Alexander Wang: Der Traum von Kate Moss

Alexander Wang (30) verbindet süße Erinnerungen an die Calvin-Klein-Kampagne, die Kate Moss (40) berühmt machte.

Bild von Alexander Wang

Alexander Wang (30) verbindet süße Erinnerungen an die Calvin-Klein-Kampagne, die Kate Moss (40) berühmt machte.

Der Designer ist der Kreativdirektor von Balenciaga und leitet außerdem erfolgreich sein eigenes Label. Als er jünger war, träumte er jedoch davon, sein Gesicht einer Marke zu leihen. “Ich wollte mit Kate Moss und Stella Tennant in diesem Fotoshooting sein”, seufzte er im Gespräch mit der Zeitschrift ‘Allure’ und bezog sich auf die Kampagne zum cK-One-Parfüm. “Es beschwor eine Leichtigkeit herauf, die sich jeder wünschte.”

Immerhin entwickelte der Fashion-Star jüngst selbst einen Duft. Der Amerikaner arbeitete hart dafür, sein Parfüm für Balenciaga, das schlicht B heißt, zu etwas Besonderem zu machen. “Wenn du Kleidung entwirfst, interpretiert die jeder auf seine Weise. Wenn du einen Duft kreierst, verschmilzt er mit der Haut, den Ölen und den Pheromonen eines jeden Menschen. Ich wollte etwas mit Sinnlichkeit, also nahmen wir Maiglöckchen und arbeiteten Kaschmir und Holz hinein. Und eine Edamame-Note. Das ist ein grüner Duft, der wirklich bei jedem eine Saite zum Klingen bringt.”

Es könnte sein, dass sein Parfüm nur ein erster Schritt für den kreativen Kopf war. Er ist ein Riesenfan von französischen Beauty-Produkten und schafft es nie, ein neues Produkt nicht wenigstens einmal auszuprobieren. Praktisch, dass er für seine Arbeit bei Balenciaga nach Paris ziehen musste, oder besser gesagt, durfte. “Ich liebe sie [französische Beauty-Firmen]. Sie fühlen sich wie Apotheken an. Ich kaufe den Bioderma-Toner. Ich bin ein Produkt-Junkie”, kicherte Alexander Wang. © Cover Media

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Antonia Zander: Der Winter trägt Fransen

Schon mehrmals haben wir bei Modepilot über den Siegeszug der Fransen-Cashmere-Modelle der Münchner Designerin Antonia Zander berichtet. Und ich kenne viele Kolleginnen aus den Münchner Verlagshäusern die ohne ihr Triangolo Camoscio, das Zander-typische Cashmere-Dreieckstuch im XL-Format mit den Lederfransen, nie und nimmer verreisen würden. Wärmt im Flugzeug, im klimatisierten Taxi, ersetzt auch schon mal eine Decke, wenn im Hotel die Heizung ausgefallen ist, und ist super zum Einkuscheln vorm Fernseher zu Hause oder im Ski-Urlaub oder oder oder…

In der aktuellen Herbst/Winterkollektion hat Antonia Zander die erfolgreichen Fransen natürlich wieder verarbeitet:

ANTONIA ZANDER Kaja Pullover 1

Auch der Pulli Kaja trägt jetzt Fransen. Vorn und hinten, logisch. Finde ich zu cleanen Pants oder Pencil Skirts am hübschesten. Geht logisch auch zu Jeans, aber das wäre mir ein bisschen zu Western-Style-mässig…

ANTONIA ZANDER Katja Cardigan Camoscio

Kurz kommt gut: Cardigan Katja Camoscio in der gut taillenlangen Version mit weiten Ärmeln und Umlegekragen

ANTONIA ZANDER Triangolo Camoscio 2

Ohne den Klassiker Triangolo Camoscio geht’s natürlich nicht. In der aktuellen Saison in warmen Tönen wie hier in Heidelbeer-Smoothie oder auch Venedig-im-Herbst-Blau

Da solche Cashmere-Stücke ja nicht gerade günstig sind, kann man zu Recht erwarten, dass sie lange schön bleiben. (Ich habe eine Antonia-Zander-Strickjacke seit über 10 Jahren und nix, absolut nix ist dran. Sieht aus wie neu!) Aber manchmal futtern sich Motten an dem leckeren Cashmere satt, man bleibt irgendwo hängen oder der Faden ribbelt auf oder ein Naht löst sich langsam auf… Dann Hände weg vom Selbstreparaturservice! An so edle Stücke lässt man am besten den Fachmann ran – den Cashmere Doc. Einfach das schöne Teil einschicken, behandeln lassen und wieder in voller Schönheit spazieren führen.

Fotos: PR, Antonia Zander

Jimmy Choo’s neue Stylemakerin: Vroni Heilbrunner

Da schaue ich gerade eben in meinen Mail-Account und sehe ein allzu bekanntes Gesicht: Veronika Heilbrunner! Streetstyle-It-Girl und Style Editor von Harper’s Bazaar. (Und nebenbei bemerkt: verbandelt mit Justin O’Shea, mega-cooler Buying Director von mytheresa. Ein very stylish couple!) Jedenfalls: Veronika Heibrunner ist der neue Stylemaker von Jimmy Choo. Jede Saison kürt das Schuh-Label eine internationale Stil-Ikone zum Stylemaker, die ihre Outfit-Stylings zu Modellen aus der aktuellen Accessoire-Kollektion von Jimmy Choo zeigt. Vorgängerinnen von Verronika Heilbrunner waren unter anderem Bloggerin Tina Leung und Stylistin Natalie Joos.

Ach ja: Veronika kenne ich seit gut zehn Jahren – damals war sie Fashion-Assistentin und dann Mode-Redakteurin bei der Glamour und ich dort stellvertretende Chefredakteurin. Damals war schon klar: Sie hat extrem viel Potenzial und ist dabei noch unglaublich nett und verlässlich und so gar nicht abgehoben wie so viele andere aus dem Fashion Business. Klar: Und toll aussehen tut sie sowieso. Ich mag ihren unangestrengten Look! Den Modepilot schon 2009 als Streetstyle geknipst hatte.

Bitte beachten: Unter den Favoriten Looks von Veronika ist auch der Trend weiße Söckchen zu Schuhen mit Blockabsatz. Diesen Trend hatte Barbara Markert ja gerade unter die Lupe genommen.

V.COM_JIMMYCHOO_STYLEMAKER_CARTEL_BOOT_AND_ZADIE_BAG

V.COM_JIMMYCHOO_STYLEMAKER_VACANT_HEEL_AND_EVIE_BAG

V.COM_JIMMYCHOO_STYLEMAKER_IRIS_COURT_AND_ALBA_BAG

V.COM_JIMMYCHOO_STYLEMAKER_GALA_FLAT

Fotos: PR, Jimmy Choo

Wie viele Taschen brauche ich?

Nachdem Kathrin Bierling ihre Beauty Basics verraten hat (und ich immer noch neidisch bin, weil ich soooo viele Sachen in meinem Badezimmer wie Schätze ansammle), möchte ich heute ein bisschen Lob ernten, weil ich mich in den letzten Jahren in meiner Taschen-Sammlung doch geradezu vorbildlich beschränkt habe. 5 Bags haben sich bewährt, auf die ich nicht verzichten möchte/könnte und die sich als absolut ausreichend betrachte, was die Vielseitigkeit der Verwendung angeht.

Früher, ach früher, da musste es eine kleine schwarze Tasche sein, eine Clutch, ein Shopper, eine kleine und eine große Shoulder Bag, eine für den Sommer, eine für den Herbst, eine zum Verreisen und so weiter.

Hier meine fünf Favoriten, die ich immer wieder gern an die Hand nehme:

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Die Quincy Tote von Victoria Beckham – in Fuchsia-Pink! Ein Hingucker zu fast jedem Outfit. Die Größe ist praktisch, wenn man nicht groß shoppen gehen will, sondern nur den täglichen Kleinkram von Handy bis Beauty Bag und iPad mitnehmen will

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Die Flamenco von Loewe aus matt metallic Leder in Schokoladenbraun mit den typischen Quasten. Die trage ich zu eher casual Looks, und immer dann, wenn die kleinste Ausrüstung reicht. Also kein iPad mit muss und ich die Hände frei haben möchte. Praktisch: der verstellbare Schuterriemen – so lang, dass man die Tasche auch cross body tragen kann

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Die habe ich sofort geliebt: Die Peyton Bag von Maiyet aus dunkelblauem Leder und bedrucktem Georgette. Super zu Jeans und allen unifarbenen Outfits ohne Schnickschnack. Designerin Kristy Caylor setzt auf künstlerische Details – wie dieses abgewandelte Paisley-Muster, das in einer speziellen Wachs-Technik auf den Georgette gedruckt wurde

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Die Liberty Tote von Victoria Beckham aus schwarzem, strukturiertem Leder. Ja, die ist ziemlich groß, aber ich nehme sie auch zu eleganten Outfits, weil ich den Gegensatz interessanter finde, als wenn ich eine kleine feine Tasche tragen würde. Da geht viel rein, sie ist ein Klassiker und robust. Perfekt!

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Und noch ein Klassiker: Sac de Jour von Saint Laurent in Tomatenrot und der mittleren Größenversion. Nicht lange überlegen, welche Tasche passt – die passt immer. Auf die bin ich schon so oft angesprochen worden! Na ja, da stimmt einfach alles – Qualität, Verarbeitung, Design, die Farbe, die Innenausstattung, Materialien, einfach alles

Wie viele Taschen besitzt Ihr? Mehr als 5? Welche Tasche braucht man unbedingt? Auf welche könnt Ihr verzichten?

Fotos: modepilot

Lara Stone: Comeback für Calvin Klein

Lara Stone (30) feiert nach ihrer Babypause ihr Comeback.

Bild von Lara Stone

Lara Stone (30) feiert nach ihrer Babypause ihr Comeback.

Im vergangenen Jahr brachte die Holländerin ihren Sohn Alfred auf die Welt und nahm eine Auszeit vom Modeln. Jetzt ist sie mit einer Kampagne für die neue Kollektion von Calvin Klein Jeans und Calvin Klein Underwear zurück ins Rampenlicht gekehrt. Das berühmte Fotografen-Duo Mert Alas und Marcus Piggott machte die Aufnahmen, auf einem der Fotos sieht man die hübsche Blondine lediglich mit einer tief sitzenden Jeans des Labels bekleidet – ihre nackten Brüste bedeckt sie mit ihren Armen. Der Bund einer Unterhose mit dem Label-Namen blitzt aus der Jeans hervor. Ein weiteres Foto zeigt das Model zusammen mit seinem Kollegen Matt Terry: Diesmal trägt die Schöne einen BH und posiert zwischen den Beinen von Terry, der verführerisch in die Kamera blickt.

Stone schien begeistert von dem Ergebnis des Shootings und postete das erste Foto auf ihrem Twitter-Account: “Meine Kampagne mit Calvin Klein”, schrieb sie stolz dazu.

Lara Stone ist nicht das einzige Model, dessen neue Kampagnenfotos jetzt veröffentlicht wurden. Auch ihre Kollegin Karlie Kloss (21) landete einen Top-Job mit ihrer Kampagne für Nike. In dieser präsentiert das Victoria’s-Secret-Model mehrere Variationen des neuen Pro-BH des Sportlabels – wie einen leuchtend gelben – in verschiedenen Posen. Der Sport-BH wurde zwei Jahre lang getestet und Julie Igarashi, die Vize-Präsidentin des Designs von Nike Women’s Training ist von der großen Bedeutung der neuen Kollektion für Sport-Fans überzeugt: “Wir haben ein Sprichwort hier bei Nike: Kein BH, kein Sport, kein Erfolg.”

Auch Designer Tom Ford (52) engagierte eine Reihe von Topmodels für seine Herbstkampagne 2014 und so sieht man Gigi Hadid, Valentijn de Hingh, Yaya Dacosta, Lida Fox und Ian Mellencamp in einer Reihe von trendigen Outfits aus Leder, Animal-Print und Netzstrumpfhosen auf den Fotos. © Cover Media

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That’s her: Diane von Furstenberg

Diane von Furstenberg Kleider dresses Modepilot

“This dress is bigger than me,” sagt Modeschöpferin Diane von Furstenberg über ihr berühmtes Jersey-Wickelkleid, “the wrap dress”, das dieses Jahr 40. Geburtstag feiert. Was der britische Designer Michael Herz (Artistic Director bei DvF) aus ihren Archiv-Kleidern jetzt macht, sei beeindruckend, sagt sie. Wie er Stoffe wählt, die einzelnen Bestandteile neu zusammenlegt…

Diane von Furstenberg, die sich von den Ü-Punkten ihres frühen Ehemannes Egon von Fürstenberg schon längst verabschiedete, nimmt sich nicht zu ernst. Sie ist eher pragmatisch: den schicken Namen behalten, klar. Die Ü-Punkte stören aber in den USA.

Im Gespräch mit Mytheresa-Kreativchefin Paula Reed vorletzte Woche in München sagt sie, dass sie natürlich genervt sei, immer und immer wieder mit dem Wickelkleid in Verbindung gebracht zu werden, doch es finanzierte ihr die Miete, die Ausbildung ihrer Kinder, das Haus auf dem Land, das Apartment auf der Park Avenue und schließlich auch den Bentley. Das ist ihr Humor. Auch, wenn sie sagt, dass die Studio 54-Zeit (“perfect pick-up place”) so herrlich war, weil es die Pille zwar schon gab, aber AIDS noch nicht.

Was sie jungen Frauen fürs Leben rät? Sich treu zu bleiben. Ihr Ansporn: “I knew the kind of woman I wanted to be.” Welche Frau möchtest Du sein? Diane von Furstenberg wollte immer eine unabhängige Frau sein, die Auto fährt und, die ihre Rechnungen bezahlen kann.

Im November erscheint ihr neues Buch “The Woman I Wanted to Be”. Warum sie es geschrieben hat? “Ich war nie in Therapie,” lautet ihre Antwort. Und damit ist sie vermutlich die Einzige auf der Park Avenue. Vermutlich hatte sie schlicht keine Zeit dafür, was umso besser für uns ist. So haben wir bald etwas von ihrer Art der Therapie. Sie erzählt, sie habe es mit ihrem Blut geschrieben und Leute, die es bislang lesen durften, mussten weinen. Was würde ich dafür geben, es als Sommerlektüre in den Urlaub mitzunehmen!

Spannend wird es allemal. Ihr Name sei zu einer “brand at risk” geworden, schreibt DvF in ihrem 1998 veröffentlichten Buch “Diane: A Signature Life” und, wie es sie herunterzog. Doch sie zog sich wieder hoch, indem sie beispielsweise Anfang der Neunzigerjahre den Homeshopping Kanal QVC für sich nutzte und so das Geld für den Relaunch des Wickelkleides 1997 bewerkstelligte. Fairer Weise gilt es zu erwähnen, dass ihr Langzeitfreund und heutiger Ehemann, der Medienmogul Barry Diller, sich zur gleichen Zeit mit 25 Millionen Dollar an diesem Sender beteiligte. Darüber bin ich in Dillers Biographie gestolpert. Und ich bin gespannt, was ich davon in DvFs neuen Buch finden werde. Hat sie, wie Coco Chanel einst, ihren Männern etwas beweisen wollen? DvF erzählt im Museum Brandhorst, dass der Job heute genau so hart sei wie damals und kokettiert: “Deshalb sehe ich so aus.” Bei der Beobachtung ihrer lebhaften Mimik fällt auf, dass großartige Frauen ohne Botox auch großartig aussehen. Auch eine Seltenheit auf der Park Avenue. Das muss dieses Selbstbewusstsein sein, dass sie mit ihren Kleidern zu verkaufen weiß…

Kathrin Bierling Diane von Furstenberg Munich Modepilot

Diane von Furstenberg wünscht sich, dass ihre Mode die beste Freundin im Kleiderschrank einer Frau ist. Man möge auch dann zu ihren Kleidern greifen, wenn man morgens noch geschwollene Augen hat und sich nicht gut fühlt. Ich unterschreibe ihr die Erfüllung dieses Wunsches sofort. Es stimmt, dass ihre Kleider den Tag gefühlt schon einmal retten. Zu wichtigen Geschäftsterminen oder zum ersten Date ist ein Kleid von ihr so hilfreich wie das Telefonat mit der besten Freundin zuvor. Ihre Kleider wiegen dich in Sicherheit. Modeleute und Nicht-Modeleute schätzen sie gleichermaßen, denn sie sind gekonnt, nicht gewollt. Oder, wie es Diane von Furstenberg es ausdrücken würde: “Die Frau, die ich werden wollte, wurde ich sehr früh, mit 25 Jahren. Ich wurde diese Frau mit Hilfe des Wickelkleides… Es machte mich selbstbewusst und diese Selbstbewusstsein verkaufte ich anderen Frauen… Man kann Emotionen nur verkaufen, wenn man welche hat.” Dabei achtet die belgisch-amerikanische Designerin immer auf Tragekomfort.

Vogue Diane von Furstenberg Vreeland Modepilot

Paula Reed fragt DvF, ob Designerinnen besser für Frauen designen können als männliche Designer. Von Furstenberg erinnert sich an ein Abendessen, bei dem sie neben Designer Christian Lacroix saß: “Lacroix sagte: Designerinnen entwerfen Kleider, Designer entwerfen Kostüme.” Sie betont, dass er das so gesagt habe und nicht sie. Alles, was sie hinzufügen möchte ist, dass sie Jersey liebt (“easy and comfotable to wear”), so wie wir es auch von Madame Grés,Donna Karan, Madeleine Vionnet und Coco Chanel kennen. Männer mögen es nicht, führt sie fort, denn es sieht nicht so schön aus wie Duchesse Satin.

In der Phase, in der sie nicht arbeitete, habe sie Jacken von Yves Saint Laurent (Mann) zu Röcken von Azzedine Alaïa (Mann) oder zu Hosen von Romeo Gigli (Mann) getragen. “Und dann, als ich mich sehr unsicher fühlte, kaufte ich Lacroix Couture, habe sie aber nie getragen,” erzählt sie und lacht.

Welche Frau möchtet Ihr gern sein? Schreibt es uns und den anderen Lesern in der Kommentarfunktion…

Fotos: Mytheresa.com(3), Sandra Krutzsch(1)