Josephine Skriver: Eine starke Stimme für Minderheiten

Josephine Skriver (20) würde es als “Verschwendung” empfinden, ihren guten Namen nicht positiv einzusetzen.

Bild von Josephine Skriver

Josephine Skriver (20) würde es als “Verschwendung” empfinden, ihren guten Namen nicht positiv einzusetzen.

Das Model hat eine lesbische Mutter und einen schwulen Vater und baut sich derzeit Stück für Stück eine große Karriere auf. So lief sie schon für Victoria’s Secret, Gucci und DKNY und genießt immer mehr Ansehen in der Branche.

Eben jenes Ansehen nutzt die Schöne jetzt, um sich für Minderheiten einzusetzen: Sie unterstützt die Arbeit des Vereins ‘Family Equality Council’s Outspoken Generation’, der sich den Sorgen von Kindern aus LGBTQ-Familien annimmt und sie ermutigt, öffentlich über ihre Erfahrungen, Freuden und Probleme zu sprechen. LGBTQ steht im Englischen für lesbian, gay, bisexual, transgender und queer/questioning.

Skriver ist gerne Teil der Regenbogen-Familie: “Dass ich Model bin, hat mir eine viel größere Stimme und Plattform gegeben, um mich an andere zu wenden. Das ist eine neue Verantwortung”, erklärte sie im Interview mit ‘elle.com’. “Es wäre doch eine Verschwendung, wenn ich diese Möglichkeit nicht wahrnehmen würde ? Ich bin sehr dankbar, dass ich so ein tolles Team hinter mir habe, das mir dabei hilft, mich für die Dinge einzusetzen, die mir wichtig sind.”

Die Dänin ist stolz auf ihre Familie und spricht immer wieder gerne über ihre schöne Kindheit. Schon als 15-Jährige hielt sie Vorträge in ihrer Schule, um das Bewusstsein für Toleranz zu schärfen.

Umso glücklicher ist sie, dass ihr Mode-Bosse von The Society Management wie auch die Fashion-Industrie ihre Herzensangelegenheit von Tag eins an unterstützt haben: “Ich habe in dieser Hinsicht nichts anderes als Support erhalten”, strahlte Josephine Skriver. “Die Modeszene ist offen für alle Menschen, es ist eine sehr willkommen heißende Industrie. Das zeigt sich am besten darin, dass viele Mitglieder einer LGBTQ-Familie in diesem Geschäft arbeiten und Erfolg haben.” © Cover Media

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Olympische Mode-Spiele

Bogner Olympia Fashion Modepilot

Olympische Winterspiele in Sotschi. Bekommt Deutschland nun die Goldmedaille für seine regenbogenfarbene Mannschaftskleidung oder nicht? Wäre sie als politisches Statement gegen Putins Homophonie gemeint gewesen, würde uns die ausländische Presse dafür feiern (die Huffington Post in Kanada würde “davor den Hut ziehen”) und wir uns auch auf die Schulter klopfen. So war es aber leider nicht gemeint. Die Presse könnte Bogners Modeaussage auch ganz anders besprechen (die deutsche tut dies teilweise: Die Welt: Vor dem Regenbogen war Bogners PR-Desaster), denn der 72-Jährige sprach bei der Präsentation im letzten Jahr von einem “Feier-Design,” das von der “tollen Atmosphäre” der Olympischen Sommerspiele in München von 1972 inspiriert worden sei. Himmel! Wir sprechen von der Olympiade, die auch als “Massaker von München” oder “die Geiselnahme von München” in die Geschichte einging, ein Attentat auf die israelische Mannschaft mit insgesamt 17 Toten und einer Unterbrechung der Spiele für einen Trauertag.

“Sind sie eine Manifest für die Homosexualität oder einfach nur hässlich?” fragt Rue 89. In Paris rumgefragt, freuen sich die Franzosen, unaufgeregt und edel in Turtlenecks in Nationalfarben und grauen Revers-Jacken von Lacoste ausgestattet zu sein. Modisch haben sie uns eh abgeschrieben. Und die Briten? Sie bewundern den fröhlichen Mut, aber auch nicht ganz ohne Häme. Die britische Daily Mail schreibt, unsere Sportler sähen darin aus wie riesige Lollipops.

In einer repräsentativen Umfrage unter 12 Bekannten von zwei Bekannten kam heraus, dass junge Männer die deutschen Outfits “total lächerlich” finden. Damen finden die tropischen Farben ganz schön. In Hamburg würden sich “ehrbare Kaufleute mit roten Hosen und blauen Jacken noch identifizieren können, aber nicht mit diesen Papageienkostümen.” In Berlin findet man Bogner eh uncool. Mich persönlich erinnert die Kombination aus bunten Streifen und rosenbedrucktem Rot ganz klar an die Oilily-Reizüberflutung meiner Kindheit. Da schielte ich schon ins französische Nachbarland und freute mich, wenn Papi mir dort etwas in purem Dunkelblau kaufte.

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