Michael Kors im Gespräch mit Yasmin Le Bon

Gestern Abend trafen sich Modedesigner Michael Kors und Model Yasmin Le Bon auf der Bühne des Vogue Festival 2013. Sie sprachen über das Erfolgsgeheimnis (Instinkte und Fleiß, wie bei Natalie Massenet) und die Beginne der Modemarke Michael Kors: Kors mochte als Fünfjähriger die Schleifen am Hochzeitskleid seiner Mutter nicht und erfuhr das erste Mal, dass seine Meinung in Sachen Damenmode ernst gemeint wird.

Michael Kors: “No bows!”

Yasmin Le Bon (rechts im Bild) ist für den New Yorker Modedesigner – seit sie Mitte der Achtzigerjahre für ihn über den Laufsteg lief – eine Muse. Sie erinnern sich beide daran, wie Yasmin sich damals weigerte im Badeanzug den Catwalk entlang zu laufen (würde sie heute immer noch). Nur mit Bluse, die den Po bedeckte, war es schließlich möglich. Es ginge ihm immer um die Persönlichkeit der Models: Christy, Naomi, Linda, Yasmin. Heute sei Karlie Kloss für ihn das Model von Format.

Yasmin Le Bon lief viele Jahre lang für Michael Kors

Jede Frau sei für Kors 32 Jahre alt: die 19-Jährige, die 65-Jährige und die 32-Jährige. Es sei total albern, heutzutage von Mode für 30-Jährige und von Mode für 40-Jährige zu reden.

Auf die Frage, wie gut sein Französisch sei, antwortet Kors: “I speak fashion French.” Essen bestellen und Fittings könne er auf Italienisch, Französisch und Deutsch.

Fotos: Modepilot/Modejournalistin

David Gandy: Hollywood macht Models Konkurrenz

Bild von David Gandy

David Gandy (33) ahnte schon länger, dass männliche Fotomodelle eines Tages Konkurrenz aus Hollywood bekommen würden.

Der Beau gilt als das bestbezahlte männliche Model der Welt und arbeitete schon für Toplabel wie Dolce & Gabbana, Hugo Boss und Massimo Dutti. Aber obwohl er so beliebt ist, findet selbst Gandy es immer schwerer, Aufträge für Kampagnen an Land zu ziehen. Denn immer öfter konkurriert er mit markanten Stars aus Hollywood.

“Heutzutage nutzen alle Labels Stars als Aushängeschild”, erklärte er im Gespräch mit der britischen Tageszeitung ‘The Telegraph’. “Bei manchen Jobs sind meine Mitbewerber eher Brad Pitt und Clive Owen als andere Models. Aber ich habe das kommen sehen.”

Der attraktive Engländer sprach auch einen weiteren Aspekt an, der die Modewelt von anderen Arbeitsumfeldern unterscheidet. Der Modelberuf ist einer der wenigen, wo Frauen deutlich mehr als Männer verdienen. Das wird sich auch so bald nicht ändern, glaubt er: “Männliche Models stehen auf der untersten Stufe der Hackordnung bei einem Fotoshooting … Wenn andere männliche Models damit leben können, ist das ihre Sache, aber ich wollte mehr daraus machen”, sagte er. “Natürlich werden Männer nie so viel verdienen wie Frauen.”

Obwohl er eine große Nummer im Modelbusiness ist, geht der muskulöse Star vorsichtig mit seinem Geld um. Er lässt seine alten Jeans regelmäßig flicken und findet nicht, dass gutes Aussehen teuer sein muss: “Ich liebe Ralph Lauren, aber ich zahle nie den vollen Preis, sondern warte immer auf den nächsten Ausverkauf”, gestand er.

Gandy ist eifrig dabei, seine Karriere auszubauen; neben dem Modeln betätigt er sich als Repräsentant für das Whisky-Label Johnnie Walker, investiert in Filmprojekte und betreibt seine eigene Produktionsfirma. Derzeit renoviert er außerdem sein neues Haus in London, wobei er gerne alte Haushaltsgegenstände aufbereitet und zweckentfremdet. Er sammelt auf seinen Reisen beispielsweise Lampen und Bilderrahmen. Er liebäugelt sogar mit der Geschäftsidee, Reproduktionen von Möbelklassikern in Großbritannien anzubieten: “Jemand schlug mir das vor, aber jetzt ist nicht ganz der richtige Zeitpunkt”, erklärte er.

Das gilt auch für andere Interessen: Gandy verbringt viel Zeit auf Reisen und mit seinen verschiedenen Projekten. Da er sich wegen der Hektik in seinem Leben kein Haustier anschaffen möchte, arbeitet er stattdessen ehrenamtlich als Botschafter des Londoner Tierheims in Battersea und verbringt in seiner Freizeit gern die eine oder andere Stunde mit den Hunden.

“Die letzte London Fashion Show war absolut verrückt: 60 Schauen und Präsentationen, eine Pressepräsentation für den Blue Steel Appeal, jeden Abend Partys und Dinner. Am nächsten Morgen bin ich als erstes nach Battersea gefahren und habe ein paar Stunden mit den Welpen gespielt”, verriet der tierliebe David Gandy. © Cover Media

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In the Afterglow…

Ich bin bekanntermaßen raus aus der “Gesichtspflegenummer”, aber interessant finde ich Neuheiten in dem Bereich ja immer. Aktuell gerade das “Illuminator” Facial. Das stammt vom Londoner Schönheitschirurgen Dr. Michael Prager, und das Prinzip beruht darauf, ein Leuchten/Strahlen (oder eben Illuminieren) ins Gesicht zu bringen. Dr. Prager sagt nämlich: “Many people assume that attractiveness is based on having no wrinkles, but reesearch I’ve done has found that luminous skin is much more important.” In Kurzform: Faltenfrei macht nicht die Attraktivität, sondern das Leuchten bringt den Beauty-Effekt. Und ich hoffe, er meint wirklich Leuchten, und nicht “Glänzen”.
Zur Behandlung: dauert 50 Minuten, zuerst wird mild gepeelt, dann folgt das sogenannte Transderm, bei dem ein Cocktail aus Vitamin C, Mineralien, Hyaluronsäure und Peptiden per Elektroimpulsen der Haut verabreicht wird, zum Abschluss eine Feuchtigkeitsmaske – und fertig ist das Strahle-Gesicht. Kein Unterspritzen etc, der Effekt soll bis zu drei Monate anhalten, kostet knapp 300 Pfund pro Behandlung.
Ich sag’s gleich: ich habe es noch nicht ausprobiert, weil ich bei allen Gesichtsbehandlungen erst mal skeptisch bin. Ich hoffe daher also auf Feedback aus den Reihen unserer User. Presseresonanz gibt es bereits, unter anderem hier.

Foto: Estée Lauder Kampagne zum Idealist-Even-Skin-Tone-Illuminator

Markus Lupfer erfindet das Grunge Girl

Der Mann arbeitet(e) schon für und mit Topshop, Clements Ribero und Armand Basi. Markus Lupfer. Jetzt präsentierte der deutsche Wahl-Londoner, der 1998 sein eigenes Label launchte, seine Pre Fall-Kollektion 2013. Dabei überrascht er wieder einmal mit einem gekonnten Mix aus klassischem Strick und femininen Prints sowie modernen Silhouetten. Der Look: Grunge Girl. Die vorherrschenden Farben sind Bronze, Kupfer und Schwarz, manchmal mit einem touch Scarlett-Rot oder Acid Lime. Hier die drei Looks, die sofort auf meiner Lieblings-Teil-Liste gelandet sind:

Der Schnitt, die Farbe, hier stimmt alles. Und die entzückende Mütze. Ich glaube, ich hab noch irgendwo so eine Pudelmütze… Und dieses Glitzerketten-Gehänge kann man doch bestimmt irgendwo kaufen und selbst aufnähen?

Gans schön grungig, aber feminin!

Die Farbe steht vielleicht nicht jedem, aber ich mag sie!

Fotos: PR, Markus Lupfer

Giles Deacon sucht charakterstarke Models

Bild von Giles Deacon

Giles Deacon will, dass sich seine Models durch ihr Auftreten und ihr Äußeres voneinander unterscheiden.

Neue Gesichter, wie die unkonventionelle Cara Delevingne (20), bringen zur Zeit frischen Wind in die Modeindustrie. Die schöne Britin hat dank ihrer ausgeprägten Wangenknochen und den starken Augenbrauen einen ganz speziellen Look, dem sie ihren Auftritt auf der Londoner Fashion Week für den Designer verdankt. Deacon ist für seine Modenschauen und Kampagnen stets auf der Suche nach Models mit Charisma und einem auffälligen Äußeren, da diese seiner Meinung nach den Erfolg einer Show garantieren. “Cara ist ein brillantes Kind; wir arbeiten jetzt schon seit Ewigkeiten mit ihr zusammen. Auch Saskia de Brauw ist eine wahre Persönlichkeit. Manche Designer wollen eine Reihe von Models haben, die alle gleich aussehen. Ich vermeide das und setzte auf wiedererkennbare Gesichter, wenn es möglich ist”, erklärte er im Interview mit dem ‘Grazia’-Magazin. “Ich finde es großartig, dass Models heutzutage wieder auf die Titelseiten von Magazinen zurückkehren. Viele Models haben wirklich etwas zu sagen. Es gibt viele gute, interessante und starke Charaktere in der Modelwelt. Ich meine, das muss so sein, wenn man eine Karriere daraus machen will, oder?”

Deacon arbeitete in den letzten Monaten mit QVC an der Schmuckkollektion Libertine zusammen. Außerdem steht das zehnjährige Jubiläum seines gleichnamigen Labels bevor, doch Pläne für eine Feier habe er noch nicht: “Im nächsten Jahr wird das Label zehn Jahre alt. Ich will nichts besonderes machen, um das zu feiern. Vielleicht nach 20 Jahren möchte ich, dass jemand ein Buch oder etwas ähnliches macht. Sonst ist es einfach Business, so wie immer. Und wir geben eine Party. Natürlich!”, lachte Giles Deacon. © Cover Media

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Cara Delevingne: Die H&M-Show war ihr Favorit

Bild von Cara Delevingne

Für Cara Delevingne (20) dreht sich in der Mode im Moment alles um “den Look der Straße”.

Das derzeit sehr gefragte Model verbrachte die vergangenen vier Wochen auf den Laufstegen zahlreicher großer Designerschauen weltweit. Sie modelte für Diane von Fürstenberg (66) auf der New York Fashion Week und lief für Mulberry auf den Londoner Modewochen. Außerdem hat die britische Schönheit Kampagnen an Land gezogen als Gesicht von Chanel, Burberry und DKNY.

Obwohl erstklassige Designer Schlange stehen, um sie einzukleiden, genoss Delevingne es am meisten, für H&M zu laufen. Es war die erste Show des Labels seit acht Jahren. “Ich habe es geliebt, für die H&M-Schau zu laufen – hier ist heute Abend so viel Aufregung zu spüren”, sagte die Schöne dem britischen Magazin ‘Look’ nach der Präsentation in Paris. “Im Moment dreht sich alles um den Look der Straße, denn letzten Endes trägt doch im wirklichen Leben niemand von Kopf bis Fuß Designersachen.”

Im Laufe des vergangenen Monats hat die Catwalk-Grazie Promistatus erlangt, nachdem sie mit einer Vielzahl von A-Prominenten fotografiert wurde. Sie nennt Sängerin Rita Ora (22, ‘R.I.P.’) ihr “Frauchen”, hat schon mit Popstar Rihanna (25, ‘Diamonds’) und ihresgleichen gefeiert und hatte Gerüchten zufolge eine kurze Affäre mit Harry Styles (19) von der Boygroup One Direction (‘Little Things’).

Cara Delevingne muss aber auch die Kehrseite ihrer wachsenden Bekanntheit ertragen – die stärkere zeitliche Belastung zum Beispiel. Gefragt, ob sie nach der H&M-Schau bis spät in die Nacht Party machen werde, erklärte sie: “So ein Glückspilz bin ich nicht! Ich muss gleich wieder abreisen zu einer weiteren Anprobe, die in ein paar Stunden stattfindet.” Das Model ist äußerst erfolgreich, obwohl sie noch so jung ist. Sie rät allen Mädchen, die davon träumen, in ihre Fußstapfen zu treten, den Bezug zur Realität nicht zu verlieren. “Lasst euch nicht runterziehen, bleibt auf dem Boden und habt ein gutes Verhältnis zu eurem Agenten”, empfahl Cara Delevingne. © Cover Media

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