Knit Knit – die neue Adresse für alle stilbewussten Selbermacher in Berlin

Von Anna Eimerl

Stricken ist seit geraumer Zeit nicht mehr nur liebgewonnenes Hobby der älteren Generation, sondern gilt auch unter modeaffinen Trendsettern wieder als chic. Und Stricken ist nicht ohne Grund absolut angesagt: Es macht glücklich und ist sogar gesund. Denn Stricken wirkt – das ist wissenschaftlich bewiesen – so entspannend wie Yoga und hilft gestressten Menschen zur Ruhe. Daher also kein Wunder, dass vor allem die modernen Großstädter der Strick-Sucht verfallen. In New York klappern Fashionistas mit Stricknadeln statt High Heels, in L.A. sprießen an jeder Ecke Woll-Läden aus dem Boden und Berlin wird in Guerilla-Knitting-Aktionen bestrickend verschönert. Und nun hat vor kurzem der schicke Laden Knit Knit in Berlin-Mitte für alle Hobbystricker eröffnet. Und hier wird ab nun mit Nadeln geklappert, was die Wolle hält.

Die Inhaberin und Designerin Nina Schweisgut setzt hier auf Handarbeit und ausgewählte, natürliche Materialien aus fairem Handel. Ständig auf der Suche nach besonders dicken Wollqualitäten ohne Kunstfasern stieß sie auf eine kleine Wollmanufaktur in Italien, die in einem speziellen Verfahren hochwertiges, australisches Merino mit edlem Angora verspinnt. Das Ergebnis ist supersoftes Merinogarn mit der weichen Anmutung von Kaschmir – allerdings wesentlich nachhaltiger in der Gewinnung – was die Strickexpertin sofort überzeugte. Das ist die sogenannte Woohoo Wolle, welche exklusiv für Knit Knit produziert wird und in viele bunten Trendfarben, extra dick und besonders weich.

Doch Knit Knit steht nicht nur für exklusive Wolle sondern auch für besonderes Strickdesign. Kuschelige Jacken, Strickpullover, Mützen, Schals und Accessoires in den schönsten Farben entstehen nach den Entwürfen von Nina Schweisgut. Das Besondere: diese können „Ready-to-Wear“ oder „Ready-to-Knit“ gekauft werden. In den Knit Knits finden sich für Neustarter, Wiedereinsteiger oder als Geschenkidee hübsch verpackt alle Zutaten für künftigen Lieblingsstrick: ausreichend Woohoo Wolle, Holznadeln und eine verständliche Anleitung. Für diejenigen, die zu verstrickt im stressigen Alltag sind, setzen fleißige Hände in der hauseigenen Knit Manufaktur eigene Designs wie auch individuelle Kundenwünsche auf Bestellung um. In allen Produkten steckt viel Liebe und ein guter Gedanke, denn mit diesen Arbeiten werden auch soziale Projekte oder manchmal nur liebe Omas unterstützt.

Knit Knit – Love Wool, Linienstraße 154, 10115 Berlin
Öffnungzeiten: Di-Fr von 12-19 Uhr, Sa von 11-16 Uhr

Anna Eimerl aus Berlin ist freiberufliche Journalistin im Bereich Mode und drum herum. Ohne damals zu wissen was ein Blog wirklich ist, gründete sie 2008 einen und irgendwie wurde daraus Kalinka.Kalinka. Der Blog ist nun erwachsen geworden, auf eine eigene Domain umgezogen und hat sich stetig vergrößert. Kalinka ist zum Blogazine avanciert, irgendwo zwischen Blog und Online Magazin. Auch der Themenbereich hat sich etwas gedehnt und Design, Beauty und Musik rücken mit in den Vordergrund. Während sie gleichzeitig im 15-Minuten-Takt ihrer Carmex-Sucht fröhnt und heimlich unterm Tisch twittert, hat sie mit Florian Wenningkamp auch noch Kalinka Vintage aus dem Boden gestampft.

Fotos: Knit Knit
Der Artikel erschieb bereits am 14. November im Blogazine Kalinka.Kalinka.

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Knit Happens: Das spanische Label We Are Knitters

Von Maxilie Mlinarskji

Wenn wir ans Stricken denken, so denken wir klischeehaft an Großmütter, die vor dem Kamin sitzen und ihren geliebten Großenkeln einen zu langen Schal, kratzende Socken, eine unförmige Mütze oder gar einen höchst unmodernen Pullover stricken. Doch bereits Labels wie Nanna van BlaaderenLala Berlin oder Killa Knits haben uns auf das Schönste bewiesen, das dieses Bild getrost längst der Vergangenheit angehört. Denn das Stricken ist heute mehr denn je omnipräsent und umso schöner, wenn er auch noch selbstgemacht ist. Das spanische Label We Are Knitters hat all das längst erkannt und stellt auf ihrer Webseite moderne und coole Version des Strickens vor.

We Are Knitters aus Spanien | Foto: Luana Fisher

Verkauft werden hier jedoch keine Fertigwaren, sondern Strick-Komplettpakete. Man sucht sich einfach ein Strickmuster und die Farbvariation aus und bekommt in einem Set die benötigte Wolle, hölzerne Nadeln, eine Anleitung und eine kleine Nähnadel zur Fertigung. Außerdem gibt es auf der hauseigenen Seite verschiedene Tutorials in Form von Videos, die Beginnern bis Fortgeschrittenen helfen sollen das Stricken zu erlernen oder bereits zu verbessern. Ein weiterer Aspekt, der We Are Knitters noch sympathischer macht, ist dass die Wolle zu 100% frei von Acryl-Zusätzen ist und aus den Anden in Uruguay stammt. Das Unternehmen legt nämlich großen Wert auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit. Alle Bestandteile der Sets sind dabei sorgfältig unter Berücksichtigung ihrer Umweltverträglichkeit ausgewählt.

Die Pullover, Mützen und Schals alleine herzustellen ist vielleicht eher zeitaufwändig, als sie fertig im Laden zu kaufen, jedoch lohnt sich der Aufwand und das Endergebnis lässt meistens nichts zu Wünschen übrig. Eine innovative Geschäftsidee, die im Winter und im Sommer bestens ankommt und vielleicht dem Einen oder Anderen ein neues Hobby verschafft. Außerdem tut sich We Are Knitters diesen Winter für eine Kollaboration mit dem Label Loreak Mendian zusammen, die seit 1995 junge Streetwear designen. Heraus kommen drei Versionen eines Oversized-Schals zum selbst Stricken. Das Muster orientiert sich dabei mit seinen sieben Streifen an traditionellen Baskenprints. Auch der Name Zazpi kommt aus dem baskischen und heißt soviel wie “Nummer sieben”. Das limitierte Kit gibt es ab sofort bei We Are Knitters zu kaufen.

We Are Knitters aus Spanien | Foto: Luana Fisher

We Are Knitters aus Spanien | Foto: Luana Fisher

Maxilie Mlinarskij macht im Moment ihr Abitur an einem Gymnasium in Berlin-Charlottenburg. Schon im Alter von 12 Jahren fing Maxi (so wird sie am liebsten genannt) an nationale und internationale Modeblogs im Internet zu verfolgen und ihre Liebe zur Mode, der Kunst und dem Journalismus wuchs stetig. Im Januar 2012 modelte sie zum ersten Mal bei der Berlin Fashion Week, im Juli ging es in die zweite Runde und so viel Modetrubel auf einmal animierte sie nur, um weiterzumachen. Oder doch lieber über die neuesten Kollektion zu berichten?! Aber am liebsten würde sie ja das Modeln und den Modejournalismus unter einen Hut kriegen.

Fotos: Luana Fisher
Dieser Artikel erschien bereits bei Kalinka.Kalinka.

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So sexy ist öko: Die Lingerie von Luva Huva

Von Lea Becker

Bio-Mode hat vor einigen Jahren noch Assoziationen zu Reformhaus, Dinkelmehl, Björndahl-Latschen und asymetrischen Grobstrick-Pullis geweckt. Das hat sich durch tolle Labels wie Noir oder auch Stella McCartney glücklicherweise zum Positiven veändert. Darum setzen auch immer Wäsche-Designer auf Fairtrade, Organic Cotton und natürliche Materialien wie Bambus oder Milchfasern. Ein Label davon ist Luva Huva aus England – mit Kreationen die beweisen, dass öko durchaus sexy aussieht.

Die britische Newcomer-Marke Luva Huva (lover huva ausgesprochen) steht für Sexyness in Bio-Qualität. Die Modelle von Designer Joanna Ketterer  sind aus natürlichen Materialien wie Biobaumwolle, Hanf, Soja-Fasern, Bambus  und Vintage-Spitze gefertigt; für die winterliche Nightwear kommt auch feinse Angora-Wolle dazu.

Die Modelle werden per Hand in kleinen Fabriken hergestellt, deren Mitarbeiter unter fairen Bedingungen arbeiten.

Das Ziel der Designerin es ist, Kunden davon zu überzeugen, dass Lingerie aus Bio-Materialien durchaus chic, sinnlich und elegant aussehen kann. In der aktuellen Winterkollektion zum Jahres Ende präsentiert das Label Dessous in gedeckten, ruhigen Farbtönen wie Dunkelblau, Creme, Schwarz und einem Rostrot.

Seit Februar 2012 schreibt Lea Becker über Edles, Schönes, Praktisches und Wissenswertes zum Thema Dessous, Wäsche, Loungewear und Bademoden. Dessous Diary soll zeigen, das Wäsche genauso vielseitig, inspirierend und faszinierend wie Mode ist. Schließlich hört Stil nicht bei der Unterwäsche auf, sondern fängt dort bereits an. Auch, wenn es nicht jeder sieht! Darum sei es an der Zeit, dass Dessous und Unterwäsche eine gleichwertige Präsenz in der Blogosphäre bekommt: Stilvoll, elegant, frech und detailverliebt.

Fotos: Luva Huva
Dieser Artikel erschien vorab im Blog von Dessous Diary.

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