Tamy Glauser: Harte Zeiten für “ungewöhnliche” Models

Tamy Glauser findet, dass Models mit einem klassischen Look noch immer mehr gebucht werden.

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Tamy Glauser findet, dass Models mit einem klassischen Look noch immer mehr gebucht werden.

Zwar ist der androgyne Look derzeit immer noch sehr angesagt, dennoch überwiegen die klassischen Models nach wie vor. Aktuell sorgt aber doch wieder mal ein Model mit einem speziellen Look für Aufsehen: die Schweizerin Tamy mit ihren abrasierten Haaren.

“Wenn man so einen unverwechselbaren Look hat, dann kann es schwieriger sein, irgendwo reinzukommen. Aber ich bin froh, dass ich es an einen Ort geschafft habe, wo ich kommunizieren und mit anderen zusammenarbeiten kann. Ich kann einfach ich selbst sein und ich habe die Möglichkeit bekommen, an einigen wundervollen Dingen zu arbeiten. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich dazu in der Lage wäre – Fashion überrascht mich einfach immer wieder”, lächelte sie gegenüber ‘style.com’.

Tamy flanierte den Laufsteg für Designgrößen wie Vivienne Westwood, Jean Paul Gaultier und Riccardo Tisci entlang. Ihre Fashion-Karriere startete sie mit Ende 20 allerdings verhältnismäßig spät.

“Ich hatte nichts mit Fashion zu tun. Ich interessierte mich nicht wirklich dafür, aber Freunde fragten mich öfter, ob ich das nicht machen wollte. Aber ich war schon 27, warum sollte ich in diesem Alter noch anfangen”, erinnerte sie sich zurück.

Ein Freund schickte schließlich Fotos von ihr an eine Pariser Agentur und schon kurz darauf landete sie ihre ersten Jobs. Trotz des Erfolges hatte sie im vergangenen Jahr allerdings eine Krise und stand kurz vorm Aufgeben. “[Ich dachte mir:] ‘Was zum Teufel mache ich hier?! Soll ich einfach alles hinschmeißen? Ich bin keine 16 mehr und es ist nicht in Ordnung, kein Geld zu haben und zu kämpfen.’ Ich sah, wie alle meine Freunde immer erfolgreicher wurden und ihre Karriere wirklich gut liefen. Ich blieb hinter ihnen zurück”, sagte sie.

Doch spätestens ihr Erfolg bei den letzten Fashion Weeks änderte ihre Meinung. Tamy lief exklusiv für Louis Vuitton in Paris über den Catwalk und arbeitete eng mit Nicolas Ghesquière und seinem Team zusammen. Sie hätte sich nie zuvor träumen lassen, dass sie eines Tages zum Louis-Vuitton-Girl gekürt werden könnte: “Als ich in die Agentur kam und die Bestätigung erhielt, weinte ich vor Freunde. Es war wie eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg war und dass sich die schweren Zeiten bezahlt machen würden.” © Cover Media

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Georgia Howorth: Ungeplante Modelkarriere

Georgia Howorth kam eher zufällig zum Modeln.

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Georgia Howorth kam eher zufällig zum Modeln.

Zurzeit ziert die Newcomerin das Cover des Modemagazins ‘Self Service’, ihr gutes Aussehen verdankt sie ihrer Mutter Jeny, die in den 80er-Jahren ein begehrtes Model war. Momentan studiert Georgia allerdings noch und rechnete früher auch nie mit einer Modelkarriere. “Ich habe über das Modeln überhaupt nicht nachgedacht, bis Katie Grand mich fragte, ob sie mich fürs ‘Love’-Magazin fotografieren könnte. Als ich dann im vergangenen Jahr in New York war, fragte mich ein alter Freund meiner Mutter, Arthur Elgort, ob er Fotos von mir machen könne. Er ist eine Legende und natürlich habe ich Ja gesagt. Und so nahm alles seinen Lauf. Dann hatte ich ein Shooting mit Drew Jarrett, den ich für sehr talentiert halte”, zitierte sie ‘style.com’.

Im vergangenen Monat feierte Georgia dann ihr Laufsteg-Debüt und lief für Giles Deacon auf der London Fashion Week. In einem opulenten Gothic-Kleid schlenderte sie an der Seite von Supermodel Erin O’Connor (37) über den Catwalk. Die Front Row zierten Stars wie Cara Delevingne (22), Emily Ratajkowski (23) und Daisy Lowe (26). “Es war total irreal! Was für ein Kleid, das mir Giles für meinen allerersten Walk auf dem Laufsteg gegeben hat! Es war wild. Ich liebte es. Unglaubliches Kleid, unglaubliches Styling von Katie Grand und diese dunklen Lippen – das ganze Erlebnis war einfach unvergesslich!” schwärmte sie.

Jetzt freut sich Georgia Howorth auf ihre zukünftige Fashion-Karriere und hofft darauf, eines Tages mit den Starfotografen Mario Testino, Mert Alas und Marcus Piggott, Inez Van Lamsweerde und Vinoodh Matadin zusammenarbeiten zu können. © Cover Media

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Fernanda Ly: Nicolas Ghesquière ist großartig!

Fernanda Ly (18) schwärmte von der Zusammenarbeit mit Nicolas Ghesquière.

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Fernanda Ly (18) schwärmte von der Zusammenarbeit mit Nicolas Ghesquière.

Im vergangenen Jahr feierte das australische Model sein Fashion-Week-Debüt, seinen großen Durchbruch erzielte Fernanda aber mit ihrem Auftritt in der Louis-Vuitton-Modenschau, die zu Beginn des Monats in Paris stattfand. Nicolas Ghesquière, der Kreativchef des Luxuslabels, höchstpersönlich wählte das Nachwuchstalent für seine Herbst/Wintershow 2015 aus – für Fernanda ein unvergessliches Erlebnis:

“Ich habe von dem Job morgens erfahren, als ich meine Mails gecheckt habe – ich lag im Bett und war noch im Halbschlaf. Ich machte ein Bildschirmfoto, damit ich beweisen konnte, dass es kein Traum war. Es war auf jeden Fall ein erinnerungswürdiges Erlebnis”, beschrieb sie auf ‘vogue.com.au’. “Er [Nicolas] war immer so enthusiastisch und es war überhaupt toll, mit ihm zu arbeiten. [Die Kollektion] ist ganz gemütlich. Es wäre schön, wenn Pelzmäntel zum australischen Wetter passen würden?”

Dank ihrer pinkfarbenen Haare erkennt man Fernanda leicht und auch auf dem Catwalk hinterließ ihre Frisur einen bleibenden Eindruck. Besonders der Gegensatz zwischen ihrer leuchtenden Haarpracht und dem weißen Mantel, den sie für Louis Vuitton trug, sorgten für Aufsehen.

Ihr Markenzeichen-Look mag dem Model zwar viel Aufmerksamkeit verschaffen, bringt aber auch viel Arbeit mit sich. “Geduld und ständige Pflege”, antwortete sie lachend auf die Frage, wie sie ihr Haar so leuchtend halte. “Ich hätte wahrscheinlich eine Glatze, wenn ich es nicht die ganze Zeit pflegen würde!”

Fernanda Ly war schon immer ein großer Fashion-Fan und konnte dank ihrer Zeit als Model bereits einige wichtige Lektionen lernen. Dazu gehört, dass ihr Job wesentlich härter ist als er aussieht. © Cover Media

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Katy O’Kane: Nicolas Ghesquière macht mir Mut

Nicolas Ghesquière dient dem Nachwuchsmodel Katy O’Kane als Vorbild, seine Träume umzusetzen.

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Nicolas Ghesquière dient dem Nachwuchsmodel Katy O’Kane als Vorbild, seine Träume umzusetzen.

Das Model unterschrieb einen Exklusiv-Vertrag bei Louis Vuitton und lief gestern [11. März] im Zuge der Paris Fashion Week für das Modehaus über den Laufsteg. Mit diesem Auftritt eröffnete sich für Katy, die sonst eher ans Pauken in der Schule als ans Laufen über Catwalks gewöhnt ist, eine ganz neue Welt. Entdeckt wurde der Nachwuchsstar bei einer Shopping-Tour mit seiner Mutter.

“So gut wie möglich in der Schule zu sein, gibt mir das Gefühl, ganz normal zu sein. Außerdem hilft es mir dabei, in dem Chaos der Fashionwelt mental fokussiert zu bleiben”, erklärte sie im Interview mit ‘style.com’. “Mit jemandem zusammen zu arbeiten, der so außergewöhnlich und ungekünstelt ist wie Nicolas, hat mich sehr beruhigt, bevor ich in die Castings ging. Ich war plötzlich total entspannt. Er inspiriert mich dazu, alles in meinem Leben zu erreichen – genauso wie er das mit Louis Vuitton gemacht hat.”

In der Louis-Vuitton-Modenschau trug Katy einen weißen Mantel, der ihr bis zu den Knien reichte und mit einem Reißverschluss geschlossen war. Über ihrem Arm trug sie eine Pelz-Stola im Leo-Print, flache nietenbesetzte Schuhe ergänzten das Outfit.

Es war das erste Mal, dass die Schöne außerhalb von Amerika als Model arbeitete – ein “unvergleichlich tolles” Erlebnis für sie. Das Louis-Vuitton-Team kümmerte sich gut um Katy und stellte sicher, dass sie sich nicht einsam fühlte. “Ich muss sagen, dass ich wohl am meisten Spaß dabei hatte, vom Leben der Fotografen, Designer, Visagisten und Stylisten zu erfahren”, lachte Katy O’Kane. © Cover Media

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Naomi Campbell: Modeln ist wie Tanzen

Naomi Campbell (44) muss für jede Laufsteg-Show einen “neuen Tanz” aufführen.

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Naomi Campbell (44) muss für jede Laufsteg-Show einen “neuen Tanz” aufführen.

Schon in den 80er Jahren debütierte die Britin auf dem Laufsteg und ist seitdem eine feste Größe im Model-Business. Als sie die Catwalks der Welt zu erobern begann, wollte sie ihren Läufe eine besondere Note verleihen:

“Meine erste Show lief ich auf der New York Fashion Week für Marc Jacobs. Ich erinnere mich noch daran, wie ich zur Anprobe ging. Ich hatte einen Riesenhunger und er bot mir Schokolade an, als ich dort ankam”, plauderte sie gegenüber ‘style.com’. “Christy [Turlington] war die Braut und Cindy [Crawford] und ich die Brautjungfern. Es war ganz easy und seitdem sind Marc und ich Freunde. Jedes Designer-Outfit fühlt sich am Körper anders an. Jean Paul Gaultier, Lya [Lya], Rifat Ozbek – man musste immer anders laufen. Das war mein Gefühl, es war fast wie ein Tanz, aber auf eine andere Art.”

Ihre erste Couture-Modenschau lief Naomi für Yves Saint Laurent, da sie damals bei dem Label unter Vertrag stand. In der Mitte des Catwalks befand sich ein wundervoller Kerzenleuchter, der sich allerdings als Problem erwies, als das Model ihm zu nahe kam: “Ich musste meinen Mantel und meinen Umhang ausziehen und hab es nicht hinbekommen ? Ich trug ein langes Nerz-Cape und einen Nerz-Hut. Also lief ich den Laufsteg entlang und musste den Umhang ausziehen und plötzlich spürte ich, wie mein Kopf zurückgezogen wurde, weil sich der Hut im Kerzenleuchter verfangen hatte! Irgendwie habe ich meinen Kopf aus dem Leuchter befreit und konnte weiterlaufen – Gott sei dank”, seufzte Naomi Campbell. © Cover Media

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Ashish: Sexy Looks in London

Ashish zeigte eine provokante Kollektion auf der London Fashion Week.

Bild von Ashish

Ashish zeigte eine provokante Kollektion auf der London Fashion Week.

Das Label zählte zu den letzten Modehäusern, das seine Designs auf der London Fashion Week zeigten. Dabei hinterließ die Herbst/Winterkollektion 2015 von Ashish ganz sicher einen bleibenden Eindruck beim Publikum.

Die Laufsteggrazien flanierten den Catwalk in einer Zusammenstellung aus sexy und provokanten Outfits entlang, die aus Materialien wie Spitze, Latex, Pailletten und unechtem Pelz gefertigt waren. Ein mutiges Model verdrehte den Zuschauern in einem rosafarbenen, transparenten BH mit schwarzen Trägern den Kopf. Dazu kombinierte es passende Shorts über einen schwarzen Slip. Im starken Kontrast zu dem mädchenhaften Look stand das knallrote, mit Pailletten besetzte Ensemble, das ein Model über ebenso roten Over-Knee-Boots mit hohen Stiletto-Absätzen präsentierte. Passend zum Outfit trug die verführerische Beauty einen knallroten Lippenstift.

Die hohen Stiefel und der rote Lippenstift wiederholten sich im Laufe der Modenschau in mehreren Outfits.

Um vor den kalten Temperaturen der Wintermonate zu schützen, hatte Ashish aber auch Mäntel im Angebot. Das rote Pailletten-Ensemble beispielsweise komplettierte ein khakifarbener Mantel mit unechter Pelzkapuze und einem Leo-Print als Innenfutter.

Zu den Beauty-Looks der Models zählte neben dem roten Lippenstift auch eine auffällige Pony-Frisur. Dabei war der Pony an sich entweder gelb, lila oder schwarz gefärbt.

Die Notizen zur Modenschau ließen zwei Ziele erkennen: Das Label wollte mit seiner neuen Kollektion schockieren und sein Mantra einfach halten. “Ich denke, dass wir nur wirklich glücklich sein können, wenn wir die Sau rauslassen? und wisst ihr? sch*** drauf!”, lautete ein Zitat.

Heute geht es in die dritte Runde der Fashion Weeks und Labels wie Gucci, Alberta Ferretti und Fausto Puglisi präsentieren ihre neuesten Kreationen in Mailand. © Cover Media

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