Closet Diary mit Lisa Burzin, Women‘s Health Guide

Diese Woche verlassen wir unser gemütliches Berlin und begeben uns nach Portugal – in die Wahlheimat unserer neuen Closet-Diary-Kandidatin: Lisa Burzin (auf Instagram: @lisa_burzin). Die Münchnerin ist Mutter von drei Töchtern, einem Ziehsohn, einer Hündin und zudem Women‘s Health Guide. Als GfG zeritifizierte Doula, Yoga- und Pilateslehrerin unterstützt sie Frauen in ihren verschiedenen Lebensphasen unter anderem in Form von Magic Retreats oder Yoga & Pilates-Klassen.

Was Lisas Kleiderschrank betrifft, so finden sich hier viele Einteiler,  Kleider sowie besondere Modeschätze von Reisen oder ihrer modebewussten Großmutter. Lisa mag es in ihrem Alltag entspannt und lässig, sie legt einen großen Wert auf hochwertige Textilien, aufregende Muster und besonderen Schmuck.

Wie authentisch kombiniert das aussehen kann, zeigt sie euch aber am besten selbst. Bitte einsteigen: Los geht’s mit Lisas 7 Tage, 7 Looks:

Mein Montag startet heute entspannt zu Hause. Nachdem School Drop und dem Spaziergang mit meiner Hündin Coco am Meer bin ich den Tag zu Hause. Nach den Wochenenden mit der ganzen Familie und Teenagerbesuchern bringe ich nach meiner eigenen Yogapraxis erstmal den Haushalt und bereite die Woche vor. Morgens mit meinem Matcha Latte auf der Terrasse mit meiner Hündin Coco in der Sonne sitzen – pures Glück! Den Overall von dem brasilianischen Label CANATIBA aus weichen Bamboos habe ich in dem Konzept Store Casa Pau-Brasil in Lisboa gekauft. Er trägt sich fantastisch und ist mit der Knöpfung im Rücken ein richtiger Hingucker!

Die Marrakech Leder Pantoffeln von MAPACHE sind aus einem kleinen Store in Comporta, ich habe sie aber im Sommer auch im „Merci „ Paris gesehen. Meine Kette „The Golden Sun Siren“ und „ Air“ aus der Kollektion Drinking Nectar sind beide von dem Label meiner Freundin Daria MAXIMOVA . „The Golden Sun Siren„ habe ich mir kurz vor unserem Umzug nach Portugal gegönnt – der Name sagt alles oder? Die „Air“ Kette ist eine Freundschaftskette mit einer besonderen Person. Das Tuareg Silberamulett ist ein Erbstück meiner weitergereisten Tante. Auch die Armreifen und Ringe sind eine Sammlung aus echten Silber und Goldschmuck von meinen Reisen.

Mein Outfit zusammengefasst:

Dienstag besuche ich nach dem School Drop und Spaziergang eine Wöchnerin im Wochenbett und gebe ihr eine „Belly Closing Zeremonie“ und wir besprechen die Trainingseinheiten zur Rückbildung. Seid Corona habe ich wegen der Einschränkungen Frauen nur um und nicht in der Geburt begleiten können. Das vermisse ich schon sehr …

Danach geht es direkt ins Büro, wo ich heute einen langen Arbeitstag habe. Das PEARL & CAVIAR ist mein derzeitiges Lieblingskleid (also derzeitig= seit drei Jahren) Ich trage es von Hochsommer bis Herbst. Einfach nur mit Sandalen oder wie heute mit Pullover/ Jacke darüber. Der lockere Baumwollpullover ist perfekt für das Portugiesische Wetter und eins meiner Lieblingsstücke. Dazu meine Schnürschuhe von Max Mara und meine schwarze CLASSIC BOX BAG von Celine. Ich bin ein rießen Fan der Designerin Phoebe Philo und diese Tasche hat mein Designerherz hüpfen lassen!

Mein Hut ist der erste, von Hand gefilzte Hut aus der Kollektion meiner Freundin Rebecca von Rehn „COZA -hat s“ aus Kapstadt. Nach 20 Jahren „grosse Ohrring Phase“ hab ich nun eine „Hut Phase“. Oder eine Hut &OhrringPhase? Der goldene Ohrring ist von Sabrina Dehoff aus Berliner Zeiten. 

Abends bin ich mit einer Freundin in der Stadt verabredet und tausche aus Zeitgründen einfach nur von Pullover zu leichten Wildlederjacke. Diese habe ich vor Jahren in Berlin-Zehlendorf einer adretten Dame auf dem Flohmarkt abgekauft und einfach die Schulterpolster entfernt. Ich schlüpfe noch in meine von Freundin abgekauften Boots von Isabel Marant (seid 1998 auch grosser Isabel Garant Fan!) und mit meiner Kette aus Guatemala, welche mir meine Eltern zum 30ten Geburtstag geschenkt haben runde ich das Outfit ab. Meine Eltern waren in den ’70ern lange auf Südamerikareise und brachten unter anderem diese sehr alte Kette der Ureinwohner mit, welche ich als Kind immer in der Schublade anschmachtete. Zu meinem runden Geburtstag ließen meine Eltern die kaputten Korallenperlen aus ihrem Zahn-Altgold (ja richtig gehört) ersetzen und machten mir damit die grösste Freude! Schmuck muss für mich immer eine Seele und eine Geschichte haben. Besonders nachdem ich mit wegen LA GUA SHA mit dem Thema der Herkunft von Halbedelsteinen und Gold beschäftige, ist mir diese wichtig. 

Auch heute habe ich mir einen langen Arbeitstag organisiert. Was mir echt Spass macht, da ich an solchen Tagen einfach richtig in meine Themen eintauchen kann! Ich teile mir mit meinem Mann die Tage ganz gut ein und wenn es eng wird, dann springt unser Ziehsohn Ricardo ein. Ich gebe morgens ein Online-Coaching, praktiziere meine eigene Yoga-/Pilates-Praxis und mache mich dann auf den Weg ins Büro.

Ich trage eine weiße Schlaghose von dem portugiesischen Label JEANERICA und einen Strickpulli von COS. Die Vintage Crossbody BREE Bag aus Leinen und Leder habe ich bereits seit 25 Jahren und lieb sie besonders wegen der praktischen Grösse und der Kombinierbarkeit. Die Wildlederjacke (ja, Wildlederjacken habe ich einige) ist von meiner Grossmutter und durch den kurzen Schnitt mit schrägen Reißverschluss recht rockig. Meine Sonnenbrille hab ich im verrückten Konzeptstore meiner Freundin „Minimalllisboa“ von RETROSUPERFUTURE gekauft. Die Espadrillas sind von LIKA MIMIKA, leider scheint es das Label nicht mehr zu geben. Oder wer weiss mehr? Die Vintage ROLEX war das Hochzeitsgeschenk meines Mannes. Ich liebe sie wirklich sehr und würde gerne die Geschichte dazu kennen!

Am Nachmittag fahre ich in die Retreat Quinta südlich von Lissabon, in der meine Magic Retreats stattfinden – wirklich ein magischer Ort! Und bespreche mit der Köchin ein paar wichtige Details für das nächste Retreat. Wir übernachten hier und freuen uns über die besten Betten on earth! 

Donnerstag Vormittag unterrichte ich meine Online-Klasse „Sweaty Sweet Pilates Dance“. Danach fahre ich zurück nach Lissabon ins Office und schreibe meinen PR-Text für LA GUA SHA. Danach will ich die Kids von der Schule abholen und wir wollen noch einen Spaziergang in Belém am Tejo machen und im alten Pastéis de Belém die besten Pastel de Nata Portugals essen.

Ich trage meinen Leinen-Oversize-Blazer von American Vintage, ein schlichtes gut sitzendes T-Shirt von Isto (absolute Marken Empfehlung für Basics!) und eine Hose von Weekday. Die sprang mir bei einem meiner Töchter-Shopping-Ausflug ins Auge. Die Sandalen sind von Alohas und waren tatsächlich ein gelungener Instagramkauf. Sie sind butterweich und tragen sich sehr angenehm. Meine bunte Korbtasche von THE BASKET ROOM ist ein absoluter Allrounder und mein ständiger Begleiter! Sie ist nicht nur super praktisch und schön, sondern auch jedes ein Unikat und ein tolles Projekt – schaut selbst! 

In der Zwischenzeit habe ich mir aber Kaffee auf meinen weißen Blazer & T-Shirt geschüttet und wechsele schnell in meinen Einteiler von Mikuta. Dazu trage ich meine kleine Trio von Celine und die Vans & Moma Sneakers meiner mittleren Tochter. Die Brille hab ich in einem No-Name-Shop in London gefunden. Mein momentanes Lieblingstuch kommt auch wieder in Einsatz. Wer mich kennt, der weiss: Ich habe immer eine Wasserflasche, Nüsse und ein Tuch in der Tasche. Zum Umlegen, wenn es kühl ist, für die Kinder, mich oder Freundinnen. Als Strandtuch, als Halstuch beim Laufen/ Fahrradfahren, als Kuscheltuch … man braucht einfach immer ein Tuch! Wir essen Pastel, genießen die entspannte Atmosphäre am Wasser und beobachten den Fang eines Fischers und freuen uns mit ihm!

Mein Outfit zusammengefasst:

Hose: Weekday,  T-Shirt: Isto, Blazer: American Vintage, Schuhe: Alohas,  Korbtasche: The Basket Room, Kette: „Golden Sun Sirene“ Maximova, Uhr: Vinatge Rolex aus den 60ern, Overall: Mikuta, Tuch: MARAIS gekauft hier, Sneaker: VANS & MOMA, Brille: No name aus London, Tasche: Celine  

Freitag starte ich in der Pottery Manufaktur, um die Produktion durchzusprechen. Meine erste Kollektion an Steinen habe ich alle selbst im Atelier von „CECILE“ in Lissabon hergestellt und über Instagram verkauft. Inzwischen hilft mir die wunderbare ältere Dame Odette bei der Produktion und wir haben einen exklusiven Onlineclub eröffnet, bei dem die limitierten handgefertigten und nachhaltigen Produkte erhalten kann. Die Herstellungsstätten sind alle in der EU, es sind Frauenbetriebe und sie alle produzieren möglichst nachhaltig.

Ich bin in mein neustes Piece (Secondhand von einer Freundin), einen ganz simple gerade geschnittenen Einteiler aus leichter Baumwolle-Leinen Mischung von Selfi aus Capetown geschlüpft,  dazu Schnürsandalen von Zara. Leider sind die Vorgänger aus Kreta nach acht Jahren dann doch kaputt gewesen, diese haben den gleichen Schnitt sind aber qualitativ nicht so gut. Wenn ihr in Griechenland seid, dann schaut unbedingt in den klassischen kleinen Schusterläden rein, die Qualität der reinen Ledersandalen ist so gut und die Preise einfach unschlagbar! Die Ohrringe habe ich vor Jahren in New York gekauft, sehr lange sehr gerne getragen. Dann habe ich sie eingemottet und gerade wieder nach Jahren aus der Schmuckschatulle geholt. Fühlt sich an wie einen alten Freund wiedergefunden zu haben. Nach meinem Termin in der Potterie, unterrichte ich eine privat Stunde und bereite meine Klassen, Workshops und Coaching für die kommende Woche vor.

Date night! Unser erwachsener Ziehsohn übernimmt und wir sind mit Freunden in einem der neuen Restaurants in Lissabon verabredet. Momentan sprießen neue Restaurant und Konzeptstores wie Pilze aus den Lissabonner Boden. Mein Gastronomen-Mann will zwar lieber die echten portugiesischen Küchen unterstützen, doch heute Abend freue ich mich auf ein leichtes modernes Menü. Die Freude sieht man, glaub ich, auf den Fotos – ich bin ein absoluter Foodie!

Das tiefbraune Seidenkleid ist von Ulla Johnson, habe ich gekauft, als ich roséfarbene Haare hatte – das sah wirklich umwerfend aus! Jedes Mal, wenn ich das Kleid trage, bekomme ich wieder Lust auf farbige Haare. Allerdings war ich die einzige in der Familie, der das gefiel. Jetzt also wieder natürlich und als Gloweffekt schnappe ich mir meine Clutch (2003 auf einem türkischen Flohmarkt gekauft). Der Earcuff ist von Saskia Diez. Unbedingt die ganz Earcuffs Kollektion anschauen – mit diesem hier flirte ich schon eine ganze Weile. Die Ankle Pistol Boots von Acne Studios besitze ich in drei Farben, butterweiches Leder und (fast so) bequem wie Turnschuhe!

Wir sind glückliche (und ich möchte nicht lügen: leicht gestresste) Bauherren eines kleinen Beach House südlich von Lissabon. Der Umbau gestaltet sich nicht immer einfach, also haben wir am Samstag Nachmittag einen Termin mit dem Architekten. Vormittags bereiten wir dazu einiges vor und schaukeln nebenbei den normalen Familienalltag mit Mamataxi, Essenkochen, Hausaufgaben … Ich trage ein Hemd aus der Männerabteilung von COS und eine leicht geänderte Vintage-Hose von einem Secondhandladen in Mailand. Meine Alohas-Sandalen passen farblich perfekt zum Hemd. Meine roten Oliven-Ohrringe sind von der befreundeten Goldschmiedin meiner Eltern (Christiane Gilg), die habe ich von ihnen geschenkt bekommen.

Sonntag nach meiner regelmässig gehaltenen Online-Yoga-Klasse packen wir unsere Sachen und gehen an den Strand. Es ist im Oktober zu kalt, um länger am Strand zu liegen, aber für einen Spaziergang, kurz ins Wasser springen und danach im Strand-Restaurant einkehren, ist das Wetter perfekt! Mein Strohhut habe ich neu von Rebecca bekommen und hält mit Windschnürchen auch dem Wind stand – perfekt! Das Kleid ist aufwendig bestickt, ich liebe dieses Handwerk! Ich mag die Textur und die Farbkombination von Pastellblau und Gold. Die Ohrringe hat mir meine beste Freundin geschenkt. Die Geschichte dazu ist ziemlich lustig und verrückt, aber die muss ich ein anderes Mal erzählen 😉 Am Abend fahren wir mit getankter Sonne im Herzen zurück nach Lissabon. Mal schauen, was nächste Woche so alles kommt … 

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Lisa!

Wie hat’s euch gefallen?

FOTO CREDIT: Róża Kadi @rorokadi


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Sharon Berkal, Gründerin von Haus und Glanz

Für die Minimalismus-Liebhaber unter euch haben wir heute ein besonderes Schmankerl, denn unsere heutige Kandidatin Sharon Berkal (auf Instagram: @sharon.berkal) beweist, dass man auch mit einem schlichten Farbspektrum sehr gut angezogen sein kann.

Die gebürtige Münchnerin und heute Berlinerin kennt sich von Berufswegen mit den schönen Dingen des Lebens aus: Sharon hat in London Modejournalismus studiert, in Berlin eine Ausbildung zur Regisseurin gemacht, Musikvideos von z.B. Revolverheld produziert und als Journalistin für die Deutsche Welle gearbeitet, bei der sie spannende Persönlichkeiten wie Christian Louboutin oder Peter Lindbergh interviewen durfte.

Aus ihren beruflichen Erfahrungen entwickelt sie die Idee zu HAUS GLANZ. Und so gründete sie 2018 ihre eigene Agentur mit dem Ziel, den deutschen Mittelstand strategisch und kreativ näher an seine Kund:innen zu bringen. Zusätzlich veröffentlicht sie ein HAUSeigenenes Onlinemagazin, eine Art Visitenkarte, das regelmäßig über das Beste Deutschlands aus Design, Mode, Kultur und Leben berichtet. Lest mal rein!

Uns beweist die 45-Jährige in ihrem Closet Diary ein gutes Gespür für Klassiker mit großem Wiedererkennungswert. Wie sie die Key Pieces kombiniert und ein wenig Pink und Gold in ihre minimalistischen Outfits intergriert, seht ihr in ihrem Closet Diary!

Mein Montag startet mit einem Treffen mit einem potentiellen neuen Kunden. Wir betreuen im Haus Glanz den deutschen Mittelstand und helfen ihm, mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten. Oft sind die Produkte toll, aber alles andere wie zum Beispiel der visuelle Auftritt oder die Kommunikation eher vernachlässigt. Heute lässt sich das wertigste Produkt nicht mehr nur „einfach so“ verkaufen. Das gilt übrigens auch für die eigene Person.

Den Rest des Tages mache ich Erledigungen und arbeite meine Mails ab. Jeder Selbstständige wird das kennen; meist sind die Wochen nur durch den Tatort abgetrennt. Wenn ich zum Beispiel einen langen Text schreiben muss, lege ich das meist aufs Mail-befreite Wochenende.

Den lokalen Blick, den ich in der Arbeit habe, ziehe ich natürlich auch durch meine Garderobe. Ich trage eigentlich immer etwas von einem deutschen Label. Heute trage ich zum Beispiel ein Kleid von Horror Vacui und eine Tasche der Hamburger Marke Stiebich & Rieth. Die Taschen sind alle handgenäht. Der Schmuck ist vom Freiburger Label TWENTYTEN. Der Ring ist z.B. aus einer über 2.000 Jahre alten Münze gefertigt. Ich finde die Vorstellung, was die Münze schon alles „gesehen“ hat, unglaublich. Der Mantel ist von Acne Studios und die Schuhe sind von Arket.

Mein Outfit zusammengefasst:

Mantel von Acne Studios (ähnlich hier), Kleid von Horror Vacui (ähnlich hier), Schuhe von Arket (ähnlich hier), Tasche von Stiebich & Rieth (ähnlich hier), Schmuck von TWENTYTEN

Dienstag bin ich total unspektakulär im Homeoffice und arbeite die To-do-Liste unserer verschiedenen Projekten ab. Das kann eine Content-Produktion sein oder ein Brainstorming für die nächsten strategischen Schritte. Unser physisches Büro war das Erste, was ich am Anfang der Pandemie abgestoßen habe … und es auch nicht bereue. Klar hätte ich gerne repräsentative Räume, vielleicht auch mit einem Showroom für die Marken, mit denen wir arbeiten. Aber das würde ich nur mit einem Investor machen. Leider ist Design und guter Stil kein Investitionsthema in Deutschland. Da müsste ich wohl besser Dinge mit dem Fahrrad transportieren oder eine App entwickeln. Da ich aber leider wenig sportlich und technisch unbegabt bin, gehe ich mit meiner Freundin, der Berliner Innenarchitektin Julia Rafflenbeul, lieber einer der neuen Hot Spots Berlin ansehen: die Hotelbar vom Chateau Royal.

Dafür trage ich einen Mantel der Berliner Designerin Elena Nancu, einen Wollrock aus der Kollab von Narciso Rodriguez mit Zara, einen uralten schwarzen Kaschmirpulli ohne Etikett (da ist meine Haut sehr empfindlich) und ein Tuch von Chanel, das ich seit zwei Jahrzehnten besitze. Es sieht immer noch aus wie nagelneu. Qualität zahlt sich eben einfach aus. Die Tasche ist wieder von Stiebich & Rieth. Ach, die Schuhe sind von & Other Stories.

Mein Outfit zusammengefasst:

Mantel von Elena Nancu (ähnlich hier), Kaschmirpulli ohne Etikett (ähnlich hier), Wollrock von Narciso Rodriguez x Zara (ähnlich hier), Tuch von Chanel, Tasche von Stiebich & Rieth, Schuhe von & Other Stories (ähnlich hier)

Mittwoch muss ich früh raus. Ich fahre für den Tag nach Bielefeld zu einer meiner Kundinnen: Die Designerin Maria Grefe betreue ich als Kreativdirektorin. Kommende Woche haben wir ein großes Shooting zum Relaunch. Die Markenzeichen von Maria Grefe sind hochwertige Leder-Pieces.

Am Abend holt mich mein Mann vom Bahnhof ab und wir gehen noch auf eine Vernissage. Wir haben ganz bewusst kein Auto, machen alles mit den Öffentlichen. Deswegen ein Bild in der U-Bahn. Ich fahre gern öffentlich, weil A) lerne ich meine Stadt ganz anders kennen und B) verliert man den Blick auf die Realität nicht und C) brauche ich ab und zu einen Raum, wo ich das Steuer nicht in der Hand halte und dumm gucken kann (Was ich natürlich nie mache 🤪).

Ich trage einen Ledermantel von Massimo Dutti, eine Bluse von By Malene Birger, Hose von Cos, Schuhe vom Berliner Label Aeyde, Tasche vom ebenfalls Berliner Label Agneel, Schal Toteme und Schmuck wieder von Twentyten und Celine.

Mein Outfit zusammengefasst:

Ledermantel von Massimo Dutti (ähnlich hier), Bluse von By Malene Birger (ähnlich hier), Hose von Cos (ähnlich hier), Schuhe von Aeyde (ähnlich hier), Tasche von Agneel (ähnlich hier), Schal von Toteme, Schmuck von Twentyten und Celine

Am Donnerstag bin ich im Homeoffice und arbeite an der neuesten Edition von unserem Newsletter und dem Onlinemagazin. Auch da geht es um das Beste Deutschlands aus Design, Reisen und Kultur. Mittags springe ich mit meinem Mann schnell zu Klub Kitchen in der Uhlandstraße. Da bin ich sicher einmal die Woche!

Ich muss aber gestehen, heute habe ich einen kleinen Tiefpunkt. Sich jeden Tag zu dokumentieren, komme was da wolle, ist fürs Gemüt anstrengender als gedacht. Ich bin wahrlich nicht kamerascheu, aber ich muss schon Muße dafür haben. Dank Hormone und einer Erkältung war ich die Woche Miss Piggy gefühlt näher als Claudia Schiffer. Das Letzte, was man da will, ist sich auf dem Display sehen. Aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen und ich hatte mich über die Anfrage sehr gefreut. Ich hoffe, ihr gerecht zu werden.

Für unseren kleinen Lunch trage ich einen Blazer von Frankie Shop, Seidenhose und Rolli von H&M, Hemd von Seidensticker, Schuhe von Birkenstock und Cashmere-Socken von Mell-O. Tasche ist Miu Miu. Ohrringe vom Münchner Label Eliza Weiss und die fette Kette, die man nicht sieht, weil ich so kamerascheu heute bin, aber die ganz großartig ist, ist ebenfalls aus München von Strawberry & Cream.

Mein Outfit zusammengefasst:

Blazer von The Frankie Shop, Seidenhose (ähnlich hier) und Rolli von H&M, Hemd von Seidensticker (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Cashmere-Socken von Mell-O, Tasche von Miu Miu (ähnlich hier), Ohrringe von Münchner Eliza Weiss, große Kette von Strawberry & Cream

Am Freitag habe ich einen Termin bei der Königlichen Porzellanmanufaktur, kurz KPM. Wir besprechen eine Zusammenarbeit für das kommende Jahr. Ich liebe Vasen und dekorative Rumstehleins, gerade aus Porzellan. Mein Mann auch. Leider. Eine minimalistische Wohnung bleibt für uns unerreichbar. Meine Freundin Kris Ter-Ghazaryan, Gründerin des übercoolen Schmucklabels Ouverture, hilft mir heute, in den tollen Werkräumen noch Fotos zu machen. Danke Wilkin und Theresa für die Möglichkeit!

Ich trage eine Lederjacke von Arket, einen Kaschmirpulli von Toteme, einen Wollrock von Ivy Oak, Schuhe von Arket, eine Schleife von MDC Cosmetics, Ringe von Cartier, Ina Beissner & Twentyten. Armband von Jil Sander.

Mein Outfit zusammengefasst:

Lederjacke von Arket (ähnlich hier), Kaschmirpulli von Toteme, Wollrock von Ivy Oak (ähnlich hier), Schuhe von Arket, Schleife von MDC Cosmetics, Ringe von Cartier, Ina Beissner & Twentyten, Armband von Jil Sander

Unser Samstag startet ritualhaft mit Kaffee und Zeitung im Bett. Wir erledigen am liebsten alle Einkäufe und haushaltsnahe Tätigkeiten unter der Woche, dann startet man mit weniger Druck in den Samstag. Tagsüber gehe ich zum Sport und dann in die Sauna. Das ist mein neues Hobby. Dafür fahre ich lange an einen geheimen Ort, denn das Letzte, was ich möchte, ist es, durch Zufall nackt mit einem Geschäftspartner in der Hitze zu sitzen.

Am Abend sind wir zu Freunden eingeladen. Die beiden haben die schönste Buchhandlung Berlin: Geistesblüten am Walter-Benjamin-Platz. Mein Mann liest seeeehr viel und durch seine Leidenschaft haben wir uns näher kennengelernt. Die beiden haben eine Terrasse, von wo man ganz Berlin aus sieht. Ich liebe Berlin … mit all seinen Ecken und Kanten. 2024 werde ich hier schon ein Vierteljahrhundert leben. Ich plane jetzt schon die Party.

Mein Outfit für diesen Abend besteht aus einem Kleid von Cecile Bahnsen, Schuhen von Jimmy Choo, die ich auch schon mindestens seit 11 Jahren habe, einer Barockperlenkette vom Berliner Label Contessa Berlin sowie einer Tasche von Lutz Morris. Ebenfalls ein deutsches Label.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid von Cecile Bahnsen (ähnlich hier), Schuhe von Jimmy Choo (ähnlich hier), Barockperlenkette von Contessa Berlin,Tasche von Lutz Morris

Am Sonntag geht es als Kermit ins Museum. Kunst, Kultur, Geschichte und überhaupt Wissen sind wichtige Faktoren in meinem Leben. Ich merke das richtig: Wenn es dafür eine Weile keine Zeit gibt, werde ich richtig hungrig. Körper, Beziehungen und Geist müssen gepflegt werden. Wenn jemand nur mit seinen tollen Sachen punkten will, aber kein anständiges Gespräch führen kann, verliere ich mein Interesse in Sekunden.

Für unseren Ausflug in die Neue Nationalgalerie mit anschließendem Essen trage ich eine Jacke und einen Pulli von Ivy Oak, den Rock wieder aus der Zara-Kollab, Schuhe und Ohrringe von Aeyde und eine Tasche von Wandler. Am Abend gibt es dann den Tatort. Für einen sauberen Abschluss der Woche! 😉

Mein Outfit zusammengefasst:

Jacke (ähnlich hier) und Pulli (ähnlich hier) von Ivy Oak, Rock von Zara (ähnlich hier), Schuhe und Ohrringe von Aeyde, Tasche von Wandler (ähnlich hier)

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Sharon!

Wie hat es euch gefallen?


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Lisa Breuer, Psychologin

Noch im neunten Monat schwanger hat für uns Lisa Breuer von dem Kanal @consciouslyoverthinking ein Closet Diary abfotografiert, inzwischen ist ihr kleiner Sohn auf der Welt. Herzlichen Glückwunsch! 😉

Lisa ist 32 Jahre alt, nun zweifach Mama und lebt mit ihrem Mann in Köln. Ihr ursprünglicher Karriereplan? Psychotherapeutin werden! Aber so ist das manchmal mit den Plänen … Die macht man und dann führt einen das Leben doch auf einen anderen Weg, um dich dann wieder auf einen anderen zu lenken.

So zog es Lisa nach ihrem Medizinökonomie-Studium vorerst in die Modewelt. Erst für ein Praktikum bei Armedangels, dann bei Zalando. Nach Stationen in der Modebranche entschied sich Lisa dennoch für ein Psychologiestudium und eröffnete gleichzeitig ihren Kanal @consciouslyoverthinking, auf dem sie beide Leidenschaften – Mode und mentale Gesundheit – kombinieren kann.

„Meine Intention ist es, Instagram zu nutzen, um eine Offenheit zu erschaffen. Ich bin der Überzeugung, dass wir unsere Emotionen zulassen und spüren sollten, um sie verarbeiten zu können. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir offen mit ihnen umgehen dürfen“, erzählt Lisa. Auf ihrem Kanal setzt sie sich für die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen ein. Sie selbst hat in der Vergangenheit viele Erfahrungen damit machen müssen. „Aber ich bin immer offen damit umgegangen und habe mich nie davor gescheut, Hilfe anzunehmen. Ich bin überzeugt, dass uns solche Lebensabschnitte, schwierige Phasen im Leben stärken und uns wachsen lassen.“

Diese Message transportiert Lisa sehr authentisch und ehrlich auf ihrem Kanal, bietet uns dabei noch viel modische Inspiration. Damit ist sie die perfekte Kandidatin für unser Closet Diary und wir freuen uns, euch ihre sieben Looks vorstellen zu dürfen.

Ich bin im neunten Monat schwanger und Mama von einer kleiner Tochter – und daher eigentlich immer on the run. Zu Fuß, auf dem Rad, zum Spielplatz. Meine Outfits müssen bequem sein! Ich stehe sehr auf Homewear und lässige Styles: Oversized Hoodies und T-Shirts, Cardigans, ein paar coole Sneaker. Gerne kombiniert mit schönen Accessoires.

Es ist Montag und ich bringe meine Maus in die Kita. Zurück zu Hause mache ich mir erst einmal Frühstück. Was Frühstück angeht, bin ich ein richtiges Gewohnheitstier und es gibt fast jeden Tag für mich das Gleiche: Einen schwarzen Filterkaffee (derzeit decaf;)) und eine Acai Bowl! 

Was ich mir angewöhnt habe: Handy weg beim Frühstück! Ich finde, man tendiert häufig dazu, alles gleichzeitig erledigen zu wollen. Ist ja auch praktisch mit einem Smartphone. Aber ich denke auch, dass es umso wichtiger ist, bewusste Momente zu schaffen. 

Nach dem Frühstück beantworte ich ein paar Mails und schaffe ein wenig Ordnung zu Hause. Ich bin keine Ordnungsfanatikerin, aber ich brauche eine gewisse Grundordnung, um mich wohlzufühlen. Ich bin mal gespannt, wie sich das mit zwei Kindern umsetzen lässt! Heute stehen zwei Termine an: Bei meiner Gynäkologin und meinem Diabetologen. Ich habe in meiner zweiten Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes entwickelt, daher gehören Blutzuckermessen und eine besonders ausgewogene Ernährung im Alltag dazu.

Nachdem ich meine Tochter von der Kita abgeholt habe, gehen wir noch eine Runde raus: Mit dem Laufrad, auf den Spielplatz oder ein Eis essen! Am Ende des Tages freue ich mich auf ein leckeres Essen, Füße hochlegen und Netflix. Ich muss dazusagen: Kochen liegt mir nicht besonders gut! Daher geht es bei uns in der Küche ziemlich einfach zu!

Mein Outfit zusammengefasst:

Ich glaube, wenn ich nur drei Teile in meinem Kleiderschrank behalten dürfte, wäre definitiv dieser Oversized-Blazer dabei! Ich liebe Blazer, sie müssen oversized sein! Denn ich finde, sie sorgen bei jedem Outfit für eine gewisse Portion Coolness und trotzdem geben sie einen Hauch von Chic. Außerdem bin ich ein Fan von guten Basics, wie diesem Shirtkleid von Hey Soho. Ich liebe kleine Brands, die sich auch für Nachhaltigkeit einsetzen. Meine Chanel ist mittlerweile ein richtiger Oldie. Ich habe sie seit ich 20 bin und sie ist noch genauso schön wie an Day One.

Heute ist Dienstag und es steht ein besonderer Termin an: Ein Shooting für Fafe Collection. Ich habe großen Spaß an dieser Arbeit und freue mich, wenn ich meine Kreativität einfließen lassen kann. Damit ich zeitlich etwas flexibler bin, holt heute mein Mann die Maus von der Kita ab. 

Nach meinem Shooting freue ich mich auf Zeit mit meiner Tochter. Abends haben wir Freunde zu Besuch.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtkleid von Hey Soho (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier und Fafe Collection

Mein Vormittag startet mit ein wenig Arbeit. Ich nutze die Zeit, wenn meine Tochter in der Kita ist, um Content für Consciouslyoverthinking zu produzieren. Derzeit arbeite ich an einem Projekt zur mentalen Gesundheit. Solche Projekte unterstütze ich besonders gerne, denn es ist mir eine Herzensangelegenheit, mehr Bewusstsein für die Bedeutung von mentaler Gesundheit zu schaffen. Ziel dieses Projekts ist das Schaffen von kleinen alltäglichen Routinen in unserem Alltag, um unsere mentale Gesundheit zu trainieren und zu stärken. 

Ich mache mich in Ruhe fertig und auf den Weg zu meiner Therapeutin. Ich gehe schon seit vielen Jahren zur Therapie. Anfangs wegen einer Essstörung und wegen schwerer Panikattacken. Heute quälen mich diese Themen nicht mehr. Schon seit einigen Jahren habe ich nicht mehr mit Panikattacken zu kämpfen und die Essstörung habe ich auch hinter mir gelassen. Das war ein langer, harter Weg und auch keine Einbahnstraße. Aber ich habe es geschafft und bin sehr stolz darauf!

Mittlerweile nutze ich die Therapie als eine Art persönliche Entwicklungshilfe. Ich möchte kontinuierlich an mir arbeiten, manche meiner Denk- und Handlungsweisen hinterfragen und mich weiterentwickeln. Auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist.

Mein Look heute ist sehr ich. Der Hoodie könnte nicht mehr oversized sein als dieser. Ich liebe ihn einfach. Und derzeit stehe ich sehr auf wide leg Denim. Insbesondere weil diese so lässig geschnitten ist, dass ich sie unter meinem Bauch tragen kann. Der oberste Knopf ist umgeklappt.

Mein Outfit zusammengefasst:

Very Oversized-Hoodie von GAP x Yeezy (ähnlich hier), Denim von H&M, Tasche von Dior (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Schmuck von Bulgari und Cartier

Es ist schon wieder Donnerstag, die Wochen fliegen im Moment nur so dahin. Und so richtig bewusst ist es mir noch gar nicht, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir noch so einen kleinen Wirbelwind hier bei uns haben! Heute treffe ich meine Hebamme zum ersten Mal. Ich war mit der Organisation etwas spät dran und bin sehr dankbar, dass ich diese Empfehlung von einer guten Freundin bekommen habe. 

Wir trinken einen Kaffee im Garten und lernen uns ein wenig kennen. Lustigerweise fühle ich mich wieder wie ein Anfänger. Dass meine Tochter so klein war, ist schon so lange her! Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt, wie wir das so meistern werden!

Im Anschluss hole ich die Maus von der Kita ab und wir fahren gemeinsam zu Oma und Opa. Dort gibt es Kaffee und Kuchen (für mich die zuckerfreie Version).

Mein Outfit zusammengefasst:

Oversized Pullover von Vival Studio (ähnlich hier), Knitpants von By Aylin König (ähnlich hier), Schuhe von NAKD, Ohrringe von Ariane Ernst, Sunglasses von Saint Laurent

Ich freue mich schon die ganze Woche auf diesen Tag: Wir machen einen „Girls Mom Day“ in Düsseldorf: Ich treffe Franzi und Annalena in Düsseldorf. Wir gehen gemeinsam ein paar Sachen für den kleinen Mann kaufen, schlendern ein wenig über die Kö und trinken gemütlich einen Kaffee, also eigentlich ist es ein Chai Latte. Dieses Getränk ist mir völlig neu und jetzt bin ich verrückt danach.

Lustigerweise habe ich eigentlich keine Schwangerschaftsklamotten in meinem Schrank. Da die meisten Teile in meinem Schrank oversized und lässig geschnitten sind, passt mir nach wie vor ein Großteil.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtdress von Acne Studios (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Prada, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier, Bulgari und Fafe Collection

Offiziell mein liebster Tag in der Woche! Wir lassen es samstags langsam angehen. Ausgiebig kuscheln und lesen im Bett. Ein bisschen Sport: Ich bewege mich nach wie vor sehr gerne und es tut mir sehr gut. Bis vor ein paar Wochen bin ich regelmäßig auf unserem Water Rower morgens gerudert. Mit dem Bauch ist das jetzt nicht mehr so gut möglich. Aber ich gehe gerne auf den Crosstrainer. Danach wird gemeinsam gefrühstückt. Und wir machen uns auf den Weg zum Markt. Wir sind nicht gerade early birds, aber meist gibt es noch genug Auswahl, wenn wir dort eintrudeln. 

Ein weiteres Must-have on a Saturday: Frische Blumen aus meinem Lieblingsblumenladen und ein paar healthy Sweets fürs Wochenende aus meinem Lieblingscafe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid mit Schulterpolstern von Vival Studio (ähnlich hier), Tasche von Bottega Veneta, Korbtasche von Muun, Schuhe von Birkenstock, Kette mit großer Perle von LLr Studios

Früher mochte ich Sonntage nicht besonders gerne. Sie waren mir „zu ruhig“. Mittlerweile liebe ich die Ruhe an Sonntagen! Vielleicht ist das so, wenn man älter wird. Sonntags gibt es bei uns frische Brötchen und frisch gepressten Saft. Meine Tochter liebt Blaubeer-Pancakes. 

Nachmittags sind wir bei Freunden zum Barbeque eingeladen. Dort lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Zumindest so lange, bis all unsere Kinder ins Bett müssen.

Mein Outfit zusammengefasst:

Knit von Black Palms the Label (ähnlich hier), Bikerleggings von Oh April (ähnlich hier), Boots von Copenhagen Studios, Tasche von Dior

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Lisa!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Lisa von Consciuosly Overthinking, Psychologin

Noch im neunten Monat schwanger hat für uns Lisa von dem Kanal @consciouslyoverthinking ein Closet Diary abfotografiert, inzwischen ist ihr kleiner Sohn auf der Welt. Herzlichen Glückwunsch! 😉

Lisa ist 32 Jahre alt, nun zweifach Mama und lebt mit ihrem Mann in Köln. Ihr ursprünglicher Karriereplan? Psychotherapeutin werden! Aber so ist das manchmal mit den Plänen … Die macht man und dann führt einen das Leben doch auf einen anderen Weg, um dich dann wieder auf einen anderen zu lenken.

So zog es Lisa nach ihrem Medizinökonomie-Studium vorerst in die Modewelt. Erst für ein Praktikum bei Armedangels, dann bei Zalando. Nach Stationen in der Modebranche entschied sich Lisa dennoch für ein Psychologiestudium und eröffnete gleichzeitig ihren Kanal @consciouslyoverthinking, auf dem sie beide Leidenschaften – Mode und mentale Gesundheit – kombinieren kann.

„Meine Intention ist es, Instagram zu nutzen, um eine Offenheit zu erschaffen. Ich bin der Überzeugung, dass wir unsere Emotionen zulassen und spüren sollten, um sie verarbeiten zu können. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir offen mit ihnen umgehen dürfen“, erzählt Lisa. Auf ihrem Kanal setzt sie sich für die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen ein. Sie selbst hat in der Vergangenheit viele Erfahrungen damit machen müssen. „Aber ich bin immer offen damit umgegangen und habe mich nie davor gescheut, Hilfe anzunehmen. Ich bin überzeugt, dass uns solche Lebensabschnitte, schwierige Phasen im Leben stärken und uns wachsen lassen.“

Diese Message transportiert Lisa sehr authentisch und ehrlich auf ihrem Kanal, bietet uns dabei noch viel modische Inspiration. Damit ist sie die perfekte Kandidatin für unser Closet Diary und wir freuen uns, euch ihre sieben Looks vorstellen zu dürfen.

Ich bin im neunten Monat schwanger und Mama von einer kleiner Tochter – und daher eigentlich immer on the run. Zu Fuß, auf dem Rad, zum Spielplatz. Meine Outfits müssen bequem sein! Ich stehe sehr auf Homewear und lässige Styles: Oversized Hoodies und T-Shirts, Cardigans, ein paar coole Sneaker. Gerne kombiniert mit schönen Accessoires.

Es ist Montag und ich bringe meine Maus in die Kita. Zurück zu Hause mache ich mir erst einmal Frühstück. Was Frühstück angeht, bin ich ein richtiges Gewohnheitstier und es gibt fast jeden Tag für mich das Gleiche: Einen schwarzen Filterkaffee (derzeit decaf;)) und eine Acai Bowl! 

Was ich mir angewöhnt habe: Handy weg beim Frühstück! Ich finde, man tendiert häufig dazu, alles gleichzeitig erledigen zu wollen. Ist ja auch praktisch mit einem Smartphone. Aber ich denke auch, dass es umso wichtiger ist, bewusste Momente zu schaffen. 

Nach dem Frühstück beantworte ich ein paar Mails und schaffe ein wenig Ordnung zu Hause. Ich bin keine Ordnungsfanatikerin, aber ich brauche eine gewisse Grundordnung, um mich wohlzufühlen. Ich bin mal gespannt, wie sich das mit zwei Kindern umsetzen lässt! Heute stehen zwei Termine an: Bei meiner Gynäkologin und meinem Diabetologen. Ich habe in meiner zweiten Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes entwickelt, daher gehören Blutzuckermessen und eine besonders ausgewogene Ernährung im Alltag dazu.

Nachdem ich meine Tochter von der Kita abgeholt habe, gehen wir noch eine Runde raus: Mit dem Laufrad, auf den Spielplatz oder ein Eis essen! Am Ende des Tages freue ich mich auf ein leckeres Essen, Füße hochlegen und Netflix. Ich muss dazusagen: Kochen liegt mir nicht besonders gut! Daher geht es bei uns in der Küche ziemlich einfach zu!

Mein Outfit zusammengefasst:

Ich glaube, wenn ich nur drei Teile in meinem Kleiderschrank behalten dürfte, wäre definitiv dieser Oversized-Blazer dabei! Ich liebe Blazer, sie müssen oversized sein! Denn ich finde, sie sorgen bei jedem Outfit für eine gewisse Portion Coolness und trotzdem geben sie einen Hauch von Chic. Außerdem bin ich ein Fan von guten Basics, wie diesem Shirtkleid von Hey Soho. Ich liebe kleine Brands, die sich auch für Nachhaltigkeit einsetzen. Meine Chanel ist mittlerweile ein richtiger Oldie. Ich habe sie seit ich 20 bin und sie ist noch genauso schön wie an Day One.

Heute ist Dienstag und es steht ein besonderer Termin an: Ein Shooting für Fafe Collection. Ich habe großen Spaß an dieser Arbeit und freue mich, wenn ich meine Kreativität einfließen lassen kann. Damit ich zeitlich etwas flexibler bin, holt heute mein Mann die Maus von der Kita ab. 

Nach meinem Shooting freue ich mich auf Zeit mit meiner Tochter. Abends haben wir Freunde zu Besuch.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtkleid von Hey Soho (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier und Fafe Collection

Mein Vormittag startet mit ein wenig Arbeit. Ich nutze die Zeit, wenn meine Tochter in der Kita ist, um Content für Consciouslyoverthinking zu produzieren. Derzeit arbeite ich an einem Projekt zur mentalen Gesundheit. Solche Projekte unterstütze ich besonders gerne, denn es ist mir eine Herzensangelegenheit, mehr Bewusstsein für die Bedeutung von mentaler Gesundheit zu schaffen. Ziel dieses Projekts ist das Schaffen von kleinen alltäglichen Routinen in unserem Alltag, um unsere mentale Gesundheit zu trainieren und zu stärken. 

Ich mache mich in Ruhe fertig und auf den Weg zu meiner Therapeutin. Ich gehe schon seit vielen Jahren zur Therapie. Anfangs wegen einer Essstörung und wegen schwerer Panikattacken. Heute quälen mich diese Themen nicht mehr. Schon seit einigen Jahren habe ich nicht mehr mit Panikattacken zu kämpfen und die Essstörung habe ich auch hinter mir gelassen. Das war ein langer, harter Weg und auch keine Einbahnstraße. Aber ich habe es geschafft und bin sehr stolz darauf!

Mittlerweile nutze ich die Therapie als eine Art persönliche Entwicklungshilfe. Ich möchte kontinuierlich an mir arbeiten, manche meiner Denk- und Handlungsweisen hinterfragen und mich weiterentwickeln. Auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist.

Mein Look heute ist sehr ich. Der Hoodie könnte nicht mehr oversized sein als dieser. Ich liebe ihn einfach. Und derzeit stehe ich sehr auf wide leg Denim. Insbesondere weil diese so lässig geschnitten ist, dass ich sie unter meinem Bauch tragen kann. Der oberste Knopf ist umgeklappt.

Mein Outfit zusammengefasst:

Very Oversized-Hoodie von GAP x Yeezy (ähnlich hier), Denim von H&M, Tasche von Dior (ähnlich hier), Schuhe von Birkenstock, Schmuck von Bulgari und Cartier

Es ist schon wieder Donnerstag, die Wochen fliegen im Moment nur so dahin. Und so richtig bewusst ist es mir noch gar nicht, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir noch so einen kleinen Wirbelwind hier bei uns haben! Heute treffe ich meine Hebamme zum ersten Mal. Ich war mit der Organisation etwas spät dran und bin sehr dankbar, dass ich diese Empfehlung von einer guten Freundin bekommen habe. 

Wir trinken einen Kaffee im Garten und lernen uns ein wenig kennen. Lustigerweise fühle ich mich wieder wie ein Anfänger. Dass meine Tochter so klein war, ist schon so lange her! Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt, wie wir das so meistern werden!

Im Anschluss hole ich die Maus von der Kita ab und wir fahren gemeinsam zu Oma und Opa. Dort gibt es Kaffee und Kuchen (für mich die zuckerfreie Version).

Mein Outfit zusammengefasst:

Oversized Pullover von Vival Studio (ähnlich hier), Knitpants von By Aylin König (ähnlich hier), Schuhe von NAKD, Ohrringe von Ariane Ernst, Sunglasses von Saint Laurent

Ich freue mich schon die ganze Woche auf diesen Tag: Wir machen einen „Girls Mom Day“ in Düsseldorf: Ich treffe Franzi und Annalena in Düsseldorf. Wir gehen gemeinsam ein paar Sachen für den kleinen Mann kaufen, schlendern ein wenig über die Kö und trinken gemütlich einen Kaffee, also eigentlich ist es ein Chai Latte. Dieses Getränk ist mir völlig neu und jetzt bin ich verrückt danach.

Lustigerweise habe ich eigentlich keine Schwangerschaftsklamotten in meinem Schrank. Da die meisten Teile in meinem Schrank oversized und lässig geschnitten sind, passt mir nach wie vor ein Großteil.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtdress von Acne Studios (ähnlich hier), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Prada, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier, Bulgari und Fafe Collection

Offiziell mein liebster Tag in der Woche! Wir lassen es samstags langsam angehen. Ausgiebig kuscheln und lesen im Bett. Ein bisschen Sport: Ich bewege mich nach wie vor sehr gerne und es tut mir sehr gut. Bis vor ein paar Wochen bin ich regelmäßig auf unserem Water Rower morgens gerudert. Mit dem Bauch ist das jetzt nicht mehr so gut möglich. Aber ich gehe gerne auf den Crosstrainer. Danach wird gemeinsam gefrühstückt. Und wir machen uns auf den Weg zum Markt. Wir sind nicht gerade early birds, aber meist gibt es noch genug Auswahl, wenn wir dort eintrudeln. 

Ein weiteres Must-have on a Saturday: Frische Blumen aus meinem Lieblingsblumenladen und ein paar healthy Sweets fürs Wochenende aus meinem Lieblingscafe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid mit Schulterpolstern von Vival Studio (ähnlich hier), Tasche von Bottega Veneta, Korbtasche von Muun, Schuhe von Birkenstock, Kette mit großer Perle von LLr Studios

Früher mochte ich Sonntage nicht besonders gerne. Sie waren mir „zu ruhig“. Mittlerweile liebe ich die Ruhe an Sonntagen! Vielleicht ist das so, wenn man älter wird. Sonntags gibt es bei uns frische Brötchen und frisch gepressten Saft. Meine Tochter liebt Blaubeer-Pancakes. 

Nachmittags sind wir bei Freunden zum Barbeque eingeladen. Dort lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Zumindest so lange, bis all unsere Kinder ins Bett müssen.

Mein Outfit zusammengefasst:

Knit von Black Palms the Label (ähnlich hier), Bikerleggings von Oh April (ähnlich hier), Boots von Copenhagen Studios, Tasche von Dior

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Lisa!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Unser neues Office wird wohnlich mit Westwing Collection

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit “Journelles” selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It’s Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: “Influencer im Portrait: Jessica Weiß – Alles, nur kein Stillstand”


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Closet Diary mit Miryam Baha-Kernchen, Interior-Influencerin

Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann wir Miryam Baha-Kernchen für ein Closet Diary entdeckt haben … was wohl daran liegen muss, dass wir ihr schon seit einer halben Ewigkeit folgen. Aber an das wie? Daran kann ich mich noch gut erinnern.

Denn es war ihr Zuhause, in das wir uns zu aller erst verliebt haben. Eine Gründerzeitvilla aus dem Jahr 1880, in der sich unter eingezogenen Decken, Wänden und Böden wunderbare Deckenmalereien, Stuck, venezianischer Putz und andere Künste der alten Zeit versteckten. Ein wahrer Altbauschatz, das Miryam während des Schreibens ihrer Masterarbeit in Bremen entdeckt hat und nun gemeinsam mit ihrem Mann ihr Zuhause nennt. Daraus ist eine kleine Selbstständigkeit im Bereich Inneneinrichtung sowie ihre Social-Media-Präsenz bei Instagram entstanden, wo sie den Sanierungsprozess auf ihrem Kanal @magnolian_pigment teilt.

cc: @magnolian_pigment

cc: @magnolian_pigment

cc: @magnolian_pigment

Und was ihren Modestil betrifft? Auch da können wir uns inspirieren lassen. „Ich mag es edel aber immer mit dem gewissen Twist. Ich experimentiere gerne, habe keine Angst vor ein wenig Provokation und trage am Ende einfach nur das, worin ich mich an einem bestimmten Tag am attraktivsten fühle“, sagt Miryam. „Dinge, die fest zu meiner Stil-Identität gehören, sind mein Goldschmuck, dunkelrot-braune Fingernägel, traditionelle Schals und Tücher sowie Mäntel und Absatzschuhe – alles Merkmale, in denen ich meine Großmütter in mir wieder erkenne.“

Und was soll ich sagen, egal ob ein nude-farbenes Satinkleid (mein Lieblingsoutfit!), ein Hut oder Leo-Rock – sie sieht in allem großartig aus. Hereinspaziert zu Miryams sieben Looks, die uns in den Sommer zurückversetzen:

Nachdem das Wochenende unglaublich arbeitslastig war, habe ich mir am Montag etwas Zeit für mich genommen. So habe ich die anstehende Woche in Ruhe planen können, bevor es danach wieder an den Schreibtisch ging. Wenn neben meinem hohen Workload doch mal ein wenig Zeit für Me-Time bleibt, dann gehe ich sehr gerne in den Rosengarten – sitze, lese, plane, überlege.

Ich trage ein Outfit, in dem ich mich einfach wohl und „ich selbst“ fühle: Leopardenprint gehört für mich wie schwarz und weiß zu den neutralen Farbtönen! Ich weiß, Leo ist natürlich keine Farbe, aber ich zähle ihn trotzdem zu den „neutrals“ bzw. zur Basisausstattung in meinem Kleiderschrank und auch in meiner Einrichtung: Denn: Ich finde, man kann ihn schick aber zurückhaltend zu fast allem kombinieren. Dazu trage ich eine Strickjacke von Sezane zugeknüpft als Pullover und meine liebsten COS Plateausandalen (so bequem).

Ich habe eine große Schwäche für traditionelle Textilverarbeitung, Prints und besondere Webtechniken. An meiner ruhigen Isabel Marant Crossbody Tasche gefällt mir bestimmt deswegen das asymmetrisch gewebte Muster aus Bast so gut.

Mein Outfit zusammengefasst:

Dienstag war ein unspektakulärer Tag im Büro. Ich mag einen gewissen Office-Schick, zurechtgemacht und gepflegt, ohne dabei eingestaubt oder spießig zu wirken. Dieser Zweiteiler von Ulla Johnson ist eins meiner Lieblingsensembles für den Sommer. Ich finde es genial, wie elegant und doch cool das detailreiche Oberteil in die weitgeschnittene Hose übergeht oder fast schon überfließt. Highlight ist natürlich das gekräuselte Schößchen des Oberteils.

Auf der Suche nach einer praktischen aber schönen Tasche, in die mein Laptop passt, habe ich mir diese uralte Aktentasche vor Jahren Secondhand in Paris gekauft. Meine Schwäche für besondere Textilien (vor allem aus anderen Ländern) zeigt sich auch in meiner Tuchsammlung. Hier trage ich eines meiner Seidentücher ganz klassisch um den Taschengriff gebunden. Das Tuch mit Magnolineprint habe ich mir von einer Thailandreise mitgebracht. Meine geliebte Sonnenbrille ist auch aus Paris. Sie ist von Jimmy Fairly und war ein Geschenk meiner Schwester.

Nicht mehr aus meinem (Arbeits-)alltag wegzudenken, ist mein KPM To-go-Becher mit passendem Carrier! In unserer Provinz bekommt man leider nirgends Hafermilch, also nehme ich mir einfach meinen eigenen Cappuccino mit!

Mein Outfit zusammengefasst:

Top: Ulla Johnson (ähnlich hier), Hose: Ulla Johnson, (ähnlich hier), Sonnenbrille: Jimmy Fairly, To-go Becher: KPM Berlin, Carrier für To-go Becher: KPM Berlin, Choker: Laura Lombardi, Aktentasche: Secondhand aus Paris (ähnlich hier), Seidenschal: Souvenir von Thailandreise

Auch Mittwoch habe ich den ganzen Tag am Schreibtisch gesessen, allerdings im Home Office. Das Highlight des Tages war ein verabredetes Date mit meinem Mann nach der Arbeit: Wir sind zu den Maritimen-Tagen in unsere Heimat Bremerhaven gefahren.

Das was für andere Taschen oder Schuhe sind, das sind für mich Mäntel aller Art! Weil ein Blazerkleid ein wenig zu schick für den Anlass gewesen wäre, habe ich dieses vom klassischen Trenchcoat inspirierte Cape über einem schlichten Outfit aus Rock und Top getragen. Was gibt es Smarteres, als eine doppelreihige Knopfleiste, ein tolles Revers und einen gut sitzenden Kragen! Der Minirock von COS ist aus Scuba und die Schultertasche von Guess mit dem schönen Schultrerriemen habe ich mir bei meiner Schwester ausgeliehen, die im selben Haus wohnt und deren Kleiderschrank somit freizugänglich für mich ist. Meine Sockbootstiefel habe ich letzte Saison bei &Other Stories gefunden. Sie haben einen halbmondförmigen Absatz und sind genau das, was ich unter einem klassischen hohen Stiefel verstehe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Top: COS, Cape: someday, Rock: COS, Stiefel: & Other Stories (ähnlich hier), Schultertasche: Guess, Uhr: Rosefield

Donnerstag war ich den ganzen Tag unterwegs: Arbeit, Termine, Einkauf und Fliesen für das neue Bad in 1000 Läden angeschaut. Getragen habe ich ein für mich typisches Alltagsoutfit, allerdings bestehend aus direkt drei meiner Favoriten! Favorit eins ist meine alte Stoffhose von Filippa K. Wenn ich Hosen trage, dann fast immer weite Stoffhosen, am liebsten mit Bügelfalte. Wenn ich ein Must-have wählen müsste, dann wäre es definitiv genau so eine Stoffhose, denn man sieht direkt angezogen aus!

Favorit Zwei ist meine gepunktete Bluse mit den durchsichtigen langen Ärmeln, die einst meiner wunderschönen afghanischen Großmutter gehörte. Sie wird für immer mein großes Mode-Vorbild sein!

Favorit Drei ist seit Jahren fester Bestandteil meiner Garderobe. Und zwar handelt es sich um meine Voss Lacksandalen von Dr. Martens mit Plateauabsatz und der wichtigen Portion Attitüde! Ist bereits mein drittes Paar, so sehr mag ich sie.

Um mein Einkaufsnetz von Longchamp praktischer zu machen, habe ich mir eines meiner großen Tücher in das Netz geknotet. So wird es nicht nur zur richtigen Handtasche, sondern auch zu einem Einzelstück!

Mein Outfit zusammengefasst:

Am Freitag war ich wieder den ganzen Tag zu Hause und habe gearbeitet, die Schlafzimmersanierung vorangetrieben und als Belohnung den späten Nachmittag im Garten zwischen meinen Blumen und Bienen verbracht.

An Tagen, an denen ich nirgends hin muss, trage ich sehr gerne lange leichte Kleider oder Kaftane, so wie diesen hier von COS. Gerade wenn es so warm ist, mag ich alles Leichte, das man sich nur locker überwerfen kann, ohne Hose oder Top darunter tragen zu müssen. Schön möchte ich mich natürlich trotzdem fühlen!

Ich denke, dass ein „Gammellook“ nicht gammelig aussehen muss!


Da mein Schnittblumenbeet unter dem Unwetter gelitten hat, musste ich einige Dahlien schneiden. Das zählt zwar nicht als Handtasche, aber ich liebe den Sussex-Trug von Manufactum für das Lagern meiner Schnittblumen mehr als alle meine Handtaschen zusammen!

Sonnenschutz hat große Priorität für mich! Halte ich mich im Garten auf, trage ich gerne Strohhüte wie diesen hier von Eugenia Kim, den ich durch das lange Tuch gut an meinem kleinen Kopf festbinden kann. Für richtige Gartenarbeit ist er natürlich nichts.

Shoe of the day (of every day at home really) sind die alten Birkenstock Sandalen, die ich von meiner Schwester übernommen habe, als diese ins Ausland gegangen ist. Herrlich bequem, wissen wir doch alle!

Samstag war ich Gastgeberin. Das hieß, einen halben Tag in der Küche stehen und den Rest des Tages eine kleine, aber feine Gartenparty bewirten und den Sommer im Kreise meine Liebsten genießen. Es war so heiß, dass eigentlich kein Outfit das richtige war. Am Ende ist es dann ein super leichtes Midi-Kleid aus Seide und Baumwolle von Ulla Johnson geworden.

Wenn am Abend die Scharen an Mücken rauskommen, werfe ich mir gerne einen Schal als Schutz über. Diesen traditionellen bestickten Schal habe ich mir in Indien gekauft, dem Land, das nicht nur große familiäre Bedeutung für mich hat, sondern in dem ich auch während meines Studiums selbst eine Zeit lang leben durfte.

Schuhe habe ich so gut wie gar nicht getragen, denn an Sommertagen wie diesen bin ich am liebsten barfuß zu Hause. Meine Ohrringe mit Süßwasserperlen sind handgemacht von der talentierten und wuderbaren Künstlerin Theresa Zerck, die alles zu Gold macht, was sie anfässt!

Mein Outfit zusammengefasst:

Sonntag ist Markttag! Batallion (mein Mann) und ich stehen Sonntags gerne früh auf, um auf Wochen-, Blumen-, Antik- öder Trödelmärkte zu gehen. Vor 15 Jahren haben wir damit begonnen, damals haben wir aber noch selbst verkauft. Mittlerweile sind wir die, die lieber selbst über den Markt schlendern und nach Kuriositäten und alten Schätzen für unsere Altbauvilla suchen.

Bei der anhaltenden Hitze habe ich mich wieder für ein oversize Schlupfkleid aus Satin entschieden, welches ich mir recht neu bei Arket bestellt habe. Mules und Tasche bringen durch den Klecks Farbe die nötige Balance ins sonst sehr schlichte Outfit. Rosa und Pink sind eigentlich fast nicht existent in meiner Garderobe, aber als ich die Mules mit ihren perfekten Kitten Heels und die kleine Tote Bag mit dem schönen Faltendesign bei COS gesehen habe, da habe ich erst das Loch verstanden, das bis dahin in meinem Kleiderschrank existierte. Ein Muss für jeden Markttag ist natürlich ein großer Shopper oder eine praktische Basket Bag, wie diese hier von Arket.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid: Arket, Schuhe: COS, Handtasche: COS, Shopper: Arket

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Miryam!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


Archiv anzeigen

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.