Ja, ist mir denn gar nichts mehr heilig?

Ja, ist mir denn gar nichts mehr heilig? Ich bin Modejournalistin und besitze kein Hermès-Carré (nur einen Streifen, der ums Handgelenk gewickelt ist). Hermès kommt bei mir wieder zum Zuge, wenn ich Karten spiele. Ich schreibe mit Werbe-Kugelschreibern, obgleich ich ein Schreibgerät von Montblanc besitze. Dafür stelle ich meine Blumen in einen Bierkrug dieser Füllfederhalter-Marke. Von Chanel besitze ich weder eine Handtasche noch eine Bouclé-Jacke, dafür aber einen USB-Stick, den ich immer bei mir führe. Welche Kernkompetenz-Sünden begeht Ihr?

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Weihnachten: Der passende Haarschmuck

Ihr fragt Euch, wo man den Haarschmuck à la Dolce & Gabbana Kollektion 2014 herbekommt? Er ist die ideale Vorlage für die festliche Weihnachtsfrisur 2013 und bei Net-a-porter gibt es die schönste Schmuckhaarband-Auswahl. Mein Favorit: die goldfarbene Knotenkordel von Jennifer Behr. Sie ist mit 120 Euro auch die preisgünstigste Lösung zwischen all den anderen Modellen, z.B. von Maisen Michel (ab 310 Euro) oder Dolce & Gabbana (ab 795 Euro), aber eben auch die schönste! Könner können das Modell mit Geschenkband und Haargummi vielleicht imitieren.

Haarschmuck Haarband Gold Modepilot

Schmuckhaarband aus goldfarbenem Metall, von Jennifer Behr über Net-a-porter >>>

Für die Frisure empfiehlt sich ein Mittelscheitel. Haare einfach um das Gesicht herum nach hinten locker eindrehen, mit Haarfestiger befestigen, Haarband dahinter eventuell mit Nadeln fixieren und den Hinterkopf voluminös gestalten (toupieren!) – entweder mit einem schrägen Zopf und rausgezupften Strähnen oder einem Dutt Deiner Wahl.

Wer einen zu flachen Hinterkopf hat und mit hochschnalzenden Haarbändern schon einmal zu kämpfen hatte, sollte es mit einem tiefen Zopf (Foto) probieren.

Fotos: Net-a-porter

Haargummi-Trends

Haargummi-Trends heute, morgen und gestern. Tatsächlich ist es doch so: Wenn wir heute jemanden mit einem dicken Haargummi aus Samtstoff sehen – Ihr wisst schon diese mit einem Gummiband durchzogenen Samtschläuche, wie sie in den Neunzigern modern waren – dann liegt die Vermutung nahe, dass die Trägerin dieses Haarschmucks für die vergangenen 20 Jahre tiefgefroren war und gerade erst aufgetaut wurde. Sieht man hingegen eine Frau mit Blax Hair Elastics um den Pferdeschwanz, dann freut man sich, dass die unscheinbaren wie ziepfreien Haargummis aus den USA endlich bei uns angekommen sind. Wir berichteten 2009 darüber >>>

Samthaarband Blax Haargummi Modepilot

Samthaarband (l.) und Blax Hair Elastic (r.)

Was kommt nach dem unscheinbaren, im Haar gerade zu verschwindenen Haargummi? –   genau, wieder etwas Auffälligeres: Scoopy Loops. Das sind Haarbänder, die sich leicht am Handgelenk tragen lassen (zwischen all den Freundschaftarmbändchen) und, die durch einen Knoten auffallen. Sie kommen aus Los Angeles (klar!) und man bekommt sie hierzulande in Parfümerien. Genauer gesagt wurden die Scoopy Loops von Berit Freutel und Rhonda Höbarth, zwei österreichischen Journalistinnen für Fashion, Beauty & Lifestyle, erfunden, aber eben in Los Angeles. Dort werden die Bänder von Müttern in Heimarbeit seit 2012 geknotet. Das macht vielleicht den Preis von circa 14 Euro pro Dreierpack plausibel. Mittlerweile gibt es über 1000 Farbgebungen. Meine Dreierkombi kann ich im Internetshop schon gar nicht mehr finden…

Scoopy Loop Modepilot

“Pacific Coast Highway” (l.) und meine alte, ver- und abgriffene Batik-Kombi (r.)

Dafür gibt es jetzt lauter andere Packages mit Namen, wie “The Golden State”, “Cat Walk” oder “Endless Summer” – lauter Haargummis, die man vor allem auf Fashionweeks sieht. Vermutlich, weil man bei Scoopy Loop weiß, wie man die neuen Trends kommuniziert: die ehemaligen Kolleginnen damit ausstatten (in der aktuellen InStyle werden sie auch erwähnt) und darauf hoffen, dass die Opinion Leader viele freudige Käufer nach sich ziehen. Bei mir hat es funktioniert, aber vor allem deswegen, weil die Haargummis, so simple sie auch wirken mögen, mich jetzt schon monatelang fast täglich begleiten und zuverlässig ihren Job gut machen.

Fotos: Ehava Großhandel, Blax, Kathrin Bierling/modepilot, Scoopy Loop

Emporio Armani: Es glitzert am Auge

Mir fallen spontan mindestens gleich fünf Gründe ein, um auch im Winter eine Sonnenbrille zu tragen: 1.) Die UV-Strahlung! Wer will schon Falten um die Augen haben? 2.) Der Coolness-Faktor. Sunglasses zum dicken Pulli oder Mantel sieht einfach verboten gut aus. 3.) Der Wind! Bei mir jedenfalls führt das ab einer bestimmten Windstärke zu tränenden Augen und das Augen-Make-up ist dahin. 4.) Man kann hinter den getönten Gläsern  so wunderbar andere Leute beobachten, ohne dass es gleich auffällt und nach anstarren aussieht. 5.) Man kann die Sonnenbrille ratz, fatz nach oben übers Haar schieben und so als Haar-Halter benutzen. (Was ich allerdings ziemlich affig finde.)

Nun gut, da ich natürlich immer nach schönen neuen Accessoires Ausschau halte und unbedingt eine neue Sonnenbrille bräuchte – da ist mir das Model aus der Kajal-Kollektion von Emporio Armani unter die Augen gekommen. Große Shield-Form (aus einem Stück gearbeitet) und breite Bügel, die mit Swarovski-Kristallen verziert sind (nicht zu viele und nicht zu wenig, wie ich finde). Die Muster sind übrigens japanisch inspiriert, wie die ganze Kajal-Kollektion. Zen auf der Sonnenbrille sozusagen.

Es glitzert in Dunkelrot:

EMPORIO_ARMANI_KAJAL_EA_4022B 5144_8D

… und in Hellblau:

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Fotos: PR

Jubiläum: 35 Jahre UGG Australia

Was haben Deutschland und Malibu gerade gemein? Nicht viel? Das Wetter? Natürlich nicht. Bei Euch fängt jetzt wieder das Bibbern an, aber hier im Malibu Office weht noch ein laues Lüftchen. Entschuldigt bitte! Doch kommen wir zur wahren Gemeinsamkeit: Die Surferdudes und -ladies hier, wie auch deutsche Nicht-Surfer, bzw. Durch-den-Schnee-Stapfer verzichten nur ungern auf ein dickes, kuscheliges Fußmodel: UGG Boots.

Ich für meinen Teil vertrete ebenfalls die bequem und easy Fraktion, liebe meine UGGs und freue mich im kalten Pazifik planschend auf den heißen Kaffee und die warmen Kuschelfüße danach.

UGG Australia Boards

Vor 35 Jahren hat nicht unweit meines Wohnorts das moderne Erfolgsmärchen der Fell-Flats begonnen. 1978 kam der australische Surfer Brian Smith nach California und hatte seine “After-Surf-Schuhe” aus Lammfell im Gepäck. Die US-Buddys waren ganz aus dem Häuschen und ein neues Produkt, das sich heute zum internationalen Klassiker entwickelt hat, war geboren. Hochwertiges Lammfell war und ist das simple Erfolgsrezept, das die Füße auf natürliche Weise kühl und warm zugleich hält.

Seitdem zeigen sich die UGGs in den verschiedensten Designs und Varianten – alles, was der Kuschelfuß-Liebhaber begehrt: Outdoor Boots, Slipper, Sandalen, Wedges bis hin zu Sneakern und Loafern.

Am beliebtestem sind und bleiben aber die Klassiker-Boots. Für die aktuelle Herbst/ Winterkollektion haben sich die Australier dafür besonders ins Zeug gelegt und stellen ein paar neue Features für den Classic vor:

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Streetstyle: Blau zu Braun n°3

Modepilot-streetstyle-Milan-Fashion-Blog-Letzer Teil unserer kleinen Folge zu Blau mit Braun. Wie schon bei der Dame gestern  gefällt mir diese Farbkombination ausnehmend gut. Mag sein, dass es am warmen Braunton des Pullover liegt. Aber auch der Highlighter in Form der weißen Bluse ist dazu perfekt. I like.

Foto: Catwalkpictures