Die legendäre Stylenite von Michalsky ist zurück

Designer Michael Michalsky ist der Star der Fashion Week.

Die legendäre Stylenite von Michael Michalsky © Timm/face to face 2015Designer Michael Michalsky ist der Star der Fashion Week. Seine Stylenite ist mittlerweile legendär und fidnet immer am Ende der Fashion Week Berlin statt.

Der Abschluss der Fashion Week Berlin wurde auf der Stylenite von Michael Michalsky gefeiert. Das Motto seiner Sommerkollektion für das nächste Jahr lautete „Die Mode ist tot!“. Im Hotel Ritz-Carlton zeigte er unter diesem Motto seine Fashion Show zu der viele Stars geladen waren und bewies damit, dass er auch Couture kann. Denn mit dem Motto wollte der Designer seinen Abgesang auf Fast Fashion verdeutlichen und zeigen, dass es auch anders geht. Im Grand Ballroom ließ er seine Models in atemberaubenden Gewändern über den Laufsteg laufen. Von der Decke hing ein imposanter Kronleuchter, der den Raum und die Models perfekt ausleuchtete.

Der Raum bestand aus einem Meer von Blumen und alle Säulen wurden mit Crysanthemen verkleidet, die für Unsterblichkeit und Vollkommenheit stehen. Diese Elemente spiegelten sich auch in seiner Kollektion wider.

Michalsky zeigte 21 Damen- und 7 Herren-Looks. Für die passenden Beauty Looks zeigten sich Maybelline New York und L’Oréal Professionnel verantwortlich. Die Looks: japanischer Purismus trifft auf einen Hauch Futurismus. Bekannte Models wie Esther Heesch oder Antonia Wesseloh trugen klassische Culottes, kurze Tennisröcke und dramatische Abendkleider in Kombination zu klobigen Plateauschuhen in Weiß oder Silber-Metallic. Durch große Flügeltüren betraten und verließen die Models den Saal.

Die Augenbrauen dazu waren betonte und akkurat in Kombination mit einem dramatisch breiten Lidstrich mit metallischer Außenlinie. Die Haare wurden in kleine Schnecken gedreht.

Die Crysanthemen an den Säulen fanden sich auf Hüten wieder, aber auch als Verzierungen oder Applikationen auf verschiedenen Styles. Die Farben für nächsten Sommer: Weiß, Sorbettöne wie Gelb- und Mint-Nuancen und schwarze Akzente.

Die Gästeliste der Stylenite
In der Front Row der Stylenite saßen Model Franziska Knuppe (40), Schauspielerin Natalia Avelon (35), Sängerin Alina Süggeler (30) sowie Schauspieler Nikolai Kinski (38), der ehemalige Berliner Bürgermeister mit seinem Lebensgefährten und „Breaking Bad“-Star RJ Mitte (23).

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Haute Couture: Elie Saab

Elie Saab ist eine sichere Nummer: Man kann davon ausgehen, dass sein Schau bezaubernd sein wird, das die Roben uns träumen lassen und dass alle Models wie Prinzessinen aus dem Märchen aussehen. Seinen kleine Kehrtwende in die Tagesmode, die vor einigen Saisons zu sehen war, hat der Libanese wieder völlig aufgegeben. Von ihm will man die Roben für den Roten Teppich, in denen man zu 100% toll aussieht und keine einzige Kritik einstecken muss. Saab Roben liefern nun mal die Sicherheit, schön auszusehen. Und mehr gibt es dazu auch kaum zu sagen. Ich lasse Bilder sprechen:

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Kommen wir zur Braut: Die war diesmal spektakulär, aber das Motto dieser Schau lautete auch: Royal Wedding. Die Braut schaut aus wie eine Königin und die Brautjungfern wie aus dem Märchen. Ach, schöne Haute Couture Traumwelt.

Man beachte bei dem Video, dass bei mir auf den billigen Plätzen aller ihr Smartphone zücken und aufstehen, um es festzuhalten. Manchmal hat es auch Vorteile in der alllerletzten Reihe zu sitzen ;-)

Hier die Braut als Bild, geknipst von Etienne, der natürlich einen super Platz hatte.Modepilot-elie_saab_caw13_0135

Und als Abschlussschmankerl gibt es dann noch den Schlusslauf:

Fotos: Catwalkpictures, Videos: Parisoffice / Modepilot

Haute Couture: Chanel

Ich weiß, heute ist der letzte Tag der Haute Couture, aber ich sitze hier siet Tagen an einem Text neben den ganzen Schauenterminen und statt nachts zu bloggen, muss ich schreiben. Aber nun kommen erstmal die ganz Großen, damit Ihr im Bild seid, was hier die letzten Tage ablief.

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Also, hier kommt Chanel. Mit einem spektakulären Setting in Form eines alten Theaters mit dementsprechend leicht schmuddeligen Vorhang. Dahinter sah man durch ein Baustellenloch auf eine futuristische Skyline.

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Lagerfeld, der gerne nach Asien schaut, sagte zu seinem theadralen Aufbau: “Es ist der Weg von der alten zur neuen Welt.” Das ist nun vielschichtig auszulegen: Alte Welt = Europa, neue Welt = Asien, Südamerika? Dort gibt es solche Städte und dort werden ohne Rücksicht auf Verluste alte und schöne Viertel dem Erdboden gleichgemacht. Könnte es gar sein, dass Lagerfeld hier eine leichte Kritik übt. Nein, das ist eher unwahrscheinlich. Die Kollegen von Style.com sahen im Setting auch eine Hommage an Metropolis von Fritz Lang, das in einem kleinen Auszug noch bis letzten Woche in der eher mäßigen Deutschland-Ausstellung im Louvre gezeigt wurde. Die Exposition bekam viel Kritik und das zu recht. Eine super mäßige Ausstellung, die da geboten wurde, aber wo eben auch Fritz Langs Meisterwerk in einem kleinen Ausschnitt zu sehen ist. Gab das Lagerfeld die Idee?

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Wie auch immer, kommen wir zur Mode: Und die war typisch Chanel. Der geneigte Leser weiß, dass ich der Meinung bin, dass Lagerfeld immer eine gute und dann eine schlechte Kollektion abliefert. Das war in meinen Augen mal wieder eine Gute, weil sie echt schöne udn tragbare Sachen lieferte. Die kurzen Minis sind die klare Ansage, dass man auch in der Haute Couture lieber Frauen wie Diane Kruger bedient, denn Meryl Streep.

chanel_caw13_0006 chanel_caw13_0009 Modepilot-Chanel-Haute Couture-Winter 2013-Fashion-Blog chanel_caw13_0062 Aber diese dicken Gürtel zu den kurzen Röcken plus die diesmal wirklich beeindruckenden Tweedjackets und die Whole-Leg-Stiefel – das hat schon was.Die ganze Kollektion ist viel lässiger als sonst. Dieser leichter Dreh zum Bobo-Schick à la Isabel Marant gedreht auf Haute Couture gefällt mir.

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Minis gab es nun gleich im Dutzend. Aber ich entschuldige die Redundanzen inzwischen, weil Lagerfeld und auch Armani in ihrem Alter das Budget haben und die Alters-Sanftheit, viele Stücke zu produzieren und wenige aus dem Defile zu schmeißen. Je älter der Designer, desto mehr Modelle auf dem Laufsteg. Das kennen wir schon.

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Kommen wir zur Abendmode, die ich weniger innovativ fand, als die Tagesoutfits, aber die eben immer sein müssen, um die ganzen Stars auf dem roten Teppich ausstatten zu können.  Die Modelle oben sind in meinen Augen die Highlights, vieles ansonsten sah aus wie aus den vergangenen Saisons.

Modepilot-Chanel-Haute Coture-Fashion-BlogKommen wir zum Schluss noch zu diesem Mantel, der meiner Meinung nach ein Paradestück für Haute Couture ist. Schaut mal genau hin, der ist unten nach außen gedreht und der Stoff geht, allerdings schmaler wieder nach oben. Das ist ein Wahnsinnsteil an Ideen, Verarbeitung und Schnitt. Das ist echte Haute Couture.

Zum Abschluss noch ein kleiner Blick auf die Braut, die in Weiß über das Abbruchgelände hinwegsteigt, geführt vom Meister selbst.

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Fotos: Catwalkpictures