Germans in Paris: 3 Fragen an Marina Hoermanseder

Es geht weiter in unserer Reihe zu den Deutschen in Paris, sprich deutschprachigen Designern, die in Paris bei der Fashionweek anwesend waren. Im Berlin Showroom zeigte diesmal die Wahlberlinerin Marine Hoermanseder ihre neue Kollektion. Aber das reichte der gebürtigen Wienerin nicht ganz und so schickte sie Models in ihren Kreationen auf die Schauen, bzw. mitten ins Streetstyle-Getümmel vor Chloé und Konsorten.

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Wir wollten wissen, was Marina Hoermanseder damit bezweckt?

Ihre PR-Idee ging auf alle Fälle auf. Sehr viele Streetstyle-Fotografen knipsten die Mädchen in den außergewöhnlichen Leder-Bänder-Röcken, -Kleidern und Korsett-Tops.

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Germans in Paris: 3 Fragen an Kaviar Gauche

Wie jede Saison widme ich mich am Ende der Trendanalysen auch immer den Deutschen, die in Paris zeigen. In dieser Saison habe ich Talbot Runhof, Allude, Marina Hoermanseder, Achtland und Kaviar Gauche jeweils drei Fragen gestellt.

Los geht’s mit Kaviar Gauche:

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In der ersten Folge interviewe ich Johanna Kühl von Kaviar Gauche. Das Berliner Label zeigte in Paris ´eine fulminante und sehr trendträchtige Kollektion. Einzelne Modelle haben wir bereits in den vorangegangenen Trendanalysen vorgestellt. Ich wollte mir die Kollektion aber auch ganz nah anschauen, fuhr zum Showroom und entdeckte eine liebevoll und aufwendig gearbeitet Mode, die den Pariser Standards leicht gerecht wird.

Warum Kaviar Gauche nun in Paris zeigt und was das Thema ihrer Sommer-Kollektion ist, erfahrt Ihr im Interview.

Hier ein paar meiner Lieblingsmodelle und ein Zoom auf die Arbeit:

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Fotos: Catwalkpictures, Barbara Markert

Video: Barbara Markert

Jimmy Choo’s neue Stylemakerin: Vroni Heilbrunner

Da schaue ich gerade eben in meinen Mail-Account und sehe ein allzu bekanntes Gesicht: Veronika Heilbrunner! Streetstyle-It-Girl und Style Editor von Harper’s Bazaar. (Und nebenbei bemerkt: verbandelt mit Justin O’Shea, mega-cooler Buying Director von mytheresa. Ein very stylish couple!) Jedenfalls: Veronika Heibrunner ist der neue Stylemaker von Jimmy Choo. Jede Saison kürt das Schuh-Label eine internationale Stil-Ikone zum Stylemaker, die ihre Outfit-Stylings zu Modellen aus der aktuellen Accessoire-Kollektion von Jimmy Choo zeigt. Vorgängerinnen von Verronika Heilbrunner waren unter anderem Bloggerin Tina Leung und Stylistin Natalie Joos.

Ach ja: Veronika kenne ich seit gut zehn Jahren – damals war sie Fashion-Assistentin und dann Mode-Redakteurin bei der Glamour und ich dort stellvertretende Chefredakteurin. Damals war schon klar: Sie hat extrem viel Potenzial und ist dabei noch unglaublich nett und verlässlich und so gar nicht abgehoben wie so viele andere aus dem Fashion Business. Klar: Und toll aussehen tut sie sowieso. Ich mag ihren unangestrengten Look! Den Modepilot schon 2009 als Streetstyle geknipst hatte.

Bitte beachten: Unter den Favoriten Looks von Veronika ist auch der Trend weiße Söckchen zu Schuhen mit Blockabsatz. Diesen Trend hatte Barbara Markert ja gerade unter die Lupe genommen.

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Fotos: PR, Jimmy Choo

Lasst uns mal über’s Waschen reden

Waschmittel Remedy Modepilot

Wäschewaschen ist so eine Sache, die man von zuhause mitbringt. Oder ist Euer Waschverhalten ein grundlegend anderes als das Eurer Mutter/Eltern?

Ich habe meine Mutter immer im Ohr, wenn mich eine neue Duftkreation von Lenor aus dem dm-Markt-Regal anlacht: “Weichspüler sind nicht gut für die Umwelt und die Textilfasern leiden auch darunter.” Als ich ein einziges Mal “Sahara” ausprobierte, hatte ich zwar gut duftende Wäsche, aber auch ein sehr schlechtes Gewissen. Auch verwende ich Waschmittel nur sparsam – gleicher Grund. Wenn andere nach frisch gewaschener Wäsche duften, dann gefällt mir das, aber ich habe auch die Befürchtung, dass diese Menschen bald einen Hautausschlag bekommen, weil viel zu viel Chemie in ihren textilen Fasern steckt.

"Remedy" von Laundry Detergent Project, 1 Liter kostet circa 13 Euro

“Remedy” von Laundry Detergent Project, 1 Liter kostet circa 13 Euro

Es ist an der Zeit ein eigenes Waschritual zu entwickeln. Ich kann nicht ständig an frühere Mitschüler denken, deren Mütter Waschpulver in riesigen Pappschachteln kauften und entsprechend viel Schaum und Duft produzierten. Auch ich möchte dauerhaft Duft in meinen Baumwollsachen haben und dafür habe ich jetzt “Remedy” (engl. = Abhilfe) vom Berliner Laundry Detergent Project. Gründer Matthias Schwach hat das zu 100 Prozent biologisch abbaubare Produkt mit einem dänischen Seifenproduzenten entwickelt und es duftet nach klassisch frisch gewaschen – nicht nach Persil im Übermaß, irgendwie eleganter. Und ich habe ein sehr gutes Gewissen, das ich weitergeben möchte.

Shop: Das Flüssigwaschmittel “Remedy” kann man bei laundrydetergentproject.com online kaufen: 1 Liter kostet circa 12,90 Euro, das 6-Monatsabo (1 Liter alle sechs Wochen = 4 Liter) hat den Vorteilspreis von 49 Euro. Nicht von der Duftsorte “Lavender-Mint” abschrecken lassen! Das ist das Zeug, von dem ich sprach.

Fotos: Kathrin Bierling/modepilot

Lasst uns mal über’s Ausstatten reden (Bambi)

Collage Bambi 2013 Kleider Modepilot

Am vergangenen Donnerstagabend fand wieder die Bambi-Verleihung statt. Dieses Mal in Berlin. Und es folgten Gespräche darüber, wie schick die deutschen Stars und Gäste doch geworden sind. Jedes Jahr schicker. Das ist natürlich eine schöne Entwicklung. Schließlich möchte man sich für rosa-grün schimmernde Seidentaft-Kreationen nicht schämen müssen, wenn Karl Lagerfeld, Robbie Williams, Miley Cyrus und Bill Gates kommen und sich bedingter Weise einen Eindruck von der deutschen Abendmode machen.

Wie kommt es zu der Professionalisierung auf deutschen Veranstaltungen? Ganz klar, auch hierzulande haben Gala-Gäste und Modemarken erkannt, dass eine Kooperation beiden hilft. Die Marken verschicken bereits am Tag zuvor e-Mails an die Presse mit Ankündigungen, welche Damen ihre Mode tragen werden, darunter Boss, Rena Lange und Basler. Ebenso die Schuh- und Schmucklabels (Jimmy Choo, Chopard). Damit stellen die Ausstatter sicher, Erwähnung zu finden. Damit wird auch sicher gestellt, dass der angezogene Star Erwähnung findet. Da freut sich der Agent! Und die Ausgestatteten bekommen ein aktuelles Outfit mit dem sicheren Gefühl, nichts falsch zu machen, für das sie nichts zahlen müssen oder sogar dafür bezahlt werden, dass sie Werbung für die Marke laufen. Neben den vielen Bildunterschriften “Schauspielerin XY trägt XY” führt das zu oftmals viel schöneren Red-Carpet-Fotos made in Germany.

Schönheit versus Originalität. Früher sah man es der Berliner Jungschauspielerin an, dass sie sich mit Mode nicht beschäftigt, wenn sie auf der Bühne einen Preis entgegen nahm. Sie zimmerte sich etwas aus schwarzem Samtrock vom Flohmarkt und geliehener Bluse zusammen. Das war charmant. Beim Zuschauer blieb hängen: Sie ist eben eine Künstlerin, liest Drehbücher und keine InStyle.

Und, wenn eine in einer atemberaubenden Robe auf die Bühne trat, dann gehörte dieses Stilempfinden, diese Bereitschaft viel Geld für einen Auftritt auszugeben oder die Eitelkeit eben zu dieser Person. Auch davor hatte ich Respekt als Modeliebhaberin.

Heute ist die Abendrobe ein Vermarktungstool, aber es gibt auch noch schöne Überraschungen. Sei es, weil die Damen “ihr Ding” durchziehen oder sei es, weil sie sich ihre Modepartner und deren Kreationen nach persönlichem Geschmack und typgerecht aussuchen: die österreichische Köchin Sarah Wiener trug ein altes Kleid der Berliner Modedesignerin Mari Otberg. Darauf ist ein Schwein mit Sprechblase “Friss mich!” gestickt. Schauspielerin Nora von Waldstätten (auch Österreicherin) trug ein bodenlanges Kleid aus einem roséfarbenen Ausbrennerstoff mit Blütenmuster, das gefeiert wird und dessen Marke (Escada) in den Bildunterschriften bislang nicht genannt wird, Schauspielerin Jessica Schwarz entschied sich für zweierlei Orange von Hien Le und schaffte damit den Spagat zwischen Professionalität und Charme: Der hellorangefarbene Rock klebte auf der Bühne an ihren Beinen und gab ihr wohl zu viel preis, weshalb sie sich die Tasche vorhielt. Sängerin Miley Cyrus kam in Vintage Gaultier an (sie spricht es “Wintek Gottie” aus), Modedesignerin Victoria Beckham (sie bekam den Fashion Bambi von Karl Lagerfeld überreicht) trug eine Eigenkreation, die Models Lena Gercke (in Michael Michalsky) und Eva Padberg (in Boss) wurden Model-like ausgestattet und sahen beide umwerfend aus und Modedesignerin Leyla Piedayesh (Lala Berlin) führte ihre Punkte-Serie fort – siehe Bambi 2012 >>>, steigerte diese und verteilte Glitzerstaub auf all unseren Augen.

Streetstyle: Schick in Blame

Modepilot-Designerin-Blame-deutsche Designer -Paris-Streetstyle-Foto: MarkertIch finde es immer gut, wenn deutsche Designer bei der Fashionweek auch ihr eigenes Rolemodel werden. Hier sehen wir die Berliner Designerin Sonja Hodzode vom Label Blame in einem Lederrock aus der aktuellen Winterkollektion, den sie mit einem gelben Strasspulli aus dem letzten Winter kombiniert. Schaut spitze aus, oder?

Warum hat die eigentlich noch keiner der Online-Händler im Angebot?

Foto: Barbara Markert