Ist das kaputt oder gehört das so?

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Schuhe, die so aussehen, als hätte sie die große Schwester 2 Jahre nonstop auch im Bett getragen und nun weiter vererbt. Kaputte Jeans, bei deren Anblick sich meine Oma im Grabe umdrehen und sagen würde “Wie läufst Du denn schon wieder rum?” oder T-Shirts mit Löchern, die uns an unsere alte Hausaufgabenausrede erinnern “Es tut mir leid, aber mein Hund hat das aufgegessen.” Alles schon mal gesehen. Ebenfalls ein Wahnsinns Clou: Oberteile, die aussehen, als wären sie auf links gedreht. Hin und wieder hat man das Gefühl, wenn gerade kein neuer Trend ansteht, packt man sich blindlings schon da gewesenes und pinselt das Attribut Vintage darüber. Oh, nicht dass ich hier lästern will, ganz im Gegenteil: Vintage ist klasse und Destroyed Jeans beispielsweise sind absolut nach meinem Geschmack! Die Ausnahme bestätigt allerdings in diesem Fall die Regel.

Doch es geht auch anders. Sozusagen die elegante Variante. Wilde Cut Outs im Rücken sind überholt. Schlitze, die sich aus dem Nacken über den kompletten Rücken ziehen, bieten nur bei entsprechender Bewegung oder genauem Hinsehen tiefe Einblicke. Trotzdem sorgt der Look für einen aufregenden Reiz.
Absolut begeistert war ich von einem Cardigan, der mir neulich über den Weg lief. Hier fanden sich die Schlitze nicht am Rücken, sondern an den Seitennähten, oder besser gesagt, an den Seiten gab es keine Naht. Das Jäckchen wurde nur über die Schultern und Ärmel zusammengehalten. Ab den Achseln trennen sie sich. Im Internet habe ich so ein Exemplar bisher nicht finden können. Deswegen bin ich super dankbar für Hinweise und Tipps?! Und selbst wenn nicht, findet sich bestimmt ein Kleidungsstück in meinem Schrank dem ein kleines, aber feines Makeover ganz gelegen kommen würde. Nähte an der Seite bis zur Achsel aufgetrennt, noch mal kurz drüber mit der Nähmaschine und Zack – fertig das Trendteil!

Habt ihr euch auch schon mal selbst um einen Used Look gekümmert?

Liebe Grüße,
Eure Kathi

Super insidefruits

Paris Fashion Week: Dior Runway Report

Da liege ich mit Schnupfen, Kopfschmerzen und Halskratzen in meinem Bett in München und Parisoffice bittet mich um den Runway-Report zu Dior, weil in Paris wohl die Hölle los ist. Let’s try!

Ist ja nicht so, als würde ich nicht auch im schlimmsten Delirium die Paris Fashion Week verfolgen. An dieser Stelle: Danke für die guten Videos auf Instagram, Gio! Aufmerksam stelle ich fest, dass da jemand plötzlich fröhliche Knallfarben für Sommer 2014 präsentiert  – hey, das war so nicht abgesprochen! Sollte etwa das Saying, niemals Modetrends vor Paris (immer die letzte Modewoche) formulieren, Gültigkeit behalten?

Ja und nein: Denn auch in Paris gab es bislang viel Schwarz und viel bauchfrei zu sehen, wie auf den anderen Fashion Weeks zuvor. Und auch die steifen und/oder körperfernen Tops gab es wieder, auch die Keyhole-Cutouts. Volantröcke, geschlitzte Röcke und die nicht zu zuckrigen Pastellfarben. Nur Raf Simons, Dior-Chefdesigner, meinte, die Farben noch einmal knallig aufleben zu lassen…

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Abgesehen von den Confetti-Effekten (siehe völlig missratenes Kleid in Hellblau unten), mochte ich seine bauchigen Seidenröcke, die auf halber Oberschenkellänge schmaler werden. Und zu rauchigem Flieder finde ich ein knalliges Orange durchaus angemessen.

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Fotos: Dior

What’s that? – That’s fashion!(?)

What´s that

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Oft sind neue Trends extrem abgefahren und experimentell. Aber habt ihr nicht auch das Gefühl, dass es manchmal übertrieben ist? Ich bin auf ein paar Trends und It?-Pieces gestoßen, die ich dann doch etwas zu speziell finde.
Versteht mich nicht falsch, ich bin ein Fan von außergewöhnlicher Mode. Aber für mich muss es immer noch tragbar sein. Ich will nicht aussehen wie vom Zirkus und ich möchte mich vor allem nicht unwohl fühlen, wenn ich in einem Outfit durch die Stadt laufe.

Fangen wir doch mit Cut-Outs an komischen Stellen an. Wenn Cut-Outs in Hosen zum Trend werden, werde ich wohl nicht zu den Fashion-Jüngern dieses Looks gehören, denn ich möchte mir keine Sorgen machen müssen wie viel andere Leute sehen können und vor allem hätte ich nicht die geringste Ahnung, was ich drunter ziehen soll!?

Von drunter geht’s zu drüber: Auffälliger Kopfschmuck scheint nun wirklich zu den Trends von 2013 zu gehören. Jedenfalls haben sich Blumenkränze heimlich an die Spitze gemogelt. Aber Blumenkränze in Ohrenform? Etwas zu Manga-artig, wie ich finde. Genauso möchte ich keinen Prinzessinnenschmuck aufhaben, denn Uni-Alltag ist nicht gerade ein Märchen, also will ich auch nicht aussehen wie eine Figur aus Disneys Aladdin.

Abgefahrene Schuhe und Taschen sind schon eher mein Ding, denn vor allem meine Schuhsammlung ist alles andere als gewöhnlich. Aber auch hier kann man durchaus über das Ziel hinaus schießen. Schnürsenkel die keinen Zentimeter der Schuhe mehr freilassen sind mehr als ein Eyecatcher und meiner Meinung nach too much. Aber hier kann ich die Fans des Looks noch verstehen. Schuhkunst ist toll und wer Extravaganz mag und sich traut solch einen Look zu tragen: Hut ab!

Auch Taschen sind in letzter Zeit keine praktischen Dinge mehr, sondern gleiten auch sehr in Richtung Kunst ab. Man erinnere sich an die coolen Buch-Clutches von Olympia Le-Tan. Oder wie hier auf dem Foto: Mädchen mit Eimer beim Milch holen, nur dass es eine sündhaft teure Designer-Tasche ist. Und genau deswegen hätte ich bei solch außergewöhnlichen Trends Angst: Wenn der Hype vorbei ist, habe ich Geld für etwas ausgegeben, was ich dann weder tragen noch sehen kann.

Aber was haltet ihr von solchen Special-Pieces? Top oder Flop? Ich freue mich auf eure Meinungen!

liebe Grüße und bis bald,
Lydia

Danke insidefruits.de