Haute Couture Trend: Body Conscious

Ich brauchte ein Wochenende Verschnaufpause nach den 9 Tagen Fashionweek in Paris. Aber ich habe die Tage genutzt, um die Key-Trends der vergangenen Haute Couture Schauen auszuwerten. Dass sich bei der Haute Couture richtige Trends herauskristallisieren lassen, ist nicht evident. Aber zeugt von einem neuen Verständnis der Haute Couture, sich viel mehr als früher mit den Wünschen ihrer Kundinnen auseinander setzt oder sich der Zeit anpasst. Auffällig in dieser Sommersaison war die Konzentration vieler Designer auf den weiblichen Körper. Ich möchte das mit dem englischen Wort Body-Conscious umschreiben.

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Christian Dior

Donatella Versace für Atelier Versace, Raf Simons für Dior, Yiqing Yin, Giambattista Valli schneidern eng am Körper und nutzen neue Materialien, die sich den Bewegungen vollends anpassen können. Zu sehen gab es durchbrochener Jersey, dehnbare Spitze und Guipure, Laser-Cuts und Ausbrenner. Manche Stoffe kommen sogar aus dem Sportbereich, was ich bei den Jumpsuits von Dior vermute.

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Yiqing Yin

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Atelier Versace

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Alexandra Vauthier

Die Schnittführung ist schmal, entlang der weiblichen Formen und nutzt wie bei Alexandre Vauthier sogar breite Gummibänder, um die richtige Linienführung zu bekommen (Die Idee hatte übrigens schon viele Jahr vor ihm sein KollegeJean-Paul Gaultier). Jumpsuits, hochgeschlitzte Kleider mit raffinierten Stoffführungen, die viel Platz für nackte Haut lassen, Schlauchkleider und Roben mit Lingerie-Anmutung sind das Ergebnis dieser Überlegungen rund um den Body.

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Jean-Paul Gaultier

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Serkan Cura

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Elie Saab

Die Alternative, den Körper ins Zentrum zu stellen, ist das Spiel mit Transparenz. Das war ein ganz wichtiges Thema bei diesen Haute Couture Schauen: Durchsichtige Stoffe, wie Organza, Voile, Tüll, Chiffon, Crêpe und Nylon brechen die Modelle auf, erlauben Blicke aufs Darunter, enthüllen die perfekten Mannequin-Körper. Wobei das Prêt-à-Porter-Trendthema Mesh keine Rolle in der Haute Couture spielt. Julién Fournie sagte mir bei einem Atelier-Besuch vor seiner Schau: “Ich denke, das Thema Mesh ist schon wieder vorbei!”

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Valentino

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Ralph and Russo

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Elie Saab

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Atelier Versace

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Giembattista Valli

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Atelier Versace

Sogar bei den Brautkleidern gab es so einige Modelle, die mit diesen Stilmittel überraschten.

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Jean-Paul Gaultier

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Stéphane Rolland

Noch mehr Body-Conscious-Roben findet Ihr in der Galerie.

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Fotos: Catwalkpictures

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Naomi Campbell wieder gut im Business

Bei den Haute Couture Schauen waren so einige reifere Tops am Start: Eva Herzigova und Amber Valetta liefen bei Versace, Jean-Paul Gaultier holte eine noch ältere Riege hervor. Aber am meisten gebucht wurde Naomi Campbell. Die Skandal-Britin ist derzeit wieder gut im Rennen.

jean_paul_gaultier_css15_202Sie war das Starmodel bei Jean-Paul Gaultier und durfte an seinen Arm den Designer-Applaus entgegen nehmen.

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Sie lief für La Perla, die ihre eigene,sehr wäschige Show in Paris feierten.

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Und sie modelt für die La Perla-Konkurrenz in persona von Agent Provocateur, wo sie das Rolemodel der Sommer 2015 Kampagne ist. Fotografiert Ellen von Unwerth.

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Die 43-Jährige wird immer freizügig gezeigt. Irgendwie möchte sie kein Designer in Kleidern verhüllt sehen. Ihr durchtrainierter Body mit den muskulösen Schenkeln ist immer noch ein Hingucker. Und ich finde, seit sie nicht mehr bunte Kontaktlinsen trägt, schaut sie echter und noch schöner aus.

Fotos: PR Agent Provocateur, Catwalkpictures

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Haute Couture Regenmäntel von Dior

Das ist doch mal was Neues. Das gab es zuletzt in den 70ern, dass die Couture auch dem schlechten Wetter Tribut gezollt hat. Heute haben Haute Couture Kundinnen serienmäßig einen Chauffeur an ihrer Seite, so dass sie nicht mehr nass werden. Umso demokratisch-smypathisch finde ich den Ansatz von Raf Simons, der für Dior Regenmäntel aus mit Blumen bedruckten PVC über den Catwalk schickte.

Ob man die auch zusammenlegen und in so eine kleine Plastiktasche zum Mitnehmen in der Lady Dior verstauen kann? Nicht sicher.

christian_dior_css15_0135 christian_dior_css15_0003 christian_dior_css15_0088 christian_dior_css15_0008Fotos: Catwalkpictures

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Gisele Bündchen: ‘Vogue’-Cover im Chanel-Look

Gisele Bündchen (34) begeistert auf dem Cover der australischen ‘Vogue’ und repräsentiert darauf den Duft-Klassiker Chanel No.5.

Bild von Gisele Bündchen

Gisele Bündchen (34) begeistert auf dem Cover der australischen ‘Vogue’ und repräsentiert darauf den Duft-Klassiker Chanel No.5.

Die brasilianische Granate trägt auf dem Titelbild ein Chanel-Haute-Couture-Paillettenkleid, das mit einer Jeansjacke kombiniert wurde, die ihr lässig von den Schultern hängt. Ihre wunderschöne Mähne wurde ihr sexy zur Seite frisiert und ganz natürlich gestylt. “Heute sind wir im Studio von Patrick Demarchelier, wie machen das Foto für das Cover der australischen ‘Vogue’. Ich bin hier und repräsentiere Chanel No.5″, lächelte die Laufsteg-Schönheit gegenüber in einem Hinter-den-Kulissen-Clip von ‘vogue.com.au.’.

Die Aufnahme wurde von der Modechefin des Magazins, Christine Centenera, gestylt und in dem Video sind auch der Star-Fotograf Patrick Demarchelier (71) sowie Film-Legende Baz Luhrmann (52, ‘Moulin Rouge’) zu sehen, der ebenfalls der Regisseur der aktuellen Chanel-Werbekampagne mit Gisele als Star war. Darin sieht man die Beauty zum Beispiel am Strand auf einem Surfbrett eine Welle reiten. “Dies ist ein dünn verschleierter Ausdruck, wer Gisele ist. Es ist eine Frau, die in einem Moment zum Strand gehen kann, einen Moment für sich selbst haben kann, ein Kind haben kann, einen echten Job und die auch die Zeit für eine Beziehung findet, Romantik und Liebe und das ist das Wichtigste”, befand Baz in dem Video. Auch Patrick Demarchelier kam in dem Clip zu Wort und konnte von seinen Erfahrungen mit dem Supermodel erzählen. “Gisele ist fantastisch, ein wunderschönes Mädchen, sexy. Ich kenne Gisele, seitdem sie 16 Jahre alt war. Man konnte sofort sehen, dass sie etwas Besonderes ist”, fügte der Star-Fotograf hinzu.

Dass sich die Catwalk-Queen mit den Altmeistern super verstand, sah man auch darin, als der Promi-Knipser Patrick von ihr und Baz Luhrmann ein Foto schoss, in dem sie dem berühmten Regisseur die Zunge rausstreckt.

Als die Fashionista ihre Karriere in der Modebranche begann, war ein solcher Erfolg für die damalige Newcomerin noch undenkbar. “Ich kam aus einem kleinen Dorf aus dem Süden Brasiliens, ich habe niemals ein Modemagazin gesehen, also als ich in diesem Beruf anfing, wollte ich einfach viel lernen und so gut sein, wie ich nur konnte. Und jetzt bin ich seit fast 20 Jahre dabei. Ich hatte viel Spaß”, lachte Gisele Bündchen. © Cover Media

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Valentino Haute Couture

Während auf den New Yorker Straßen der Schnee vom Himmel herabfiel, schickten Designer Maria Grazia Chiuri and Pierpaolo Piccioli am 10.Dezember Schneeflocken über den Laufsteg im Whitney Museum. Vor rund 600 geladenen Gäste, darunter Katie Holmes und Pucci-Designer Peter Dundas, präsentierten sie ihre Haute Couture Kollektion “Sala Bianca 945“. Es ist die Dritte in diesem Jahr, nachdem sie bereits im Januar und Juli zu den offiziellen Couture-Schauen in Paris präsentierten. Falls es nicht ganz deutlich wird: Zum Opening des von Star-Architekt David Chipperfield entworfenen Valentino Flagship-Store auf der 5th Avenue kreierten sie also eine zusätzliche Haute Couture Kollektion, speziell für diesen Anlass, die sie nicht! in Paris zeigten, wie für die Haute Couture üblich.

Im Januar werden sie erneut eine Haute Couture Kollektion in Paris während der offiziellen Couture-Schauen präsentieren. Hinzu kommen die halbjährlichen Prêt-à-porter-Kollektionen, Cruise, Pre-fall. Ach ja: Zum Shop-Opening gab es noch eine Capsule Collection.

Valentino Capsule Collection

Valentino Capsule Collection. Garantiert ein neuer Verkaufsschlager – Herzen kommen schließlich immer gut an.

Bei dieser Menge an Kollektionen und Passagen (individuelle Outfits inklusive Accessoires) wundert es mich nicht, dass die „Sala Bianca 945“- Kollektion viele Elemente der vergangenen Prêt-à-porter beziehungsweise Haute Couture-Kollektion aufgriff, wie zum Beispiel die bodenlangen Märchenroben mit Strickereien und transparenten Elementen.

Die Haute Couture setzt der schöpferischen Kraft eines Designers keine Grenzen. In diesem Metier können sie ihre Geschicke ausleben und Träume erschaffen. Bei Valentino verschmelzen die Grenzen. Doch nicht die Haute Couture orientiert sich an der Einfachheit von Prêt-à-porter. Im Gegenteil: Maria Grazia Chiuri and Pierpaolo Piccioli designen mit solcher Kunstfertigkeit, dass man im Showroom selbst die Ready-to-wear für Couture halten kann.

Haute Couture

Hier übrigens mal zwei Damen, die tatsächlich diese Roben kaufen und auf den Leib schneidern lassen. Haute Couture-Kundinnen Becca Cason Thrash (Ehefrau eines Öl-Tycoon aus Texas) und Tracey Amon.

„Sala Bianca 945“, so der Name der Kollektion, ist eine Hommage an die allererste Show von Gründer Valentino, die er 1962 im Sala Bianca in Florenz während einer Art italienischen Modewoche zeigte. Die Dominanz von Weiß ist inspiriert von der “Non color” Show von Valentino Garavani aus dem Jahre 1968. Etwa zeitgleich widmete sich übrigens der Maler Robert Ryman seinen “Weiß auf Weiß”-Gemälden, die man aus dem MOMA kennt und die gerne mit “Das soll Kunst sein? Das kann ich auch!” kommentiert werden.

Bevor ich auf einzelne Kreationen näher eingehe mein Fazit vorweg: Eine traumhafte Kollektion, die geradezu zu Tränen rührt. Genaus das verlange ich von Haute Couture – sie soll in mir Emotion wecken, ebenso wie ein Kunstwerk.

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Minikleid aus Organza, bestickt und plissiert

valentino_sala_bianca_css15_0078Diese Kombination ähnelt stark der Kreation von Tom Ford, die Gwyneth Paltrow zur Königin der Oscars 2012 machte.

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Kurzärmeliger, doppelt geknöpfter Mantel aus Krokodil-Leder in leichtem A-Shape. Erinnert an die großartige Sixties-Kollektion von Frida Giannini für Gucci.

Brautkleid valentino

Das perfekte Brautkleid. Übrigens die “cash cow” der Haute Couture.

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Charmante Logo-Integration. Tiefer V-Neck für “Valentino”.

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Plissiertes Musselin-Kleid“Jackie O” Guipure-Spitze (Ätzstickerei). Industriell herstellbar, trotzdem ist der Meter Stoff nicht unter 300 Euro zu haben.

Valentino Haute Couture Sala Bianca
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Valentino Haute Couture Sala Bianca
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Valentino Haute Couture Sala Bianca
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Maria Grazia Chiuri & Pierpaolo Piccioli

Maria Grazia Chiuri & Pierpaolo Piccioli. Sieht sie nicht fantastisch aus?

Fotos: Valentino PR, Catwalkpictures

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Chanel Métiers d’art: Salzburg

Chanels Métiers d’Art Kollektion machte diesmal Halt in Salzburg. Bevor Ihr Euch Gedanken macht, wie das wohl aussehen könnte, will ich den wichtigsten Satz aus der Pressemitteilung zitieren, der einfach alles erklärt: “Generations come and go, but lederhosen will always stay!” Karl Lagerfeld. Ich lasse ihn bewusst auf Englisch, damit es auch wirklich alle kapieren, damit wir es sozusagen in die Welt hinausschreien.

Wie Recht hat der Karl! Merkt Euch diesen Satz und zitiert Lagerfeld, sobald sich einer über Oktoberfest-Outfits lustig machen will: Lang lebe die Lederhose! Und nachdem wir das geklärt haben, gehen wir nun in Medias Res der Dirndl, Edelweiß-Appilkationen, Hosenträger, Janker und Lodenjoppen. Karl Lagerfeld lässt sich bei seiner Métiers d’art Kollektion immer von lokalen Bekleidungstraditionen inspirieren. So auch diesmal: Die Tiroler Trachten standen Pate für viele Designideen. Auch der Reise Coco Chanels nach Österreich, die sie beim Design ihrer berühmten Jacke beeinflusste, wurde modisch Tribut gezollt.

Militär-Uniformen aus der Zeit der K.u.K.-Monarchie Österreichs wurden in wollenen Hosen umgesetzt, Dirndl-Schnitte in kleine Schwarze verwandelt, Trachtenjoppen und Lederhosen in die Moderne übersetzt.

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Eine Lederhose aus Jeans-Stoff oder reich bestickte Hosenträger zur Chiffonbluse – das ist genau das, was wir von Karl lagerfeld erwarten. Die berühmte Lederhose ist sexy kurz geschnitten, dafür reichen die geschnürrten Stiefel weit bis zum Oberschenkel hinauf.

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Sogar Tiroler-Hut mit Gamsbart und Kropfband fehlen nicht in der Kollektion, werden aber stilistisch aufgebrochen durch dicke Rollkragen-Pullis oder Janker im modernen,weiten Schnitt.

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Ein Schus Sissi darf auch nicht fehlen und dieser kommt in Form von romantischen, hochgeschlossenen Rüschenblusen und Kniebundhosen. Die Einflüsse des einst anektierten Ungarn werden umgesetzt in opulente florale Stickereien.

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Typische Trachtenfarben wie lodengrün und taubengrau ergänzen die übliche Chanel-Pelette aus weiß, schwarz. Bei den Materialien hielt sich Karl Lagerfeld eng an die Traditionen und spielte mit Filz, Loden, Leder, die er zu Chiffon, Taft und Spitze kombinierte.

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Die Umsetzung von Tracht in eine coole Mode von heute ist in vielen Teilen perfekt gelungen. Manchmal jedoch wäre weniger mehr gewesen. Mir sind viele Dekorationen zu kitschig und auch zu klischeehaft umgesetzt. Ein paar Applikationen aus Rosen, Edelweiß, Streuwiesenblumen und Toiletten-Herzerl weniger hätten nicht geschadet. Aber Ohrenschützer aus geflochtenen Blondhaar – darauf muss man erstmal kommen und das ist einfach nur witzig. Ich freue mich schon jetzt auf die kommenden Salzburger Festspiele oder den Jedermann, denn dort werden wir sicherlich viele Modelle dieser Kollektion wiedersehen.

Hier geht es zu Galerie der noch nicht gezeigten Modelle:

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Mehr zum Spektakel, wo es statt fand, wer da war und schön aussah, im nächsten Post.

Fotos: PR Chanel

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