Natalia Vodianova: Model mit Herz

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Natalia Vodianova (31) verzichtet bei ihren Lieblings-Designern gerne auf ihre Gage.

Das russische Model fühlt sich in Geldfragen inzwischen so abgesichert, dass es gewisse Jobs ohne Zögern unbezahlt erledigt. So lege sie inzwischen mehr Wert darauf, dem guten Zweck zu dienen, statt das eigene Bankkonto zu füllen.

“Als ich mich finanziell gepolstert genug fühlte, was schon vor einiger Zeit der Fall war, fing ich an, mich unerfüllt zu fühlen”, gestand Vodianova im Gespräch mit ‘vogue.co.uk’. Die Arbeit als Model habe ihr Leben nicht mehr bereichert. “Sie macht mir zwar Spaß, aber es ist nichts, was ich nicht sofort aufgeben könnte.”

Bei karrieretechnischen Entscheidungen lässt sie sich deshalb heute von ihrem Herzen leiten. “Ich kann wählerisch sein, wenn es um die Jobs geht, die ich annehme – sie müssen gewisse Kriterien erfüllen”, erklärte Vodianova dazu. “Nimmt [mein Arbeitgeber] einen positiven Einfluss? Hat er ein gutes Image? Ist die Marke elegant? Dient sie den Frauen? Manchmal liegt mir eine Marke so sehr am Herzen, dann arbeite ich umsonst für sie.”

Unter anderem zähle die britische Modeschöpferin Stella McCartney (41) zu dieser besonderen Riege, der das Model Sonderrechte einräumt. “Ich werde bezahlt, aber auf symbolische Weise – weil ich Stella und das, wofür sie steht, liebe.”

Ihrem Dasein gibt die Schönheit, die bereits für Mode-Riesen wie Chanel, Louis Vuitton und Calvin Klein arbeitete, außerdem durch Charity-Arbeit neuen Sinn. Unter anderem rief sie die ‘Naked Heart Foundation’ ins Leben, die benachteiligten Kindern in ihrer russischen Heimat zugutekommt. In der Modelbranche glaubt Vodianova indes wenig erreichen zu können. Sie gestand: “Mein Herz zieht es woanders hin. Man muss seine Schlachten gezielt wählen und es steht mir nicht zu, die Probleme in der Modeindustrie zu bekämpfen.”

Diese Woche übernimmt die Mutter von drei Kindern die Leitung einer Wohltätigkeitsveranstaltung der ‘Borne’-Organisation, die Mütter von Frühgeburten unterstützt. Zu ihrem Engagement ließ sie wissen: “Meine Schwangerschaften waren wunderschön und so leicht – ich hatte nie mit Übelkeit zu kämpfen. Ich habe diese Probleme niemals durchmachen müssen, aber meine Mutter litt wirklich sehr, als sie mit mir und meiner Schwester schwanger war. Eine meiner Schwestern wurde mit zerebraler Lähmung und Autismus geboren, was unsere Leben wirklich sehr beeinflusste und uns als Familie verletzlich gemacht hat.”

Ihre jüngste Schwester sei indes als Frühchen zur Welt gekommen, so das Model. “Sie musste in einen Brutkasten. Jetzt geht es ihr gut und wir schicken sie bald nach Harvard – aber es war knapp. Meine Mutter war sehr krank und allein.” Anderen Frauen sollte dasselbe Schicksal erspart werden, stellte Natalia Vodianova das Model klar. © Cover Media

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Carine Roitfeld: Beeindruckende Show in Cannes

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Die von Carine Roitfeld (58) organisierte Laufstegshow blendete das star-besetzte Publikum mit ihren goldenen Kreationen.

Auf der opulenten Modeveranstaltung, die während der Filmfestspiele in Cannes stattfand, flanierten 40 Topmodels den Laufsteg in glitzernden Kreationen entlang. Die Modenschau fand zu Ehren der verstorbenen Hollywoodlegende Elizabeth Taylor (?79, ‘Cleopatra’) statt. Zu den Laufsteggrazien zählte Rosie Huntington-Whiteley (26), die ein wunderschönes, aber dezentes Kleid von Christian Dior auf dem blauen Teppich trug. Die weiße Kreation setzte sich aus einem Bustier und einem Rock zusammen, der vorne kurz war und nach hinten länger wurde. Karolina Kurkova (29) eröffnete die Show der Wohltätigkeitsveranstaltung in einem glitzernden Golddesign. Joan Smalls (24), Toni Garrn (20), Irina Shayk (27) und Alessandra Ambrosio (32) stellten atemberaubende Looks von Modehäusern wie Alexander McQueen, Burberry und Chanel zur Schau. Später wurden die Designs bei einer Auktion verkauft. Der Erlös betrug um die 1,15 Millionen Euro und kam einer Aids-Stiftung zugute. Dita Von Teese (40), Kylie Minogue (44, ‘Timebomb’) und Paris Hilton (32) zählten zu den prominenten Gästen der 20. ‘amfAR Cinema Against Aids’-Gala. Dita Von Teese folgte nicht dem goldenen Thema der Veranstaltung, sondern setzte auf Schwarz, Hilton wählte eine auffällige Kreation in Pink. Die australische Sängerin Minogue sah umwerfend in ihrer weißen bodenlangen Robe aus.

Carine Roitfeld, die ehemalige Chefredakteurin der ‘Vogue’, erklärte kürzlich, warum sie Gold zum Thema der Show machte: “Ich habe das Thema Gold gewählt, weil es außergewöhnlich ist. Und da es das 20. Jubiläum des Events ist, dachte ich mir, dass sich die Leute auch noch in vielen Jahren daran erinnern sollten. Für mich ist es wirklich ein Tribut an Elizabeth Talyor. Wenn man an sie als Kleopatra denkt, dann hat man dieses starke Bild von Gold und Schönheit vor seinem inneren Auge”, erklärte Carine Roitfeld. © Cover Media

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Freja Beha Erichsen: Kein Fan von sozialen Medien

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Freja Beha Erichsen (25) macht keinen Gebrauch von sozialen Medien.

Das dänische Model ist so berühmt, dass mehrere Handtaschen sowie ein Haarschnitt nach ihr benannt wurden. Doch im Gegensatz zu den meisten seiner Zeitgenossen hat der Star weder einen Facebook-, noch einen Twitter- oder Instagram-Account. “Ich kann verstehen, warum es für manche Laute wichtig ist, coole Ideen und Fotos mit anderen zu teilen, aber für mich ist das nichts”, erklärte sie im Interview mit der britischen ‘InStyle’.

Nachdem das Model von einem Agenten beim Spazieren auf Dänemarks Straßen entdeckt wurde, zierte sie Kampagnen von Top-Designern wie Valentino, Hermés, Isabel Marant und Chanel. 2011 posierte sie für den legendären Pirelli-Kalender, für den Karl Lagerfeld (77) die Aufnahmen machte. Von dem Shooting berichtete sie, dass der sonst so düster dreinblickende Modezar tatsächlich witzig sei: “Karl Lagerfeld hat einen großartigen Sinn für Humor und er ist so kreativ – er hat ständig neue Einfälle. Seine Katze Choupette habe ich bisher noch nicht getroffen, aber ich habe gehört, dass sie online sehr populär sein soll”, lachte sie.

Freja Beha Erichsen, die auch als Repräsentantin für Maybelline New York arbeitet, lebt zur Zeit in New York City. Seit drei Jahren wohnt sie jetzt in der amerikanischen Modemetropole und ist begeistert von ihrer neuen Heimat: “Der Ort hat eine unglaubliche Energie, so viele kreative Leute, großartige Kunst und Musik, man hat einfach immer etwas zu tun”, schwärmte sie.

Die Schöne hält nicht viel von regelmäßigem Sport, sondern setzt viel eher auf eine gesunde Ernährung, Bio-Kost und ausgedehnte Spaziergänge. Nur in ihrer dänischen Heimat betätigt sich Freja Beha Erichsen körperlich mehr: “Wenn ich zurück in Dänemark bin, dreht sich alles ums Wandern.” © Cover Media

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Crystal Renn liebt ihre Ringe

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Crystal Renn (26) ist wahnsinnig stolz auf ihre “bunte Mischung” aus Ringen, die sie an besondere Momente erinnert.

Das Model besitzt dank seines Jobs eine riesige Garderobe. Ihre Schmucksammlung liegt der Amerikanerin jedoch besonders am Herzen. Vor allem ihre Ringe, von denen sie viele geschenkt bekam, erzählen alle eine Geschichte. “Meine Ringe, weil ich die bunte Mischung liebe”, antwortete sie ‘Elle UK’ auf die Frage nach ihrem Lieblingsbesitz. “Jeder Ring hat eine Bedeutung für mich und jedes Mal, wenn ich meine Hände ansehe, erinnert mich das daran, wer mir einen Ring geschenkt hat oder was ich einmal erlebt habe.”

Wenn es um Mode geht, schätzt Crystal Renn Designer wie Rick Owens, der für seine Lederjacken berühmt ist, und Helmut Lang. Aber es müssen nicht immer teure Designerstücke sein – das Model ist davon überzeugt, dass ein stylisher Look nicht die Welt kosten muss.

“Ich liebe Abwechslung, klare Linien neben fließenden, mehrere Schichten aus interessanten Materialien und tolle Einzelstücke. Bei Kleidung geht es darum, seine Persönlichkeit auszudrücken, also spiele ich gern herum”, sagte sie. “Ich habe keine Angst davor, bei Goodwill [Charity-Shop-Kette] einzukaufen. Einige meiner besten Stücke habe ich dort gefunden – eine Chanel-Tasche in Miami, einen Dior-Mantel und Louis-Vuitton-Vintage aus den Neunzigern in einem Trödelladen in Miami. Man muss auf die Jagd gehen!”

Insgesamt möchte die Schöne sich über Kleidung aber nicht allzu viele Gedanken machen. Manchmal plant sie ihre Outfits, aber oft zieht sie an, was ihr gerade gefällt, und trägt es den ganzen Tag. Da ist es doch praktisch, dass sich in ihrem vollgestopften Kleiderschrank hauptsächlich eine Farbe findet, gestand sie: “Auf jeden Fall zu viel schwarz, was eigentlich ganz hilfreich ist, weil alles zusammenpasst. Es ist auch praktisch für jemanden, der so viel reist wie ich, weil ich dann einfach etwas greifen und in meinen Koffer stecken kann, das dann hoffentlich zusammenpasst”, erzählte Crystal Renn lachend. © Cover Media

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Cara Delevingne: “Sechs Karrieren” wären drin

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Cara Delevingne (20) könnte jeden Karriereweg einschlagen, den sie sich vornimmt, sagte der Designer Henry Holland (29).

Das britische Model war in dieser Saison der ganze Stolz der Modeindustrie und bei wichtigen Schauen für Herbst/Winter 2013 zu sehen, etwa bei Versace, Chanel und Jean Paul Gaultier.

Delevingne selbst hat sich offen zu ihrem Wunsch geäußert, andere Karrierewege zu verfolgen, wie zum Beispiel Singen oder die Schauspielerei, und Holland glaubt fest daran, dass sie das auch schaffen könne. “Viele Models würden gerne noch andere Sachen ausprobieren und jetzt haben sie die Möglichkeit dazu, also warum nicht?”, sinnierte er im Gespräch mit ‘marieclaire.co.uk’. “Meine Mutter hat immer gesagt, der Durchschnittsmensch hat sechs Karrieren in seinem Leben – ich bin bei Nummer drei, Cara Delevingne ist erst bei eins.”

Der englische Designer und Blogger ist allerdings auch felsenfest davon überzeugt, dass das Model eine lange Karriere im Modegeschäft vor sich hätte, würde sie das zu ihrer einzigen Leidenschaft machen. Während viele Schauspielerinnen darüber klagen, dass es schwer sei, mit dem Einsetzen des Alterns weiterhin in Hollywood Erfolg zu haben, behauptet Holland, dass sei nicht der Fall in seiner Branche. “Heute morgen habe ich Cindy Crawford auf einem Poster für C&A in der Pariser Metro gesehen – da habt ihr eure Antwort. Ich habe das Gefühl, dass es sehr wohl eine Langlebigkeit im Modelberuf gibt, wenn man nichts anderes anstrebt.”

Zu Beginn der Woche gingen die Kampagnenmotive zu Henry Hollands eigener Sonnenbrillenkollektion für die Frühjahr/Sommersaison 2013 online. Darauf ist die Musikerin Joanna Gika (‘Gone’) zu sehen, das Styling stammt von Heathermary Jackson. Unter den Gestellen sind ein gewagt grellblaues in Schmetterlingsform, ein weißes mit übergroßen runden Gläsern und eines mit dem Zitat “Auge um Auge, Zahn um Zahn” auf den Bügeln.  © Cover Media

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Inès de La Fressange: Mehr Mut zum modischen Risiko

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Inès de La Fressange (55) findet, dass man in der Mode “Risiken eingehen muss”.

Die Französin war als Model eine Muse von Karl Lagerfeld und ist nun Markenberaterin für Roger Vivier, das Modehaus, das zuerst den Stiletto-Absatz einführte. Aufgewachsen in einem der modebewusstesten Länder, war sie stets fest entschlossen, ein bisschen Leben in den Pariser Stil bringen. ”Es ist wichtig, Risiken einzugehen”, erklärte die Schöne gegenüber der britischen Ausgabe der Zeitschrift ‘Vogue’. “In Frankreich existiert die Vorstellung, schick sei konservativ. Aber ich habe immer geglaubt, dass man schick sein kann, ohne konventionell zu sein.”

Als Model fiel sie vor allem durch ihre skurrile Persönlichkeit auf. Bis 1989 arbeitete sie für Chanel. In ihrer Funktion bei Roger Vivier gestaltete sie den französischen Flagship Store, organisierte die Eröffnungsfeier und frischte die Look Books des Labels mit neuen Ideen auf.

Obwohl die Marke für Glamour steht, lebt de La Fressange privat lieber ein ruhiges Leben. “Es gibt nichts Besseres, als die Perfektion in den Vivier-Büros an der Rive Droite, wo ich täglich arbeite, hinter mir zu lassen und [nach Hause] zu gehen, das ist so entspannend”, verriet sie mit einem Lächeln. “Wenn ich auch noch zu Cocktail-Partys ginge, wäre ich völlig erschöpft.”

Die hochgewachsene brünette Schönheit mit den äußerst klar definierten Wangenknochen ist bekannt für ihren mühelosen Glamour. Sie besteht jedoch darauf, dass gutes Aussehen ihr nicht das Wichtigste sei. “Wenn ich aufwache, möchte ich erstmal mein iPhone aus dem Fenster werfen”, beantwortete Inès de La Fressange lachend eine Frage nach ihrer morgendlichen Routine. ”Ich denke nicht, dass ich Yoga machen und acht Gläser Wasser trinken sollte.” © Cover Media

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