Streetstyle: Vokuhila-Rock im Alltag

Kathrin hat am Wochenende den Trend des Vokuhila-Rocks vorgestellt. Tatsächlich wird er von Saison zu Saison hinten länger und ähnelt nun fast einer Scherpe. Tragbar? Das ist die Frage. Dass dieses komische längere Stoffteil hinten sogar gut aussehen kann, zeigt dieses Streetstyle.

So sieht der Vokuhila-Rock im Stehen aus.

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Und hier noch viel besser im Gehen.

Streetstyle-Vokuhila Rock-Trend-Mode-Fashion-ModepilotWir sehen, dass ist ein Trend für Frauen in Bewegung. Mädels, lasst es flattern!

Und ich habe noch ein zweites Beispiel gefunden. Hier aber sind die Damen wagemutiger:

Trend-Vokuhila-Rock-Modepilot

Fotos: Barbara Markert / Modepilot, Catwalkpictures

Emme: Bessere Zeiten für Plus-Size-Models

Emme kritisierte, dass trotz der Entwicklungen in der Modebranche noch immer nicht genügend Kollektionen in Plus-Size-Größen angeboten werden.

Bild von Emme

Emme kritisierte, dass trotz der Entwicklungen in der Modebranche noch immer nicht genügend Kollektionen in Plus-Size-Größen angeboten werden.

Die New Yorkerin zählte zu den erfolgreichsten Plus-Size-Models der 90er Jahre. Jetzt nutzt sie ihre Erfahrungen, um den Wettbewerb ‘Fashion Without Limits’ zu organisieren, der Nachwuchsdesignern der Syracuse University die Möglichkeit gibt, Outfits in Übergrößen zu entwerfen. Auf den Gewinner wartet der ’12+ Emme’-Award sowie rund 400 Euro. Außerdem wird Emme höchstpersönlich ein Design des Gewinners auf einem Roten-Teppich-Event tragen.

In einem Interview mit dem Nachrichtendienst ‘WWD’ versicherte der Modestar, seinen Kampf für Frauen mit fülligeren Figuren so lange weiterzuführen, bis diese gleichberechtigt behandelt werden. “Es ist schon etwas besser geworden. Auf den Titelseiten der italienischen ‘Vogue’ sieht man schon mehr Damen in Kleidergröße 40 und 42. Die Frauen sieht man zunehmend auf den Mainstream-Zeitschriften. Damals war das nicht so ?”, erklärte sie.

2007 wurde bei Emme Krebs diagnostiziert, doch nach überstandener Krankheit feierte sie jüngst ihr berufliches Comeback. Sie unterschrieb einen Vertrag mit Muse Models und arbeitet mit Graj + Gustavsen an Plus-Size-Mode und Accessoires.

Trotz ihres Erfolges fällt es Emme schwer, trendy Outfits zu finden und daher setzt sie sich dafür ein, diesen Umstand zu ändern. “Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig es für mich ist. In die meisten Geschäfte kann ich gar nicht reingehen. Ich nahm einmal ein Kamerateam der Fernsehshow ’20/20′ mit und ein Verkäufer empfahl mir, in den Keller von Bloomingsdales oder Macys zu gehen. Sie haben mir direkt gesagt, dass sie nichts für mich haben. Sogar in den besten Zeiten meiner Karriere machten mir Designer Einzelstücke. Ich sah einfach, dass die Nachfrage sehr groß war. Ich will ein Business aufbauen. Das wird die Welt der Emme sein”, schloss die Powerfrau. © Cover Media

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Cara Delevingne: Ruhe in Frieden, Großvater!

Cara Delevingne (22) ehrte auf Instagram ihren “unglaublichen und inspirierenden” Großvater.

Bild von Cara Delevingne

Cara Delevingne (22) ehrte auf Instagram ihren “unglaublichen und inspirierenden” Großvater.

Sir Jocelyn Stevens, der Herausgeber des ‘Queen’-Magazins, verstarb am 12. Oktober im Alter von 82 Jahren. Cara erinnerte an ihren Opa, den Vater ihrer Mutter Pandora. “Ein ‘Ruhe in Frieden’ an meinen unglaublichen und inspirierenden Großvater! Wir lieben dich alle so sehr und deine Erinnerung lebt in uns allen weiter. Wir werden dich so sehr vermissen. Eine wahre Legende mit einem riesigen Herzen!” Sie fügte noch zwei Bilder ihres Opas an, von denen er einmal als junger Mann zu sehen ist, das andere Foto ist aktueller.

Trotz ihrer Trauer stand für Cara am Wochenende aber auch Arbeit auf dem Programm: Ihre Kollektion mit DKNY feierte ihren Launch. Die Londonerin hat früher für Donna Karan (66) gemodelt und bringt jetzt eine eigene Capsule-Kollektion auf den Markt. Vor Kurzem sprach sie darüber, was es für eine Ehre sei, mit der legendären Designerin zu kollaborieren. “Die Möglichkeit, mit jemandem zu arbeiten, dessen Vision so einflussreich ist, war aufregend und eine gewaltige Erfahrung. Ich schätze starke, selbstbewusste, erfolgreiche Frauen”, schwärmte Cara Delevingne gegenüber dem ‘Glamour’-Magazin. © Cover Media

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Madeleine: vom Versandhandel zum E-Commerce

Madeleine Online shop Versandhandel Modepilot

Der deutsche Online-Shopper gilt international als attraktiv, weil er sich mit Bestell- und Bezahl-Vorgängen leichter tut als andere. Die großen Onlineshop-Betreiber, mit denen ich in den letzten Jahren immer wieder sprach (selbst leitete ich E-Commerce im High Fashion Bereich), führen das auf unsere Versandhandel-Tradition zurück. Wir Deutschen sind mit dem Bestellen von Kleidung wahre Profis: weniger Rückfragen beim Service, schnellerer Abschluss im Kaufprozess. Auch die höhere Retourenquote, die wir bei Onlineshops verursachen, ist auf unsere Übung zurückzuführen: der smarte Shopper bestellt sich die Hose in zwei Größen, behält die passende und das Zurücksenden hat er drauf.

Ich finde das spannend. Zumal mir bewusst wird, dass mich Kataloge noch vor der Vogue-Lektüre prägten. Ich liebte es, als kleines Mädchen in der Küche darin zu blättern. Auch, wenn meine Mutter mit den Augen rollte, wenn ich den Blätterkatalog aus der Post fischte. Die schönen Models der Neunzigerjahre – mit der Hand am aufgestellten Mantelkragen oder in der Taille – kannte ich zunächst aus Heften mit einem Waren-Bestellformular.

Heute trägt Laufstegmodel Izabel “Iza” Goulart die Herbstmode von Madeleine, dem Mode-Versand, der 1978 von Gustav und Grete Schickedanz (Quelle Versand) gegründet und nach deren Tochter benannt wurde. Seit 2001 gibt es Madeleine Damenmode auch online zu bestellen. 30 Prozent des 161 Millionen Euro Umsatzes der Madeleine Gruppe stammen bereits von reinen Online-Shoppern, wobei Telefonbestellungen, die es auch bei reinen Onlineshops gibt, zum Versandhandel gezählt werden. Jetzt bestellte ich mir auf www.madeleine.de Schuhe, wie ich sie mir vor einigen Saisons bei Pierre Hardy gekauft hatte: halbhohe Pumps aus zweierlei blauem Leder. Sie kosten circa ein Fünftel (150 Euro, madeleine.de/lederpumps) des Originals, sind breiter geschnitten, haben ein Fußbett und einen etwas breiteren Absatz. Klar, in der Formensprache ist der Pierre Hardy Pumps unschlagbar. Pierre Hardy ist und bleibt mein liebster Schuhdesigner, doch für den Alltag und die Paris Fashion Week, wo Schotter und Kopfsteinpflaster den Weg zur nächsten Fashion Show ebnen, ist der Madeleine-Pumps das dankbarere Modell.

Iza Goulart Madeleine Kathrin Bierling Modepilot

Model Izabel Goulart im Herbstkatalog “Feeling” von Madeleine und ich bei der Paris Fashion Week: der blaue Madeleine-Pumps passt zum Outfit aus Matthew Williamson-Kleid, Yves Saint Laurent-Mantel und Céline-Handtasche

Pierre Hardy Pumps Madeleine blau Wildleder Modepilot

Der aktuelle Madeleine-Pumps im Vergleich zum Original von Pierre Hardy (helle Kappe)

Julia Schwägerl, die 31-jährige Produkt Managerin bei Madeleine, die ich zum Interview treffe, erzählt, dass es nicht einfach war, Model Goulart für den Herbstkatalog “Feeling” zu bekommen. Schwägerl kennt die Trends aus Paris und Mailand. Sie macht sie tragbar. Zum richtigen Zeitpunkt. Mit anderen Materialmischungen und versetzten Nähten.

Welche Herausforderung bieten Trends aus Paris & Co. zuletzt für Ihre Arbeit?

Julia Schwägerl: ”Spontan? Bauchfrei und Neopren. Der Neoprenstoff kam letzten Sommer in der Mode groß raus. In der Tauchbekleidung besteht er aus reinem Polyamid, bei der High Fashion teilweise auch, aber für unsere Größen geht das teilweise nicht. Wir entschieden uns für eine Mischung aus Polyamid, Polyester und Elasthan, damit es weich, fließend und figurschmeichelnd ist.”

Und den Bauchfrei-Trend setzen Sie für Madeleine um?

Julia Schwägerl: “Der Bauchfrei-Trend kommt uns total entgegen, weil mit ihm die Hosen mit hohem Taillensitz wieder kommen. Die Mehrheit unserer Kunden hat niedrig sitzende Hosen eher seltener tragen wollen. Für uns ist die Passform entscheidend.”

Welche Kundin haben Sie vor sich, wenn Sie solche Entscheidungen fällen?

Julia Schwägerl: “Sie ist Anwältin, Ärztin oder Arzt-Gattin, die selbst berufstätig ist und eine Familie, vielleicht mit vier Kindern, hat. Sie möchte alles unter einen Hut bekommen und dabei immer schick sein. “Easy Chic” nenne ich das.”

Wie sieht sie aus, wenn sie morgens aus dem Haus kommt?

Julia Schwägerl: “Sie trägt eine gepflegte Jeans, eine Seidenbluse, bequeme Pumps und wirft sich noch einen Blazer über. Dann vielleicht noch eine schicke Sonnenbrille und eine große Handtasche.”

Julia Schwägerl Modepilot

Julia Schwägerl

Was trägt die Madeleine-Kundin in diesem Winter?

Julia Schwägerl: “Einen lässigen Oversize-Mantel. Da muss man aufpassen, dass er auch wirklich nach “Oversize” aussieht und nicht so ein veganes Teilchen ist: nicht Fisch, nicht Fleisch. Der Shape muss zu erkennen sein. Mäntel sind das ganz große Thema: Wollmäntel, auch in Kaschmirmischungen – da kommt jetzt viel. Und Lederjacken als Blazer-Ersatz über die Bluse getragen.”

Und nächsten Sommer?

Julia Schwägerl: “Da habe ich dir einen unserer Vorab-Kataloge für Frühjahr/Sommer 2015 mitgebracht, die exklusiv an unsere besten Kundinnen gehen (bei Madeleine wird der Sommerkatalog 2015 im Dezember versendet). Wir haben für den kommenden Sommer plissierte Maxi-Röcke, viele Acqua-Töne und Holzfarben, was sich bei Naturfasern anbietet. Seide ist ja nie rein Weiß, sondern immer gebrochen Weiß.”

Was, wenn ein Produkt so gar nicht funktioniert?

Julia Schwägerl: “Das kann passieren. Dann war man damit vielleicht zu früh dran. Oft versuche ich so ein Produkt in der nächsten Saison in einer anderen Farbe noch einmal anzubieten und dann funktioniert es. Das, was ich jetzt auf den Schauen so sehe, ist teilweise noch zu früh für die Kundin.”

Fotos: Madeleine, Modepilot/Barbara Markert

Sommer 2015: Barbaras Lieblings-Outfits

Kathrin hat vorgestern schon ihre Lieblingstrends vorgestellt. Ich möchte nun meine Lieblingsoutfits aus der vergangenen Fashionweek-Saison vorstellen. Also Modelle, auf die jetzt schon hinsparen könnte.

Ich rede nicht lange rum, das sind meine Favoriten aus New York, London, Mailand und Paris.

1.  Casual Looks, die cool und nicht schlampig aussehen:

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2. Jacken mit Wow-Effekt, die zu vielen Outfits passen:

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Modepilot testet: Öko-Jeans von goodsociety

Jeans sind ein Modeklassiker. Irgendwie sind sie jede Saison neu und anders. Deshalb kauft man auch immer wieder neue. Sicher ist: Kaum ein anderes Bekleidungsstück hat sich in seiner Geschichte so sehr gewandelt. Von den Jeans der 50er Jahre, die steif und hart waren, sind wir heute Lichtjahre entfernt. Jeans sind heute weich und angenehm zu tragen, sie sind vorgewaschen, gebleicht, abgeschabt und teilweise sogar repariert, wenn wir sie neu kaufen. Eine Jeans “eintragen”, das muss heute niemand mehr. Aber dieser Komfort hat seinen Preis – vor allem für die Umwelt.

Schätzungen sprechen von 8000 bis 10000 Liter Wasserverbrauch pro Hose aufgrund des wasserintensiven Baumwoll-Anbaus. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Bio-, Organic oder 08/15-Cotton handelt. 100 Liter Wasser fließen nur bei der Waschung des harten Denims Stoffs in den Abfluss. Zur Erinnerung: Wasser wird das Gold der Zukunft sein. Wir haben weltweit einen Wassermangel, auch wenn es draußen vor der Tür in Strömen regnet. Die Denimhose gilt als Umweltsünder Nummer Eins unter den Kleidungsstücken. Neben dem immensen Wasserverbrauch sind zu erwähnen die Pestizide, die beim Baumwollanbau die Böden verseuchen. Nicht zu vergessen die Mitarbeiter, die beim Färben vergiftet oder beim Sandstrahlen der Hosen an der Lungenkrankheit Silikose sterben. Auch zu berücksichtigen ist die schlechte CO2-Bilanz, die bei dem Transport (zwischen 20.000 und 60.000 km) von einer Fabrik zur nächsten anfällt, und auch die problematische Entsorgung der in der Hose enthaltenen Chemikalien, die zum Großteil unser Grundwasser verseuchen.

Sich eine Bio-Jeans zu kaufen, macht also wirklich Sinn und verschafft auch uns Mode-Fans ein besseres Gewissen. Ich durfte nun ein Exemplar der Marke Goodsociety testen. Ich kannte die Brand ehrlich gesagt vorher nicht. Bei Öko-Jeansern denke ich immer an Nudie und Kuyichi. Aber ich bin sehr froh, dass ich nun ein weiteres Label kenne. Ich habe die Hose rund sechs Wochen intensiv getestet, gewaschen, über Tage hinweg am Stück getragen. Ich habe sie sogar gekürzt und am neuen Beinabschluss rumgekratzt. Sprich, ich habe diese Hose auf Herz und Nieren gepfrüft.

So sah sie aus, als ich sie von der Firma zur Verfügung gestellt bekam:

Modepilot-goodsociety-jeans-test-Fashion-Blog-Barbara-MarkertWer ist Goodsociety?

Goodsociety wurde 2007 in Amerika gegründet und hat heute den Sitz in Deutschland. Die Marke enstand aus der Überzeugung, Mode neu zu denken sowie Welt und Mensch in den Mittelpunkt zu stellen. Ziel ist: bestmögliche Produkte zu schaffen, die keinen oder nur einen geringstmöglichen Schaden erzeugen. Die Macher sagen selbst: “Arbeit verstehen wir als Möglichkeit das Leben in seiner gesamten Fülle zu genießen, in Veränderungen Chancen zu sehen und aufmerksam dafür zu sein, wie wir die Welt gestalten.”

Wie ist Goodsociety-Mode? 

Der Stil orientiert sich an einem minimalistischen Design, soll zeitgenössisch sein und hochwertige, natürliche Stoffe und Materialen verwenden. Für den Denim verarbeitet Goodsociety ausschließlich Baumwolle aus nachweislich zertifiziertem organischen Anbau. Es werden keine pestizid-intensiven oder genetisch modifizierten Baumwollerträge verwendet. Die Partner sind in Indien, Pakistan und der Türkei  und halten sich an die international gültige Richtlinien in Bezug auf ökologische Anbaumethoden. Die biologisch angebaute Baumwolle ist nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. Das ist ein ganz wichtiges Gütesiegel, auf das man immer achten sollte.

Wie wird sie hergestellt?

Die gesamte Weiterverarbeitung der Baumwollfaser, von der Garn- und Stoffherstellung bis zur Veredlung, erfolgt in Italien. Da sämtliche Partner-Betriebe dort ansässig sind, werden die Transportwege auf ein Minimum reduziert. Durch die räumliche Nähe garantiert Goodsocity auch eine komplette Überwachung des Produktionsprozesses. In der Fertigung und Veredelung, so die Aussage, werden neueste Technologien angewendet, um den Einfluss auf die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Goodsociety verspricht einen geringen und sorgsamen Verbrauch von Chemikalien sowie einen sparsamen Einsatz frischen Wassers. Es werden kein Chlor, kein Kaliumpermanganat und kein FCKW eingesetzt. Zur Waschung werden Lasertechnik und die Ozontechnik genutzt. Das sind im Augenblick auch die bewähresten ökologisch schonenden Techniken.

Bei den Accessoires, wie Knöpfe, Labels und Etikette versucht die Firma auf recycelte Materialen oder auf von GOTS-zertifizierte Produkte zurück zu greifen. Verarbeitet werden ausschließlich vegane Materialien, die keine tierischen Produkte beinhalten. Alle Materialen werden zu über 95% in Italien hergestellt. Die Stoffe werden in Italien gewebt, gefärbt und veredelt und von lokalen Betrieben weiterverarbeitet. Markenlogo oder Etikett bestehen aus 100% recyceltem Polyestergarn, Hangtag aus GOTS zertifizierter Baumwolle, Knöpfe und Nieten aus bis zu 90% recyceltem Kupfer.

Um den CO2- “Footprint” auszugleichen, fördert Goodsociety die  internationale Umweltschutzorganisation Treedom beim Wiederaufbau von Waldbeständen und somit CO2-Absorption. Gemeinsames Ziel ist es, 100.000 Bäume zu pflanzen. Goodsociety analysiert mit Hilfe von Treedom auch seine gesamten Aktivitäten, um die Menge an der dabei entstandenen CO2-Emission zu messen und zu neutralisieren. Ein Viertel der Gewinne werden an Gruppen abgegeben, die aktiv gesellschaftliche Entwicklung und individuelle Freiheit fördern und die Natur schützen. Wie zum Beispiel die SA Foundation, die gegen Menschenhandel kämpft.

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Das war jetzt viel zu lesen. Aber Ihr seht: Da haben Leute mal ganzheitlich gedacht. Es bleibt nicht stecken in ach, nur Biobaumwolle, oder tja, nur Ozon-Waschung. Die Jeans von Goodsociety dürfen sich tatsächlich ein Siegel “Bio” oder “Öko” um den Hosenbund hängen. Hier glauben die Macher tatsächlich an die Welt und betreiben nicht nur Greenwashing.

Da geht mein Daumen schon mal klar nach oben.

Doch die schönste Bio-Jeans taugt nichts, wenn sie nicht sitzt oder unangenehm zu tragen ist. Deshalb kommt hier nun mein Trage-, Wasch- und Passform-Test. Wichtiger Hinweis: gestestet wurde das Modell Womens Slim Origami.

Mein Test-Urteil zum Material:

Das Origami steht für eine authentische Work- in-Look Waschung mit Kontrasten auf der Oberfläche und weichem Griff. Beides stimmt. Die Jeans ist butterweich und auch dehnbar dank eines leichten Anteils an Lycra. Die Hose kommt genau so butterweich wieder aus der Waschmaschine. Man muss sie also nicht extra weich bügeln (Das mache ich mit meinen anderen Jeans gerne.). Sie hat sich auch nicht verformt und leiert auch bei einer Woche Dauertragen nicht aus. Wow. Das ist wirklich toll. Das kann selbst eine umweltschädliche Jeans nicht immer.

Der wahnsinnige Komfort der Hose hat aber auch einen kleinen Nachteil. Nach sechs Wochen gibt es bereits starke Abnutzungserscheinungen. Das mögen nun viele cool finden, aber ich benutze meine Kleider immer sehr lange und sie müssen etwas aushalten. Als ich die Hose auf eine Dreiviertellänge abschnitt und den nun zu korrekt aussehenden Hosensaum etwas abschabte, reichte ein bisschen Bürsten, um den Vintage- und Used-Effekt wieder herzustellen. Teilweise habe ich sogar ein kleines Loch reingebürstet (wohl gemerkt mit einer alten Zahnbürste, nicht einer Stahlbürste). Der Denim ist wirklich sehr weich und fragil. Die Hose, so befürchte ich, wird, weil ich sie sehr schnell ins Herz geschlossen habe und nun viel trage, nicht jahrelang halten. Auch das werden sicherlich Viele gut finden, denn die Jeansmoden wechseln und man will ja auch immer wieder eine neue. Aber ich möchte meine Lieblingsjeans lieber sehr lange tragen.

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Mein Testurteil zur Passform:

Also, was soll ich sagen?! Ich hatte Glück. Mir passte die Hose wie angegossen von der ersten Sekunde an. Ich habe sie in meiner normalen Jeans-Größe bestellt. Perfekt. Der Bund ist schön hoch (Ich hasse Hüfthosen!) und auch an ausgeprägten Hinterteilen spannt nichts.

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Die Beinlänge war zu lang. Aber das ist ja kein Beinbruch, sondern eher gut. So kann jeder selbst seine Länge bestimmen.

Ein bisschen locker erscheint mit der Recycling-Knopf. Da befürchte ich, dass der mir irgendwann mal abfallen wird. Die Hosentaschen sind tief und das ist prima, denn Mütter haben immer viel in den Hosentaschen mit sich zu führen. Besonders gelungen finde ich auch das Finishing mit dem leichten, aber nicht übertriebenen Used-Effekt-Waschung.

Was kostet sie?

Der Preis liegt bei 169 Euro. Das ist für eine echte Bio-Jeans ein mehr als korrekter Preis. In der Jeans steckt Arbeit und die muss bezahlt werden.

Wo kann man sie kaufen?

Online bei Goodsociety. Und hier: Crema&Co in Nürnberg,  Villa Gaia in Rosenheim,  Soulid in Darmstadt,
Marlowe in Hamburg, Wertvoll  in Berlin und bei Glore in München und Nürnberg.
In Österreich bei Green Grounds in Wien und in der Schweiz bei Jeanslife in Winterthur

Fotos: Modepilot