Naomi Campbell: Schweigen ist Gold

Naomi Campbell (44) hat mittlerweile erkannt, dass man nicht immer seine Meinung zu allem preisgeben muss.

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Naomi Campbell (44) hat mittlerweile erkannt, dass man nicht immer seine Meinung zu allem preisgeben muss.

Der britische Fashion-Star zählte in den 90er Jahren zu den legendären Supermodels und ist auch heute noch mit seiner Kollegin Kate Moss (41) gut befreundet. Im Laufe ihrer Karriere hat Naomi vor allem eins gelernt: Es ist nicht immer der beste Weg, seine Meinung laut zu sagen.

“Schweigen ist gut”, erkläre sie auf ‘vogue.com’. “Es erdet einen, wenn man nicht reagiert und verleiht einem Stärke.”

Selbstverständlich ist das Model ein häufig gesehener Gast auf den Fashion Weeks und auch gestern wieder begutachtete sie die neuesten Kreationen aus dem Hause Burberry Prorsum auf der London Fashion Week. Ihr Outfit suchte ihr dabei der Kreativchef des Labels Christopher Kane selbst aus und so trug die Beauty einen verzierten goldenen Rock kombiniert mit einem weiten, weißen Mantel. Der Look entsprach Naomis typischen glamourösen Outfits, allerdings versicherte der Star, dass er ebenso ein Fan von Casual Styles sei. “Wenn es um meinen persönlichen Stil geht, dann mag ich an einem Tag Bleistiftröcke, am anderen lieber Turnschuhe. Das kann man bei mir nicht vorhersagen”, grübelte sie.

Im Laufe ihrer Karriere versuchte sich Naomi auch als Schauspielerin und trat zum Beispiel in kleinen Rollen in der ‘Bill Cosby Show’ und ‘Der Prinz von Bel Air’ auf. Ihre letzte Rolle hatte sie in dem Drama ‘Karma, Confessions and Holi’ im Jahr 2009. Jetzt feiert die Schöne ihr TV-Comeback mit einem Auftritt in der Fernsehserie ‘Empire’: Dort verkörpert sie die stylishe Camilla Marks an der Seite von Stars wie Terrence Howard (45, ‘Iron Man’) und Courtney Love (50, ‘Mono’). “Ich kenne Lee [den Produzenten] schon sehr lange, aber als er mich fragte, ob ich die Rolle spielen wolle, war ich mir nicht sicher. Ich hatte die Schauspielerei irgendwie aufgegeben”, räumte sie ein.

Auf Anraten ihrer Freunde, die sie zu einem letzten Versuch ermunterten, sagte Naomi Campbell dann aber doch für die Rolle in ‘Empire’ zu. © Cover Media

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Cara Delevingne: Vergleich der Modemetropolen

Cara Delevingne (22) liebt, was London in Sachen Mode zu bieten hat.

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Cara Delevingne (22) liebt, was London in Sachen Mode zu bieten hat.

Die Laufstegschönheit schritt schon überall auf der Welt über den Catwalk und reist auch aktuell von Fashion Week zu Fashion Week.

Zu London hat die Britin eine besondere Beziehung, immerhin ist sie dort aufgewachsen, aber auch Metropolen wie Paris und New York haben einen speziellen Platz in ihrem Herzen.

“London ist originell, kreativ, kultig, einflussreich und anschaulich”, listete sie im Interview mit dem Magazin ‘Stylist’ auf, als sie gebeten wurde, die Modemetropolen der Welt mit kurzen Worten zusammenzufassen. “New York ist trendy, entschieden und organisiert, während Paris klassisch, elegant und zeitlos ist. Très chic. Ich brauche mehr Wörter!”

Ihr Leben in London spiegelt sich natürlich auch in Caras persönlichem Sinn für Mode wider. Während sie ihren Stil als “was auch immer ich am Morgen sein möchte” beschreibt, findet sie, dass die britische Hauptstadt generell viel zu bieten hat, wenn es um Trends geht. “London verändert sich unentwegt. Niemand hat Angst, neue Dinge auszuprobieren, besonders [nicht] junge Designer. Es dreht sich alles darum, vielseitige Styles zu nehmen, Sachen aus der Vergangenheit und diverse unterschiedliche Farben, und alles zusammenzumixen, um etwas ganz Neues zu schaffen. Ich bewundere so viele Stile, auch wenn ich in ihnen nicht gut aussehe – ich will nie zu etwas nein sagen. Je abgedrehter, desto besser!”

Der Shootingstar der Modewelt war in den vergangenen Jahren derart erfolgreich, dass sich ihm auch die Chance bot, sich in der Schauspielbranche auszuprobieren. Auch wenn die Blondine diese Erfahrungen sehr schätzt, weiß sie doch, was sie an der Modewelt hat: “Für mich bedeutet sie [die Modewelt] die größte, unkonventionellste Familie und Unterstützergruppe, die ich haben könnte. Das ist unersetzlich”, schwärmte Cara Delevingne. © Cover Media

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Rag & Bone: Schichten-Mix in New York

Rag & Bone läutete einen neuen Trend auf der New York Fashion Week ein: Dessous für darüber.

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Rag & Bone läutete einen neuen Trend auf der New York Fashion Week ein: Dessous für darüber.

David Neville und Marcus Wainwright zeigten am Montagabend [16. Februar] ihre neuesten Herbst/Winterkreationen 2015 im Big Apple. Backstage sprach Wainwright über die Inspiration, die hinter der Kollektion steckte. Laut ‘WWD’ setzte Rag & Bone auf englische Maßschneiderei, sportliche Looks und New Yorker Mut. Addiert man dazu noch die Lingerie, die die Outfits komplettierte, denkt man zunächst an wild zusammengewürfelte Kreationen – die allerdings hervorragend funktionierten.

Die Modenschau eröffnete ein Model in einer langen schwarzen Hose und einem schwarzen Negligee mit Netz-Verzierungen, das es über einem langärmeligen weißen Shirt trug. Die Ärmel schauten sogar noch unter der marineblauen Jacke im Military-Style mit dem breitem Lederkragen und dem gelben Rand hervor. Dessous über der Outerwear zu tragen, schien ein dominantes Thema der Kollektion zu sein. Ein weiterer Look in diesem Style setzte sich aus einem orangen Dessous zusammen, das das Model über engen Hosen und einem weißen Shirt trug. Das Outfit rundete eine schwarze gesteppte Jacke mit einem unechten Pelz ab. Im Laufe der Modenschau erschienen zunehmend kräftige Farben auf dem Laufsteg sowie dunkelorange Anzugshosen, schimmernden Steppjacken in Burgunder und gelbe Cargo-Hosen.

Der Designer Zac Posen stellte gestern ebenfalls seine Herbst/Winterkollektion 2015 zur Schau und schlug diesmal eine für ihn ungewöhnliche Richtung ein. Sonst ist Posen bekannt für seine Abendroben mit ihren eindrucksvollen Silhouetten. Seine aktuelle Kollektion hatte nach wie vor einige dieser wundervoll, glamourösen Looks im Angebot, doch insgesamt zeigte er mehr lässige Outfits als gewöhnlich. Der Einsatz von Jersey sorgte dafür, dass die Schnitte flüssiger blieben: “Man muss für Überraschungen gut sein und neue Styles und Gefühle dem Üblichen hinzufügen. Wir wollten die Eleganz von Grace Kelly mit der Würze von Chaka Khan in einem Bogen vereinen”, erklärte er gegenüber ‘WWD’.

Als Tages-Looks präsentierten die Models Strickjacken aus Kaschmir, halblange und doppelreihige Mäntel sowie pelzige Schals. Ochsenblut, Flaschengrün und Grau dominierten die Farbpalette. Die Hosen waren eng geschnitten und Gürtel betonten die Taillen der Laufsteggrazien.

Für seine Abend-Look-Fans hatte Zac Posen auch einige Outfits parat: Das Model Alek Wek trug beispielsweise ein Ensemble aus einem gelben Faltenrock und einem Nerz-Top in der gleichen Farbe. Falten und Cut-Outs zählten zu den Schlüsselelementen der Modenschau des Designers. Die Show schloss Naomi Campbell in einem roten, glitzernden und trägerlosen Ballkleid, das sich weit über den Boden ergoss. © Cover Media

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Menswear-Trend Schals: die Top 5 Stylings

Frauen wissen um die Macht der Accessoires. Die modischen Nebensächlichkeiten peppen nicht nur jedes Outfit auf, sondern können sogar modische Standpunkte setzen. Eines der Lieblingsaccessoires der Damen hat nun endlich auch in der Herrenmode einen festen Platz eingenommen. Die Rede ist von Schals, bzw. Tüchern. Vor allem für die kommende Herbst- und Winter-Saison haben sich die Designer ziemlich viel zu diesem Thema einfallen lassen. Die Farben der Schals und Tücher gehen von uni bis kunterbunt. Sie wärmen in Form von Strick oder in einer edlen Seidenversion. Es gibt sie in allen Breiten und Längen. Bei uns gibt es nicht nur eine Übersicht über die modische Vielfalt, sondern wir zeigen Euch, die 5 Styles, wie Mann diesen Winter Schal trägt.

1. Der Klassische Schal:

Für die modisch Konservativen unter den Männern gibt es ein Revival des klassischen Halstuchs, wie man sie in den 60ern und 70ern gerne trug. Die italienische Designermarke Etro, der Pariser Designer Haider Ackermann und das Kreativ-Duo rund um Valentino votierten alle für diese dezent-edle Version des Schals. Klassische Paisley-Muster, Blumen und Ornamente in meist gedeckten Farben sind vorherrschend. Das Tuch wird nah am Hals gebunden und die Enden in Hemden und Pullovern versteckt.

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Etro

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Haider Ackermann

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Valentino

2. Die modernen Schals: bunt, großformatig, lässig

Wesentlich modischer behandeln die Häuser Burberry und Paul Smith das Trendthema. Sie empfehlen mittelgroße, teilweise sehr farbfrohe Tücher, die locker und geschwungen gestylt werden. Auf den Laufstegen wurden diese Versionen in zwei Arten getragen: Paul Smith wickelt den Schal seinen Models mehrmals locker um den Hals, lässt die Enden locker baumeln oder knotet sie an einer Seite.  Diese Trageidee verpasst dem Outfit einen Schuss Rock’n Roll.

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Paul Smith

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Paul Smith

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Paul Smith

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Paul Smith

Ganz anders geht Christopher Bailey, seines Zeichen Burberry-Designer, ans Werk. Er legte die Tücher sehr feminin über die Schulter und über Jacketts, Trenchs oder Hemden und rollte sich nur an den Enden ein, um sie weit unten an der Brust zusammen zu knoten. Das Motiv der Tücher kommt in dieser Trageweise voll zur Geltung. Was Sinn hat, denn Burberrys seidene Tücher mit ihren bunten Mustern und Farben erinnern stark an die berühmten Carrés von Hermès.

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Burberry Prosum

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Burberry Prorsum

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Burberry Prorsum

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Burberry Prosrum

Das Original selbst, das Hermès ursprünglich vor allem für die weibliche Kundschaft anbietet, ist in dieser kommenden Herbst- und Wintersaison nun auch für die Herren dekliniert worden. Jedoch in einer sehr üppigen Größe und in feinstem Seiden-Kaschmir. Das Herren-Carré wird einfach gefaltet locker um den Hals gelegt, ohne vorne geknotet zu sein.  Das Tuch hängt casual zwischen Pulli, Jacke oder Mantel und reicht weit über den Schritt.

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Hermès

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Hermès

Diese sehr lässige Form des Schal-Stylings sah man auch in Abwandlung bei Louis Vuitton. Hier sind die Tücher sogar noch mehr Dekoration denn wärmendes Element und werden einfach über die Schulter gelegt.

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Louis Vuitton

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Louis Vuitton

Und Haider Ackermann kombinierte die vorgestellten Formen und Trageweisen zusammen zu seinem sehr speziellen Look:

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Haider Ackermann

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Haider Ackermann

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Haider Ackermann

3. Die feinen kleinen Schals

Genau das Gegenteil dieser riesigen Schals hat sich Prada für die Herren in diesem kommenden Herbst ausgedacht. Lange, ganz schmale Versionen aus Strick oder Seide in Uni oder in Streifen stylt Miuccia Prada in denkbar einfacher Form: Sie werden nur einmal um den Hals gebunden und seitlich geknotet, die beiden Enden fallen auf beiden Seiten, einmal an der Brust und einmal am Rücken, hinunter.

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Maison Martin Margiela

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Prada

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Prada

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Prada

4. Die dicken, wärmenden Schals:

Wem diese dünnen Fähnchen bei einem windigen oder kalten Herbst- oder Wintertag nicht reichen, ist bei den Schalversionen von Saint Laurent und dem neuen Kultlabel AMI by Alexandre Matiussi gut aufgehoben. Hier wird ordentlich gewickelt, damit der Schal den Körper warm hält: Dicker Strick umschließt den Hals und das Kinn bei AMI.

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AMI by Alexandre Matiussi

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AMI by Alexandre Mattiussi

Boris Bidjan Saberi hat eine andere Wickelweise in Form einer Stola gewählt:

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Boris Bidjan Saberi

Hedi Slimane von Saint Laurent hat sich für eine wollende Webversion des Schals entschieden, den er  – sehr französisch – zweimal am Hals knotet. Ein Ende liegt wie bei der gezeichneten Romanfigur des Le Petit Prince von Antoine de Saint-Exupéry über der Schulter, das andere Ende baumelt vorne herunter.

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Saint Laurent

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Saint Laurent

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Saint Laurent

5. Die Extravaganten

Wer sich in keiner der dargestellten Schalversionen wieder findet, der darf diesen Winter auch modische Extravaganzen ausleben. Dries van Noten entwarf dicke und in Signalfarben eingefärbte Pelzschals, Riccardo Tisci für Givenchy anknöpfbare Pelzkrägen. Der deutsch-iranische Designer Boris Bidjan Saberi und das englische Label Daks zeigen Poncho-ähnliche Umhänge. Bei Cerruti und Maison Martin Margiela sind die wärmenden Accessoires direkt als Schalkragen in Jacken und Mäntel integriert.

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Givenchy

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Dries van Noten

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Dries Van Noten

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Daks

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Maison Martin Margiela

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Dolce & Gabbana

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Boris Bidjan Saberi

Und wem das alles zu viel wird, der greift zum Rollkragen-Pulli, denn der ist diesen Winter üppiger und auch geknöpft zu haben:

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Daks

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Antonio Marras

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Missoni

Fotos: Catwalkpictures