Closet Diary mit Lisa von Consciuosly Overthinking, Psychologin

Noch im neunten Monat schwanger hat für uns Lisa von dem Kanal @consciouslyoverthinking ein Closet Diary abfotografiert, inzwischen ist ihr kleiner Sohn auf der Welt. Herzlichen Glückwunsch! 😉

Lisa ist 32 Jahre alt, nun zweifach Mama und lebt mit ihrem Mann in Köln. Ihr ursprünglicher Karriereplan? Psychotherapeutin werden! Aber so ist das manchmal mit den Plänen … Die macht man und dann führt einen das Leben doch auf einen anderen Weg, um dich dann wieder auf einen anderen zu lenken.

So zog es Lisa nach ihrem Medizinökonomie-Studium vorerst in die Modewelt. Erst für ein Praktikum bei Armedangels, dann bei Zalando. Nach Stationen in der Modebranche entschied sich Lisa dennoch für ein Psychologiestudium und eröffnete gleichzeitig ihren Kanal @consciouslyoverthinking, auf dem sie beide Leidenschaften – Mode und mentale Gesundheit – kombinieren kann.

„Meine Intention ist es, Instagram zu nutzen, um eine Offenheit zu erschaffen. Ich bin der Überzeugung, dass wir unsere Emotionen zulassen und spüren sollten, um sie verarbeiten zu können. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir offen mit ihnen umgehen dürfen“, erzählt Lisa. Auf ihrem Kanal setzt sie sich für die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen ein. Sie selbst hat in der Vergangenheit viele Erfahrungen damit machen müssen. „Aber ich bin immer offen damit umgegangen und habe mich nie davor gescheut, Hilfe anzunehmen. Ich bin überzeugt, dass uns solche Lebensabschnitte, schwierige Phasen im Leben stärken und uns wachsen lassen.“

Diese Message transportiert Lisa sehr authentisch und ehrlich auf ihrem Kanal, bietet uns dabei noch viel modische Inspiration. Damit ist sie die perfekte Kandidatin für unser Closet Diary und wir freuen uns, euch ihre sieben Looks vorstellen zu dürfen.

Ich bin im neunten Monat schwanger und Mama von einer kleiner Tochter – und daher eigentlich immer on the run. Zu Fuß, auf dem Rad, zum Spielplatz. Meine Outfits müssen bequem sein! Ich stehe sehr auf Homewear und lässige Styles: Oversized Hoodies und T-Shirts, Cardigans, ein paar coole Sneaker. Gerne kombiniert mit schönen Accessoires.

Es ist Montag und ich bringe meine Maus in die Kita. Zurück zu Hause mache ich mir erst einmal Frühstück. Was Frühstück angeht, bin ich ein richtiges Gewohnheitstier und es gibt fast jeden Tag für mich das Gleiche: Einen schwarzen Filterkaffee (derzeit decaf;)) und eine Acai Bowl! 

Was ich mir angewöhnt habe: Handy weg beim Frühstück! Ich finde, man tendiert häufig dazu, alles gleichzeitig erledigen zu wollen. Ist ja auch praktisch mit einem Smartphone. Aber ich denke auch, dass es umso wichtiger ist, bewusste Momente zu schaffen. 

Nach dem Frühstück beantworte ich ein paar Mails und schaffe ein wenig Ordnung zu Hause. Ich bin keine Ordnungsfanatikerin, aber ich brauche eine gewisse Grundordnung, um mich wohlzufühlen. Ich bin mal gespannt, wie sich das mit zwei Kindern umsetzen lässt! Heute stehen zwei Termine an: Bei meiner Gynäkologin und meinem Diabetologen. Ich habe in meiner zweiten Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes entwickelt, daher gehören Blutzuckermessen und eine besonders ausgewogene Ernährung im Alltag dazu.

Nachdem ich meine Tochter von der Kita abgeholt habe, gehen wir noch eine Runde raus: Mit dem Laufrad, auf den Spielplatz oder ein Eis essen! Am Ende des Tages freue ich mich auf ein leckeres Essen, Füße hochlegen und Netflix. Ich muss dazusagen: Kochen liegt mir nicht besonders gut! Daher geht es bei uns in der Küche ziemlich einfach zu!

Mein Outfit zusammengefasst:

Ich glaube, wenn ich nur drei Teile in meinem Kleiderschrank behalten dürfte, wäre definitiv dieser Oversized-Blazer dabei! Ich liebe Blazer, sie müssen oversized sein! Denn ich finde, sie sorgen bei jedem Outfit für eine gewisse Portion Coolness und trotzdem geben sie einen Hauch von Chic. Außerdem bin ich ein Fan von guten Basics, wie diesem Shirtkleid von Hey Soho. Ich liebe kleine Brands, die sich auch für Nachhaltigkeit einsetzen. Meine Chanel ist mittlerweile ein richtiger Oldie. Ich habe sie seit ich 20 bin und sie ist noch genauso schön wie an Day One.

Heute ist Dienstag und es steht ein besonderer Termin an: Ein Shooting für Fafe Collection. Ich habe großen Spaß an dieser Arbeit und freue mich, wenn ich meine Kreativität einfließen lassen kann. Damit ich zeitlich etwas flexibler bin, holt heute mein Mann die Maus von der Kita ab. 

Nach meinem Shooting freue ich mich auf Zeit mit meiner Tochter. Abends haben wir Freunde zu Besuch.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtkleid von Hey Soho (ähnlich ), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich ), Schuhe von , Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier und Fafe Collection

Mein Vormittag startet mit ein wenig Arbeit. Ich nutze die Zeit, wenn meine Tochter in der Kita ist, um Content für Consciouslyoverthinking zu produzieren. Derzeit arbeite ich an einem Projekt zur mentalen Gesundheit. Solche Projekte unterstütze ich besonders gerne, denn es ist mir eine Herzensangelegenheit, mehr Bewusstsein für die Bedeutung von mentaler Gesundheit zu schaffen. Ziel dieses Projekts ist das Schaffen von kleinen alltäglichen Routinen in unserem Alltag, um unsere mentale Gesundheit zu trainieren und zu stärken. 

Ich mache mich in Ruhe fertig und auf den Weg zu meiner Therapeutin. Ich gehe schon seit vielen Jahren zur Therapie. Anfangs wegen einer Essstörung und wegen schwerer Panikattacken. Heute quälen mich diese Themen nicht mehr. Schon seit einigen Jahren habe ich nicht mehr mit Panikattacken zu kämpfen und die Essstörung habe ich auch hinter mir gelassen. Das war ein langer, harter Weg und auch keine Einbahnstraße. Aber ich habe es geschafft und bin sehr stolz darauf!

Mittlerweile nutze ich die Therapie als eine Art persönliche Entwicklungshilfe. Ich möchte kontinuierlich an mir arbeiten, manche meiner Denk- und Handlungsweisen hinterfragen und mich weiterentwickeln. Auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist.

Mein Look heute ist sehr ich. Der Hoodie könnte nicht mehr oversized sein als dieser. Ich liebe ihn einfach. Und derzeit stehe ich sehr auf wide leg Denim. Insbesondere weil diese so lässig geschnitten ist, dass ich sie unter meinem Bauch tragen kann. Der oberste Knopf ist umgeklappt.

Mein Outfit zusammengefasst:

Very Oversized-Hoodie von GAP x Yeezy (ähnlich ), Denim von , Tasche von Dior (ähnlich ), Schuhe von , Schmuck von Bulgari und Cartier

Es ist schon wieder Donnerstag, die Wochen fliegen im Moment nur so dahin. Und so richtig bewusst ist es mir noch gar nicht, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir noch so einen kleinen Wirbelwind hier bei uns haben! Heute treffe ich meine Hebamme zum ersten Mal. Ich war mit der Organisation etwas spät dran und bin sehr dankbar, dass ich diese Empfehlung von einer guten Freundin bekommen habe. 

Wir trinken einen Kaffee im Garten und lernen uns ein wenig kennen. Lustigerweise fühle ich mich wieder wie ein Anfänger. Dass meine Tochter so klein war, ist schon so lange her! Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt, wie wir das so meistern werden!

Im Anschluss hole ich die Maus von der Kita ab und wir fahren gemeinsam zu Oma und Opa. Dort gibt es Kaffee und Kuchen (für mich die zuckerfreie Version).

Mein Outfit zusammengefasst:

Oversized Pullover von Vival Studio (ähnlich ), Knitpants von By Aylin König (ähnlich hier), Schuhe von NAKD, Ohrringe von Ariane Ernst, Sunglasses von Saint Laurent

Ich freue mich schon die ganze Woche auf diesen Tag: Wir machen einen „Girls Mom Day“ in Düsseldorf: Ich treffe Franzi und Annalena in Düsseldorf. Wir gehen gemeinsam ein paar Sachen für den kleinen Mann kaufen, schlendern ein wenig über die Kö und trinken gemütlich einen Kaffee, also eigentlich ist es ein Chai Latte. Dieses Getränk ist mir völlig neu und jetzt bin ich verrückt danach.

Lustigerweise habe ich eigentlich keine Schwangerschaftsklamotten in meinem Schrank. Da die meisten Teile in meinem Schrank oversized und lässig geschnitten sind, passt mir nach wie vor ein Großteil.

Mein Outfit zusammengefasst:

Shirtdress von Acne Studios (ähnlich ), Oversized-Blazer von Black Palms the Label (ähnlich hier), Schuhe von Prada, Tasche von Chanel, Schmuck von Cartier, Bulgari und Fafe Collection

Offiziell mein liebster Tag in der Woche! Wir lassen es samstags langsam angehen. Ausgiebig kuscheln und lesen im Bett. Ein bisschen Sport: Ich bewege mich nach wie vor sehr gerne und es tut mir sehr gut. Bis vor ein paar Wochen bin ich regelmäßig auf unserem Water Rower morgens gerudert. Mit dem Bauch ist das jetzt nicht mehr so gut möglich. Aber ich gehe gerne auf den Crosstrainer. Danach wird gemeinsam gefrühstückt. Und wir machen uns auf den Weg zum Markt. Wir sind nicht gerade early birds, aber meist gibt es noch genug Auswahl, wenn wir dort eintrudeln. 

Ein weiteres Must-have on a Saturday: Frische Blumen aus meinem Lieblingsblumenladen und ein paar healthy Sweets fürs Wochenende aus meinem Lieblingscafe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid mit Schulterpolstern von Vival Studio (ähnlich ), Tasche von Bottega Veneta, Korbtasche von Muun, Schuhe von Birkenstock, Kette mit großer Perle von LLr Studios

Früher mochte ich Sonntage nicht besonders gerne. Sie waren mir „zu ruhig“. Mittlerweile liebe ich die Ruhe an Sonntagen! Vielleicht ist das so, wenn man älter wird. Sonntags gibt es bei uns frische Brötchen und frisch gepressten Saft. Meine Tochter liebt Blaubeer-Pancakes. 

Nachmittags sind wir bei Freunden zum Barbeque eingeladen. Dort lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Zumindest so lange, bis all unsere Kinder ins Bett müssen.

Mein Outfit zusammengefasst:

Knit von Black Palms the Label (ähnlich hier), Bikerleggings von Oh April (ähnlich hier), Boots von Copenhagen Studios, Tasche von Dior

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Lisa!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.

Closet Diary mit Miryam Baha-Kernchen, Interior-Influencerin

Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann wir Miryam Baha-Kernchen für ein Closet Diary entdeckt haben … was wohl daran liegen muss, dass wir ihr schon seit einer halben Ewigkeit folgen. Aber an das wie? Daran kann ich mich noch gut erinnern.

Denn es war ihr Zuhause, in das wir uns zu aller erst verliebt haben. Eine Gründerzeitvilla aus dem Jahr 1880, in der sich unter eingezogenen Decken, Wänden und Böden wunderbare Deckenmalereien, Stuck, venezianischer Putz und andere Künste der alten Zeit versteckten. Ein wahrer Altbauschatz, das Miryam während des Schreibens ihrer Masterarbeit in Bremen entdeckt hat und nun gemeinsam mit ihrem Mann ihr Zuhause nennt. Daraus ist eine kleine Selbstständigkeit im Bereich Inneneinrichtung sowie ihre Social-Media-Präsenz bei Instagram entstanden, wo sie den Sanierungsprozess auf ihrem Kanal @magnolian_pigment teilt.

cc: @magnolian_pigment

cc: @magnolian_pigment

cc: @magnolian_pigment

Und was ihren Modestil betrifft? Auch da können wir uns inspirieren lassen. „Ich mag es edel aber immer mit dem gewissen Twist. Ich experimentiere gerne, habe keine Angst vor ein wenig Provokation und trage am Ende einfach nur das, worin ich mich an einem bestimmten Tag am attraktivsten fühle“, sagt Miryam. „Dinge, die fest zu meiner Stil-Identität gehören, sind mein Goldschmuck, dunkelrot-braune Fingernägel, traditionelle Schals und Tücher sowie Mäntel und Absatzschuhe – alles Merkmale, in denen ich meine Großmütter in mir wieder erkenne.“

Und was soll ich sagen, egal ob ein nude-farbenes Satinkleid (mein Lieblingsoutfit!), ein Hut oder Leo-Rock – sie sieht in allem großartig aus. Hereinspaziert zu Miryams sieben Looks, die uns in den Sommer zurückversetzen:

Nachdem das Wochenende unglaublich arbeitslastig war, habe ich mir am Montag etwas Zeit für mich genommen. So habe ich die anstehende Woche in Ruhe planen können, bevor es danach wieder an den Schreibtisch ging. Wenn neben meinem hohen Workload doch mal ein wenig Zeit für Me-Time bleibt, dann gehe ich sehr gerne in den Rosengarten – sitze, lese, plane, überlege.

Ich trage ein Outfit, in dem ich mich einfach wohl und „ich selbst“ fühle: Leopardenprint gehört für mich wie schwarz und weiß zu den neutralen Farbtönen! Ich weiß, Leo ist natürlich keine Farbe, aber ich zähle ihn trotzdem zu den „neutrals“ bzw. zur Basisausstattung in meinem Kleiderschrank und auch in meiner Einrichtung: Denn: Ich finde, man kann ihn schick aber zurückhaltend zu fast allem kombinieren. Dazu trage ich eine Strickjacke von Sezane zugeknüpft als Pullover und meine liebsten COS Plateausandalen (so bequem).

Ich habe eine große Schwäche für traditionelle Textilverarbeitung, Prints und besondere Webtechniken. An meiner ruhigen Isabel Marant Crossbody Tasche gefällt mir bestimmt deswegen das asymmetrisch gewebte Muster aus Bast so gut.

Mein Outfit zusammengefasst:

Dienstag war ein unspektakulärer Tag im Büro. Ich mag einen gewissen Office-Schick, zurechtgemacht und gepflegt, ohne dabei eingestaubt oder spießig zu wirken. Dieser Zweiteiler von Ulla Johnson ist eins meiner Lieblingsensembles für den Sommer. Ich finde es genial, wie elegant und doch cool das detailreiche Oberteil in die weitgeschnittene Hose übergeht oder fast schon überfließt. Highlight ist natürlich das gekräuselte Schößchen des Oberteils.

Auf der Suche nach einer praktischen aber schönen Tasche, in die mein Laptop passt, habe ich mir diese uralte Aktentasche vor Jahren Secondhand in Paris gekauft. Meine Schwäche für besondere Textilien (vor allem aus anderen Ländern) zeigt sich auch in meiner Tuchsammlung. Hier trage ich eines meiner Seidentücher ganz klassisch um den Taschengriff gebunden. Das Tuch mit Magnolineprint habe ich mir von einer Thailandreise mitgebracht. Meine geliebte Sonnenbrille ist auch aus Paris. Sie ist von Jimmy Fairly und war ein Geschenk meiner Schwester.

Nicht mehr aus meinem (Arbeits-)alltag wegzudenken, ist mein KPM To-go-Becher mit passendem Carrier! In unserer Provinz bekommt man leider nirgends Hafermilch, also nehme ich mir einfach meinen eigenen Cappuccino mit!

Mein Outfit zusammengefasst:

Top: Ulla Johnson (ähnlich ), Hose: Ulla Johnson, (ähnlich ), Sonnenbrille: Jimmy Fairly, To-go Becher: KPM Berlin, Carrier für To-go Becher: KPM Berlin, Choker: Laura Lombardi, Aktentasche: Secondhand aus Paris (ähnlich ), Seidenschal: Souvenir von Thailandreise

Auch Mittwoch habe ich den ganzen Tag am Schreibtisch gesessen, allerdings im Home Office. Das Highlight des Tages war ein verabredetes Date mit meinem Mann nach der Arbeit: Wir sind zu den Maritimen-Tagen in unsere Heimat Bremerhaven gefahren.

Das was für andere Taschen oder Schuhe sind, das sind für mich Mäntel aller Art! Weil ein Blazerkleid ein wenig zu schick für den Anlass gewesen wäre, habe ich dieses vom klassischen Trenchcoat inspirierte Cape über einem schlichten Outfit aus Rock und Top getragen. Was gibt es Smarteres, als eine doppelreihige Knopfleiste, ein tolles Revers und einen gut sitzenden Kragen! Der Minirock von COS ist aus Scuba und die Schultertasche von Guess mit dem schönen Schultrerriemen habe ich mir bei meiner Schwester ausgeliehen, die im selben Haus wohnt und deren Kleiderschrank somit freizugänglich für mich ist. Meine Sockbootstiefel habe ich letzte Saison bei &Other Stories gefunden. Sie haben einen halbmondförmigen Absatz und sind genau das, was ich unter einem klassischen hohen Stiefel verstehe.

Mein Outfit zusammengefasst:

Top: , Cape: someday, Rock: , Stiefel: & Other Stories (ähnlich ), Schultertasche: Guess, Uhr: Rosefield

Donnerstag war ich den ganzen Tag unterwegs: Arbeit, Termine, Einkauf und Fliesen für das neue Bad in 1000 Läden angeschaut. Getragen habe ich ein für mich typisches Alltagsoutfit, allerdings bestehend aus direkt drei meiner Favoriten! Favorit eins ist meine alte Stoffhose von Filippa K. Wenn ich Hosen trage, dann fast immer weite Stoffhosen, am liebsten mit Bügelfalte. Wenn ich ein Must-have wählen müsste, dann wäre es definitiv genau so eine Stoffhose, denn man sieht direkt angezogen aus!

Favorit Zwei ist meine gepunktete Bluse mit den durchsichtigen langen Ärmeln, die einst meiner wunderschönen afghanischen Großmutter gehörte. Sie wird für immer mein großes Mode-Vorbild sein!

Favorit Drei ist seit Jahren fester Bestandteil meiner Garderobe. Und zwar handelt es sich um meine Voss Lacksandalen von Dr. Martens mit Plateauabsatz und der wichtigen Portion Attitüde! Ist bereits mein drittes Paar, so sehr mag ich sie.

Um mein Einkaufsnetz von Longchamp praktischer zu machen, habe ich mir eines meiner großen Tücher in das Netz geknotet. So wird es nicht nur zur richtigen Handtasche, sondern auch zu einem Einzelstück!

Mein Outfit zusammengefasst:

Am Freitag war ich wieder den ganzen Tag zu Hause und habe gearbeitet, die Schlafzimmersanierung vorangetrieben und als Belohnung den späten Nachmittag im Garten zwischen meinen Blumen und Bienen verbracht.

An Tagen, an denen ich nirgends hin muss, trage ich sehr gerne lange leichte Kleider oder Kaftane, so wie diesen hier von COS. Gerade wenn es so warm ist, mag ich alles Leichte, das man sich nur locker überwerfen kann, ohne Hose oder Top darunter tragen zu müssen. Schön möchte ich mich natürlich trotzdem fühlen!

Ich denke, dass ein „Gammellook“ nicht gammelig aussehen muss!


Da mein Schnittblumenbeet unter dem Unwetter gelitten hat, musste ich einige Dahlien schneiden. Das zählt zwar nicht als Handtasche, aber ich liebe den Sussex-Trug von Manufactum für das Lagern meiner Schnittblumen mehr als alle meine Handtaschen zusammen!

Sonnenschutz hat große Priorität für mich! Halte ich mich im Garten auf, trage ich gerne Strohhüte wie diesen hier von Eugenia Kim, den ich durch das lange Tuch gut an meinem kleinen Kopf festbinden kann. Für richtige Gartenarbeit ist er natürlich nichts.

Shoe of the day (of every day at home really) sind die alten Birkenstock Sandalen, die ich von meiner Schwester übernommen habe, als diese ins Ausland gegangen ist. Herrlich bequem, wissen wir doch alle!

Samstag war ich Gastgeberin. Das hieß, einen halben Tag in der Küche stehen und den Rest des Tages eine kleine, aber feine Gartenparty bewirten und den Sommer im Kreise meine Liebsten genießen. Es war so heiß, dass eigentlich kein Outfit das richtige war. Am Ende ist es dann ein super leichtes Midi-Kleid aus Seide und Baumwolle von Ulla Johnson geworden.

Wenn am Abend die Scharen an Mücken rauskommen, werfe ich mir gerne einen Schal als Schutz über. Diesen traditionellen bestickten Schal habe ich mir in Indien gekauft, dem Land, das nicht nur große familiäre Bedeutung für mich hat, sondern in dem ich auch während meines Studiums selbst eine Zeit lang leben durfte.

Schuhe habe ich so gut wie gar nicht getragen, denn an Sommertagen wie diesen bin ich am liebsten barfuß zu Hause. Meine Ohrringe mit Süßwasserperlen sind handgemacht von der talentierten und wuderbaren Künstlerin Theresa Zerck, die alles zu Gold macht, was sie anfässt!

Mein Outfit zusammengefasst:

Sonntag ist Markttag! Batallion (mein Mann) und ich stehen Sonntags gerne früh auf, um auf Wochen-, Blumen-, Antik- öder Trödelmärkte zu gehen. Vor 15 Jahren haben wir damit begonnen, damals haben wir aber noch selbst verkauft. Mittlerweile sind wir die, die lieber selbst über den Markt schlendern und nach Kuriositäten und alten Schätzen für unsere Altbauvilla suchen.

Bei der anhaltenden Hitze habe ich mich wieder für ein oversize Schlupfkleid aus Satin entschieden, welches ich mir recht neu bei Arket bestellt habe. Mules und Tasche bringen durch den Klecks Farbe die nötige Balance ins sonst sehr schlichte Outfit. Rosa und Pink sind eigentlich fast nicht existent in meiner Garderobe, aber als ich die Mules mit ihren perfekten Kitten Heels und die kleine Tote Bag mit dem schönen Faltendesign bei COS gesehen habe, da habe ich erst das Loch verstanden, das bis dahin in meinem Kleiderschrank existierte. Ein Muss für jeden Markttag ist natürlich ein großer Shopper oder eine praktische Basket Bag, wie diese hier von Arket.

Mein Outfit zusammengefasst:

Kleid: , Schuhe: , Handtasche: , Shopper:

Dankeschön, dass du dabei warst, liebe Miryam!


Von Alexandra

Schreiben sollte mir eigentlich leicht fallen, könnte man meinen. Doch wenn es darum geht, etwas über mich selbst zu erzählen, bin ich – ja sagen wir mal – überfordert. Wo fange ich an? Ich habe bei Journelles als Praktikantin angefangen. Danach ging es weiter in die Moderedaktion vom Tagesspiegel und dann wieder zurück an die Uni und dann wieder zurück zu Journelles 😉

Ich mag Mode und Beauty: Ich liebe neue Trends, spannende Outfits und (zugegeben) auch etwas Shopping. Doch fast noch mehr mag ich es, Mode als Phänomen zu betrachten: Wieso gibt es diesen Trend? Woher kommt er? Welchen Einfluss hat die Politik oder Gesellschaft auf die Mode? Und umgekehrt! Ebenso finde ich es spannend, über großartige Frauen und ihre noch so unterschiedliche Errungenschaften zu berichten, sie kennenzulernen, von ihnen zu lernen …

Wenn ihr meine Texte lesen solltet: Dankeschön! Es gibt nichts Schöneres, als zu wissen, dass meine Artikel gelesen werden. Und bitte seid gnädig mit mir, wenn ich Fehler mache. Ich lerne noch … das wird sich wohl auch nie ändern 😉


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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.