie dabei um die neusten Entwürfen zu begutachten.

Alexander Wang im 90er Flair
Alexander Wang – ein Kind der 90er Jahre – hat diesem Jahrzehnt seine neue Kollektion für den nächsten Winter gewidmet. Er ist der Designer der Y Generation und weiß was die Jugend von damals will: Baggy Pants, T-Shirts oder Pullis mit Marihuana-Print, Wallaby-Boots, übergroße Jeansjacken, große Lederschnallen, Schulmädchen-Faltenröcke und Miniröcke mit Zick-Zack Muster. Gezeigt hat er seine Kollektion in der New Yorker Saint Bartholomew’s Church zu feinsten Hip Hop Klängen. Denn auch das gehört für ihn zu den Ninties.

Continue reading “New York Fashion Week Herbst/Winter 2016/2017”

Doppelt gut! Balmain versus Balanciaga

cage dress balmain balenciagaNeulich beim Designerstammtisch:

Olivier Rousteing: „Bonjour Alexander. Schon gehört: Kim und Kanye kommen zu meiner Show.”

Alexander Wang: „Hey there Olivier“. Cool, zu mir auch – mit North West.”

Oliver: “WOW. C’est magnifique. Pass auf: Die XL-Westen kombiniere ich jetzt zu Kleidern im Gitter-Muster und Gitter-Heels.”

Alexander:  “Cool. Pass auf: Das mache ich auch, ok?  Aber Sandalen dazu – du weißt ja: Balenciaga Couture meets Sportswear.”

Olivier: “D’accord – Kim wird es lieben. Ich sag noch Albert Kriemler Bescheid. Der macht den Look für Akris in Weiß – 3 sind ein Trend.”

So ähnlich stellen wir uns manchmal den Austausch unter Designer-Kollegen vor. Hier ist übrigens nicht die Rede von Copy Cats, sondern von dem Phänomen einer Zwillings-Idee: Wie Kinder im Mutterleib wachsen Ideen und Inspirationen in den Köpfen der Designer heran und beeinflussen sich gegenseitig: Great minds think alike – und besuchen zum Beispiel auch die gleichen Stoffmessen.

Und um meine fiktive Konversation zu bekräftigen: Olivier Rousteing sagte in einem Interview mit Fashionista.com über Alexander Wang und seine Rolle als Balenciaga-Designer folgendes:

How do you feel about Alexander Wang’s appointment at Balenciaga? Really happy. I think it’s great, he’s really young, I think he already proved with his brand, what he’s going to do, what his greatest talent is. I think it’s good for Paris to get this new talent. And an American one, too. I think it will be important for the rest of the Parisian houses to understand how they can go [further].” Continue reading “Doppelt gut! Balmain versus Balanciaga”

Alexander Wang for H&M

wang for H&M

Seit Wochen fiebere ich der baldigen Kollaboration des schwedischen Modehauses entgegen. Nach beispielsweise Karl Lagerfeld und Stella McCartney hat sich der Moderiese dieses Mal  den namhaften Designer Alexander Wang ins Boot geholt und damit einen super Deal mit einem der momentan angesagtesten Designer gelandet.  Am 6. November wird es soweit sein, dann kommen die guten Stücke in die Läden. Hier ist schon mal ein Einblick. Ich prophezeie einen gigantischen Ansturm.

Der amerikanisch-asiatische Designer ist vor allem für Basics, gerade Schnitte und schlichte Farben, wie Schwarz, Weiß und Beige bekannt. Auch Cut Outs beschaffen seinen Kollektionen Wiedererkennungswert. Schlichte Eleganz mit vielen Ecken und Kanten.

So sind auch die Stücke der kommenden Kollektion eindeutig dem Designer zuzuordnen. Viel Schwarz, viel Grau – sportlich und androgyn lässt sich das Ganze wohl ganz gut beschreiben. Nach Wang gehört Sportkleidung nicht nur ins Fitnessstudio. Einen sportlichen Alltagslook hat der talentierte Designer schon vor längerer Zeit auf den Laufstegen etabliert.

So können wir uns nun auf die Kooperation freuen. Bald ist es soweit. Ich persönlich bin mir noch nicht sicher, ob ich meinen Anschlag online oder direkt vor Ort wagen sollte. Wir werden sehen….. ich drück euch die Daumen!

Hier gibt’s nochmal die komplette Kollektion. Auch die Accessoires sind einen Blick wert!

Alexander Wang: Der Traum von Kate Moss

Alexander Wang (30) verbindet süße Erinnerungen an die Calvin-Klein-Kampagne, die Kate Moss (40) berühmt machte.

Bild von Alexander Wang

Alexander Wang (30) verbindet süße Erinnerungen an die Calvin-Klein-Kampagne, die Kate Moss (40) berühmt machte.

Der Designer ist der Kreativdirektor von Balenciaga und leitet außerdem erfolgreich sein eigenes Label. Als er jünger war, träumte er jedoch davon, sein Gesicht einer Marke zu leihen. “Ich wollte mit Kate Moss und Stella Tennant in diesem Fotoshooting sein”, seufzte er im Gespräch mit der Zeitschrift ‘Allure’ und bezog sich auf die Kampagne zum cK-One-Parfüm. “Es beschwor eine Leichtigkeit herauf, die sich jeder wünschte.”

Immerhin entwickelte der Fashion-Star jüngst selbst einen Duft. Der Amerikaner arbeitete hart dafür, sein Parfüm für Balenciaga, das schlicht B heißt, zu etwas Besonderem zu machen. “Wenn du Kleidung entwirfst, interpretiert die jeder auf seine Weise. Wenn du einen Duft kreierst, verschmilzt er mit der Haut, den Ölen und den Pheromonen eines jeden Menschen. Ich wollte etwas mit Sinnlichkeit, also nahmen wir Maiglöckchen und arbeiteten Kaschmir und Holz hinein. Und eine Edamame-Note. Das ist ein grüner Duft, der wirklich bei jedem eine Saite zum Klingen bringt.”

Es könnte sein, dass sein Parfüm nur ein erster Schritt für den kreativen Kopf war. Er ist ein Riesenfan von französischen Beauty-Produkten und schafft es nie, ein neues Produkt nicht wenigstens einmal auszuprobieren. Praktisch, dass er für seine Arbeit bei Balenciaga nach Paris ziehen musste, oder besser gesagt, durfte. “Ich liebe sie [französische Beauty-Firmen]. Sie fühlen sich wie Apotheken an. Ich kaufe den Bioderma-Toner. Ich bin ein Produkt-Junkie”, kicherte Alexander Wang. © Cover Media

Continue reading “Alexander Wang: Der Traum von Kate Moss”

Sunday Fashion Talks

Sundays Fashion Talks Modepilot

Runway-looks für Sommer 2014 von 3.1 Phillip Lim, Alexander Wang, Diane von Furstenberg (v.l.n.r.)

Sonntagnachmittag und während viel zu groß gewachsene Kinder in die gegenüberliegende Schule gehen (an einem Sonntag?!) treffen sich die Fashion-Girls im Pavesi-Café auf der Münchner Türkenstraße und lassen die New York Fashion Week und die Entwicklung in der Mode Revue passieren.

Für die Mode im Sommer 2014 werden die Kreuzchen bei Weiß, Schwarz (also Sieger nicht nur in der Politik) und bei anderen unbunten Farben wie Pastell, Rost und Grau gesetzt. Soweit so gut, aber was passiert nur mit der Silhouette? Als Frau, die sich gern weiblich kleidet, bleibt uns das Warten auf die Mailänder Modewoche oder das Festhalten an Labels, die weniger fast forward sind, wie beispielsweise Michael Kors oder Diane von Furstenberg (all time favorite). Die jüngeren Designer (Wang, Lim, Proenza Schouler) schneidern für eine andere Zielgruppe, eine andere Weiblichkeit. Julia Werner und ich lieben die von Dolce & Gabbana gefeierten Rundungen und blicken leicht irritiert auf geschweißte Neopren-Tops und körperferne Shift-Kleider mit Laser-cut. Ja, es scheint, schwierig dieser Tage innovativ und frauenliebend Kleider zu entwerfen. Immerhin schaffen es die Könner von Proenza Schouler und Wang, die Kastenform mit Taille zu verbinden. Doch würde man die Looks tatsächlich kaufen, in denen man entweder wie ein Möchtegern-Teenager (Wang) oder hart (Proenza Schouler) oder sogar unförmig wirkt? Wir finden nein.

Bleibt Victoria Beckham, die die neue Kühle für uns tragbar macht, weil ihre Entwürfe auch sinnlich sind. Keiner und keinem gelingt der Spagat besser: modisch relevant und kreditkartenzückend. Applaus von der Pavesi-Bank!

Victoria Beckham Summer 2014 Modepilot

Fotos: catwalkpictures