Farbschutz-Shampoos: Können die was?

Kerastase Reflection Pumpspender Modepilot

Ich bin jetzt stolze Besitzerin der Farbschutz-Shampoo-Sondergröße von Kérastase: 500ml mit Pumpspender. Ich finde, zu Shampoos gehört ein Pumpspender, wie eine Ablagefläche zur Dusche. Es erschließt sich mir nicht, wie man anders darüber denken kann. Egal, darum geht es hier jetzt nicht. Sondern!

Stiftung Warentest hat vor zweieinhalb Jahren behauptet, dass Farbschutz-Shampoos nichts taugen: “Das Geld für spezielle Farb­schutz­shampoos können Sie sich sparen. Ob preis­wert vom Discounter oder teurer aus dem Friseurfach­handel – der Farb­schutz ist bei allen Shampoos im Test mangelhaft.” Hier geht es um ganzen Artikel (Stiftung Warentest verlangt dafür 75 Cent) >>>

Unter den damals 16 geprüften Shampoos ist keines von Kérastase dabei, aber durchaus auch teure Salon-Produkte, wie das “Color Extend Shampoo” von Redken. Auch eines von L’Oréal (“Elvital Color-Glanz Pflege-Shampoo”) wurde getestet. Kérastase gehört zu L’Oréal. Nun stelle ich mir die Frage, ob ich mir die Wirksamkeit von Frabschutz-Shampoos einbilde. Mein Friseur würden sagen, dass ich es mir nicht einbilde, klar. Er schwört auf die “Reflection Chroma Captive”-Linie von Kérastase für getöntes Haar. Wenn meine Haarfarbe nach ein paar Wochen oder Monaten fahl wirkt, dann schiebe ich es auf mein Unterwegs-Verhalten: Hotel-Shampoo. Ab sofort werde ich nur noch das “Reflection”-Shampoo verwenden, es in Reisegrößen umfüllen und meine Haarfarbe die nächsten Wochen ganz genau beobachten, doch vorher möchte ich von euch wissen:

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Foto: Kérastase

Beauty Basics, Teil 3: Haare

Nach 1) Gesichtspflege und 2) Körperpflege kommen wir heute zu meinen Lieblingsprodukten fürs Haar. Vier Punkte reichen hier aus. Morgen folgt Teil 4 mit dekorativer Kosmetik.

3) Haare

Shampoo, Spülung, Conditioner, Haarkur, Haaröl, Spitzenfluid, Fönschutz, Rundbürste, Glätteisen, Stilkamm – man könnte ein ganzes Regal und einen ganzen Tag mit der Pflege und dem Styling seiner Haare verbauen. Was braucht es wirklich?

1. Shampoo. Wer Teil 1 und/oder Teil 2 gelesen hat, erwartet schon den Pumpspender. Besonders beeindruckend fand ich die Friseurgröße 1000 ml von Joico (knapp 40 Euro) in der Schiefertaflen-Dusche bei meiner Freundin in London – bekommt man über Amazon. Was den Inhalt angeht, so kommt es ganz auf den Einzelfall an: zu Schuppen neigend (Silikone vermeiden), sehr lange Haare und nicht zu Schuppen neigend (Silikone machen das Kämmen leichter und die Haare geschmeidiger) und dann noch die Leuchtkraftlösungen für gefärbte Haare. Ich liebe “Bain de luxe” von La Biostethique, wenn es mit knapp 50 Euro auch ein teures Vergnügen ist und daher sehr sparsam verwendet wird. Das Verpackungsdesign ist unschlagbar und in Kombination mit dem “Luxus-Express-Haarpflegespray” habe ich alles, was man braucht. Sollte man meinen…

2. Spülung, Conditioner & Co. Ich habe Freundinnen, die verbrauchen mit drei Haarwäschen eine reguläre 100ml-Flasche, weil sie “sonst die Haare nicht durch kriegen”.  Meine Empfehlung: Haare vorm Haarewaschen bürsten und dann nur die Kopfhaut einschäumen – die Längen werden sonst nur unnötig angegriffen, sagt der Friseur. Mir reicht dann unter 1) genanntes Spray im handtuchtrockenen Haar zur Pflege und alle zwei Wochen eine Kur, z.B. von Kérastase.

La Biothetique Bain de Luxe Tangle Teezer Kérastase Haarkur

3. Haaröl und Spitzenfluid. Möchte mal wissen, warum ich all die “Sealing Repairs” und, wie sie nicht alle heißen, im Regal stehen habe. Auch hier würde das Nuxe Öl, das ich schon in Teil 1 zur Gesichtspflege und in Teil 2 zur Körperpflege empfohlen habe, ausreichen. Nein, ich habe leider keinen Vertrag mit Nuxe. Fönschutz-Sprays und Fönschutz-Cremes habe ich entweder wegen des komischen Geruchs oder der sich ergebenen komischen Haartextur aus meinem Sortiment verbannt. Das Sonnenschutzöl von Kérastase macht die Haare so fettig, dass man sich selbst am Strand nicht so richtig wohl damit fühlt. Schade.

4. Kamm und Bürste. Der Tangle Teezer reicht absolut aus, wenn man seine Haare luftgetrocknet trägt. Der Handschmeichler ist ultra leicht und nimmt kaum Platz weg im Gepäck. Frauen mit sehr vielen und dicken Haaren haben aber das Gefühl, dass sie mit den kurzen Borsten nicht durchkommen. Wer föhnt, ob glatt oder rund, dem empfehle ich die ionischen Rundbürsten von Paul Mitchell aus der Pro-tools-Serie, circa 25 Euro. Die Haare verheddern nicht, laden sich nicht auf und trocknen schneller wegen der Luftdurchlässigkeit des gelöcherten Stammes, was die Haare auch nicht zu heiß werden lässt und sie damit schont. Natürlich gibt es ähnliche Modelle auch von anderen Marken.

Nuxe Haaröl Scoopy Loop Haargummis mit Knoten Haarbürste ionisch Paul Mitchel

PS.: Die Haarbänder mit dem Knoten, “Scoopy Loop“, bedeuten mit einem Verkaufspreis von 15 Euro für drei Stück zwar eine Überwindung, aber die Tatsache, dass man sie gern am Badewannenrand liegen lässt (zum Hochbinden, wenn nicht Haare-Waschtag ist) und sie immer am Handgelenk trägt (weil hübsch), macht sie effizient. Stichwort: CPW (= Cost per Wear).

Fotos: Modepilot

Beauty Basics, Teil 2: Körperpflege

Heute folgt Teil 2 meiner Beauty Basics-Serie. Er folgt auf 1) Gesichtspflege, der gestern online ging. Auch hier möchte ich meine Erfahrungen teilen und nutze dabei die Gelegenheit, mein Überangebot im Badezimmerschrank auf das Wichtigste zu reduzieren. Morgen folgt Teil 3) Haare und übermorgen 4) dekorative Kosmetik.

2) Körperpflege

Waschgel, Peeling und Lotion sollten reichen. Schön wäre das! Warum steht der Wannenrand oder die Duschablage so voll? Weil das kleine Eau d’Orange Verte Fläschchen von Hermès aus dem Sofitel so gut duftet und zuhause etwas Paris verströmen soll? Weil neben all den Shampoos, Kuren und Conditionern auch noch Luffa-Schwamm und Rasierer ihren Platz finden. Das Nötigste…

1. Duschgel. Nicht zu aggressiv sollte es sein und ein Pumpspender in der Dusche ist praktisch. Hat man den einmal an einer schönen Flasche gefunden, kann man diesen mit dem Sebamed-Tüte aus der Drogerie nachfüllen. Die Duschgels aus den dm-Märkten und von den Rossmännern duften eh gefälliger als die schicken Cowshed- und anderen Naturkosmetik-Produkte dieser Welt. Ich glaube an den pH-Wert 5,5 von Sebamed – für den natürlichen Säureschutzmantel meiner Haut. Da traue ich mich, auch zweimal am Tag zu duschen.

2. Peeling. Tiegel für den Wannenrand (in der Dusche ist er unhandlich und in der Wanne hat man die nötige Muße). Ich stehe auf das Knallblau im leuchtenden Grün von Kiko – der leicht körnige Frischekick aus der Dose hinterlässt schon beim Eincremen weiche Haut. Das Produkt ist aber verzichtbar, wenn man epiliert – siehe mitgelieferte Peelingbürste unter Punkt 4.

3. Körpercreme. Nicht zu oft verwenden! Die Haut soll auch Gelegenheit haben, sich selbst rückzufetten. Das möchte man ihr nicht abgewöhnen. Nur bei häufigem Waschen, nach Sonnenbad und im eisigen Winter nachhelfen, z.B. mit dem Nuxe Öl (ab 12 Euro), das ich schon fürs Gesicht vorstellte und bei den Haaren wieder tun werde. Für die extra Portion Luxus: eine nach Urlaub duftende Creme, die jedes Parfum überflüssig macht: Neroli Portofino von Tom Ford. Es kostet 50 Euro, duftet nach 500 und ist ein schönes Geburtstagsgeschenk, auf das ich selbst gern zurückgreife.

4. Rasieren, Waxen, Epilieren. Waxen macht man im Studio – da gilt Richard Geres Aussage in ‘Pretty Woman’, wenn auch in anderem Kontext: “… ich weiß Profis zu schätzen, mit Amateuren hatte ich in letzter Zeit nur Schwierigkeiten.”

Für das schnelle, superglatte Ergebnis einen Nassrasierer in der Dusche bereit halten, so einen mit Gelkissen, das gleich schäumt und geschmeidige Beine macht. Hydro Silk, Venus und wie sie alle heißen. Erwecke die Göttin in dir! Schöner ist der Rasierer ‘Aon’ in der White-Edition von Shave-lab. Für Freunde der Epilierkunst empfehle ich den Klassiker “Silk-épil” von Braun. Ich bin mittlerweile bei Baureihe 7 angekommen. Heute kann man die Dinger kabellos verwenden, sie leuchten einem die Strecke und sie funktionieren auch unter laufendem Wasser. Der immense Vorteil für Dunkelhaarige: kein dunkles/bläuliches Schimmern unter der Achselhaut, da die Härchen samt Wurzel gezogen werden. Der immense Nachteil: es drohen eingewachsene Härchen an den Beinen, wenn man nicht konsequentes Peeling betreibt, z.B. mit dem mitgelieferten Bürstchenaufsatz (bei Modell 7).

5. Deodorant. Zwei Dinge muss es können: verlässlich vor Schweißbildung, bzw. Schweißgeruch schützen und nach frisch gewaschen duften (auch beim Schwitzen). Das erfüllt Rexona Invisible (‘Invisible’ für weniger Rückstände auf der Kleidung) besser als alle anderen – meiner treuer Weggefährte! In der Stick-Version ist das Deo am leichtesten und handlichsten. Circa 2 Euro.

PS.: Sonnencreme für den Körper aus saisonalem Anlass: Produkte von Ultrasun, der  Sonnenschutz-Marke aus der Schweiz. Das bestätigen mir auch PR-Agenturbesitzerin Nora Rochlitzer, die in Zürich wohnte und die Marke dort kennenlernte und Redakteurin Isabelle Braun, die für Elle.de alles testete.

Fotos: Modepilot

Beauty Basics, Teil 1: Gesichtspflege

Meine neue Beauty Basics-Serie besteht aus vier Teilen: 1) Gesichtspflege, 2) Körperpflege, 3) Haare und 4) dekorative Kosmetik und soll an meinen Post “Ökonomisch gedacht: Was gehört in den Kleiderschrank” anknüpfen, also: Dinge, die aus meiner ganz persönlichen Sichtweise heraus Bestand haben. Und es ist der erneute Versuch, ein Zuviel im Badezimmer und Kosmetiktäschchen zu vermeiden. Morgen kommt Teil 2 mit Körperpflege-Tipps.

1) Gesichtspflege

Wie viele Cremes verträgt die Haut? Nicht viele! Kleine pickelartige Erscheinungen im Bereich der Lachfalten um den Mund herum könnten ein Zeichen von “Überpflege” sein, wie es die Kosmetikerin nennt. Der Hautarzt sagt dazu “periorale Dermatitis” und der Volksmund: “Stewardessen Krankheit”. Dabei müsste diese Hautirritation besser “Beauty-Redakteurinnen Krankheit” heißen, denn das, was man als Beauty-Redakteurin oder Bloggerin alles testen darf/kann/soll, übersteigt das Pflege-Verhalten einer jeden Duty-free-verwöhnten Stewardess!

Wenn ich könnte, würde ich mich also auf folgende acht Produkte beschränken…

1. Waschgel von La Roche-Posay mit praktischem Pump-Spender, eines fürs Waschbecken, eines für die Dusche und eines für den Badewannenrand. Macht mit seinem Duft gute Laune und ist frei von Seife, Alkohol, Parabenen und Farbstoffen. Kostet circa 12 Euro und gibt es in jeder Apotheke. Ökotest merkt an, dass es die komedogene Substanz Isopropyl Myristate enthält (was Akne fördern kann) – ich schwöre dennoch darauf.

2. Gesichtswasser, das den Kalk nach dem Waschen von der Haut nimmt – in München notwendig. Ich liebe das “Eau Efficace” von Sisley aus mehreren Gründen: das Design der Flasche, der herrliche Duft, die Formel aus Make-up-Entferner und Toner in einem und (!) der praktische Spender, wie man ihn von Nagellackentfernern aus den Nagelstudios kennt. Die Größe von 300ml rechtfertigt den Preis von 87 Euro fast. Sparsame können die Flasche mit Gesichtswasser einer anderen Marke auffüllen…, wenn es denn einmal leer wird.

3. Creme gegen dunkle Flecken (braucht nicht jeder). Auch da habe ich einige ausprobiert und halte das Produkt von Verso (“Dark Spot Fix”) für das beste. Ich bin nun fast täglich in der Sonne, benutze weitgehend LSF 50 für die dunkle Stelle, aber eben nur weitgehend und der Fleck geht zurück. Ein Verblassen des Flecks kenne ich sonst nur aus den Wintermonaten. 185 Euro hätte ich aber – zugegebener Weise – nicht ausgegeben. Happy Testerin me.

4. Augenpflege. Schwieriges Thema. Geschwollene Unterlider sind ein Zeichen für überforderte Nieren. Das lässt sich nicht wegcremen. Im Gegenteil: mit fast allen Augencremes (ich habe bestimmt schon 30 getestet) schwellen empfindliche Augen noch mal mehr an. Ich trinke morgens nun eine große Tasse Kräutertee, um die Nieren auf Trab zu bringen und, wenn mir nach Augenpflege ist, dann verwende ich “Hydraphase Intense” von La Roche-Posay. Die tut gut und macht es nicht schlimmer.

5. + 6. Tages- und Nachtpflege. Könnte ich mit vier Buchstaben abhandeln, das Thema: NUXE. Mit dem kleinen Glasfläschchen von Nuxe hat man alles in einem: sinnlich duftendes, perfekt pflegendes Öl für Gesicht, Körper & Haar, bei Tag und bei Nacht – praktisch auch für die Reise. So pflegt sich die Frau, die ich gern wäre: mit nur diesem einen Fläschchen. Stattdessen verwende ich aber auch eine Feuchtigkeitscreme von La Roche-Posay (die Produkte helfen bei der Beauty-Redakteurinnen Krankheit) und eine Notfallcreme (Oktoberfest, Fashion Week) von Babor, die auch auf dem Dekolleté für schnelle Abhilfe bei Sonnenbrand und Knitterfalten sorgt. Und zwischendurch einfach mal ohne Eincremen zu Bett gehen – hilft der Haut sich selbst zu generieren: 0 Euro.

7. Gesichtspeeling. Nicht für die tägliche Anwendung, aber hilfreich wenn man nicht regelmäßig zur Kosmetikerin geht: die elektrische Gesichtsbürste von Clarisonic. Auf die Sonic-Technologie schwöre ich seitdem ich die Sonic Zahnbürste von Philips verwende (seit acht Jahren circa) und mir der Zahnarzt sagt, dass ich nicht jedes Jahr kommen muss. Mit meinem Poren-Check bei der Kosmetikerin verhält es sich nun ähnlich. Die Bürste reinigt gründlich mit 300 Schwingungen pro Sekunde, aber sanft mit keinem (!) rotierenden Bürstchen. Die Bürste dreht sich hin und her. Kostenpunkt: um die 200 Euro.

8. Gesichtsmaske. Sie bietet sich nach dem Peeling an (nicht jedes Mal, alle zwei Wochen reicht aus). Von allen bisher getesteten Masken reagiert meine Haut auf die regulierende Maske von Clarins am besten: porentief reine Haut und keinerlei Irritation. Die 25 Euro für die “Masque Purifiant Eclat” halte ich für gut investiertes Geld, da die Maske schier endlos hält. Manchmal glaube ich, sie füllt sich von selbst wieder auf. Ich könnte wetten, dass jede Drogerie-Maske 20 mal schneller leer wird.

PS.: Den schönen Handwaschlotion-Spender von Molton Brown mit Sagrotan Flüssigseife nachfüllen – riecht auch fein und vermeidet Pickel (wenn man sich mit den Händen ständig übers Gesicht fährt).

Fotos: Modepilot mit Hilfe der Diptic App