Zweiter Weihnachtsfeiertag. Zum Abschluss des Advents 2013 habe ich mir die schönsten Fenster von Paris für Euch aufgehoben. Die Prada-Fenster für das Kaufhaus Le Printemps.
Die Macher des Luxus-Kaufhauses gehen fast jedes Jahr eine Kooperation mit einerm Designer ein und meistens nutzen dann die Designer sich selbst dicke in Szene zu setzen. Wir erinnern an Karl Lagerfeld und auch Alber Elbaz. Miuccia Prada hat es schlauer angestellt und Fenster gemacht für diejenigen gestaltet, für diese Fenster auch gemacht werden, nämlich für die Kinder. In den Prada Fenstern tummeln sich jede Menge lustiger Bärchen ausgestattet mit Pradas Kultprodukt, dem Nylon-Rucksack. Und was die da alles anstellen, es ist einfach herrlich. Doch seht selbst. Irgendwo zwischen den Filmen versteckt sich auch ein fasziniertes Babyoffice. Denn wie gesagt: Modepilot testet immer und immer wieder. Selbst die Kindertauglichkeit der Weihnachtsfenster. Viel Spaß beim Gucken.
Ach, weiter unten gibt es dann auch noch einen Blick in den Pop-Up-Store von Prada mit einer drehenden Parade-Treppe für die Schuhkollektion und jede Menge Bärchen für den Schlüsselbund. Das hier ist das dazugehörige Werbeplakat:
In den 10 Minuten, in denen ich den Film machte, kaufte eine Asiatin sage und schreibe rund 7 Produkte dieses Ladens. Tasche, Schuhe, Geldbeutel, Schlüsselanhänger…. Die kaufte ein, wie ich im Obstladen. Ach, da nehme ich noch ein paar Bananen mit, Äpfel, Kiwi, Karotten…
So, das war’s mit unserer Weihnachtsberichterstattung. Einen schönen Rest-Feiertag wünschen wir Euch und Kopf hoch für alle, die morgen wieder arbeiten müssen. Kleiner Trost: Ich muss auch ein bisschen ran, aber von Zuhause aus.
Endspurt zu Weihnachten. Schnell, schnell, ich habe noch ein paar Weihnachtsfenster: Heute Lanvin. Thema: Christmas in Las Vegas. Na, das passt doch mit diesen Neon-Buchstaben im Fenster.
Und hier noch mal in Ruhe, denn dieses Video macht einen ja Kirre! Was ist denn das für Zeugs da unten?
Alber Elbaz, Designer bei Lanvin, albert einfach gerne rum. Sehr schön!
Am Wochenende habe ich Euch hier schon die Weihnachtsfenster von Le Bon Marché gezeigt. Nun gibt es eine Folge: Hier sind die Fenster von Galeries Lafayette in Paris. Auch dieses Kaufhaus wählte als Thema die Zeit. Aber das Ganze ist viel verspielter und niedlicher aufgearbeitet. Seht selbst: Ein Gang entlang der Lafaette-Schaufenster!
Irgendwie ist man zur Weihnachtszeit so overloaded mit Glitzer und Kugeln und Lichtern und all dem Glitter-Krimskrams. Deshalb schaue ich in die meisten festlich dekorierten Schaufenster nur kurz rein. Gestern bin ich aber stehen- und hängengeblieben: Das Weihnachtsschaufenster von Yousefy (Edel-Boutique am Promenadeplatz in München) hat mich echt überrascht und entzückt. Und das will ich Euch nicht vorenthalten. Guckt mal:
Ist doch mal was anderes als Weihnachtsmann und Tannenbaum! Okay, ob es jetzt Schneewittchen neu interpretiert sein soll oder ein total müdes Münchner Party Girl ist, weiß ich auch nicht.
Neulich auf Sylt. Vor zwei Wochen flog ich auf die norddeutsche Insel Sylt, für manche noch das Marbella von Deutschland, für andere das deutsche Ibiza. Ich fliege da ebenso gern hin, wie ich nach Mallorca oder Ibiza fliege. Das meine ich ernst. Für Klischees gibt es meistens einen guten Grund. In diesem Fall handelt es sich schlicht um Inseln, die Körper und Geist gut tun. Und es wird einer Modejournalistin auf so einer Insel nie langweilig. Schon beim Boarding geht es los. Ich muss mein Gate nicht kennen, um zu wissen, wo die Maschine nach Sylt oder nach Ibiza startet. Am Ibiza-Gate steht mindestens eine Model-gleiche Frau in Weiß mit weißer Birken-bag und echt-goldenen Accessoires. Am Sylt-Gate entdecke ich ältere Pärchen: die Dame mit pastellfarbenen Hochwasser-Hosen, Loafer und Cardigan, der Mann mit Chino und marinefarbenem Goldknopf-Sakko – es ist immer noch so, ich schwöre.
Anlass meiner Reise war die Shop-Neu-Eröffnung des Kaschmirlabels Iris von Arnim. Ich mag beide, Iris und Valentin, sehr und freute mich auf ein ausgelassenes Wochenende. Derjenige, der zuhause blieb, weil ihm eine Luxus-Shop-Party auf Sylt zuviel des Klischees war, hat etwas verpasst: Iris flog eine ihr altbekannte Raggae-band für das Fest ein (Bild oben) – das sorgte für den ersten Bruch auf der kleinen Straße “Strönwai” in Kampen/Sylt, wo sich auch die bekannten Lokalitäten Gogärtchen und Pony Club befinden, also die Party-Meile Sylts für hochgestellte Poloshirt-Kragen und Papis Kreditkarte.
Nächste Überraschung: ein marineblaues Goldknopf-Sakko, das den Unterschied macht. Es hat Stil! – getragen von PR-Mann Timm Hartmann
Valentin von Arnim (rechts), Sohn von Iris und Geschäftsführer der Marke, mit seinem Kumpel, dem Schauspieler Stephan Luca – gemeinsam stürmten wir später noch das Pony und tanzten auf den Tischen.
Von wegen French Manicure aus dem Beauty Salon. Diese Dame probierte kurz vor dem Opening spontan einen neuen Anstrich für ihre Fußnägel aus und bekommt dafür die volle Punktzahl!
Moderatorin Susann Atwell entschied sich für einen petrolfarbenen Kaschmir-Cardigan von Iris von Arnim. Schauspieler Marc Hosemann (Volksbühne Berlin, Film “Oh boy”, links) für einen dunkelblauen. Später, beim Dinner im Gogärtchen, tauschten die beiden ihre Kuschelteile. Wir wollten mal schauen, wie unisex die Jacken sind…
Karl Lagerfeld ist auf seine alten Tage noch immer tausend mal schneller als ich. Das muss ich einfach eingestehen. Obwohl ich im März dieses Jahres bei der Eröffnung des allerersten Karl Lagerfeld Stores in Paris zugegen war, habe ich noch immer keine Zeit gefunden, darüber in angemessener Größe zu berichten. Schande über mich. Ich wollte es halt schön und gut machen und hab’s am Ende vermasselt, denn bis ich mal anfange zu tippen und die Bilder runter zu rechnen, ist Karl drei, nein vier Schritte weiter. Letzte Woche eröffnete er einen kleinen, zweiten Laden im Pariser Marais Viertel – vor allem für die Accessoires – und nun steht schon Deutschland auf der Agenda: mit drei, nein eigentlich sogar vier Läden auf einen Schlag.
Los geht’s mit Berlin: Eröffnung am 1. Juli, zur Bread & Butter Messe, 100 qm in der Schönhauser Str. 8. Das ist schon sehr, sehr bald. So schaut der Laden von außen aus:
Schick, nicht wahr?Und dann geht es weiter in München: Maffeistraße 6, noch größer, angeblich 180 qm. Im September. Und vorher, am 4. Juli noch ein anderer Laden, der sich ausschließlich der Männermode widmet, wohl in den “Fünf Höfen”. Doch damit nicht genug, dann geht es wieder zurück nach Berlin, Anfang 2014, für einen Laden am Leipziger Platz.
Was erwartet uns deutsche Kunden in diesen neuen Läden? Shops mit viiiiiiieeeel Technik. Ha, und da kommen endlich meine Bilder aus Paris in Aktion vom Boulevard St. Germain-des-Prés.
Ich habe ja nicht umsonst wie eine Wilde geknipst. Damals im März.
Denn: Diese Karl Lagerfeld Läden sind schon was ganz Besonderes. Sie sind vollgestopft mit Technik, vor allem von Apple, so dass man sich fast fragen muss, ob die das gesponsert haben. Karl Lagerfeld zeigt uns wie ein Laden der Gegenwart auszusehen hat. Ich sage bewusst Gegenwart, denn Experten im Ladendesign gehen davon aus, dass wir in Zukunft genug von zuviel Technik haben und die alte Zeit mit Verkäufern und Service à la der 1950er Jahre etc. zurückkehren werden. Doch wir leben im Hier und Jetzt und da treffen Lagerfelds Shop-Ideen genau den aktuellen Zeitgeist der – vor allem jungen – technisch verliebten Kunden, die mindestens einen Account in einem sozialen Netzwerk ihr Eigen nennen.
Also: Über all sind im Laden daher i-Pads installiert, in denen wir die gesamte Kollektion durchducken können, wenn sie nicht schon eh uns vor der Nase an der Kleiderstange hängt. Und wir erhalten Background-Informationen.
Dort entdecken wir die Looks, Stylingideen, sehen, wie die Sachen angezogen an Models aussehen. Das erleichtert schon mal die Vorauswahl.
Einmal in der Umkleidekabine dürfen die Freunde mit gucken. Und mit entscheiden. Wir probieren an, machen eine Bild von uns (via das Foto-i-Pads am Spiegel) und schicken es an unsere beliebtesten Social Media Dienste, damit hoffentlich schnell die Freunde beim Einkauf helfen, indem sie den Daumen hoch und runter zeigen.
Haben die Freunde genickt und man selbst auch, wird gekauft, Erstmal was zum Anziehen. Für alles andere braucht man die externe Meinung weniger. Denn der rest des Ladens ist voller Mitnahme-Produkte: Schuhe, Taschen, Bücher und Accessoires soweit das Auge reicht. Oder unser Geldbeutel mithält.
Was ihr hier seht, ist schon die Winterkollektion und da muss ich doch noch etwas tiefer einsteigen. Denn zum Winter wird die komplizierte Unterscheidung der Kollektion Karl, Karl Lagerfeld, Karl Lagerfeld Paris aufgegeben zugunsten einer einzigen Kollektion, die dann schlicht “Karl Lagerfeld” heißt. Danke an die Manager, denn mich brachte das vorher total durcheinander. Und in dieser Neuausrichtung gibt es eben dann Sachen von Einstiegspreis bis teuer.
Jackets von Lagerfeld liegen bei rund 300 Euro – das finde ich, geht noch. Ist in Ordnung. Hier komme ich aber dann auf diese zwei Modelle, die es mir sehr angetan haben:
Und vor allem das hier:
Leider sind die nicht für 300 zu haben, denn sonst hätte ich schon zugeschlagen. Ich glaube mich zu erinnern, dass die bei 600 Euro lagen. Hm. Auf alle Fälle ist es nun nicht furchtbar abgehoben und wer sich sehnlichst was von Meister Karl wünscht, wird fündig. Wenn dann eben bei den Accessoires. Auch die Uhren sind ja nicht super teuer. Man findet schon was.
Die Läden, die natürlich in Schwarz und Weiß gehalten sind, sind schon lustig an sich. Überall gibt es Sitzplätze, Nischen, i-Pads und das Spielchen in der Umkleide ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Also Berliner, freut Euch auf diesen Neuzugang in zwei Wochen.