Yoga für Anfänger: 8 Übungen und Tipps für mehr Entspannung

Kennst du das, wenn dir im Alltag wieder mal alles über den Kopf wächst und du das Gefühl hast, dass du überhaupt keine Zeit mehr für dich selbst findest? In solchen Momenten kannst du ganz bewusst etwas für dich und deinen Körper tun. Denn Yoga ist die Lösung gegen Stress im Alltag! Wenn du dich nun fragst was Yoga überhaupt ist und wie du es lernen kannst, dann bist du hier genau richtig. Alles Wichtige über Yoga für Anfänger teile ich heute mit dir.

Vielleicht hast du bisher mit Yoga nicht viel anfangen können (so wie ich!!) und dir unter Yoga nur meditierende, „Om“-singende und von Räucherstäbchen umgebene Menschen vorgestellt. Aber damit ist heute Schluss! Denn in diesem Blogbeitrag zeige ich dir, was Yoga eigentlich ist und mit welchen Yoga-Posen du gezielt mehr Entspannung im Alltag erfahren kannst.

Was ist Yoga, wie kann ich es lernen und warum hilft es mir im Alltag zu entspannen? Alles Wichtige über Yoga für Anfänger teile ich heute mit dir. www.whoismocca.com

Yoga für Anfänger: Was ist Yoga überhaupt?

Yoga ist eine Kombination aus Atmen und dem Durchführen von bestimmten Bewegungen, die Asanas genannt werden. Das Verbinden von Atmung und Körper bringt uns in Einklang mit uns selbst und dadurch spüren wir automatisch mehr Ruhe in uns. Der Geist wird ruhiger, die Gedanken weniger und wir lernen unsere Energie gezielt einzusetzen und Kraft zu tanken.

Ein wichtiger Bestandteil von Yoga ist auch die Meditation, bei der wir uns einfach mal in Ruhe hinsetzen und in uns hineinspüren. Wie geht es mir gerade? Was fühle ich? Welche Gedanken wiederholen sich ständig in meinem Geist? Wenn wir achtsam mit uns selbst umgehen, unsere Gedanken sortieren und Zeit für uns finden, erleben wir mehr Entspannung im Alltag.

Yoga für Anfänger: Wie starte ich am besten?

Yoga beginnt vor allem mit der richtigen Einstellung. Du hast nach Yoga für Anfänger gesucht und bist bereit, in Zukunft bewusst Zeit für dich zu finden und du bist bereit, auf deinen Körper zu hören. Das ist schon mal ein sehr guter Weg. Es bringt nämlich nichts, wenn du Yoga nur wegen des Trends und den schönen Posen für Instagram machst, damit aber eigentlich gar nichts anfangen kannst. Schlussendlich geht es rein um dich persönlich.

Wichtig ist: Yoga ist für jeden von uns gemacht, denn es ist das Natürlichste, was wir Menschen tun können. Gerade in der aktuellen Zeit vergessen wir öfters mal, die Gedanken auf unseren Körper zu lenken und deshalb fühlt es sich teilweise auch so befremdlich an, wenn wir mal Zeit für uns ganz ohne Smartphone und Laptop haben. Aber: Mit ein wenig Übung und Fokus auf uns selbst können wir alle Yoga lernen!

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Bevor du mit Yoga startest, solltest du dir die richtige Ausstattung besorgen. Bequeme Kleidung finde ich besonders wichtig und eventuell eine rutschfeste Yogamatte – die ist wirklich auch sinnvoll! Außerdem: Positive Gedanken und die Motivation, dass du dich ganz bewusst mit dir selbst beschäftigten wirst. Dann kann’s auch schon losgehen!

Yoga lernen: Yogaübungen für Anfänger einfach erklärt

Da sich in diesem Blogbeitrag alles um Yoga für Anfänger dreht, stelle ich dir nachfolgend verschiedene Yoga-Posen (auch Asanas genannt) vor, mit denen du als Einsteiger ganz einfach Yoga zuhause lernen kannst. Gerade jetzt mit Home-Office, viel zuhause sein und Co. tut es einfach gut, den Körper zu bewegen und zu dehnen!

1. Knie- und Lotussitz

Der Kniesitz sowie der Lotussitz sind zwei wichtige Sitzarten, die vor allem bei der Meditation zum Einsatz kommen und in denen man angenehm ruhen kann.

Der Lotussitz ist eine etwas fortgeschrittenere Variante des herkömmlichen Schneidersitzes. Anders als im Schneidersitz befinden sich hierbei die Füße nicht unter den Oberschenkeln am Boden, sondern liegen auf den Oberschenkeln auf. Um die Rippen zusätzlich zu dehnen, kannst du jeweils einen Arm schräg über den Kopf dehnen, während der andere Arm am Boden ruht.

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2. Kobra mit angewinkelten Knien

Die Kobra ist die perfekte Pose, um die Wirbelsäule zu dehnen. Dazu legst du dich mit dem Bauch auf den Boden und stemmst deinen Oberkörper mit den Armen hoch. Du kannst dabei die Arme durchstrecken für eine maximale Dehnung, oder auch etwas angewinkelt lassen.

Eine fortgeschrittene Variante ist die am Bild dargestellte, bei der du zusätzlich noch die Unterschenkel anwinkelst.

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3. Stehender Bogen

Der stehende Bogen erinnert an eine Eiskunstläuferin. Dabei nimmst du ein Bein von hinten in die Hand und lehnst den Oberkörper nach vorne, während das Standbein gestreckt bleibt. Wenn du Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht hast, kannst du dich auch irgendwo festhalten. Diese Übung ist perfekt und die Beinrückseiten und Innenseiten der Oberschenkel zu dehnen.

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4. Brücke

Bei der Brücke gibt es viele Varianten – einfache Yoga für Anfänger-Posen und auch fortgeschrittene Asanas. Die einfachste Variante ist, wenn du dich mit dem Rücken auf den Boden legst und die Beine angewinkelt aufstellst. Dann gibst du die Hände hinter den Kopf und drückst dich langsam hoch in die Brücke.

In der Brücke angekommen, kannst du ein Bein ausstrecken und mit dem anderen leicht angewinkelt den Fußballen in den Boden drücken. Diese Übung ist ebenfalls für eine Dehnung im Rücken gut und hilft außerdem durch die Position der Hände hinterm Kopf, die Brust zu dehnen.

Fortgeschrittene Versionen sind die, bei denen du zum Beispiel ein Bein nach oben in die Luft streckst bzw. die, bei denen du dich nicht auf deine Hände, sondern auf deine Unterarme stützt. Probiere einfach aus, was für dich am besten passt!

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5. Kamel

Das Kamel ist eine Übung, bei der du den Rücken sowie die Bauchmuskeln dehnst. Dabei beginnst du im Kniesitz und legst deine Hände hinten auf deine Füße bzw. die Unterschenkel. Nun drückst du dich langsam hoch, gehst dabei aber nur so weit, wie es für dich angenehm ist.

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6. Friedvoller Krieger

Der friedvolle Krieger ist die dehnende Variante zum normalen Krieger. Während du normalerweise beim Krieger die Arme seitlich ausstreckst, legst du beim friedvollen Krieger eine Hand hinten auf deinem Oberschenkel ab, während du mit der anderen schräg über deinen Kopf ziehst.

Achte darauf, dass das vordere Bein gebeugt und das hintere gestreckt ist. Dein vorderes Knie sollte nicht über die Zehen hinaus gehen, sodass der Unterschenkel schön senkrecht auf dem Boden steht.

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7. Der herabschauende Hund

Diese Position ist perfekt, um einfach mal alles durchhängen zu lassen. Am leichtesten kommst du in den herabschauenden Hund aus dem Vierfüßlerstand. Drücke dich in eine Art Dreieck oder V hoch und achte darauf, dass dein Hintern der höchste Punkt, die Spitze des V’s, ist.

Gerade am Anfang sind die Hinterseiten der Beine oftmals noch sehr verkürzt. Du kannst deshalb einfach langsam mit den Beinen hin und her gehen, sodass die Füße abwechselnd ganz den Boden berühren. Vielleicht schaffst du es ja schlussendlich, dass beide Füße fest am Boden stehen.

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8. Ausfallschritt

Der Ausfallschritt ist sehr angenehm, wenn du deinen Schritt dehnen möchtest. Stelle dazu ein Bein vorne auf, während das andere hinten ausgestreckt auf dem Boden liegt. Du kannst zur Unterstützung eine Hand am Boden lassen, oder aber auch beide nach oben ausstrecken. Achte dabei wieder darauf, was dein Körper dir sagt und was sich gut anfühlt.

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Yoga für Anfänger: Was muss ich bei meinen ersten Yoga-Versuchen beachten?

Wichtig für deine ersten Yoga-Übungen ist: Es ist dein Körper und er sagt dir schon, was geht und was nicht! Überfordere dich nicht und hör zu, welche Signale dein Körper dir sendet. Ist dir etwas unangenehm? Tut dir etwas weh? Dann lass die Übung lieber sein und konzentriere dich auf das, was deinem Körper und deiner Seele guttun.

Generell hilft es, wenn du deine Yoga-Asanas nicht alleine machst, sondern dir zum Beispiel auf YouTube Yoga für Anfänger-Videos suchst, wo genau erklärt wird, was du zu tun hast. Außerdem besteht Yoga aus einem fließendem Übergang zwischen den einzelnen Asanas und gerade dafür hilft es sehr, wenn du erklärt bekommst, wie du zwischen den Übungen wechseln kannst, ohne dass der Flow unterbrochen wird.

Wie ich bereits erwähnt habe, zählt auch Meditation zur Yoga-Praxis und gerade bei diesem Gedanken sträuben sich besonders Yoga-Einsteigern die Haare. Aber: Meditation ist nichts Unheimliches und es ist nichts anderes, als in sich hineinzuhören, die Gedanken und Gefühle zu beobachten und sich ganz bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen.

Probier es doch einfach mal selbst aus oder mach bei einer geführten Meditation mit! Ich bin gespannt, wie es dir dabei geht!

Wie stehst du zu Yoga? Kannst du damit etwas anfangen oder eher nicht?

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Was ziehe ich morgen an? 5 Frühlingsoutfits für jeden Tag!

Die Was ziehe ich morgen an?-Reihe erfreut sich großer Beliebtheit hier auf meinem Modeblog. Zahlreiche Outfits habe ich dir in diesen Beiträgen schon präsentiert und heute reiht sich ein weiterer in den Inspirationspool ein. Wie könnte es auch anders sein, dreht sich heute alles um Frühlingsoutfits für den Alltag. Fünf verschiedene Looks stelle ich dir vor und ich bin schon gespannt, welcher dir am besten gefällt!

Eine gute Übersicht meiner täglichen Outfits findest du auch auf meinem Pinterest-Kanal.

Was ziehe ich morgen an? 5 Frühlingsoutfits für jeden Tag findest du jetzt am Modeblog. www.whoismocca.com

5 Frühlingsoutfits für den Alltag

1. Outfit mit Mom Jeans und gelbem Cardigan

Den Anfang meines frühlingshaften Lookbooks macht eines meiner aktuellen Lieblingsoutfits. Eine gut sitzende Mom Jeans gehört einfach in jeden Kleiderschrank. Meine ist von Armedangels, einer nachhaltigen Fair Fashion Brand und ein tolles Key-Piece für das ganze Jahr. Dazu trage ich ein enges Top und einen gelben Cardigan. Sommerliche Temperaturen verleiten mich dazu wieder vermehrt Farbe zu tragen – und das tut richtig gut!

Besonders toll für meine Frühlingsoutfits finde ich den gelben Cardigan, denn dieser kann auf zwei unterschiedliche Weisen getragen werden. Einmal als Strickjacke mit Knopfleiste vorne und einmal als Kurzarm-Pullover.

Mom Jeans, weißes Top, gelber Cardigan, gelbe Tasche, braune Sonnenbrille, Sneaker Wedges

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2. Spring Look mit Pastell-Cardigan und Sneakers

Neben knalligen Farben bin ich auch ganz verrückt nach Pastell-Tönen. Wenn man sich nicht entscheiden kann, greift man am besten zu einem Kleidungsstück, das die schönsten Farben miteinander vereint. Batik ist wieder im Trend! Dazu kombiniere ich eine dunkle Skinny Jeans, weiße Sneakers sowie eine mintgrüne Tasche.

Cardigan in Pastellfarben, dunkle Skinny Jeans, weiße Sneakers, Oversize-Shirt, mintgrüne Tasche

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3. Frühlingsoutfit mit Tunika und Skinny Jeans

Von gewissen Kleidungsstücken kann ich einfach nicht genug bekommen. Oversize-Blusen oder Tuniken, die sich super zu engen Hosen machen, findet man seit vielen Jahren in meinem Kleiderschrank. Ich liebe es einfach, wie diese Stücke die Figur umschmeicheln – echte Wohlfühl-Teile eben. Und auch ideal für Tage, an denen man sich vielleicht nicht ganz so wohl in seiner Haut fühlt!

Beige Tunika, graue Skinny Jeans, beige Pumps, Beuteltasche, braune Sonnenbrille, braune Schildkappe

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4. Trenchcoat und VEJA-Sneakers im Frühling

Ich muss zugeben, dass ich aktuell vermehrt in Sneakers unterwegs bin. Denn seit ich Mama bin, stehen meine Pumps und High-Heels eher im Schrank, als ausgeführt zu werden. Das macht aber gar nichts, denn so kommen meine nachhaltigen Sneakers auch öfters an die frische Luft. Gut zu wissen: Sobald die VEJA-Sneakers eingetragen sind, sind sie die bequemsten Schuhe überhaupt!

Heute style ich sie zu einer Mom Jeans, einem grauen Basic-Shirt sowie einem Trenchcoat. Letzterer ist wie gemacht für den Frühling. Hast du den perfekten Trenchcoat schon gefunden?

VEJA Sneakers, Mom Jeans, graues Shirt, beiger Trenchcoat, braune Tasche, beiger Gürtel

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5. Rockiges Frühlingsoutfit mit Lederjacke und Shirt

Mein Modestil ist unglaublich vielseitig, aber drei Dinge haben alle meine Frühlingsoutfits gemeinsam: Bequem muss es sein, wohl soll ich mich fühlen, gut darf es aussehen! So gern ich allerlei Arten von Jeans trage, so gern mag ich auch Röcke. Am liebsten hoch geschnitten und locker fallend. Dazu passen lässige (Band-)Shirts super dazu und wenn man dem Look einen rockigen Touch verleihen möchte, darf eine Lederjacke auf keinen Fall fehlen! Für lange Beine trage ich im Alltag bequeme Ankle Boots mit Blockabsatz.

Rock mit Print, Anine Bing Shirt, schwarze Lederjacke, schwarze Boots, schwarze Tasche

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Kaufen und Verkaufen: Die richtige Second-Hand-Plattform für euch – ein Überblick

Als Während die Auswahl von Second-Hand-Plattformen früher überschaubar war, gibt es mittlerweile gleich mehrere Apps und Seiten, auf denen ihr nicht nur nach Second-Hand Pieces Ausschau halten könnt, sondern auch eure ausgemisteten Teile loswerdet. Während sich Vestiaire Collective auf Luxus-Artikel spezialisiert und, so wie Depop, Produkte aus der ganzen Welt anbietet, bekommt ihr bei Carou eine Auswahl an Produkten, die aus Deutschland versendet werden. Während ihr bei einigen dieser Plattformen mit Privat-Händlern kommuniziert, sind andere wiederum als Online-Shops aufgebaut. Im Folgenden teile einen Überblick über die größten und gängigen Online-Shopping-Plattformen mit euch.

Wie die verschiedenen Systeme funktionieren, wo man beim Verkaufen auf die Provision achten sollte – und bei welchen Seiten man mit (hohen) Versandkosten oder Zollgebühren rechnen muss.

Vestiaire Collective

Bei Vestiaire Collective handelt es sich um eine Second-Hand Online-Plattform mit Sitz in Paris. Dort findet ihr vor allem Luxusartikel, die ihr manchmal zu überraschend guten Preisen bekommen könnt. Wer also auf der Suche nach einer Prada-Tasche oder euren Traum-Schuhen ist oder sich ein anderes Designer-Piece leisten möchte, ist hier genau richtig. Zudem gibt es die Option (ohne, dass ihr mit dem/der VerkäuferIn persönlich schreiben müsst), zu verhandeln. Dafür klickt ihr einfach auf den ‘Verhandeln’-Button und könnt dort euren Wunschpreis eingeben, den der/die VerkäuferIn entweder annehmen oder ablehnen kann – oder sie/er verhandelt weiter und bietet euch ein Gegenangebot an. Darauf müsst ihr anschließend reagieren – und so weiter. Bei vielen Teilen gibt es die Möglichkeit des Direktversands. Das bedeutet, dass die Teile direkt von dem Anbietenden zu euch geschickt werden, der Versand kostenlos ist und die Pieces via DHL Express zu euch versendet werden. Ist diese Option nicht verfügbar oder handelt es sich um ein sehr teures Teil, von dem ihr gerne genau wissen würdet, ob es echt ist oder nicht, könnt ihr das Teil auf normalen Wege kaufen. So kommt noch ein Zwischenschritt hinzu und euer Produkt wird zunächst in Paris auf Echtheit und Gebrauchsspuren überprüft, bevor es zu euch weitergeleitet wird. Das dauert dann etwas länger als die Option des Direktversands. 

Was ihr beachten solltet? Bei vielen Produkten, die außerhalb von Europa angeboten werden, kommen hohe Versandkosten und eventuelle Zollgebühren hinzu. Ebenso ist es bei Produkten, die aus Großbritannien verschickt werden. 

Verkauf: Wenn ihr Produkte bei Vestiaire zum Verkauf anbietet, solltet ihr mit einer Provision von etwa 15 € rechnen. Diese wurde nun bei neu eingestellten Produkten unter 200 € etwas gesenkt. Wenn jemand etwas von euch gekauft hat, bekommt ihr einen Versandschein zugeschickt, den ihr ausdrucken müsst und euer Paket mit diesem (meist mit DHL) verschickt. Der Kaufende kann euch anschließend eine Bewertung geben. 

Sellpy

Bei Sellpy handelt es sich um den größten Second Hand Onlineshop in Schweden. Dieses hat nun mit der ebenfalls schwedischen Kette H&M kooperiert und somit die Expansion nach Deutschland ermöglicht. Hier bekommt ihr Mode aus den verschiedensten Preiskategorien angeboten. Der Verkauf funktioniert so, dass ihr Kleidung, Schuhe und Accessoires kostenfrei an Sellpy schickt, und zwar in bestimmten Tüten, die ihr zuvor dort bestellt habt. Diese Ware wird von der Plattform geprüft, fotografiert und sortiert. Daraufhin werden Anzeigen erstellt, ein Preis wird vorgeschlagen und der Kaufende wird darüber informiert und hat die Möglichkeit, diese Preise anzupassen und den Anzeigen-Text zu verändern. Die Provision, die Sellpy erhält, liegt bei 40 % des Verkaufspreises. Wenn ihr etwas über 50 € dort verkauft, bekommt ihr noch 90 % der Summe die darüber liegt. Wenn ihr also etwas für 75 € verkauft, erhaltet ihr am ende 41,50€. Das bedeutet für den Kaufenden, dass alle Artikel, die auf der Plattform eingest

Was ihr beachten solltet? Bei Sellpy gibt es nicht nur Second-Hand-Mode, sondern auch Teile aus früheren Kollektionen oder Restbeständen, die nicht verkauft worden sind – unter anderem natürlich auch von H&M. Bei bis zu 70 € Bestellwert kommen noch 7 € Versandkosten hinzu.

Rebelle

Ähnlich wie Vestiaire Collective funktioniert auch die Second-Hand-Plattform Rebelle. Das bedeutet für den Verkauf: Entweder ihr stellt eure Produkte selbst online, mit Beschreibung und Preisangabe. Wenn jemand euer Produkt kauft, müsst ihr es anschließend an Rebelle schicken, wo es auf Echtheit überprüft wird und weiter an den Anbietenden geleitet wird. Die Provision fällt je nach Preis aus. Bei einem hohen Verkaufspreis wird eine Provision von 13 % fällig, bei einem niedrigeren liegt sie bei 33 %. Zudem gibt es noch die Option, den Concierge-Weg zu gehen. Hier könnt ihr das Produkt direkt zu Rebelle schicken, wo es überprüft und eingestellt wird. Das kostet allerdings nochmal 15 Euro extra und bietet sich somit eher für Artikel in hohen Preiskategorien an, die ihr verkaufen möchtet, ohne mit Privatpersonen schreiben oder verhandeln zu müssen. 

Was ihr beachten solltet? Bei dem Unternehmen mit dem Sitz in Hamburg zahlt ihr standardgemäß 6,90 € für den Versand innerhalb von Deutschland. Wenn ihr etwas aus dem europäischen Ausland bestellt, wo das Unternehmen ebenfalls aktiv ist, liegen die Kosten bei 15,90 €.

Hier kommt ihr übrigens zu meinem Profil auf Rebelle.

Mädchenflohmarkt

Der beliebte Onlineshop für Second Hand Mode bietet von Zara bis Louis Vuitton die volle Bandbreite an Second Hand Mode an. Hier dreht es sich ausschließlich um Damenmode und privaten Angebote.

Was ihr beachten solltet? Damit ihr bei der Schnäppchenjagd auf der sicheren Seite seid, werden auch hier die Designerstücke vor dem Verkauf auf Echtheit geprüft. Allerdings nur dann, wenn diese über den Concierge Service zum verkauf angeboten sind. Für alle privat angebotene Artikel gilt die 3-tägige Frist, in der ihr nach Erhalt des Paketes die Möglichkeit habt ein Problem zu melden – z.B. wenn ihr der Meinung seid eine Fälschung erhalten zu haben oder wenn ein falscher Artikel geschickt wurde. Sollte das der Fall sein, wird es geprüft und ihr bekommt gegebenenfalls das Geld zurückerstattet.

Verkauf: Auch hier könnt ihr euch für eine der Optionen entscheiden: Selbst verkaufen oder verkaufen lassen. Kümmert ihr euch eigenhändig um den gesamten Verkaufsprozess, könnt ihr selbst den Preis bestimmen und handeln, sowie 90% des Verkaufserlöses behalten. Beim Concierge Service könnt ihr zwar von Anonymität beim Verkaufsprozess und Zeitersparnis profitieren, könnt dafür jedoch weder den Verkaufspreis bestimmen, noch handeln und nur 60% des Erlöses behalten. Der Versand wird über DHL abgewickelt und ist in EU-Länder sowie nach Großbritannien möglich. Die Versandkosten werden direkt bei der Kaufabwicklung automatisch berechnet und ihr bekommt ein Versandetikett zum Ausdrucken ausgestellt.

Skirt suit: Max Mara via Carou

Chanel bag via Vestiaire Collective


Carou

Carou ist ein Online-Shop mit Sitz im hessischen Darmstadt, der Kleidung für Frauen, Männer sowie Kinder anbietet. Dabei handelt es sich nicht um Kleidung, die von Privatverkäufern angeboten oder eingeschickt wurde, sondern um gespendete Altkleider aus der TEXAID Sammlung. (Hier erfahrt ihr mehr über das Unternehmen) Hier könnt ihr eure getragenen Schätze also nicht verkaufen. Wenn ihr jedoch etwas kaufen möchtet, ist der Versand bei Bestellungen über 20€ umsonst. Wenn der Preis darunter liegt, fallen 3,95€ an. 

Was ihr beachten solltet? Was diese Plattform von den anderen unterscheidet, ist das Rückgaberecht. Da hier keine Privatkäufe möglich sind, könnt ihr Kleidung, die euch nicht passt, innerhalb von 30 Tagen kostenfrei innerhalb Deutschlands zurückschicken. 

Übrigens habe ich HIER eine kleine Vorauswahl auf Carou getroffen mit meinen persönlichen Lieblingen. 


Vinted

Vinted kennen die meisten von euch vielleicht noch als ‘Kleiderkreisel.’ Erst seit 2020 tragen die zuvor getrennten Plattformen ‘Mamikreisel’ und ‘Kleiderkreisel’ den gemeinsamen Namen der Muttergesellschaft – Vinted. Die Funktionen jedoch bleiben die gleichen. Hier handelt es sich weiterhin um ein Ort für Privatverkäufe. 

Verkauf: Hier könnt ihr eure Kleidung hochladen, den Preis und die Versandkosten selbst bestimmen. Viele Kaufende gehen weiterhin den privaten Weg und kaufen die Kleidung – nach möglicher Verhandlung – über PayPal oder Überweisung. Jedoch gibt es auch die Option, das Produkt über das System selbst zu kaufen. Wenn der/die KäuferIn dies mit dem “Käuferschutz” kauft, müsst ihr eine Gebühr von 70 Cent zahlen und hinzu noch 5% des Verkaufspreises als Provision berechnen. Auch wenn der Kaufende mit Paypal nicht via “Family&Friends” zahlt, kommt durch den Käuferschutz etwas weniger Geld bei euch an. Dies könnt ihr jedoch mit der Person selbst im Chat besprechen. 

Was ihr beachten solltet? Vinted ist wohl der einfachste und direkteste Weg um mit dem Kaufenden oder dem Anbietenden zu kommunizieren. Durch das Bewertungssystem habt ihr auch eine gewisse Sicherheit. Trotzdem gilt es hier vorsichtig zu sein, da die Produkte nicht überprüft werden und ihr bei der Zahlung vor dem Versand natürlich immer ein gewisses Risiko eingeht. Der Verkauf von, vor allem günstigen Artikeln, lohnt sich rein rechnerisch bei Vinted jedoch am meisten.

Depop

Ähnlich wie Vinted funktioniert auch Depop. Jedoch findet ihr hier nicht nur Angebote von PrivatverkäuferInnen in Europa, sondern aus der ganzen Welt. Zudem gibt es hier auch Bücher und Magazine sowie Prints, Bilder und Selbst-gemachtes von Künstlern und Kreativen zu kaufen. Der Kauf funktioniert so, dass ihr eure Produkte selbst einstellen müsst, einen Preis festlegt und auch bestimmt, in welche Länder ihr liefert (nur in Deutschland, nur nach Europa, oder weltweit). Wenn der/die KäuferIn nicht die Chat-Funktion für den privaten Kauf wählt, sondern (wie bei Vinted) das interne System wählt, müsst ihr eine Gebühr von 10 % von dem Verkaufspreis abziehen. Hinzu kommt auch eine Gebühr von 2,5 % für die gewerbliche Nutzung von Paypal. 

Was ihr beachten solltet? Um Depop zu nutzen, braucht ihr also ein PayPal Konto, das ihr mit eurem Account verbindet. Wenn jemand etwas von euch kauft, wird das direkt auf euer Konto, mit den abgezogenen Gebühren, auf euer Konto überwiesen. Bevor ihr etwas kauft, solltet ihr schauen, aus welchem Land das Stück geliefert wird und mit höheren Versandkosten und möglichen Gebühren rechnen, wenn der Standort außerhalb von Deutschland oder außerhalb von Europa liegt. 

Produktiv bleiben: Wie man lernt, mit Stress im Home Office umzugehen (Teil 3)

An manchen Tagen setze ich mich an meine To-Do-Liste, die mir plötzlich viel zu lang scheint. Ich kann mich kaum aufraffen, weiß nicht wo ich beginnen soll, was höchste Priorität hat, weil ja alles irgendwie wichtig ist; kann mich nicht dazu überwinden, die ‘schlimmste’, anstrengendste Aufgabe zuerst hinter mich zu bringen. Ich brauche länger für die ‘To Dos’ für die ich nur die Hälfte der Zeit eingeplant habe und hänge hinterher. Kennt ihr das, wenn an manchen Tage alles auf euch einzustürmen scheint und ihr euch überfordert und durchgehend gestresst fühlt? Ich kenne solche Tage zu genüge. Doch ich habe auch gelernt, dass ich mich diesem Gefühl nicht hingeben darf, dass ich mich für diese Situationen vorbereiten muss. Wenn ich Hunger bekomme, bereite ich mein Essen zu. Wenn ich gestresst bin, fordert mein Körper ebenso eine Reaktion von mir. Diese Reihe dreht sich um das Thema, wie man im Home-Office produktiv bleibt. Im letzten Teil der Serie, widme ich mich nun den unschönen Dingen – und wie man mit ihnen umgehen kann. 

Auf Stress reagieren:

Atemübungen

Ihr hört euren Laptop eine E-Mail nach der anderen ankündigen, ihr sitzt bereits seit zwanzig Minuten an einem Satz, der euch einfach nicht gelingen will und eure To-Do-Liste scheint euch endlos vorzukommen. Der Spaziergang am Mittag scheint euch angesichts der Aufgaben unmöglich, dabei wisst ihr, dass er euren Tag um einiges besser machen wird. Kurz gesagt: Ihr seid gestresst. Tatsächlich kann man darauf reagieren – und zwar mit einem erstmal banal scheinenden, jedoch leicht umsetzbaren und tatsächlich effektivem Trick:

Durchatmen. 

“Erstmal durchatmen” ist nämlich weit mehr  als eine Floskel, mit der man andere beschwichtigen will. Stress lässt sich tatsächlich über die Atmung regulieren. Denn wenn wir gestresst sind, verändert sich auch unsere Atmung. Sie wird flach und schnell. Deshalb kann es schon helfen, sich einen Moment von der Arbeit und vom Schreibtisch ganz bewusst zu lösen und seine Konzentration auf sich und seine Atmung zu lenken. Atmet tief und langsam durch die Nase ein, haltet das Volumen kurz in der Lunge und atmet einige Sekunden langsam durch den Mund wieder aus. Es kann auch helfen, sich dabei die Hände auf den Bauch zu legen und ganz bewusst zu spüren, wie die Bauchdecke bei der Übung mitgeht. Atemübungen helfen nicht nur gegen die Angst, die mit dem Stress oftmals einhergeht, sondern auch gegen Konzentrationsschwierigkeiten und Erschöpfung. Natürlich wird diese Atemübungen nicht eure To-Do-Liste für euch abarbeiten – doch darum geht es auch nicht. Viel eher geht es darum, euch für diese Situationen vorzubereiten, denn sie werden euch schließlich im Arbeitsalltag immer wieder begegnen. Falls ihr euch jedoch zu häufig gestresst fühlt, kann dies auch daran liegen, dass ihr euch zu Hause noch kein Arbeitsumfeld schaffen konntet, indem ihr euch richtig konzentrieren könnt. Oder eure To-Do Liste euch nicht nur zu lang vorkommt, sondern sie tatsächlich zu lang ist. Hier erfahrt ihr, wie wichtig es ist einen Ort in den eigenen vier Wänden zu finden, an den ihr zum Arbeiten zurückkehrt – und wie ihr euch organisieren könnt, um Stress vorzubeugen. 

Zwei Arten von Burn-Out

Wenn ich persönlich merke, dass mir gerade alles zu viel wird, mir meine Aufgaben einfach nicht gelingen möchten und mich das Gefühl der Überforderung zu übermannen scheint, gehe ich meistens raus. Nichts hilft mir so sehr, wie meine Laufschuhe anzuziehen und joggen zu gehen. Obwohl ich dabei Zeit verliere, komme ich mit einem freieren Kopf zurück, habe eine Distanz zwischen mir und dem Gefühl geschaffen, konnte es reflektieren und gehe entspannter an meine To-Dos ran als zuvor. Es gibt jedoch zwei Arten des Burn-Out. Die eine ist körperlich. Wenn ihr durcharbeitet, eurem Körper keine Pause gönnt, dann macht dieser das irgendwann nicht mehr mit und reagiert mit Stress, sendet also ein Signal. Die zweite Art ist mental. Wenn man am Schreibtisch sitzt und schlicht keinen Sinn mehr in den Tätigkeiten sieht, die heute auf der Liste stehen.

Positiv bleiben

Nicht nur in diesen Zeiten, aber doch vor allem in diesen Zeiten sollte man seiner mentalen Gesundheit mindestens so viel Aufmerksamkeit schenken, wie der körperlichen. Auch wenn wir meinen, alles gut wegzustecken, kommen auf einmal Phasen, in denen wir die verdrängten Nachrichten und die Welt draußen, nicht mehr so gut aushalten können wie bisher. Es ist für jeden einzelnen schwierig und eine Belastung, auch wenn wir uns nicht beschweren sollten, mit einem Arbeitsplatz und einem zu Hause, ist es auch okay zu sagen, dass es gerade nicht einfach ist. Doch ebenso wie man an seinem Körper arbeiten kann, kann man auch an seiner Psyche ‘arbeiten,’ es jedoch zumindest versuchen. Bereits eine geführte Meditation (zB. Via FlowLab) kann den Stress ein wenig eindämmen. Auch wenn ihr es noch nie probiert habt und eher davor zurückgeschreckt seid. Vielleicht ist es jetzt gerade das Richtige für euch. 

Eine weitere Art, positiv zu bleiben? Setzt euch ein Mantra, manifestiert den Vorsatz für den heutigen Tag und richtet ihn dementsprechend aus. “Ich werde heute Freude in meiner Arbeit finden,” oder “Ich werde es heute ruhig angehen und mich nicht stressen lassen.” Es gibt viele Videos und Artikel, die näher auf das Thema Manifestation eingehen. Jedoch kann es den Tag wirklich beeinflussen, wenn ihr ihm einen Vorsatz widmet. Eine weitere Maßnahme, die hilfreich sein kann, ist es, Tagebuch zu führen. Manchmal wacht man mit einem schlechten Gefühl auf, dass einen so herunterdrückt und, dass man zunächst nicht richtig reflektieren kann. Wenn ihr in einem Tagebuch, einem Journal also, eure Gedanken niederschreibt, werdet ihr sie mit diesem Schreiben auch ein stückweit los. Es ist auch Überwindung notwendig, um das auch wirklich zu tun. Es kann jedoch helfen, den Ton für den Tag zu bestimmen und das was einen daran hindert, ihn entspannter zu durchleben, bereits am Morgen (oder am Abend) ’loszuwerden.’

Mir helfen beim Niederschreiben immer die folgenden fünf Fragen, die ich versuche zu beantworten. 

1. Welche 3 Dinge müssen heute passieren, damit der Tag super wird?

2. Was ist heute richtig gut gelaufen?

3. Wofür bin ich dankbar?

4. Bin ich heute weiter, als gestern?

5. Was würde mich stolz machen, wenn ich mich überwinde? (wöchentliche Aufgabe)

Der Leitfaden zum nachhaltigen Shoppen: Textilsiegel im Check (Teil 2)

Reisen fallen aus, Events sind gestrichen und spontane Treffen mit Freunden schon seit Wochen nicht mehr möglich. Seit dem Lockdown fühlt sich jeder Tag, wenn nicht gleich, dann doch sehr ähnlich an. Das alles muss ich euch natürlich nicht erzählen – schließlich sind wir alle in der gleichen Situation. Doch was ich in den letzten Tagen und Wochen gemerkt habe ist, dass das mit der scheinbar „zusätzlichen“ Zeit, die zumindest ein Teil von uns bekommen hat, gar keine so einfache Angelegenheit ist. Die einen nutzen sie für sogenanntes Self-Improvement, sie kochen, backen, lesen und putzen ihre Wohnung an Stellen, die in den Wochen davor einfach nicht wichtig genug waren. Andere finden das eher lächerlich. Doch ich muss sagen, dass ich den Gedanken, sich für Dinge Zeit zu nehmen, die man sonst immer vor sich herschiebt.

In meinem Fall ist das die Beschäftigung mit einem Thema, das oft so widersprüchlich und komplex war, dass ich mich dann doch um dringendere Angelegenheiten gekümmert habe, statt mich damit zu befassen. Deshalb freue ich mich umso mehr, euch hier bereits den zweiten Teil meines Leitfadens zu präsentieren, in dem ich euch die verschiedenen Textilsiegel vorstelle – wofür sie stehen, was sie bedeuten und was genau sie über die Nachhaltigkeit des Materials und der Produktion aussagen.

(Den ersten Teil des Leitfadens findet ihr hier.)

Frei von Schadstoffen:

Öko-Tex Standard 100

Das grün-gelbe Siegel das an Teppichen, T-Shirts oder auch Handtüchern gefunden werden kann, gehört wohl zu den bekanntesten Zertifizierungen weltweit. Das Label wird von der „Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie“ in verschiedenen Produktklassen vergeben: Artikel für Babys und Kleinkinder; Artikel, die hautnah verwendet werden; Artikel, die hautfern verwendet werden und Ausstattungsmaterialien. Dabei zeichnet das Siegel all die Produkte aus, die frei von krebserregenden Farbstoffen, Pestiziden und Stoffen sind, die Allergien auslösen könnten. Außerdem garantiert es Farbechtheit und einen hautfreundlichen pH-Wert. Dabei wird immer nur das Endprodukt kontrolliert – und zwar von verschiedenen Institutionen, die auf der ganzen Welt ihren Sitz haben, welche die Einhaltung der selbst gesetzten Standards garantieren sollen.

Die Kritik: Da das Zertifikat weltweit vergeben und somit weit verbreitet ist, herrscht auch ein gewisses Vertrauen in das Siegel, was dazu führen kann, dass Kunden sich bestärkt fühlen, ein Produkt zu kaufen. Doch dabei sollte nicht vergessen werden, dass das Siegel eigentlich nur eines wirklich verspricht: Dass das Endprodukt, das in den Geschäften hängt, frei von Schadstoffen ist. Doch der Begriff „Öko“ wird von vielen mit biologischen Produkten assoziiert und demnach auch mit entsprechenden Standards in der Produktion als auch der Verarbeitung der Produkte. Standards, die das Label nicht erfüllen kann. Es garantiert zwar, dass bestimmte Mittel nicht bei der Herstellung benutzt werden können, weil sie der Haut schaden – lassen jedoch den Anbau, die sozialen Bedingungen und den Umweltschutz dabei weitgehend außer Acht.

Wer trägt es? Das Siegel wird weltweit vergeben und ist dementsprechend auch weit verbreitet – nicht nur Kleidung, sondern auch Textilien wie Kissen, Teppiche oder Matratzen tragen das Label häufig. Im Bereich der Mode tragen es unter anderem Only, Kunert und The North Face.

Anspruch auf Nachhaltigkeit:

Made in Green

Ein weiteres Label aus der Öko-Tex Gemeinschaft ist Made in Green. Auch hier werden Kleidung sowie Heimtextilien zertifiziert und auf Schadstoffe nach dem Standard 100 geprüft. Doch das Label reicht deutlich weiter. Denn hier wird nicht nur auf den Verzicht von Pestiziden und Farbstoffen geachtet, sondern auch auf die sozialen Bedingungen. Die Materialien müssen also an „sicheren und sozialverträglichen Arbeitsplätzen produziert werden“ und „in umweltfreundlichen Betrieben“ hergestellt werden. Es wird nur für ein Jahr lang vergeben, was regelmäßige Kontrollen garantieren soll. Von Greenpeace wurde das Siegel nach Überarbeitungen und nach einer Entwicklung hin zu höheren Standards als „streng“ eingestuft. Außerdem verspricht das Label eine gewisse Transparenz, da jeder Artikel eine eigene I-D zugewiesen bekommt, welche über QR-Codes gescannt werden kann und die Lieferketten und Produktionsstätte des Produktes aufzeigt – sodass sich jeder ein eigenes Bild von der Herstellung machen kann.

Die Kritik: Obwohl die Überarbeitung des Siegels in den letzten Jahren für viel Lob gesorgt hat, kritisieren einige noch die Kontroll-Prozesse von Öko-Tex. Denn die Institute, die das Zeichen an Firmen vergeben, sind auch diejenigen, die sie schließlich kontrollieren. Oft werden hier verschiedene Stellen eingesetzt, um eine Unabhängigkeit zu garantieren. Bei Made in Green verzichtet man jedoch darauf – was viele für fragwürdig halten. Denn schließlich muss jedes Siegel bezahlt werden – und wenn die gleichen Institute, die das Geld bekommen auch die Kontrolle durchführen, kommen schnell Zweifel auf, wie streng die Kontrollen wirklich ausfallen.

Wer trägt es? Etwa 40 Unternehmen tragen derzeit das Made in Green Siegel. Hier könnt ihr einsehen, welche Brands dabei sind.

Das Traditionssiegel der Bundesregierung: Der Blaue Engel

Bei dem Blauen Engel handelt es sich um ein Umweltzeichen der Bundesregierung das bereits seit 1978 vergeben wird und „besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen“ in den verschiedensten Produktkategorien auszeichnen soll. Das bedeutet, dass nicht nur umweltschonende Kleidung mit dem blau-weißen Siegel versehen werden, sondern auch recycelbares Klopapier, die umweltfreundliche Zahnbürste oder auch Car-Sharing Dienste. Für jede Kategorie greifen natürlich andere Kriterien, die von den jeweiligen Firmen erfüllt werden müssen. Diese werden von dem Umweltbundesamt festgelegt, welche eine Jury stellt, die sich aus Vertretern verschiedenster Brachen zusammensetzt. Hier finden sich Wissenschaftler, Vertreter der Bundesländer, Umwelt- und Verbraucherbände aber auch Handel und Handwerk zusammen. Diese diverse Zusammensetzung soll eine gewisse Unabhängigkeit generieren. Die in dieser Jury beschlossenen Kriterien werden alle drei bis vier Jahre aktualisiert. Das stetig wachsende Vertrauen in den blauen Engel hängt nicht nur mit seiner Unabhängigkeit zusammen, sondern auch damit, dass der Vergabeprozess dokumentiert und veröffentlicht wird. Zudem geht es nicht nur darum, dass die Produkte umweltfreundlich sind – sie müssen auch sozialen Standards gerecht werden, eine Gebrauchstauglichkeit nachweisen als auch nachweislich auf Chemikalien während der Herstellung verzichten.

Die Kritik: Was oftmals an dem Konzept des Blauen Engels kritisiert wird, ist, dass es einem suggeriert, dass das Produkt das gekennzeichnet wird, eine umweltfreundliche Variante ist. Jedoch ist dies oftmals nicht der Fall – meist sind die Produkte nur etwas schonender als andere aus der Kategorie – was jedoch nicht bedeutet, dass sie nachhaltig oder gar umweltverbessernd sind. Daher sollte man nicht annehmen, dass nur, weil ein Stück das Siegel trägt, die Kaufentscheidung dadurch legitimiert wird. Dies gilt allerdings für alle Siegel, die hier vorgestellt werden. Das Zertifikat fungiert zwar als nützliche Orientierungshilfe – nimmt einem aber nicht die Entscheidung selbst ab.

Wer trägt es? Den Blauen Engel findet man auf den verschiedensten Produkten, es werden nicht ganze Marken damit ausgezeichnet.

Faire Arbeitsbedingungen: Fair Wear Foundation

Die Fair Wear Foundation setzt sich ein klares Ziel: „die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie“ – ein Thema, bei dem immer noch viel zu gerne weggesehen wird. Dieses tut die FWF mit verschiedensten Partnern, wie NGOs, Unternehmen, Fabriken, Regierungen und Gewerkschaften. Dieses Ziel hat gleich mehrere Implikationen – dazu gehört unter anderem das Verbot von Kinderarbeit, sicherer Lohn und Arbeitsplätze als auch das Recht auf Vereinigungsfreiheit. Doch der Fokus liegt neben dem sozialen Aspekt auch bei der Produktion, die laut den Standards des Zertifikats so umweltschonend wie möglich gestaltet werden sollte. Gewährleistet soll die Erfüllung der Kriterien durch jährliche Performance-Checks. Dabei werden nicht nur die Endprodukte, sondern die gesamte Produktionskette überprüft. Demnach geht die FWF vor Ort, dorthin wo die Kleidung auch wirklich hergestellt wird.

Die Kritik: Die gekennzeichneten Brands verpflichten sich zwar daran zu arbeiten, die Standards zu erfüllen – das bedeutet jedoch nicht, dass sie die gegebenen Kriterien bereits erfüllen (können). Manche zeigen dabei zwar schnelle Ergebnisse, doch das ist nicht bei allen Marken der Fall.

Jeans: Armedangels

Wer trägt es? Die nachhaltige Brand Armedangels aus Köln als auch die schwedische Brand Acne Studio gehören zu den Marken, die sich dazu verpflichtet haben, die sozialen Standards des Labels zu erfüllen.

Ihr interessiert euch für nachhaltige Mode? Hier habe ich meine Lieblings-Brands, vorgestellt die alle unterschiedliche, nachhaltige Ansätze verfolgen.

Liebe Social Media Community, wir müssen reden.

Liebe Social Media Community,

Wir müssen reden. Die letzten Monate waren hart – und sind es noch. Wir durften kaum etwas unternehmen, dass uns wirklich Freude bereitet oder ablenkt, Menschen sehen, die wir lieben und hinzu kommt das kalte Wetter, die wenige Sonne und die permanent schlechten Nachrichten.

Ich weiss, ich gehöre zu der wohl privilegiertesten Gruppe – und trotzdem sage auch ich mir oft: „Ich kann nicht mehr“. Psychisch ist es wirklich aktuell eine Belastungsprobe und ein Licht am Ende des Tunnels ist kaum wahrnehmbar. Ich kann mir deswegen also nur vage vorstellen, wie es für die meisten Anderen da draußen sein muss. Scheiße nämlich. Und wisst ihr was? Es ist okay, das zuzugeben. Wir dürfen uns so fühlen. Und wir dürfen auch einfach kein Bock mehr haben. 

Doch wisst ihr, was trotzdem nicht okay ist? Seine schlechte Stimmung an Anderen auszulassen. Denn denen geht es auch nicht viel besser. In letzter Zeit beobachte ich nämlich immer mehr, wie vornehmlich Frauen, die permanent für eine gerechte Gesellschaft kämpfen, hier auf Social Media heruntergebuttert werden. Social Media war schon immer ein emotional volatiler Ort, aber in letzter Zeit ist der Ton deutlich rauer geworden. 

Deswegen hier eine Bitte: 

Seid bitte nett zueinander und unterstützt euch gegenseitig. Seid einander eine Stütze in diesen harten Zeiten. Denn es ist aktuell hart genug für uns alle und auch wenn man es von außen nicht sieht, struggeln die allermeisten von uns. Ich weiss, es ist sehr einfach, seine schlechte Laune auf Social Media an JournalistInnen und InfluencerInnen auszulassen, aber nur weil wir in der Öffentlichkeit stehen, heisst es nicht, dass wir auch zum Abschuss freigegeben sind. Dass uns negative Kommentare nicht auch nahe gehen. Oder, dass wir den hohen Ansprüchen, die an uns gestellt werden, auch gerecht werden (müssen). Denn nur, weil wir versuchen, es besser zu machen, heisst es nicht, dass es uns auch wirklich in allen Lebenslagen gelingt. Wir tragen keinen Heiligenschein. Diese Erwartungshaltung ist schlichtweg unrealistisch.

In meinem Fall merke ich vor allem, wie ungesund diese Erwartungshaltung von außen auch für meine Psyche ist, weil ich schon von mir aus so hohen Erwartungsdruck habe, dass ich immer wieder regelmäßig einen mentalen Breakdown habe, weil ich versuche, unbedingt alles richtig machen zu wollen. Doch das geht nicht. Ich bin keine Maschine und meine KollegInnen sind es auch nicht. Bitte hört auf, das von ihnen zu erwarten. Und Recht machen, kann man sowieso nicht jedem. Irgendwo lautert immer ein Hater. Seid also bitte nicht selbst die Hater, denn selbst, wenn es keine Absicht ist, kann es so ankommen und Nachrichten, die vielleicht nicht so böse gemeint waren, können als solche interpretiert werden. 

Ich weiss, ich habe wirklich Glück mit euch. Ich habe eine extrem liebevolle Community und ich durfte bei euch immer weich fallen und wurde glücklicherweise auch nicht zur Zielscheibe. Doch es macht mich wütend zu lesen, dass beeindruckende Frauen wie Natascha Strobl und Alice Hasters  sich zurückziehen müssen, weil der Druck einfach immer wieder so hoch wird. Frauen, zu denen ich aufschaue wie DariaDaria oder Nike, werden immer wieder für das absolut Lächerlichste kritisiert, weil Menschen unrealistische Erwartungen an sie haben.

Deswegen mein Appell:

Ich verstehe, dass es gerade hart ist für uns alle und dass es schwer ist, freundlich zu bleiben und sanft, aber bitte – lasst nicht die Menschen im Stich, die trotzdem noch irgendwie die Kraft aufbringen, weiterzumachen, zu kämpfen und stellt euch, wenn ihr könnt, an ihre Seite. Überlasst Social Media nicht den Hatern.