Suvi Koponen: Schaut mal, ich bin ein Supermodel!

Die Eltern von Suvi Koponen (26) hätten nie gedacht, dass es ihr Kind in der Mode-Branche tatsächlich schaffen könnte.

Bild von Suvi Koponen

Die Eltern von Suvi Koponen (26) hätten nie gedacht, dass es ihr Kind in der Mode-Branche tatsächlich schaffen könnte.

Aber weit gefehlt: Die finnische Schönheit war bereits das Kampagnengesicht von hochkarätigen Labels wie Balenciaga und Calvin Klein und schritt für Luxus-Unternehmen wie Chanel, Jil Sander und Nina Ricci über den Laufsteg. Ihren Ruhm hat sie der finnischen Model-Show ‘Mallikoulu’ [‘Model-Schule’] zu verdanken, bei der sie im Alter von 16 Jahren mitmachte. Suvi erinnert sich noch gut daran, dass ihre Mutter und ihr Vater beide große Zweifel daran hatten. “Ich erinnere mich daran, dass ich ein paar Wochen später [nach dem Vorsprechen] mit meinem Vater nach Hause fuhr. Ich sagte ‘Was wäre, wenn aus mir die nächste Heidi Klum wird?’ Und mein Vater meinte nur ‘Lass uns mal nicht so vorschnell sein’”, erzählte die Grazie gegenüber ‘vogue.com’ und meinte: “Ich denke nicht, dass mein Vater je dachte, dass aus mir ein Model werden könnte. Meine Mutter kommt aus einem winzigen Dorf, wo es in der Umgebung nichts gibt. Es liegt inmitten von Wäldern. Mein Vater auch. Es schien einfach keine Möglichkeit zu sein, dass ihre Tochter ein Model werden und die Welt bereisen könnte.”

Doch genau das geschah: Als Suvi immer erfolgreicher wurde, nahm sie sich von der Highschool ein Jahr Auszeit und jettete durch Europa. Doch dann kam eine Offenbarung: Nachdem ihr Vater sie am Bahnhof abholen wollte entschied sie sich ganz spontan dazu, diese Pause von der Schule auszudehnen, um weiter ihre Träume zu verfolgen. “Ich nahm für ein weiteres Jahr eine Auszeit. Ich ging nach New York, [meine Agentur] schickte mich nach Mailand und drei Wochen später lief ich für Prada. Ich fand erst am Tag der Show heraus, dass ich sie eröffnen würde, und ich wusste nicht, was das bedeutet”, fügte sie hinzu. Für ein Model ist es schließlich eine Riesen-Ehre und kommt einem Ritterschlag gleich, eine Modenschau eröffnen zu dürfen. “Ich verstand nicht, wie gewaltig das für eine Modelkarriere ist, die Erste auf dem Catwalk zu sein. Als die Show vorbei war, bekam ich all diese Interview-Anfragen und wurde für all diese Jobs auf der ganzen Welt gebucht. Dann dämmerte mir schließlich, dass es eine große Sache in der Model-Branche ist, eine große Fashion-Show zu eröffnen”, strahlte Suvi Koponen. © Cover Media

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Serie: Vintage-Tipps von Model Clara Racz

Das ungarische Model ist bei uns für ihren privaten Vintage-Stil bekannt (“Street Chic” bei der britischen Vogue >>>). Kampagnen mit ihr gab es vor allem in Japan (Trussardi, zum Beispiel).

Hier verrät sie uns in einer neuen Serie, welche Vintage-Geschäfte sie in Mailand (hier lebt sie) und Paris empfehlen kann. Gar nicht teuer, wie sie sagt. Und immer wieder eine Überraschung dabei…

1) Midi-Rock & Sneaker

Model Clara Racz Modepilot Streetstyle

Blouse Snoopy Vintage Clara Racz Modepilot

Skirt Vintage dots clutch Pinapple Modepilot Clara Racz

Den gepunkteten Midi-Rock hat Clara von ihrer Mutter, die Snoopy-Bluse stammt aus einem Vintage-Geschäft in der Via Vigevano (vermutlich Lady Pix, sagt Clare), nahe der Porta Genova. Hier gibt es einige Vintage-Geschäfte. Die Ananas-Clutch von Chloé gab es, haltet Euch fest, vor circa einem Jahr als Zugabe zu einer Marie Claire Ausgabe (nicht mehr als zwei Euro musste sich dafür bezahlen). Sneaker: Nike.

Und hier Claras liebste Flohmärkte und Vintage-Geschäfte in Mailand:

– Fiera di Sinigaglia (immer samstags), www.fieradisinigaglia.it
– Mercatone dell’ Antiquariato, Naviglio Grande, www.mercatonedellantiquariato.mi.it
– Mercatino di Antiquariato di Piazza Diaz, vivimilano.corriere.it/feste-mercatini-fiere

– Lovely vintage, Via Ausonio 16, www.lovelyvintage.it
– Wag, Corso Colombo 11
– Live in vintage, Via Gen. Thaon di Revel 4, www.liveinvintagemilano.com
– Humana vintage, Via Cappellani 3, www.humanavintage.it
– Serendeepity, Corso di Porta Ticinese 100, www.serendeepity.net/category/clothing/

Fotos: Stefano Coletti

Elisa Sednaoui Dellal: Karl Lagerfeld hat es drauf

Elisa Sednaoui Dellal (26) lobte Karl Lagerfeld (80), dass er die schönsten Bilder von ihr gemacht hat.

Bild von Elisa Sednaoui Dellal

Elisa Sednaoui Dellal (26) lobte Karl Lagerfeld (80), dass er die schönsten Bilder von ihr gemacht hat.

Die Beauty, in der ägyptisches, französisches und italienisches Blut fließt, träumte während ihrer Schulzeit nie davon, eines Tages als Model vor der Kameralinse Karriere zu machen. Doch es kam anders: Seitdem die Grazie auf der Mode-Bildfläche erschien, wurde sie zum Kampagnen-Liebling von hochkarätigen Labels wie Chanel, Roberto Cavalli und Diane von Furstenberg. “Ich war in der Schule ein kleiner Streber”, gab sie gegenüber ‘The Edit’ zu. Daher kamen Catwalk und Co. zunächst gar nicht infrage. “Ich dachte, dass ich eine diplomatische Laufbahn einschlagen würde.” Weil sie ein kluger Kopf ist, wählt sie auch ihre Jobs mit Bedacht aus. “Ich war schon immer sehr wählerisch, was die Model- und Schauspiel-Aufträge anging, die ich gemacht habe. Karl hat ein paar der besten Bilder von mir gemacht. Er macht immer Aufnahmen von mir exakt so, wie ich ankomme, mit kaum Make-up oder Haar-Styling.” Zu ihren weiteren Fotografie-Idolen, mit denen sie bereits liebend gerne gearbeitet hat, gehören Peter Lindbergh und Magnus Unnar.

Doch lässt sie sich nicht nur von den Star-Knipsern inspirieren, sondern auch von den Modehäusern, für die sie modelte. Elisa mag es, ihren Stil zu mixen und hält dabei bei Männern sowie Frauen gleichermaßen Ausschau nach modischen Anregungen. “Ich mag es, zwischen maskulin und feminin zu wechseln: Mal trage ich eine lange fließende Robe und am nächsten Tag einen Smoking mit Budapestern und einem Hemd. Oder ich trage auch liebend gerne meine klassischen Smaragdohrringe mit Jeans. Ich liebe das Spiel, den Kontrast”, erklärte sie ihren Look.

In Bezug auf ihr Erbe gab die brünette Schönheit zu, dass ihre multikulturelle Erziehung ihr verschiedene Kulturen näher brachte und sie auch gerne in unterschiedlichen Ländern lebte. “Die ersten sechs Jahre meines Lebens verbrachte ich in Ägypten; [ich ging zu] einer irischen Kindertagesstätte in Kairo, bis sich meine Eltern getrennt haben. Meine Mutter und ich wohnten dann in Mailand und ab meinem 18. Lebensjahr lebte ich in einer ruhigen Stadt in Piermont wie in einem Schloss auf einem kleinen Berg. Gutes Essen, guter Wein, bodenständig und einfach”, lächelte sie. Jetzt lebt Elisa Sednaoui Dellal gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Galeriebesitzer Alex Dellal (30), in London. © Cover Media

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Tyson Beckford: “Man muss mehr Vielfalt zeigen”

Tyson Beckford (43) beklagte den Rassismus in seiner Branche.

Bild von Tyson Beckford

Tyson Beckford (43) beklagte den Rassismus in seiner Branche.

Der Schöne stammt aus einer multinationalen Familie und weiß wovon er spricht – gerade weil er zu den erfolgreichsten Male Models der Welt gehört. Der Amerikaner beschwerte sich darüber, dass Modehäuser sich fast ausschließlich auf weiße Berufsschönheiten festlegten. “Von all den Branchen – und ich glaube, da werden mir viele Leute zustimmen – ist die Modebranche eine der rassistischsten”, gab der Modestar gegenüber ‘HuffPost Live’ zu bedenken. “Meine Managerin Bethann Hardison hat sich immer für Vielfalt eingesetzt und sie bekommt jetzt auch einen Preis von der CFDA, weil sie versucht, die Branche zu verändern. Denn es gab eine Zeit, da hast du nur Typen wie mich gesehen. Man sah keine Asiaten, keine Latinos. Mode ist eine Branche, in der jeder von jedem ethnischen Hintergrund Kleidung kauft, deshalb sollte man hier auch die unterschiedlichsten Models und Gesichter sehen. Nicht immer das gleiche blonde Haar und die gleichen blauen Augen oder ein schwarzer Typ mit rasiertem Kopf. Man muss mehr Vielfalt zeigen.”

Deshalb initiierte Tyson Beckford im vergangenen Jahr auch die ‘Balanced Diversity’-Kampagne, um Rassismus auf dem Laufsteg zu beenden. Mit der Unterstützung von Stars wie Naomi Campbell (43) und Iman (58) schrieb der Frauenschwarm einen offenen Brief an die führenden Fashion-Einrichtungen in New York, London, Mailand und Paris, um den Mangel an schwarzen Models anzusprechen. Gerade weibliche Berufsschönheiten seien von dem Rassismus betroffen. “Bei den vergangenen Modewochen hat man Schauen gesehen, wo es nur weiße Mädchen gab. Kein asiatisches, kein schwarzes und kein Latina-Mädchen war zu sehen. Diese ethnischen Gruppen haben dann das Gefühl, dass sie nicht wichtig genug seien, dass man sich um sie kümmern müsse. Man braucht eine größere Vielfalt. Die Modebranche ist momentan die rassistischste Branche in der Welt”, betonte er ein weiteres Mal.

Der streitbare Fashionstar wurde gefragt, wie man das ändern könne. In der Vergangenheit wurden immer Designer dafür verantwortlich gemacht, aber für ihn tragen auch andere die Schuld: “Ich glaube, es liegt in den Händen von Designern, Stylisten, den Agenturen und den Leuten, die die Models buchen. Sie können viel verändern. Wenn man eine Agentur anruft und sagt: ‘Hey, ich will ein heißes Mädchen. Wer ist gerade angesagt?’ Dann könnte die Agentur antworten: ‘Hör mal, wir haben hier dieses tolle Latina-Mädchen, sie ist der nächste große Star.’ Stylisten könnten so etwas auch machen. Wer will denn schon in einen Garten gehen und immer nur dieselbe Blume sehen?”, fragte Tyson Beckford zu Recht. © Cover Media

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Santoni: Hoch hinaus!

Wedges sind eigentlich nicht so mein Ding, aber einige Modelle aus der Sommer-Kollektion von Santoni könnten mich überzeugen, doch mal Geld in Keilabsatz- und Plateau-Schuhe zu investieren.

Ich finde, in Wedges stakst man mehr durch die Gegend, als dass man geht, und in Verbindung mit einer Plateausohle, wie sie schon Jil Sander für den vergangenen Sommer gezeigt hat, sehen sie wie Krankenschwestern-Gesundheitsschuhe aus.

Nun ja, aber man kann seine Meinung ja ändern. Es gibt ja so was wie eine Lernkurve.

Santoni gibt es ja schon seit 1975. Der Erfolg der Firma, die von Andrea Santoni gegründet wurde und die seit einigen Jahren sein Sohn Giuseppe führt, liegt in der Kombination von traditioneller, hochwertiger italienischer Schuh-Handwerkskunst und innovativen Styles sowie einer cleveren Vermarktung. Das Unternehmen hat heute 450 Angestellte und macht einen Umsatz von 55 Millionen Euro. Flagship Stores gibt es von Mailand bis Shanghai, von Tokyo bis Moskau.

Einige Modelle der Sommer-Kollektion sind von orientalischen Blumen inspiriert (Rubelli Capsule Collection), die auf unifarbenem Grund blühen.

Wie steht Ihr zu Wedges und Plateau? Go or no? Oder kommt es aufs passende Outfit an?

16_Santoni_SS14_maxi wedge

16_Santoni_SS14_wedge

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Emporio Armani: Es glitzert am Auge

Mir fallen spontan mindestens gleich fünf Gründe ein, um auch im Winter eine Sonnenbrille zu tragen: 1.) Die UV-Strahlung! Wer will schon Falten um die Augen haben? 2.) Der Coolness-Faktor. Sunglasses zum dicken Pulli oder Mantel sieht einfach verboten gut aus. 3.) Der Wind! Bei mir jedenfalls führt das ab einer bestimmten Windstärke zu tränenden Augen und das Augen-Make-up ist dahin. 4.) Man kann hinter den getönten Gläsern  so wunderbar andere Leute beobachten, ohne dass es gleich auffällt und nach anstarren aussieht. 5.) Man kann die Sonnenbrille ratz, fatz nach oben übers Haar schieben und so als Haar-Halter benutzen. (Was ich allerdings ziemlich affig finde.)

Nun gut, da ich natürlich immer nach schönen neuen Accessoires Ausschau halte und unbedingt eine neue Sonnenbrille bräuchte – da ist mir das Model aus der Kajal-Kollektion von Emporio Armani unter die Augen gekommen. Große Shield-Form (aus einem Stück gearbeitet) und breite Bügel, die mit Swarovski-Kristallen verziert sind (nicht zu viele und nicht zu wenig, wie ich finde). Die Muster sind übrigens japanisch inspiriert, wie die ganze Kajal-Kollektion. Zen auf der Sonnenbrille sozusagen.

Es glitzert in Dunkelrot:

EMPORIO_ARMANI_KAJAL_EA_4022B 5144_8D

… und in Hellblau:

EA_4022B 5142_8F

Fotos: PR