Trend: Versuch’s mal mit Gemütlichkeit

In unserer Shopping-Rubrik “We Select” habe ich zum Ferienende ein Outfit in Casual-Wear gerade hoch geladen. Denn ich bin noch gar nicht auf Business-Modus à la High Heels und hohen Hacken eingestellt. Lassen wir den kommenden Winter und seine Mode doch etwas locker-lässig und gemütlich angehen. Das ist auch ein Trend, der durchaus auf dem Catwalk diesmal zu sehen war. Und ich spreche hier klar nicht vom Grunge-Look, sondern von einfach komfortablen Outfits.

isabel_marant_aw13_0461 Isabel Marant

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Naomi Campbell: Kate Moss ist wie eine Schwester

Bild von Naomi Campbell

Die Modewelt ist für Naomi Campbell (43) nach wie vor wie eine Familie.

Der Fashionstar zählte zu den gefragtesten Models der späten 80er und 90er Jahre. Zusammen mit Christy Turlington (44), Cindy Crawford (47), Linda Evangelista (48), Claudia Schiffer (43) und Kate Moss (39) war sie ein Teil der Elite-Supermodels, die als ‘Big Six’ in der Modeindustrie bekannt waren. Und noch heute betrachtet Campbell diese Gruppe von Frauen als einen Teil ihrer Familie. “Natürlich. Kate ist wie meine Schwester”, sagte sie gegenüber dem ‘Interview’-Magazin. “Egal, wie alt sie ist – im nächsten Jahr wird sie 40 -, ich betrachte sie als meine kleine Schwester. Eine Visagistin, die Sharon Gault hieß und mit Madonna auf Tour war, stellte mir Kate vor. Das war 1992. Ich lernte Kate und [den Fotografen] Mario Sorrenti zur gleichen Zeit kennen. Dann traf ich Kate in Madrid wieder. Ich habe sie gekidnappt und das war’s. Ich entführte sie, hielt in Paris an, um Christy abzuholen und dann flogen wir alle zusammen nach Dublin.”

Nicht nur zu ihren ehemaligen Kolleginnen hat die Schöne noch eine enge Verbindung, auch zu einigen der berühmtesten Designer. Ihrer Meinung nach existieren diese engen Freundschaften mittlerweile aber nicht mehr in der Modeindustrie: “Ja, [die Modewelt ist noch immer meine Familie]. Ich liebe die Beziehung, die ich zu Azzedine [Alaïa], zu Donatella [Versace], zu Stefano [Gabbana] und Domenico [Dolce], zu Marc Jacobs und zu Anna Sui habe. Als ich mit dem Modeln begann, gab es keine Casting-Chefs oder Stylisten, also hatte man direkt mit den Designern zu tun. Damals standen wir uns alle viel näher – wir kommunizierten direkt miteinander und wenn wir nicht arbeiteten, hingen wir alle miteinander ab. Offensichtlich hat sich das jetzt verändert, aber ich habe es so beibehalten”, erklärte Naomi Campbell. © Cover Media

Danke: fashion-magazin.de

Sommerspiel: Sommertrends 2013

Willkommen zu den Modepilot-Sommerspielen. Nachdem wir (hoffentlich alle)  einmal vom Schreibtisch wegkamen und uns an den Strandpromenaden dieser Welt live anschauen konnten, was es von den Modeempfehlungen (Print und Online) tatsächlich an den Strand geschafft hat, können wir unsere Beobachtungen hier einmal zusammentragen. Ich fange an!

Sommercollage Sommertrends 2013 Modepilot

1) Eine kleine, zerrissene Jeansshorts, dazu ein lässiges Tanktop und schöne Sandalen waren – laut meiner Strichliste – des Ladys liebstes Sommer-Outfit. Vermutlich hatten einige auch einen Einteiler von Azzaro oder Pucci (Modell: Yacht-Ausflug) im Gepäck, doch auf der Zielgeraden gewinnt das knappe Höschen.

2) Oh Wunder, der Skort (Mischung aus “skirt” und “short”) hat es geschafft. Den sah ich in der Münchner Max-Vorstadt und auch in den Weinanbau-Gebieten bei Verona – in allen Farben, die Zara zu bieten hatte!

3) Neulich noch ein Privileg der Hip-Hop-Stars, jetzt rennt jeder damit rum: die Jogginghose zum Ausgehen. Sie ist gern auch mal aus Seide und wird fürs Dinner und fürs Clubbing zu Blazer und Pumps getragen. Und, nein, lieber Karl Lagerfeld, dabei handelt es sich nicht um Leute, die die Kontrolle über ihr Leben verloren haben. Ganz im Gegenteil: Es scheint, als haben sie sie wiedergefunden.

4) Obwohl so umständlich auf der Toilette, hat sich der Jumpsuit/Overall erstaunlich gut durchgesetzt. Ich sah ihn entweder als Mini-Strampler mit Spaghetti-Trägern und Volants am Ausschnitt, oftmals mal mit kleinteiligen Mustern – also so aus der Asos-Ecke, aber auch aus Seide und mit langem, weiten Beinschnitt (am Abend).

Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post’s poll.

Collage: erstellt mit Picasa mit Bildern von Net-a-porter (Jogginghose: Stella McCartney, Herbst/Winter 2013/14, Skort von Zara, Tanktop von Superdry, Shorts von Ksubi über Net-a-porter, Overall von Pucci über Stylebop

Carol Alt: Neue Gesundheitssendung  

Bild von Carol Alt

Carol Alt (52) verspricht eine alternative Gesundheitssendung im Fernsehen.

Das Model probt und filmt momentan für ihre neue Sendung auf Fox, ‘The Healthy You’. Die Themen der Show kreisen darum, wie man seiner Körper fit halten kann. “Es ist alles sehr alternativ und ich spreche über Dinge, die man sonst nicht sieht”, erklärte sie im Interview mit der ‘New York Post’.

In ihrer Blütezeit zierte das ehemalige Supermodel die Titelseiten von Hochglanzmagazinen wie ‘Harper’s Bazaar’ und ‘Sports Illustrated’ und trat auch in einigen Filmen auf. Jetzt, in einem etwas fortgeschritteneren Alter, beginnt die Schöne über Möglichkeiten nachzudenken, den Alterungsprozess zu verlangsamen. “Ich bin eine Frau. Ich werde älter. Wir können diese Sachen nicht verleugnen. Ich will es einfach leichter für andere Frauen machen und gesünder. Wir machen eine Sendung über Enzym-Kuren gegen Krebs, die Debatte über Impfungen, Kaffee ? Fehler, die Leute beim Yoga machen ? Ich probiere alles aus, also wurde alles an mir getestet.”

Alt war schon immer auf der Suche nach Möglichkeiten, gesund zu leben. In diesem Sinne veröffentlichte sie auch ein Kochbuch mit dem Titel ‘Easy Sexy Raw’. “Die Leute haben Hunger, weil ihr Essen nicht nahrhaft ist. Weil rohes Essen reich an Nährstoffen ist, fühlt man sich gesättigt. Hör auf jemanden, der gesundheitliche Probleme hatte. Es spielt keine Rolle, ob du das begehrteste Topmodel bist oder ein Mechaniker, der Autos repariert – das ist die beste Abwehr, die wir haben”, erklärte sie unlängst.

‘The Health Issue’ mit Carol Alt wird erstmalig am 7. September in den USA ausgestrahlt.  © Cover Media

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Alek Wek: “Man muss kein Opfer sein”

Bild von Alek Wek

Alek Wek (36) kritisierte Menschen, die sich selbst bemitleiden.

Das erfolgreiche Model floh 1991 vor dem Bürgerkrieg aus dem Sudan und schaffte es, sich in der Modeindustrie einen Namen zu machen. In einem Interview kritisierte Wek Menschen, die sich ständig über ihre schwierige Vergangenheit auslassen. “Ich verließ den Sudan mit zwölf Jahren und mit 14 suchte ich Zuflucht in London. Ich war wirklich eine Heimatvertriebene, aber meine Eltern rieten mir, zur Schule zu gehen. Die Bildung könne man mir nicht mehr wegnehmen. Afrikanische Frauen sind sehr stark. Man kann kein Opfer sein. Man muss kein Opfer sein”, erklärte sie im Interview mit der britischen Zeitung ‘The Sunday Times’.

Jetzt lebt Wek in New York, wo sie am liebsten in den Outfits des Designers Osman Yousefzada das Haus verlässt. “Es ist wichtig, dass dein Outfit gut aussieht, aber auch, dass man seine alltäglichen Aufgaben in ihm verrichten kann und sich nicht um ein zu enges Kleid Sorgen machen muss, [zu Beispiels] dass man darin nicht essen kann. Ich liebe es zu essen! Ich finde die Designs [von Osman Yousefzada] befreiend. Seine Kleidung atmet Selbstbewusstsein, aber sie ist nicht anstößig. Es ist eine wahre Freude, einen Designer zu finden, der nicht nur Kleidung macht – er ist wirklich ein Mensch, der die Frauen feiert”, erklärte sie.

Wek ist ein Mitglied des US-Beratungsausschusses für Flüchtlinge und zu den weltweiten UN-Veranstaltungen trägt sie häufig die Looks des Designers. Yousefzada bewundert das Model ebenso wie sie ihn: “Sie ist großartig. Sie war ein Flüchtling und sie hat etwas aufgebaut und ist etwas geworden. In ihrem Leben musste sie schon Unglück erleben, aber sie hat es verkraftet. Grundsätzlich sind Frauen belastbarer als Männer und das zieht mich an”, schwärmte er von Alek Wek. © Cover Media

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