Das perfekte weisse Hemd und Loungewear Basics von Uniqlo

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit “Journelles” selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It’s Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: “Influencer im Portrait: Jessica Weiß – Alles, nur kein Stillstand”


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Ziele erreichen mit meinen Lieblingsprodukten aus 2021

Das letzte Jahr war viel: ständiges Aktualisieren der Nachrichten-Seiten, Abwägen, gedanklich ein Szenario nach dem anderen im Kopf durchspielen, mit einem schlechten Gefühl schlafen gehen, umplanen, prokrastinieren, viel müde sein. Wenn auch auf den verschiedensten Ebenen, war es insgesamt für alle eine ständige Herausforderung. Und auch wenn es schon so oft gesagt und betont wurde, möchte und muss ich es an dieser Stelle auch einmal sagen – ich habe daraus auch etwas mitgenommen. Ich habe gelernt, mit Enttäuschungen umzugehen, gelernt, mit meinen Gedanken allein zu sein, Unsicherheiten auszuhalten und habe mich durch die Zeit zu Hause, durch ausgefallene Events und Reisen, wohl mehr denn je mit mir selbst beschäftigt. Ich möchte diese Gelegenheit zu Anfang des Jahres nutzen, um zu reflektieren, welche Gewohnheiten sich bei mir verändert haben, was mir gutgetan, aber auch gefehlt hat, mir bewusst zu machen, was mich zufriedener macht. Im Folgenden teile ich also nicht nur meine Routinen und Favoriten aus dem vorherigen Jahr, sondern auch meine Wünsche für das was kommt.

1. Bessere Haut

Tatsächlich ist dies ein Thema das mich, wie so viele andere auch, immer wieder beschäftigt, was sicherlich auch in der Natur meiner tagtäglichen Arbeit liegt. Dabei gehört es keineswegs zu meinen Vorsätzen, alles Mögliche auszuprobieren und um jeden Preis nach einem faltenfreien, jugendlichen  Hautbild zu streben. Doch vor allem in den letzten Wochen hatte ich immer wieder echte Hautprobleme, krasser denn je, was auch an der vielen Zeit liegen mag, die ich drinnen verbringe, an der Heizungsluft und an manchen stressigen Tage, doch sicherlich weil ich auch viel ausprobiert habe und meine Haut mit zunehmendem Alter einfach sensibler geworden ist. Doch mittlerweile hat sich das auch wieder etwas gelegt. Mittlerweile habe ich nämlich auch gelernt, dass es einfach Tage geben wird, an denen meine Haut etwas ‘schlechter’ oder unreiner wirkt – und das wird vermutlich auch so bleiben. Vielmehr geht es mir darum, im kommenden Jahr eine Hautpflege-Routine für mich zu finden, mit der ich mich wohl und frisch fühle. 2020 habe ich diesen Weg bereits eingeschlagen – und zwar mit innovativer Clean Kosmetik, die bei mir tatsächlich kleine Wunder bewirkt hat, nachdem ich innerlich mit diesem Thema fast abgeschlossen habe. Zu meinen persönlichen Favoriten gehörten im letzten Jahr die Produkte von Augustinus Bader und Drunk Elephant, die spannende Wirkstoffe enthalten und dafür ohne irritierende Inhaltsstoffe auskommen. Mittlerweile wächst der Markt für Clean Cosmetics, aber mit diesen zwei Marken habe ich bisher tolle Ergebnisse erzielen können.

Apps: Sleepcycle, Coinbase, Traderepublic

Beauty Lieblinge: Drunk Elephant, V.sun, Nuud, Augustinus Bader

2. Wissen für komplizierte Themen aneignen

Das vergangene Jahr war nicht nur psychisch eine große Herausforderung, sondern auch intellektuell. Immer wieder mussten wir uns mit Themen beschäftigen, mit denen wir zuvor nicht viel zu tun hatten. Begriffe, wie ‘Inzidenzwert’ und m-RNA Impfungen gehören jetzt zu unserem Vokabular. Wir müssen groß-gesellschaftliche Zusammenhänge nicht nur erkennen, sondern auch täglich erleben, welche weitreichende Wirkung einzelne, politische Entscheidungen haben können. Wie hat der Lockdown die Rolle der Frau beeinflusst? Was bedeutet es für die Kultur und Pressefreiheit, wenn es keine öffentlichen Bühnen mehr gibt? Wie kommt es zu den wiederkehrenden Protesten der ‘Querdenker’ in Berlin? Die Konferenzen der Landesminister mit der Kanzlerin für den Beschluss neuer Regel hat uns das politische System in dem wir leben wohl bewusster denn je gemacht. Noch nie habe ich so viele politische Fragen und Wünschen nach Einordnung von euch bekommen wie in diesem Jahr. 

Wir wollen die Welt besser verstehen. 

2020 habe ich viele Podcasts durchgehört und neu entdeckt, ich habe mich mehr denn je durch Nachrichtenseiten geklickt und mich informiert und versucht zu begreifen. Es war nicht nur herausfordernd, sondern auch bereichernd, neues Wissen anzusammeln. Natürlich hat mich auch die Black Lives Matter Bewegung berührt – und wachgerüttelt. Schmerzvoll musste ich mir bewusst werden, dass auch ich die meiste Zeit im ‘Happyland’, ein Begriff der von der Autorin und Anti-Rassismus Trainerin Tupoka Ogette geprägt wurde, gelebt habe. Damit möchte ich 2021 weitermachen, mich weiterhin informieren und mir weiterhin meiner Privilegien bewusst werden – und danach agieren. Ich will die Welt besser verstehen – auch die, außerhalb meiner Bubble. 

3. Gesunder fühlen

Bereits vor der Krise habe ich mich mit meiner körperlichen Konstitution und Gesundheit befasst. Doch natürlich wurde mir dieses Thema im vergangenen Jahr bewusster denn je. Durch das ständige Kochen in den eigenen vier Wänden, den sehr geregelten Tagesablauf, habe ich meinen Körper besser kennengelernt – und mir wurde auch bewusst, was ihm fehlt. Ich habe im Rahmen der Möglichkeiten neue Sportarten ausprobiert, festgestellt dass mir die Bewegung im Alltag fehlt und viel auf Home Workouts gesetzt (dazu mehr in Punkt 6). Doch 2020 ist auch das Jahr gewesen, in dem ich mich endlich mit dem Thema Supplements auseinandersetzte. Etwas, das ich ewig vor mir hergeschoben habe. Mit der Hilfe von HUM habe ich gelernt, welcher Mangel großflächig ist und kaum durch die täglichen Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, gedeckt wird. Dazu gehören zum Beispiel Vitamin B12, Vitamin D, Magnesium und Omega 3 – fast jeder Mensch hat einen Mangel! 2021 möchte ich mich weiterhin damit beschäftigen und Supplements auch weiterhin fest in meinen Alltag integrieren.

4. Weniger frieren

Es ist leider eine oft nervige Angewohnheit: ich ziehe mich fast immer zu leicht an. Mal ist die Jacke zu dünn, mal vergesse ich den Schal. Generell bin ich bei meiner Kleidung oft ein bisschen zu optimistisch, was die Wetterbedingungen angeht. „Das geht schon“, denke ich mir meistens, denn so unangenehm ich Frieren finde: Schwitzen finde ich fast noch nerviger. Wenn es doch nur ein Kleidungsstück gäbe, das mir helfen würde, meine Körpertemperatur zu regulieren… oh wait.

Vor einem Jahr war ich auf der Berliner Fashion Week auf einem Event (ja, damals gab es sowas noch) von AlphaTauri, die in Kooperation mit der Deutschen Telekom and Textilhersteller  Schoeller Textil AG eine komplett neue und absolut innovative Technologie vorstellten von der ich gleich wusste, dass sie meine Probleme lösen würde: eine heizbare Weste bzw. Jacke. Das funktioniert so: Die Weste (die man übrigens auch „drunter“ tragen kann) ist mit einem mobilen Ladegerät verbunden und heizt sich an einzelnen, mit einem speziellen Stoff beschichteten Stellen auf. Mit der dazugehörigen App kann man dann die Stärke und den Rhythmus einstellen und schon sind die Zeiten des ständigen Frierens endlich vorbei.

5. Besser investieren

Nicht nur das Thema Nahrungsergänzungsmittel habe ich lange vor mir hergeschoben – sondern auch das Thema Finanzen und Investitionen. Dabei ist es gerade für Frauen so wichtig, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen, um sich selbst eine gewisse Unabhängigkeit zu ersparen – und anzulegen. Jedoch möchte ich mich nicht damit aufhalten mich nur darüber zu ärgern, dass ich es so lange ignoriert habe, sondern mich viel mehr darauf fokussieren, dass ich es im vergangenen Jahr endlich angegangen bin. Mithilfe verschiedenster Hörbücher auf Audible, allen voran dem von Madame Moneypenny, habe ich mich endlich damit beschäftigt, die Wichtigkeit von verschiedenen Investitionsanlagen anerkannt und mich mit ETFs und dem Aktienmarkt auseinandergesetzt. Es war nicht nur motivierend, sondern auch ein Stück weit befreiend, mehr darüber zu wissen. Besonders heute erleichtern uns die Möglichkeiten, die mit neuen Technologien einhergehen, den Zugang zum Wissen und zum Anlegen selbst und anders als früher, ist es nicht mehr allzu kompliziert Aktien und Kryptowährungen zu kaufen. Die Apps Coinbase und Traderepublic sind derzeit meine Favoriten für Kryptowährungen und Aktien. Für das Jahr 2021 nehme ich mir fest vor, mein Wissen in diesem Bereich weiterhin zu vertiefen und mein Geld sinnvoll und nachhaltig zu investieren.

6. Nachhaltigkeit im Alltag

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich mich im vergangenen Jahr immer wieder nachhaltigen Themen auf diesem Blog gewidmet – ob in der Beauty, in der Mode oder im täglichen Leben. Ich habe eine Menge aus dieser Beschäftigung mitgenommen und will mich auch weiterhin für diese Themen weiter öffnen und sie besser verstehen. So habe ich gelernt, dass es oftmals ein Abwägen ist und vieles, was erstmal ökologisch sinnvoll scheint, gar nicht so nachhaltig ist. Glücklicherweise habe ich auch gelernt, dass man manche Dinge, die auf den ersten Blick unverzichtbar scheinen, oftmals gar nicht braucht und auch, dass es für beinahe alles auch eine umweltfreundliche Alternative gibt. 2020 entdeckte ich unter anderem eine nachhaltigere Sonnencreme, die mich durch den Sommer und auch jetzt noch an sonnigen Tagen begleitet. Ebenso lassen sich weitere Beauty-Produkte durch Naturkosmetik in plastikfreier Verpackung ersetzen, wie man es beispielsweise an der Deo-Creme von Nuud gut sehen kann. Das Thema hat so viele Facetten, zieht so viele Diskussionen und Möglichkeiten mit sich, aber auch Widersprüche, dass es auch 2021 noch einiges für mich zu erschließen gibt und ich freue mich diese Reise mit euch gemeinsam anzutreten.

7. Mehr Bewegung

Ich muss zugeben, dass ich mich 2020 oftmals eingeschränkt gefühlt habe, weil ich mich nur so wenig bewegen konnte. Für jemanden, der Sport gern im Freien und im Fitnessstudio treibt, war und ist der Lockdown eine Herausforderung. Leider muss ich auch heute noch sagen, dass Home-Workouts auf der Matte vor dem Laptop zu Hause zwar eine Alternative sind, für mich jedoch nicht den Sport mit Freunden im Freien oder das Gym ersetzen können. Die Bewegung, die durch tägliche Erledigungen, Treffen, Ausflüge und Reisen Teil meines Pre-Corona Alltags waren, fehlt mir in diesen Tagen einfach und hat auch Auswirkungen auf meine Psyche. Der soziale Aspekt beim Sport ist eben nicht zu unterschätzen. Das alles sorgt mit gerade für allzu viel Motivation! Was mir jedoch in letzter Zeit immer wieder etwas Schub gibt, ist mein (stylisches) Sportoutfit schon mal anzuziehen. Wenn ich mein Sportoutfit trage, weiss ich, komme ich nicht drumherum mich heute noch zu bewegen. Doch neben gutem Aussehen, sollte Sportkleidung vor allem funktional sein. Das merke ich vor allem auch beim wöchentlichen Laufen, auch bei Minusgraden. Ohne atmungsaktive und wärmende Sportkleidung wäre das womöglich ein weiteres Hindernis für mich, herauszukommen und sei es nur, weil ich keine Lust hätte mir eine Erkältung oder eine Blasenentzündung zu holen. Was mich ebenfalls motiviert sind die Bewegungsringe auf meiner Apple Watch. Während ich sie früher mühelos voll bekam, ohne auch nur darauf achten zu müssen, muss ich in Tagen wie diesen noch einen Spaziergang einschieben, um sie zu füllen. Hoffen wir, dass 2021 ein sportlicheres Jahr wird 🙂

8. Mehr aussortieren

Während des ersten Lockdown bekam ich mit, wie viele die Zeit nutzen, um endlich mal wieder auszusortieren und sich von Dingen zu trennen, die sie sowieso nie trugen. Die Pandemie sorgte in gleich mehreren Bereichen für ein größeres Bewusstsein, für das was wir besitzen. Da jedoch 2020 aus denselben Gründen fast alle Flohmärkte abgesagt worden sind, auf denen ich sonst vor allem im Sommer gern meinen Stand aufbaue, habe ich mich dieser Herausforderung nur schrittweise gestellt. Umso mehr freue ich mich auf 2021, in dem ich hoffentlich wieder auf dem Flohmarkt etwas loswerden kann. In der Zwischenzeit findet ihr jedoch viele meiner aussortieren Kleidung auf Mädchenflohmarkt sowie auf Rebelle, wo ihr ganz bequem online shoppen könnt!

Der Shopping-Guide: Wie finde ich den richtigen Sport BH?

Wenn man mich fragt: eine Runde laufen zu gehen oder ein Workout zu machen, hat vor allem viel mit Überwindung zu tun. Wir müssen nicht nur die Zeit dafür finden, sondern sie uns auch aktiv nehmen, wir müssen genügend Motivation haben und uns gleichzeitig fit genug fühlen, um uns aufraffen zu können, uns selbst zu unser eigenen Priorität machen.

Laut einer Studie, die 2015 im Journal of Adolescent Health erschien, ist für 17% der Befragten im Alter von 18-65 Jahren eine weitere Hürde: ihre Brüste. Dies ist sogar der vierthäufigste Grund, den Frauen nennen, wenn sie gefragt werden, was sie davon abhält, Sport zu treiben. Was mich anfangs kurz verwunderte, leuchtete mir leider auch ein. Dieses unangenehme Gefühl beim Laufen, das einen dazu bringt, die Jacke ein wenig enger um den Körper ziehen, und die Arme zu verschränken, damit die Brüste darunter nicht auf und ab wippen. Wenn man beim Home-Workout bestimmte Übungen nicht machen will, weil die Brüste dabei unangenehm zogen. Diese Gefühle kannte ich noch aus der Zeit, als ich anfing, Sport zu machen und mir einfach irgendeinen BH anzog (kein Scherz!), ohne viel darüber nachzudenken. Schließlich würde ich ja sowieso ein Top oder Shirt darüber tragen und hauptsache bequem, oder? Was ich dabei jedoch außer acht lies, waren die viele Funktionen, die ein BH beim Sport erfüllen muss. Heute wäre es für mich undenkbar ohne Sport-BH Sport zu treiben. Das ist so, wie Laufen gehen in Boots. Es geht, aber wer würde das wirklich wollen?

Funktionen des Sport BHs

Ein Synonym von Sportkleidung ist „Funktionskleidung“ – und das aus gutem Grund. Denn beim Sport haben wir weitaus größere Anforderungen an unsere Kleidung als im Alltag. Sie sollte sich an unsere Bewegungen anpassen, uns bei unseren körperlichen Aktivitäten unterstützen, statt uns davon abzuhalten. Sie darf nicht zwicken, nicht zu eng und nicht zu weit sein, sondern perfekt sitzen, unseren Körper stützen, dabei jedoch möglichst unsichtbar bleiben. Zudem sollte sie unseren Schweiß aufnehmen und schnell wieder trocknen, damit wir die Übungen nicht in nasser Kleidung vollenden müssen. Ganz ähnlich ist es beim Sport BH. Unsere Brüste sind empfindlich, sie haben keine eigene Muskulatur und bestehen zum größten Teil aus Haut. Um Brustschmerzen und ein “Ausleiern“ des Gewebes zu vermeiden, sollten wir einen Sport BH tragen, wenn wir uns bewegen. Dieser stützt unsere Brüste und nimmt uns dieses unangenehme Gefühl, das wir verspüren, wenn sie nicht den nötigen Halt bekommen, den sie eigentlich brauchen. Ein Sport BH hat also gleich mehrere Vorteile. Er verhindert, dass unsere Brüste bei jeder Bewegung mitgehen und erlaubt uns somit größere Bewegungsfreiheit. Dabei werden unsere Brustschmerzen reduziert und wir können ohne Sorge unser Workout beginnen. 

Wir sehen, der Sport-BH muss gleich mehrere Funktionen erfüllen. Ohne ihn wäre ein Workout für die meisten Frauen undenkbar. Mittlerweile gibt es jedoch eine ganze Reihe an verschiedenen Modellen zu kaufen – wie trifft man da die richtige Wahl für seine Bedürfnisse?

Das richtige Modell für eure Größe: 

Zunächst möchte ich hier mit dem Mythos aufräumen, dass Frauen mit kleinen Bürsten keinen Sport BH benötigen. Denn auch kleinere Brüste schmerzen, wenn sie beim Sport auf und ab hüpfen und auch hier wird das Gewebe strapaziert. Damit die Brust mit der Zeit nicht “ausleiert“, gilt es also vorzusorgen und beim Training einen Sport BH anzuziehen.

Hier unterscheidet man grob zwei Varianten: Compression und Encapsulation. Beim der Kompression werden die Brüste flach an den Körper gedrückt, bei den Encapsulation Modellen gibt es quasi wie auch bei einem normalen BH zwei Schalen. Diese können vor allem für größere Brüste sinnvoll sein.

Bei der Wahl eures Sport-BHs kommt es trotz alledem auf die Größe eurer Brüste an. Der BH sollte sich bequem anfühlen, abschließen, aber ihr sollten noch bequem zwei Finger Platz an den Schultern und unter der Brust haben. Steht ihr zwischen zwei Größen, entscheidet euch besser für die Kleinere, weil das Strechmaterial nach mehrmaligem Benutzen des BHs noch etwas nachgeben kann. In der Grafik findet ihr eine kleine Orientierung, aber an sich solltet ihr euch lieber nach oben hin orientieren. So trage ich normalerweise eine Größe 34-36, aber beim Sport-BH benötige ich eine Größe M. Also: nicht wundern, wenn man beim Sport-BH eine größere Größe braucht, also man es bei Alltagskleidung. Zudem wird das Ganze dadurch erschwert, dass sich die Brust immer wieder verändert, abhängig vom Zyklus, Gewichtszu- oder -abnahme und Hormonen. Wer zudem einen größeren Busen hat, sollte auf Modelle mit schmalen Trägern und wenig Stoff möglichst verzichten, da sie schlicht nicht genug Halt bieten. Hier empfiehlt sich eher ein BH mit breiten Trägern und Polsterungen, die zusätzliche Stütze bieten, sodass eure Bewegungsfreiheit während des Workouts nicht eingeschränkt wird. Also: Je größer euer Busen, desto mehr Halt benötigt ihr, deswegen würde ich euch empfehlen, gleich immer zum High Impact Modell zu greifen. 

High Impact:

Zum Joggen, Kampfsport und Crossfit 

Bei der Wahl eures BHs kommt es jedoch nicht nur auf die Größe an, sondern auch auf die Art von Sport, die ihr machen wollt. Beim Laufen empfiehlt sich ein Sport BH mit maximalem Halt, da die Auf- und Ab-Bewegungen beim Sport den Busen strapazieren und zudem für Schmerzen im Rücken und in den Schultern sorgen. Meist werden diese als “High Impact“-Modelle bezeichnet. 

Medium Impact: Wandern und Fahrradfahren 

Für Sportarten wie Wandern oder Fahrradfahren benötigt unser Busen immer noch Halt und Stütze, wenn auch nicht so dringend wie beim Joggen oder Crossfit. Hier empfehlen sich Sport BHs aus der Kategorie “Medium Impact“, die mittlere Stützfunktion bieten. 

Low Impact: Yoga und Pilates 

Nicht ganz so viel Halt benötigt ihr bei Sportarten, wie Yoga und Pilates. Natürlich sollte der BH trotz alledem auch hier richtig sitzen. Sport BHs mit dünnen Trägern, die von der Schulter rutschen, erfüllen hier leider nicht ihre Aufgabe. Damit ihr nicht ständig an eurem Top herumfummeln müsst, empfiehlt sich hier ein Modell mit gekreuzten Trägern am Rücken, sodass diese nicht rutschen oder zwicken können. Diese sogenannten “Racerback“ Modelle erfreuen sich aufgrund dieser Eigenschaft derzeit besonderer Beliebtheit, denn sie ermöglichen maximale Bewegungsfreiheit und verlagern das Gewicht von den Schultern auf den Rücken. Sport BHs für Sportarten wie Yoga und Pilates findet ihr unter der Kategorie “Low Impact.“ 

Das richtige Material:

Einen guten Sport-Bh erkennen

Beim Kauf eures Sport BHs solltet ihr nicht nur auf die richtige Größe und auf Support achten, sondern auch auf das Material und dessen Verarbeitung. Hier lohnt sich ein erster Blick auf die Nähte. Lösen sich diese bereits? Wie viel werden sie wohl aushalten? Hier lässt sich bereits die Qualität des BHs erkennen. Achtet beim Anprobieren darauf,  wie sich das Material anfühlt und wie ihr selbst euch darin fühlt. Wenn es kratzt oder das Material kratzt und schlicht nicht gut sitzt, ist es auch nicht das Richtige für euer Training. Achtet darauf, in welchen Schnitten ihr euch wohl fühlt.

In den meisten Fällen wird Funktionskleidung, somit auch Sport BHs, aus Polyester und Polyamid gefertigt. Das hängt damit zusammen, dass diese Stoffe die Anforderungen, die wir an den Sport BH stellen, am besten erfüllen. BHs aus Kunstfasern sind besonders reißfest, atmungsaktiv, haben einen hohen Stretch-Anteil, fühlen sich weich auf der Haut an und trocknen zudem deutlich schneller als natürliche Fasern wie Baum- oder Merinowolle. Da es sich dabei jedoch um einen künstlichen Stoff handelt, sind viele auf der Suche nach natürlicheren Alternativen, die gleichzeitig unsere Bedürfnisse beim Sport erfüllen. Nike arbeitet mittlerweile an nachhaltigen Alternativen wie den Flyknit Modellen, doch anders als bei normaler Kleidung dauert es mehrere Jahre ein neues BH-Modell einzuführen, denn so ein BH muss mehrere Tests durchlaufen, bis nachgewiesen ist, dass er auch wirklich gut geeignet ist.

Aber mittlerweile gibt es gleich mehrere Brands, die nachhaltige Alternativen anbieten und Sportkleidung aus recyceltem Plastik herstellen. Einen ausführlichen Artikel, in dem diese Labels vorgestellt werden, findet ihr hier.