Man hat keine Sorgen, man macht sich Sorgen

Das Problem ist noch gar nicht da und es bereitet dir jetzt schon Sorgen? Willkommen im Club. Dann geht es dir wie mir und vermutlich den allermeisten Menschen da draußen. 

Ich mache mir Sorgen um meine Familie, um unser Kind, um die Katzen, um meine künftige berufliche und finanzielle Situation und nicht zuletzt auch um wirtschaftliche und politische Situation, das Klima und die allgemeine Zukunft. 

Sich Sorgen zu machen, ist das Normalste der Welt und sorgt sicherlich auch dafür, dass wir heute Vorkehrungen treffen um Probleme von Morgen zu verhindern.

Doch die meisten meiner Sorgen stehen mir mehr im Weg, als dass sie mir nützen

– weil sie einfach eine Verschwendung von Lebenszeit und Energie sind. 

Versteht mich bitte nicht falsch, das soll jetzt kein „Toxic Positivity“ Text werden, im dem ich euch dazu aufrufe, alle eure Sorgen hinter euch zu lassen und mit Liebe und Sonnenschein zu übermalen. Gegen die Sorgen zu lachen, lässt sie nicht verschwinden. Zumindest bei mir nicht. Stattdessen möchte ich bewusster damit umgehen, was mir so durch den Kopf geht und wenn ich feststelle, dass ich mir  Sorgen mache, frage ich mich zugleich: 

Auf welcher Grundlage mache ich mir gerade Sorgen?

Sind meine Sorgen tatsächlich berechtigt?

Und wenn die Antwort „Nein“ lautet, dann weg damit. 

Denn sich Sorgen zu machen, ist das Gegenteil davon, sich positive Dinge ins Leben zu manifestieren. Nicht zuletzt weist uns unsere Sprache mit dem Wort „machen“ statt „haben“ darauf hin, dass wir es auch einfach lassen könnten.

Wenn ich mir also mal wieder Sorgen mache – und ich komme nicht umhin, sie mir trotz aller guten Vorsätze zu machen – die beispielsweise so klingen:“Ist mein Baby gesund? Können wir uns ein Kind überhaupt leisten?“ 

Dann mache ich daraus:

Mein Baby ist gesund. 

Wir haben keine finanziellen oder existenziellen Sorgen.

Denn es gibt für mich keinen Anlass für mich, das nicht zu glauben. Fakt ist, die Zukunft ist für jeden von uns ungewiss und Niemand kann vorgesehen, was sie bringt. Was auch immer sie Unvorhersehbares erwartet, der beste Weg ist die Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Am besten ohne sich vorher darüber Sorgen zu machen.* 

*Außer beim Klima. Da sind alle Sorgen durchaus berechtigt und wir sollten schnell handeln. 

Ein neues Kapitel

Hi! Du warst vermutlich schon lange nicht mehr hier, vielleicht bist du auch zum ersten Mal hier, aber hey, ich war auch schon lange nicht mehr hier. Und ich tue mich gerade echt schwer, denn manchmal, wenn einem Dinge besonders wichtig sind, ist es schwierig die richtigen Worte am Anfang zu finden. 

Und ich stehe hier vor einem Anfang. Vor einem neuen Leben.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, es mache mir keine Angst. Als ich erfuhr, dass ich schwanger bin, bin ich aus allen Wolken gefallen. Obwohl ich mit Anfang/Mitte 30 wahrlich nicht mehr als blutjunge Mutter gelte, habe ich mich gefragt, wie ich das bewältigen soll. Ich bin doch selbst noch nicht erwachsen – zumindest gefühlt nicht. In meinen Augen hatten immer (bis auf ein paar Ausnahmen) erwachsene Menschen Kinder – also ‚richtige‘ Erwachsene. 


Und während ich darüber grübelte, stellte ich fest, dass ich nicht nur auf dem Papier, sondern auch ganz generell zwar den Qualifikationen einer Erwachsenen durchaus entspreche, mich aber nicht so fühle. Und vermutlich aber auch in ein paar Jahren nicht erwachsen gefühlt hätte. Ganz neu ist diese Erkenntnis nicht, deswegen habe ich bereits vor ca. 7 Jahren beschlossen, die Sache mit der Kinderplanung dem Zufall zu überlassen. Das Schicksal  solle den richtigen Zeitpunkt für mich bestimmen. Wenn es passieren sollte, passiert es eben.

Doch hätte ich gedacht, dass es so lange dauern würde? Sicher nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich schon gar nicht mehr geglaubt, ich könne auf natürliche Weise schwanger werden. Und irgendwie hatte ich diese vermeintliche Tatsache für mich akzeptiert. Das war nicht einfach, kostete mich einige schlaflose Nächte und plagte mich hin und wieder, aber ich dachte mir: Dann ist eben auch das mein Schicksal. 

Und ich weiss noch, wie ich vor einigen Wochen im Bett lag, noch nicht wissend, dass ich zu dem Zeitpunkt bereits schwanger war und mir dachte: wie gut, dass es bisher nicht geklappt hat. Dann hätte ich womöglich niemals die Zeit gefunden an mir zu arbeiten, mir überhaupt so intensiv Zeit für mich zu nehmen und so intensiv in so kurzer Zeit zu wachsen. Ich spürte in diesem Moment ganz intensiv und ganz instinktiv, dass alles so passieren musste und dass am Ende alles gut werden würde. Ich war einfach wirklich noch nicht soweit. Und jetzt? Bin ich es jetzt? Ich weiss es nicht. Mittlerweile bin ich in der 16. Woche und weiss es noch immer nicht. Meine Gefühle gehen kreuz und quer und verheddern sich. 

Ich bin glücklich. Ich habe Angst.

Ich mache mir Sorgen.

Ich bin hoffnungsvoll. Ich bin überfordert.

Und jede einzelne dieser Gefühlsfacetten werden mit der Lupe vergrößert. 

Manchmal frage ich mich, ob das alles gerade wirklich passiert. Ich hoffe es so sehr. Ich weiss nicht, ob ich für dieses Abenteuer bereit bin, aber ich kann es kaum erwarten es herauszufinden. Und ich würde mich freuen, wenn du mich dabei begleitest. 

Produktiv bleiben: Wie man lernt, mit Stress im Home Office umzugehen (Teil 3)

An manchen Tagen setze ich mich an meine To-Do-Liste, die mir plötzlich viel zu lang scheint. Ich kann mich kaum aufraffen, weiß nicht wo ich beginnen soll, was höchste Priorität hat, weil ja alles irgendwie wichtig ist; kann mich nicht dazu überwinden, die ‘schlimmste’, anstrengendste Aufgabe zuerst hinter mich zu bringen. Ich brauche länger für die ‘To Dos’ für die ich nur die Hälfte der Zeit eingeplant habe und hänge hinterher. Kennt ihr das, wenn an manchen Tage alles auf euch einzustürmen scheint und ihr euch überfordert und durchgehend gestresst fühlt? Ich kenne solche Tage zu genüge. Doch ich habe auch gelernt, dass ich mich diesem Gefühl nicht hingeben darf, dass ich mich für diese Situationen vorbereiten muss. Wenn ich Hunger bekomme, bereite ich mein Essen zu. Wenn ich gestresst bin, fordert mein Körper ebenso eine Reaktion von mir. Diese Reihe dreht sich um das Thema, wie man im Home-Office produktiv bleibt. Im letzten Teil der Serie, widme ich mich nun den unschönen Dingen – und wie man mit ihnen umgehen kann. 

Auf Stress reagieren:

Atemübungen

Ihr hört euren Laptop eine E-Mail nach der anderen ankündigen, ihr sitzt bereits seit zwanzig Minuten an einem Satz, der euch einfach nicht gelingen will und eure To-Do-Liste scheint euch endlos vorzukommen. Der Spaziergang am Mittag scheint euch angesichts der Aufgaben unmöglich, dabei wisst ihr, dass er euren Tag um einiges besser machen wird. Kurz gesagt: Ihr seid gestresst. Tatsächlich kann man darauf reagieren – und zwar mit einem erstmal banal scheinenden, jedoch leicht umsetzbaren und tatsächlich effektivem Trick:

Durchatmen. 

“Erstmal durchatmen” ist nämlich weit mehr  als eine Floskel, mit der man andere beschwichtigen will. Stress lässt sich tatsächlich über die Atmung regulieren. Denn wenn wir gestresst sind, verändert sich auch unsere Atmung. Sie wird flach und schnell. Deshalb kann es schon helfen, sich einen Moment von der Arbeit und vom Schreibtisch ganz bewusst zu lösen und seine Konzentration auf sich und seine Atmung zu lenken. Atmet tief und langsam durch die Nase ein, haltet das Volumen kurz in der Lunge und atmet einige Sekunden langsam durch den Mund wieder aus. Es kann auch helfen, sich dabei die Hände auf den Bauch zu legen und ganz bewusst zu spüren, wie die Bauchdecke bei der Übung mitgeht. Atemübungen helfen nicht nur gegen die Angst, die mit dem Stress oftmals einhergeht, sondern auch gegen Konzentrationsschwierigkeiten und Erschöpfung. Natürlich wird diese Atemübungen nicht eure To-Do-Liste für euch abarbeiten – doch darum geht es auch nicht. Viel eher geht es darum, euch für diese Situationen vorzubereiten, denn sie werden euch schließlich im Arbeitsalltag immer wieder begegnen. Falls ihr euch jedoch zu häufig gestresst fühlt, kann dies auch daran liegen, dass ihr euch zu Hause noch kein Arbeitsumfeld schaffen konntet, indem ihr euch richtig konzentrieren könnt. Oder eure To-Do Liste euch nicht nur zu lang vorkommt, sondern sie tatsächlich zu lang ist. Hier erfahrt ihr, wie wichtig es ist einen Ort in den eigenen vier Wänden zu finden, an den ihr zum Arbeiten zurückkehrt – und wie ihr euch organisieren könnt, um Stress vorzubeugen. 

Zwei Arten von Burn-Out

Wenn ich persönlich merke, dass mir gerade alles zu viel wird, mir meine Aufgaben einfach nicht gelingen möchten und mich das Gefühl der Überforderung zu übermannen scheint, gehe ich meistens raus. Nichts hilft mir so sehr, wie meine Laufschuhe anzuziehen und joggen zu gehen. Obwohl ich dabei Zeit verliere, komme ich mit einem freieren Kopf zurück, habe eine Distanz zwischen mir und dem Gefühl geschaffen, konnte es reflektieren und gehe entspannter an meine To-Dos ran als zuvor. Es gibt jedoch zwei Arten des Burn-Out. Die eine ist körperlich. Wenn ihr durcharbeitet, eurem Körper keine Pause gönnt, dann macht dieser das irgendwann nicht mehr mit und reagiert mit Stress, sendet also ein Signal. Die zweite Art ist mental. Wenn man am Schreibtisch sitzt und schlicht keinen Sinn mehr in den Tätigkeiten sieht, die heute auf der Liste stehen.

Positiv bleiben

Nicht nur in diesen Zeiten, aber doch vor allem in diesen Zeiten sollte man seiner mentalen Gesundheit mindestens so viel Aufmerksamkeit schenken, wie der körperlichen. Auch wenn wir meinen, alles gut wegzustecken, kommen auf einmal Phasen, in denen wir die verdrängten Nachrichten und die Welt draußen, nicht mehr so gut aushalten können wie bisher. Es ist für jeden einzelnen schwierig und eine Belastung, auch wenn wir uns nicht beschweren sollten, mit einem Arbeitsplatz und einem zu Hause, ist es auch okay zu sagen, dass es gerade nicht einfach ist. Doch ebenso wie man an seinem Körper arbeiten kann, kann man auch an seiner Psyche ‘arbeiten,’ es jedoch zumindest versuchen. Bereits eine geführte Meditation (zB. Via FlowLab) kann den Stress ein wenig eindämmen. Auch wenn ihr es noch nie probiert habt und eher davor zurückgeschreckt seid. Vielleicht ist es jetzt gerade das Richtige für euch. 

Eine weitere Art, positiv zu bleiben? Setzt euch ein Mantra, manifestiert den Vorsatz für den heutigen Tag und richtet ihn dementsprechend aus. “Ich werde heute Freude in meiner Arbeit finden,” oder “Ich werde es heute ruhig angehen und mich nicht stressen lassen.” Es gibt viele Videos und Artikel, die näher auf das Thema Manifestation eingehen. Jedoch kann es den Tag wirklich beeinflussen, wenn ihr ihm einen Vorsatz widmet. Eine weitere Maßnahme, die hilfreich sein kann, ist es, Tagebuch zu führen. Manchmal wacht man mit einem schlechten Gefühl auf, dass einen so herunterdrückt und, dass man zunächst nicht richtig reflektieren kann. Wenn ihr in einem Tagebuch, einem Journal also, eure Gedanken niederschreibt, werdet ihr sie mit diesem Schreiben auch ein stückweit los. Es ist auch Überwindung notwendig, um das auch wirklich zu tun. Es kann jedoch helfen, den Ton für den Tag zu bestimmen und das was einen daran hindert, ihn entspannter zu durchleben, bereits am Morgen (oder am Abend) ’loszuwerden.’

Mir helfen beim Niederschreiben immer die folgenden fünf Fragen, die ich versuche zu beantworten. 

1. Welche 3 Dinge müssen heute passieren, damit der Tag super wird?

2. Was ist heute richtig gut gelaufen?

3. Wofür bin ich dankbar?

4. Bin ich heute weiter, als gestern?

5. Was würde mich stolz machen, wenn ich mich überwinde? (wöchentliche Aufgabe)

Liebe Social Media Community, wir müssen reden.

Liebe Social Media Community,

Wir müssen reden. Die letzten Monate waren hart – und sind es noch. Wir durften kaum etwas unternehmen, dass uns wirklich Freude bereitet oder ablenkt, Menschen sehen, die wir lieben und hinzu kommt das kalte Wetter, die wenige Sonne und die permanent schlechten Nachrichten.

Ich weiss, ich gehöre zu der wohl privilegiertesten Gruppe – und trotzdem sage auch ich mir oft: „Ich kann nicht mehr“. Psychisch ist es wirklich aktuell eine Belastungsprobe und ein Licht am Ende des Tunnels ist kaum wahrnehmbar. Ich kann mir deswegen also nur vage vorstellen, wie es für die meisten Anderen da draußen sein muss. Scheiße nämlich. Und wisst ihr was? Es ist okay, das zuzugeben. Wir dürfen uns so fühlen. Und wir dürfen auch einfach kein Bock mehr haben. 

Doch wisst ihr, was trotzdem nicht okay ist? Seine schlechte Stimmung an Anderen auszulassen. Denn denen geht es auch nicht viel besser. In letzter Zeit beobachte ich nämlich immer mehr, wie vornehmlich Frauen, die permanent für eine gerechte Gesellschaft kämpfen, hier auf Social Media heruntergebuttert werden. Social Media war schon immer ein emotional volatiler Ort, aber in letzter Zeit ist der Ton deutlich rauer geworden. 

Deswegen hier eine Bitte: 

Seid bitte nett zueinander und unterstützt euch gegenseitig. Seid einander eine Stütze in diesen harten Zeiten. Denn es ist aktuell hart genug für uns alle und auch wenn man es von außen nicht sieht, struggeln die allermeisten von uns. Ich weiss, es ist sehr einfach, seine schlechte Laune auf Social Media an JournalistInnen und InfluencerInnen auszulassen, aber nur weil wir in der Öffentlichkeit stehen, heisst es nicht, dass wir auch zum Abschuss freigegeben sind. Dass uns negative Kommentare nicht auch nahe gehen. Oder, dass wir den hohen Ansprüchen, die an uns gestellt werden, auch gerecht werden (müssen). Denn nur, weil wir versuchen, es besser zu machen, heisst es nicht, dass es uns auch wirklich in allen Lebenslagen gelingt. Wir tragen keinen Heiligenschein. Diese Erwartungshaltung ist schlichtweg unrealistisch.

In meinem Fall merke ich vor allem, wie ungesund diese Erwartungshaltung von außen auch für meine Psyche ist, weil ich schon von mir aus so hohen Erwartungsdruck habe, dass ich immer wieder regelmäßig einen mentalen Breakdown habe, weil ich versuche, unbedingt alles richtig machen zu wollen. Doch das geht nicht. Ich bin keine Maschine und meine KollegInnen sind es auch nicht. Bitte hört auf, das von ihnen zu erwarten. Und Recht machen, kann man sowieso nicht jedem. Irgendwo lautert immer ein Hater. Seid also bitte nicht selbst die Hater, denn selbst, wenn es keine Absicht ist, kann es so ankommen und Nachrichten, die vielleicht nicht so böse gemeint waren, können als solche interpretiert werden. 

Ich weiss, ich habe wirklich Glück mit euch. Ich habe eine extrem liebevolle Community und ich durfte bei euch immer weich fallen und wurde glücklicherweise auch nicht zur Zielscheibe. Doch es macht mich wütend zu lesen, dass beeindruckende Frauen wie Natascha Strobl und Alice Hasters  sich zurückziehen müssen, weil der Druck einfach immer wieder so hoch wird. Frauen, zu denen ich aufschaue wie DariaDaria oder Nike, werden immer wieder für das absolut Lächerlichste kritisiert, weil Menschen unrealistische Erwartungen an sie haben.

Deswegen mein Appell:

Ich verstehe, dass es gerade hart ist für uns alle und dass es schwer ist, freundlich zu bleiben und sanft, aber bitte – lasst nicht die Menschen im Stich, die trotzdem noch irgendwie die Kraft aufbringen, weiterzumachen, zu kämpfen und stellt euch, wenn ihr könnt, an ihre Seite. Überlasst Social Media nicht den Hatern.

Produktiv bleiben: Ziele setzen und erreichen im Home Office (Teil 2)

Nachdem ich ja schon einiges darüber geschrieben habe, wie man Ziele erreicht, ist das Ziel an sich ein Thema. Denn um effizient von Zuhause aus zu arbeiten, braucht man auch die richtige Zielsetzung. Warum man sich öfter trauen sollte, sich hohe Ziele zu setzen und was dabei helfen kann, diese auch zu erreichen, möchte ich deswegen hier mit euch teilen.

Die richtigen Ziele setzen 

Manchmal stehe ich am morgens auf, mache mir einen frischen Kaffee, verziehe mich nochmal ins Bett, um wirklich wach zu werden, setze mich anschließend an den Schreibtisch und gehe meine To-Do-Liste für den Tag durch, bis mir plötzlich die Frage kommt: Wofür mache ich das eigentlich gerade? Dabei ist es nicht so, dass ich meine Rolle und meine Arbeit an sich hinterfrage. Vielmehr betrifft diese Frage meine Arbeit in diesem Moment. Warum muss ich jetzt diese E-Mails beantworten, warum soll ich jetzt noch dieses Video drehen, warum lade ich mir mit diesem Bild zusätzlichen Workload auf? An solchen Tagen hilft es mir, ein paar Seiten in meinem Block zurückzublättern. Bis hin zu der, auf der ich mir regelmäßig meine Ziele notiere. Das können bestimmte Partnerschaften sein, größere Projekte, die ich schon immer einmal umsetzen wollte, eine bestimmte Anzahl von Artikeln oder Bildern oder auch die Umsetzung oder der Fokus auf neue Themen.

Meine Ziele immer wieder zu reflektieren und dabei zu visualisieren hilft mir persönlich, den Fokus nicht zu verlieren. Wenn sich die Frage stellt, warum ich jetzt diese vielen kleinen To-Dos machen muss, diese vielen kleinen Erledigungen, die ich am liebsten weit von mir schieben würde, schaue ich auf dieses Blatt Papier und erinnere mich selbst daran: Das ist mein Ziel und ich mache das gerade alles, um genau dieses Ziel zu erreichen. Diese Reflexion ist mittlerweile fester Bestandteil meines Alltags. Doch da der Umgang mit Zielen nicht immer leicht ist, diese einen oftmals auch demotivieren können, möchte ich hier einige Erkenntnisse teilen, nach denen ich mich beim Ziele setzen richte.

Tatsächlich setze ich mir ‘große’ Ziele. Damit gemeint sind: Langfristige Ziele, dessen Erreichung zwar Arbeit, Zeit, Überlegungen und Fokus erfordern werden und manchmal vielleicht unmöglich scheinen können, die aber nun trotzdem meine Ziele sind, manchmal sogar Träume, von denen ich weiß, dass sie mich glücklich machen werden und nach denen ich deshalb streben möchte. Diese sollten übergeordnet sein und wir sollten uns von dessen Größe nicht stressen lassen. Jedoch ist es nunmal so, dass man doch immer nur dann seine Ziele erreichen kann, wenn man sie sich auch setzt. Wenn man sich zu kleine Ziele setzt, dann wird man auch nie danach streben höher zu kommen. Das gilt nicht nur für Kreativ arbeitende Selbständige wie mich, sondern kann ebenso im Angestellten-Verhältnis umgesetzt werden. Was sind deine Ziele? Möchtest du in diesem Jahr ein neues Projekt umsetzen oder vorstellen? Möchtest du bestimmte Zahlen erreichen? Möchtest du dich in einem bestimmten Bereich weiterbilden? ExpertIn werden? Deine Arbeit sichtbarer machen? Schreib dir deine Ziele auf und wenn dein Fokus verloren geht, gehe immer wieder zurück zu dieser Liste.

Ziele hinterfragen

Ebenso wichtig, wie sich große Ziele zu setzen ist es, diese regelmäßig zu hinterfragen. Dafür hilft es, hin und wieder aus der derzeitigen Situation ‘herauszuzommen’, also den Blickwinkel zu verändern und zu überlegen: Warum ist das gerade eigentlich mein Ziel, welche Motivation steckt dahinter, was erwartet mich, wenn ich es erreiche? Wonach strebe ich? Ich tue das tatsächlich regelmäßig und oftmals helfen mir bei dieser Reflexion Gespräche mit meinem Freund, FreundInnen oder KollegInnen. Wenn euch an dieser Stelle eine Person einfällt, mit der ihr euch über größere (Arbeits)fragen unterhalten und austauschen könnt, ist sie oder er wahrscheinlich die Richtige. Mir helfen diese Unterhaltungen dabei zu erkennen, wieso mir dieses oder jenes wichtig ist, ob manche vermeintlich wichtigen Ziele nur auf flüchtigen Wünschen basieren oder gar ins Leere laufen. Ich tausche mich aus und während des Austauschs erscheint alles nochmal in einem anderen Licht und wird sozusagen gerade gerückt.

Ziele verinnerlichen und visualisieren

Was dabei helfen kann, sich seine Ziele bewusst zu machen und die Frage nach dem ‘Warum’ zu beantworten, ist die Visualisierung. Nehmt all eure Vorstellungskraft zusammen und stellt euch vor, wie es wäre, die Ziele die ihr euch gesetzt habt, tatsächlich zu erreichen. Wie sähe das aus, was würdest du fühlen, was würde dich daran freuen? Werdet konkreter in eurer Vorstellung, was wünscht ihr euch wirklich und wie würde das euer Leben verändern und beeinflussen. Stelle es dir immer wieder vor deinem geistigen Auge vor und internalisiere diese Vorstellung. Wozu das Ganze? Tatsächlich verspricht das tägliche oder zumindest regelmäßige Visualisieren deiner Ziele, dich bereits einen Schritt näher dorthin zu führen. Es gibt dir nicht nur ein positives Gefühl, sondern auch ein konkreteres Bild von dem das du willst, was wiederum für mehr Motivation im Alltag sorgt und dabei auch zu höherer Disziplin führt. 

Zwischenziele setzen

Ziele sind zwar essenziell, um motiviert und produktiv zu bleiben. Doch es gibt Momente, in denen sie mich überfordern, weil sie so groß und unmöglich scheinen. Deshalb habe ich vor kurzem begonnen, neben der Seite mit meinen ‘großen’ Zielen, eine Liste an Zwischenzielen anzulegen. Kleine Etappenziele also, die realistisch scheinen und die mir zeigen, dass ich mich dem übergeordneten Ziel oder Traum tatsächlich nähere. Das sorgt bei mir immer wieder für kleinere Erfolgsmomente, die mich wiederum dazu motivieren, an diesem Weg festzuhalten und weiterhin daran zu arbeiten. Zwischenziele zeigen einem also, dass man sich auf der ‘Erfolgslinie’ befindet und das kann ein unheimlich schönes Gefühl sein, dass man sich quasi selbst beschert.


Fragen, die ich mir stelle um meine Ziele zu reflektieren und Zwischenziele zu formulieren:

• Bringt mich diese Aufgabe meinem Ziel näher?

• Was für Hindernisse können auftreten?

• Was sind die großen Stolpersteine?

• Was kann ich tun um dem vorzubeugen?

5 große Vorsätze für 2021 – und die dazu passenden Hörbücher

Geboren 1989, lebe ich – Maria Astor aka Masha Sedgwick – seit nunmehr 5 Jahren in der wohl schönsten Stadt der Welt: Berlin.

Mit der Idee eines Blogs, der 2010 ursprünglich aus privaten Erlebnissen als eine Art Tagebuch gegründet worden ist, entwickelte ich über die Jahre eine große Leidenschaft für Digitale Medien und Fotografie. Zusammen mit meiner Passion für Mode, Beauty, Lifestyle, aber auch sozial relevante Themen, erarbeitete ich aus dem Erfolg heraus ein Konzept, welches meine Persönlichkeit und meine Liebe zum Schreiben, zusammen mit meinem Know-How als Vorreiter in der Influencer-Welt, verband.

Über die Jahre kamen weitere Soziale Medien wie Facebook, Instagram, Pinterest und ein Podcast hinzu, bei denen ich meine Kreativität ausleben kann. Auf den verschiedensten Plattformen nehme ich meine Leser, Follower und Freunde mit auf eine Reise in ferne Länder oder gewähre ihnen einen Blick hinter die Kulissen der Modewelt in meiner eigenen, manchmal polarisierenden, Sichtweise.