Für alle Höhen

Ja, das ist zugegebenermaßen kein neues Modell, dafür aber mittlerweile zum Klassiker avanciert: Valentinos Nieten-Heels, -Kitten Heels, -Ballerinas. Seit Ewigkeiten schleiche ich nun drumherum und stelle mir vor, Stück für Stück ein Modell in jeder Höhe zuzulegen. Macht aus jedem Fetzen einen Hingucker, aus jedem Alltagsoutfit ein Highlight.
Nur bei den Farbstellungen bin ich noch uneins… Schwarz/Nude? Nude/Nude? Pink/Nude oder Schwarz/Schwarz?

Fotos: valentino.com

Gestatten: Schmidtchen Schleicher!

Nein, bei diesem Motiv handelt es sich nicht um ein Michael Jackson-Double. Es ist der Fuß einer guten Freundin. Und das kam so: Wie geschrieben, werde ich ja einen Teil meines Sauer-Verdienten verstärkt in Italo-Waren investieren. Und da ich ja nun mal diese Gucci Loafer haben will, die aber immer überall in allen möglichen Größen ausverkauft sind (an dieser Stelle: liebes Gucci-Team, wir müssen mal ein ernstes Wort reden. Bei Eurer Kommunikation stimmt irgendetwas nicht, wenn eine Verkäuferin sagt, den Schuh gäbe es in schwarzem Leder nur Online, und eine andere behauptet, er sei nur für USA und Fernost produziert worden – alles wahnsinnig kompliziert, naja, anderes Thema), habe ich kurzerhand beschlossen: ich kaufe das Herrenmodell.
Keine Sorge, der im Bild ist es nicht, sondern das Ganze in braunem Velour und schmaler geschnitten. Passt gut, ist günstiger und sieht beinahe cooler aus als die Damenteile.
Wenn das kein guter Wille ist und echte nachbarschaftliche Hilfe, weiß ich auch nicht.

Foto: Mainlandoffice/Modepilot

Preview: Die ersten Karl Lagerfeld Uhren!

Joern Frederic Kengelbach, der sieben Jahre lang das Uhren-Ressort von GQ Gentlemen’s Quarterly verantwortete und das jährlich erscheinende Magazin “GQ Uhren” leitete, hat Karl Lagerfeld zum Launch seiner Uhren-Kollektion exklusiv für Modepilot interviewen dürfen. Wir freuen uns sehr darüber! Vorab nun für Euch seine ersten Gedanken zu den Lagerfeld’schen Kreationen:

“Nun also auch Karl. Nach Ralph Lauren 2010 und Dolce & Gabbana letzten Herbst, lanciert auch Lagerfeld seine eigene Uhrenkollektion unter eigenem Label. Naja fast, denn um Produktion und Vermarktung kümmert sich die allseits bekannte Fossil-Group, die für die halbe Modebranche eine Armada an Modellen in Lizenz herstellt (unter anderem für Emporio Armani, Burberry, Marc Jacobs und Diesel). Das verwundert gleich doppelt: Denn zum einen verließen soeben die Gabbanas genau diesen Hersteller und produzieren ihre Uhren nun in der Schweiz selber. Zum anderen folgen sie wie vorher schon Ralph Lauren dem Trend weg von preiswerten Quarzmodellen hin zu sündteuren, mechanischen Manufakturkollektionen wie es seit Jahren schon Louis Vuitton, Chanel, Dior und Hermes vormachen. Seit wann interessiert Karl Lagerfeld das, was andere tun, scheint die Antwort zu lauten. Oder anders formuliert, kein Trend ohne Gegentrend: Alle Lagerfeld-Uhren haben Quarzwerke und kosten mit Preisen von 199 bis 599 Euro nicht mal ein Zehntel der teuren Konkurrenz.

 

Wollen wir das? Die Kollektion ist riesig und wirkt mit 50 Modellvarianten in sieben Kollektionen zunächst so, als wolle Lagerfeld den Uhrenhype der letzten Jahre mit einem Schlag aufholen und das Feld von hinten her aufräumen. Immerhin hat selbst Rolex nur zehn Grundmodelle im Angebot – und die Marke ist 105 Jahre alt. Allerdings und das ist bei Uhren nun mal entscheidend, sind die Modelle gut wiedererkennbar und unterscheidbar. Neben der eher spielerischen Kollektion „KARL Chain“, unter anderem mit an Ketten hängenden Taschenuhren, sticht vor allem die nietenbesetzte Kollektion „Karl Zip“ mit Reisverschlüssen ins Auge (darunter befindet sich auch die teuerste, zugleich Role Model, ein schwarzes Nietenarmband mit integrierter Uhr, meine persönliche Empfehlung). Am meisten verkauften dürfte sich allerdings die maskuline „Karl 7“ (ab 199 Euro). Um das zu erkennen, braucht es nicht mal die Glückszahl des Designers im Namen. Sie erinnert nicht nur an die legendäre „J12“ aus dem Hause Chanel, dessen Chefdesigner Lagerfeld seit immerhin 30 Jahren ist, sondern vor allem an sein privates Lieblingsmodell: Er trägt seit über 35 Jahren eine Royal Oak von Audemars Piguet. Die sorgte im Jahr ihrer Lancierung 1972 für Aufsehen, da sie als Stahluhr erstmals teurer war als eine Massivgoldene. Sie gilt heute als Klassiker. Womit bewiesen wäre, dass gegen den Trend zu arbeiten, sehr erfolgreich sein kann.”

Mehr dazu im exklusiven Modepilot-Uhreninterview mit Karl Lagerfeld nächste Woche.

Photos: PR Karl Lagerfeld

Jimmy Choo auf die Nase

Sterne sehen kann man jetzt mit den Sonnenbrillen von Jimmy Choo. Absolut 80ies inspiriert. Hach … Seufz … Ich habe zwar mindestens schon fünf bis sieben oder auch mehr Sonnenbrillen, aber die “Sasha” von Jimmy ist mein neues Lustobjekt! HABEN WOLLEN. Warum ist Valentinstag schon vorbei? Und warum habe ich erst im August Geburtstag????

Ach ja, die “Sasha” gibt es in Schwarz, Fuchsia, Rosé und Braun. Ich kann mich nicht für eine Farbe entscheiden …

Fotos: PR, Jimmy Choo

Air war gestern. Nun? Flyknit Lunar 1+

Die Fashionistas haben einen neuen In-Turnschuh. Nike Air Max war gestern, heute trägt man Nike Flyknit Lunar 1+. Komischer Name, aber der Schuh soll toll sein, denn er sitzt angeblich perfekt wie eine Socke und ist ultra-leicht.

Er ist aus einem neuartigen Polyestergewebe, das an manchen Stellen dicht und an anderen lockerer gewebt ist, so dass es Luft reinkommt und man dennoch Halt hat. Es ist ein Laufschuh, aber wie so oft, ziehen ihn die Modeleute als Sneakers an. Siehe dieses Streetstyle von gestern mittag vor der Fashionshow von Ground Zero in Paris.

Modepilot-Nike Flyknit Lunar 1+-Streetstyle-Markert-Fashionweek-Paris

Mir gefällt dieser Schuh, weil er eleganter und weniger klobig ist als der Air Max. Auch wenn ich dem Turnschuh-Trend eher skeptisch verfolge (Das hatten wir doch alles schon mal in den 90ern bis zum Exzess ausgelebt und nun habe ich irgendwie wenig Bock drauf, so wie damals rumzulaufen), bin ich versucht, mir dieses Teil zuzulegen. Vor allem weil es ihn auch mal in “normalen” Farben gibt. Denn: Ich HASSE Neon!

Foto: Nike Screenshot, parisoffice / Modepilot

Fragen Sie den Servicepilot!

Heute: Lieber Servicepilot, wenn ich Schuhe mit Lochmuster kaufe, die schon im Laden nicht passen, passen die dann irgendwann doch?

Servicepilot: Nein.

Ja, sie tanzten nur einen Sommer respektive einen Tag lang an meinen Füßen, die Basleys von Isabel Marant. Nun habe ich hier schon so oft darüber geschrieben, dass man Schuhe niemals, NIEMALS!!!!, zu klein kaufen sollte, aber bei mir selber kommt das im Oberstübchen nicht so richtig an. Egal. Heute also wieder zu Hayashi, und Basley in Bobby (s. unten) umgetauscht.

Mann, Mann, Mann… ich hab’ ja auch sonst nichts zu tun im Leben.

Foto: Mainlandoffice/Modepilot