Category Archives: Wettbewerb

Coco Rocha: Was ist schon eine Muse?

Das kanadische Model wurde 2002 bei einem irischen Tanzwettbewerb entdeckt und zierte seitdem zahlreiche Magazin-Cover und Modekampagnen und lief für Designer wie Marc Jacobs, Stella McCartney und Jean Paul Gaultier die Laufstege entlang.

Dank ihrer zarten Figur zählt Coco zu den Stars am Modehimmel und wird oft als Zac Posens Muse gehandelt. Für das Model selbst ist der Begriff Muse aber „nur ein Wort, so wie Supermodel“ und hat sich mittlerweile von seiner ursprünglichen Bedeutung entfernt.

Im Interview mit der Lifestyle-Webseite ‚The New Potato‘ erklärte Coco weiter, dass man lernen kann, eine Muse zu sein. „Das Model eines Designers zu sein bedeutet, die Frau zu interpretieren, an die sie verkaufen. Oder ihre Fantasiewelt zu verkörpern.“

Anschließend sprach Coco über ihre sehr schlanke Figur, für die sie auf Social Media oftmals kritisiert wird, und versicherte, dass sie ein sehr gesundes Leben führe – und ab und zu auch sündige: „Stellt euch vor, ich esse auch Hamburger, ich liebe Hamburger sogar“, erklärte sie und fügte hinzu, dass sie außerdem ein großer Fan von Pommes mit Ketchup sei.

 

Karlie Kloss: Ein Auge auf junge Talente

Bild von Karlie Kloss

Karlie Kloss (23) wird beim LVMH-Preis für junge Modeschöpfer mitentscheiden.

Das Topmodel wurde zusammen mit der Chefredakteurin von ‘Harper’s Bazaar’, Glenda Bailey, und dem Make-up-Artisten Peter Philips neu in die Jury berufen. Die Amerikanerin wird sich dabei die Entwürfe von Modeschöpfern unter 40 anschauen, die mindestens zwei Ready-to-Wear-Kollektionen produziert und verkauft haben. Wer den Preis gewinnt, darf sich glücklich schätzen, denn es winken 300.000 Euro, außerdem wird man ein Jahr von Experten des Konzerns LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton gecoacht – das sind Leute, die für Givenchy, Kenzo und Fendi arbeiten. Man erwartet, dass sich bis zu 1000 Designer bewerben, es gibt also viel zu tun für Karlie Kloss & Co.

Marta Marques und Paulo Almeida vom Londoner Label Marques’Almeida gewannen 2015 und Delphine Arnault, die Vizepräsidentin von LVMH, kann bezeugen, dass die Firma der jungen Modeschöpfer nach dem Gewinn “sehr gewachsen” ist. “Wir arbeiten mit ihnen an ihrer Strategie, wir stellen sicher, dass sie die richtigen Pläne für die Kollektionen haben. Sie gehen die Sache sehr proaktiv an und denken sehr unternehmerisch”, lobte die Geschäftsfrau die Gewinner.

Mal sehen, wen Karlie Kloss und ihre Kollegen dieses Jahr für würdig halten, den Wettbewerb zu gewinnen. © Cover Media

Lara Stone: Ich habe mir Zeit gelassen

Lara Stone (31) gefällt ihr Modelleben heutzutage besonders gut, wenn sie ihren zweijährigen Sohn Alfred im Schlepptau hat.

Die Fashion-Diva begrüßte den kleinen Mann gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann David Walliams im Mai 2013 und kehrte mit einem Paukenschlag im folgenden Jahr ins Mode-Geschehen zurück. Damals posierte sie für Calvin Klein. Seitdem ist sie wieder dick im Geschäft, sie ist beispielsweise das Gesicht des Schuh-Giganten Kurt Geiger oder posierte (mit Wölfen!) für die britische ‘Vogue’. Jetzt wurde sie darüber hinaus vom Magazin ‘Harper’s Bazaar’ zu einer der Frauen des Jahres gewählt. Im Interview mit der Publikation erinnerte sich Lara:

“Ich fing etwa neun Monate oder ein Jahr, nachdem ich Mutter wurde, wieder an zu arbeiten. Am Anfang wollte ich einfach nur zu Hause sitzen und dieses kleine Baby anstarren und ich bin wirklich froh, dass ich mir Zeit gelassen habe, bevor ich an die Arbeit zurückkehrte. Es ist eine so kostbare Zeit, wenn sie so klein sind. Er geht noch nicht zur Schule, also kann ich ihn zu den meisten Jobs mitnehmen. Er reist ziemlich viel und liebt das total. Es macht einen solchen Spaß, durch seine Augen zu sehen, was ich mache. Man findet Flugzeuge plötzlich aufregender!”

Lara wurde im Alter von 15 Jahren während eines Paris-Urlaubs entdeckt und nahm 1999 an dem Wettbewerb Elite Model Look teil. Den gewann sie zwar nicht, beeindruckte aber die Bosse derart, dass sie bei der begehrten Agentur unter Vertrag genommen wurde. Ihren Durchbruch in der Modebranche schaffte die blonde Schönheit, als sie 2006 für Givenchy über den Laufsteg schwebte.

“Das war eine meiner ersten Haute-Couture-Shows und ich wusste wirklich nicht so ganz, was man dabei eigentlich tun soll”, lachte Lara in dem Interview. “Ich weiß noch, dass ich super-nervös war, super-aufgeregt und nachher wirklich glücklich, dass ich nicht gestolpert bin.”

Lara Stone ist außerdem immer mit der Zeit gegangen und hält heute über Social Media Kontakt zu ihren Fans. Besonders schätzt sie Instagram, weil sie findet, dass sich viele Menschen von einem Foto angesprochen fühlen können und diese zudem einen guten Einblick in die Modewelt bieten. © Cover Media

Miranda Kerr: Wow, ich bin immer noch dabei!

Bild von Miranda Kerr

Miranda Kerr (32) ist von ihrem langanhaltenden Erfolg überrascht.

Die Australierin gehört zu den erfolgreichsten Models weltweit, im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie für Labels wie Victoria’s Secret und Roberto Cavalli. Mit 14 Jahren wurde die schöne Brünette bereits für das ‘Dolly’-Magazin abgelichtet, nachdem sie einen Wettbewerb gewonnen hatte.

Damals hätte sie jedoch nie davon geträumt, eines Tages zu den gefeiertsten Fashion-Stars überhaupt zu gehören. “Ich mache diesen Job jetzt seit 19 Jahren. Nach dem ersten Fotoshooting hätte ich nie gedacht, dass es so lange anhalten würde”, zitierte sie ‘vogue.com.au’. “Wenn ich heute junge Models bei einem Fotoshooting treffe oder in einer Agentur, dann sage ich ihnen, dass es nicht einfach ist, Model zu sein. Man muss jede Menge Zurückweisungen in Kauf nehmen. Solange man aber an sich selbst glaubt und das nicht persönlich nimmt, ist es in Ordnung.”

Ihre Kollegin Catherine McNeil (26) hatte ebenfalls ein paar Weisheiten für Nachwuchsmodels auf der Webseite parat. Auch die Australierin startete ihre Karriere im zarten Alter von 14 Jahren, nachdem sie einen Wettbewerb des Magazins ‘Girlfriend’ gewann. Catherine posierte daraufhin in Kampagnen von Dolce & Gabbana und Versace und lief für Labels wie Louis Vuitton und Fendi über den Laufsteg. “Ich war früher so traurig, wenn ich nicht für eine Modenschau gebucht wurde oder einen Job nicht bekam. Aber jetzt stört es mich nicht mehr so sehr. Jetzt würde ich [meinem früheren Ich] sagen, dass ich stärker sein und es mehr wie ein Business sehen sollte.” © Cover Media

Kendall Jenner: Elegant und sexy gegen Aids

Bild von Kendall Jenner

Kendall Jenner (19) und ihre Kolleginnen lieferten sich einen Wettkampf um das heißeste Kleid auf dem roten Teppich in Cannes.

Das Model (‘Keeping Up with the Kardashians’) besuchte gestern [21. Mai] die ‘amfAR’s Cinema Against AIDS Gala’ in der französischen Stadt und trug zu dem Anlass ein zweiteiliges Ensemble aus dem Hause Calvin Klein in Pflaumenfarben. Die Kreation setzte sich aus einem Neckholder-Oberteil und einem weiten, ausgestellten und bodenlangen Rock zusammen. Beide Teile waren mit schmalen Schnüren, die sich über den nackten Bauch des Models zogen, verbunden. Große funkelnde Ohrringe komplettierten das sexy, aber elegante Outfit des Reality-TV-Stars.

Kollegin Gigi Hadid (20) stellte noch mehr nackte Haut in einem heißen Kleid von Tom Ford zur Schau. Die weiße, langärmelige Robe wies ein äußerst breites und tief ausgeschnittenes Dekolleté sowie einen hohen Schlitz auf. Dazu trug das angesagte Topmodel Boots von Aquazzura, ihre blonden Haare fielen ihr glatt über die Schultern.

Überhaupt scheint der rote Teppich in Cannes zum Austragungsort eines Wettbewerbs unter den Schönsten Hollywoods zu werden: Wer zeigt am meisten nackte Haut, bleibt dabei aber elegant verhüllt? Irina Shayk (29) wählte eine smaragdgrüne Nummer von Atelier Versace. Das trägerlose Kleid setzte sich aus einem Bustier mit transparenten und von Schmucksteinen besetzten Satin-Details und -Schnüren zusammen. Der lange Rock blitze ebenfalls vor lauter Schmucksteinen und verhüllte kaum die langen Beine der Beauty.

Der Preis für das dramatischste Kleid ging zweifelsohne an Chanel Iman (24), die ein Zuhair-Murad-Couture-Kleid trug. Die enganliegende Robe in Nude ließ tief blicken und war abgesehen von den blumenartigen Verzierungen größtenteils transparent. © Cover Media

Deine Baguette bag von Fendi

My Baguette bag App Fendi Modepilot

Jeder kann sich eine Baguette bag mit der App “My Baguette” gestalten und die Erfinderin Silvia Venturini Fendi prüft deinen Entwurf. Bei mir hat das schon Tradition: Die 1997 von Silvia Venturini Fendi erfundene Handtasche “Baguette” (weil man sie so unter den Arm klemmt, wie das französische Weißbrot) feierte ihren 10. Geburtstag als ich gerade Jungredakteurin bei einem Luxusmagazin war. Um auf die erste Berlin Fashion Week (2007) reisen zu dürfen, musste ich meiner damaligen Chefredakteurin Uschka Pittroff eine Idee liefern, die sie umhaut.

Ich rief bei Fendi an, die zum Jubiläum eine Baguette-bag aus weißer Leinwand zusammen mit vielen bunten Malstiften herausbrachten und ich fragte, ob ich diese Tasche von Stars auf der Berlin Fashion Week gestalten lassen dürfe. Ich hatte Glück und Fendi schickte mir nicht nur die Sonderedition zu, sondern stellte das Ergebnis in deren “Hall of fame” und wir hatten eine schöne Geschichte in unserem Magazin “Fivetonine” (WirtschaftsWoche), die dokumentierte, wie Supermodel Naomi Campbell als erste die Tasche mit einem Herz bemalt, worauf Boris Becker einen eierigen Tennisball dazu kritzelte. Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit malte… ich weiß es nicht mehr, aber Fotografin Ellen von Unwerth zeichnete recht lang und sehr gekonnt: eine Fotografin mit Kamera und Blitzlicht. Schwimmerin Franziska van Almsick malte eine Frau, die in blaue Wellen sprang und Ex-Vogue-Chefredakteurin Angelica Blechschmidt malte ein Herz mit Strahlen und verwendete dafür fast alle Buntstifte. Sie und ich telefonierten daraufhin regelmäßig und ich konnte sie Sachen fragen, die man nirgends nachschlagen konnte – allein das, war es mir schon wert! Die Tasche war am Ende der Modewoche von allen Seiten, von innen und außen und an den Henkeln von lauter Schauspielern und Models bemalt worden und sah prächtig aus. Ich war stolz, das Werk an Fendi zurückzusenden. Leider habe ich keine Fotos davon und die Ausgabe nicht mehr.

Jetzt sitze ich mit dem iPad da und gestalte wieder eine Baguette bag, sieben Jahre später, diesmal ganz allein. Das erlaubt mehr Konzept und ist längst nicht so aufwendig. Probiert es auch einmal aus! Die App ist umsonst, hält zahlreiche Farben, Pinsel, Symbole und Finishings bereit. Auch Fotos lassen sich hoch laden. Tipp: Lasst etwas Weiß frei, denn die Henkel lassen sich nicht färben und die weißen Henkel sollen ja zum Gesamtwerk passen.

Am Ende kann man seinem Werk einen Namen geben und diese in der eigenen Galerie speichern und auch mit der Fendi-Community teilen, wenn man möchte. Tut es! Denn Silvia Venturini Fendi, die Schöpferin dieser Handtaschen-Ikone, kürt seit Start am 10. Juni 2014 jeden Monat ihre Lieblingstasche zur “Baguette of the month” – zu erkennen an der entsprechenden Auszeichung in der Community-Galerie.

Baguette By My Baguette App Modepilot Fendi