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Eyes on: Was im Februar wichtig wird

Ein gefühlt acht Wochen langer Januar ist zu Ende gegangen und hat uns mit den Fashion Weeks in Berlin aber den Haute-Couture-Schauen in Paris ordentlich auf Trab gehalten. Mit den internationalen Modewochen fällt im Februar nun der Startschuss für die neue Saison und wir werden euch natürlich fleißig auf dem Laufenden halten.

Den Anfang macht wie immer die New York Fashion Week, die in genau einer Woche beginnt. Mit der Berlinale beherbergt der zweite Monat des Jahres aber auch eines der international wichtigsten Filmfestivals und ab dem 15. gibt sich das Who-is-Who der weltweiten Filmbranche wieder ein heiteres Stelldichein in der Hauptstadt. Der Ausnahmezustand nach dem Modezirkus geht also fast nahtlos weiter.

Welche Termine ihr euch außerdem dick in eurem noch jungen Kalender für 2018 eintragen solltet, erfahrt ihr heute in unserer brandneuen Ausgabe von Eyes on!

CTM Festival vom 26. Januar bis zum 4. Februar

Das „CTM Festival for Adventurous Music and Art” befasst sich mit experimenteller und zeitgenössischer Musik und gehört zu einem der wichtigsten Festivals für elektronische Musik in Deutschland.

Die 19. Ausgabe der Musikveranstaltung findet diese Mal unter dem Motto „Turmoil” in Berlin statt. Die Welt ist in Aufruhr und daher soll dieses Jahr auch Probleme wie Zukunftsängste, Klimawandel und Rechtpopulismus thematisiert werden. Bespielt werden sollen besondere Orte des Berliner Nacht -und Kulturlebens wie etwa das Kunstquartier Bethanien, Hebbel am Ufer, Yaam, Astra und Berghain.

Wer genau dann zufällig in Berlin ist, solle sich das nicht entgehen lassen.

Super Bowl am 5. Februar

Das Endspiels der amerikanischen Football-Liga findet jährlich am ersten Sonntag im Februar statt und gilt als eines der weltweit wichtigsten Sportevents. Längst nicht mehr nur Pausenfüller ist der Musikact in der Halbzeitpause. Für viele nicht ganz so begeisterte Sportfans gilt die Performance sogar als eigentlicher Höhepunkt, genau wie die legendären Werbespots.

Hauptkünstler beim Finale in Minnesota ist dieses Jahr ein alter Bekannter und schon fast ein Super-Bowl-Urgestein. Justin Timberlake wird bereits zum dritten Mal bei dem Sportspektakel performen. Sein letzter Auftritt liegt 14 Jahre zurück und sorgte damals für einen echten Skandal. Timberlake riss Janet Jackson einen Teil ihres Oberteils ab. Im eher prüden Amerika ein Skandal erster Güte.

Wir sind auf jeden Fall gespannt, was sich Justin für dieses Jahr ausgedacht hat!

Stockholm Design Week vom 5. bis zum 11. Februar

Die skandinavische Möbelmesse präsentiert seit 2002 jedes Jahr im Februar eine Woche lang alles, was die eigenen vier Wände schöner und stylischer macht. Außerdem gibt die Messe einen Ausblick auf wegweisende Trend im Interiorbereich.

Wer zwischen dem 5. und 11. Februar in Stockholm ist, sollte unbedingt vorbei schauen und kann uns sehr gerne an seinen Entdeckungen teilhaben lassen ?

Karneval vom 8. bis zum 14. Februar

Helau und Alaaf an alle Narren und Jecken! Als gebürtige Kölnerin und aufgewachsen im herzlichen Mainz führte die ersten 19 Jahre meines Lebens wirklich kein Weg an der fünften Jahreszeit vorbei. Zu Karneval ist an einen normalen Alltag beim besten Willen nicht zu denken und die ganze Stadt ist außer Rand und Band!

Höhepunkt ist, wie immer, der große Rosenmontagszug, der sich am 8. Februar seinen Weg durch die Innenstädte von Köln, Mainz und Düsseldorf bahnen und mit dem amerikanischen Präsidenten Trump oder unserer noch nicht gebildeten deutschen Regierung in jedem Fall ordentlich Futter für zahlreiche bissig-böse Umzugswagen haben wird.

In Berlin bekommt man von dem bunten Treiben im Südwesten zwar nicht wirklich etwas mit, aber auch die deutsche Hauptstadt hat einen kleinen, feinen Rosenmontagszug zu bieten. Bis an Aschermittwoch wieder alles vorbei ist.

New York Fashion Week vom 8. bis zum 16. Februar

Der Startschuss für den internationalen Modemonat fällt wie jedes Jahr in der amerikanischen Metropole, wo in der zweiten Februarwoche der internationale Modemarathon beginnt. Die New Yorker Ausgabe war in den letzten Saisons stark in der Kritik, viele Designer entschlossen sich, lieber in Paris oder Mailand zu zeigen.

Ob sich der Big Apple in diesem Februar wieder neu erfinden wird? Wir halten euch auf dem Laufenden und sind selbst gespannt, was die acht Tage Modetrubel an Neuerungen mit sich bringen.

Eine aktuelle Übersicht aller Schauen findet ihr hier.

Valentinstag am 14. Februar

Der Valentinstag ist nicht nur der Tag der Liebenden – für die Blumen, Schmuck und Pralinenindustrie sorgt der 14. Februar jedes Jahr aufs Neue auch für rekordverdächtige Umsätze. Auch die Bekleidungsbranche lässt sich inzwischen immer mehr einfallen, um ein stück vom Kuchen abzubekommen. Kapselkollektionen, limited Editions und Kooperationen nehmen jährlich zu und zeugen vom Erfindergeist der Marketingabteilungen.

Kann man verurteilen. Man kann sich aber auch einfach an dem liebevollen Kunterbunt erfreuen und wenn wir mal ehrlich sind: Wir freuen uns doch auch über kleine Aufmerksamkeiten von Herzensmenschen, oder? Im Endeffekt geht es doch vor allem darum ein wenig Liebe zu verschenken und damit seine Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.

Internationale Filmfestspiele Berlin vom 15. bis 25. Februar

Die internationalen Filmfestspiele Berlin, im Volksmund Berlinale genannt, finden dieses Jahr zum 68. Mal statt und gelten als eines der weltweit wichtigsten Ereignisse der Filmbranche. Ab Mitte Februar heißt es: Starauflauf in der Hauptstadt!

Zehn Tage lang wird sich die deutsche Prominenz rund um den Potsdamer Platz die Klinke in die Hand geben und auch der ein oder andere Weltstar wird sich auf den Weg nach Berlin machen und für internationales Flair auf dem roten Teppichen sorgen. Mit über 400 Filmen und bis zu 30.000 Besuchern ist die Berlinale das größte Publikumsfestival der Welt. Nicht schlecht!

Besonders gespannt sind wir auf Wes Andersons Animationsfilm „Isle of Dogs – Ataris Reise”, der das Festival eröffnet und im Berlinale-Palast Weltpremiere feiert.

Es ist übrigens das vorletzte Festival von Berlinale-Chef Dieter Kosslick, denn im Frühling 2019 endet sein Vertrag und das Festival wird eine neue Spitze brauchen.

London Fashion Week, vom 16.-20. Februar

Nach dem Trubel in Amerika zieht der Modezirkus weiter nach Europa. Genauer gesagt nach London. Hier kommen dann vor allem Fans extravaganter, mustermutiger aber auch traditionsreicher Mode auf ihre Kosten. Neben großen Modehäusern wie Erdem, Christopher Kane und dem Headline-Act Burberry gibt es hier aber auch immer wieder spannende Newcomer zu entdecken.

Besonders gespannt sind wir auf die vielen außergewöhnlichen Streetstyles! Denn die britischen Hauptstadt wartet neben unberechenbarem Wetter immer mit besonders kreativen Looks auf.

Welche Labels genau präsentieren werden seht ihr hier.

Mailand Fashion Week vom 21.-27. Februar

Schlag auf Schlag geht es weiter, denn die Modemeute kennt keine Pause. Gucci, Versace, Fendi, Prada – natürlich werden in Mailand alle großen Namen vertreten sein und wir dürfen uns auf italienische Grandezza, viel Drama und opulenten Looks freuen.

Den gesamten Schauenplan findet ihr hier.

Paris Fashion Week vom 27. Februar – 6. März

Höhepunkt und Finale des Modemonats wird, wie jedes Jahr, die Fashion Week in Paris sein. Zum krönenden Abschluss des wochenlangen Schauenmarathons versammelt sich die gesamte Fashion-Elite in der französischen Hauptstadt, um die Kreationen von Traditionshäusern wie Balmain, Lanvin, Loewe, Isabel Marant, Stella McCartney und Chanel zu begutachten.

Paris hat so viele großen Namen im Gepäck wie keine andere Modewoche, da kann man schnell den Überblick verlieren. Doch keine Sorge, hier gibt es den kompletten Plan mit allen Veranstaltungen.

Bild im Header via Maryam Nassir Zadeh

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#NYFW: Die amerikanische Horrorstory von Raf Simons für Calvin Klein

Moment mal, sind wir nicht gerade erst in die Sommerferien gestartet, haben uns in neue Sandalen verliebt und uns gefreut, dass wir unsere Sonnenbrillen endlich tragen dürfen? Schneller als man sich versieht ist der Sommer aber vorbei und das bedeutet eines: It’s Fashion Month, Baby! Den Auftakt macht wie immer die Fashion Week in New York und diesmal gibt das Kick-off niemand geringeres als DAS amerikanische Label Calvin Klein.

Es ist erst die zweite Kollektion von Raf Simons für das Label und wird daher natürlich unter Argusaugen beobachtet. Lexi hatte über das Debut im Frühjahr, nachdem Simons das Handtuch bei Dior geworfen hatte und mit seinen Mitstreitern Ruby Sterling und Pieter Mulier mal eben den Kontinent gewechselt hatte, schon berichtet:

Würde es Raf Simons schaffen, eine der bekanntesten amerikanischen Marken wieder so cool zu machen, wie sie es vor 20 Jahren dank einer legendären Werbekampagne für Jeans, Unterwäsche und Parfums schon mal war?

Ja, Mann!

Das Erfolgsgeheimnis der ersten Kollektion? Minimalismus, die dem Erbe des Labelgründers gerecht wird, aber weitaus poppiger, jünger und gewagter daher kommt als die Arbeit seines Vorgängers Francisco Costa.

Und jetzt: Wie kann man das gefeierte Debut wiederholen? Mehr Aufmerksamkeit bekommen und die neue Aspekte in die Mode bringen? Ganz einfach: Man nehme eine der gefeiertsten amerikanischen Serien: „American Horror Story„, setze auf Provokation und nutze den Gruselfaktor – mit Äxten und Cheerleader-Pom-Poms, die von der Decke hingen. Raf Simons ist fernsehbesessen – gerade auf dem „Game of Thrones“-Trip, so wie gefühlt jeder andere Mensch auf diesem Planeten – und wandelte seine Vorstellung einer typisch amerikanischen Kleinstadt und Jugend auf seine neue Kollektion für das Frühjahr 2017 um. Passend: Everybodys-New-Darling Kaia Gerber, die Tochter von Cindy Crawford, gab auf der Show ihr Runway-Debut.

Das sind die wichtigsten Trends der Calvin Klein Spring 2018 Kollektion:

1. Cowboy

Ein Glück, dass ich meine Cowboy Boots immer noch habe, denn von dem Ur-Bild eines Amerikaners kann sich Raf Simons auch diese Saison nicht verabschieden. Hemden mit aufgesetzten Pattentaschen auf der Brust in seidig glänzender Optik bleiben ebenso bestehen, wie Boots und Streifenhosen der Marching Brands (Blasorchester-Uniformen), die oft bei Football-Spielen auftreten. Dann müssen wir ja nur noch lernen, wie man stilvoll das Lasso schwingt.

2. Foto-Prints

Ein Trend, der sich mit Bügelfolie und einem weißen T-Shirt sehr gut als DIY nachmachen und personalisieren lässt: Foto-Prints. Simons entschied sich als Motiv für Andy Warhol Prints der 1970er-Jahre, unter anderem von Dennis Hopper stilecht mit Cowboy Hut und druckte diese auf zarte Kleider, beschichtete damit Jeansjacken und Tanktops.

3. Cheerleader Vibes

Wovon träumt jeder Teenager auf der amerikanischen Highschool? Vom Cheerleader-Dasein. Dank Simons Entwürfen kann man die Pom Poms jetzt im Spind lassen und als Ganzkörper-Kleid zum Event tragen. Alltagstauglichkeit fraglich, aber dafür bestimmt DER Eyecatcher beim nächsten Sport-Event in der Fankurve.

4. Nachthemden

Was darf in keinem guten Horror-Film fehlen? Eine verängstigte Frau in einem weißen Nachthemd. Auch bei Raf Simons findet man die Nachtwäsche auf dem Catwalk, allerdings nicht in der sexy Lingerie-Variante in Seidenoptik, für die Calvin Klein jahrelang bekannt war, sondern klassisch aus Baumwollstoffen und bodenlang.

5. Rubber

Ebenso in jedem Horrorfilm vorhanden: die berühmte Latex-Schürze, die nichts Gutes verheißt. Simons ändert ihr fragwürdiges Image allerdings ab, in dem er glänzendes Nylon-Material von Zelten in die Form von Abendkleidern mit 50er-Jahre-Silhouette bringt. Hier trifft Metzger auf Diner-Bedienung mit weit schwingendem Rock – und wird durch die fließenden Schnitte vielleicht ja sogar im Sommer bei warmen Temperaturen tragbar.

It’s about American horror and American beauty. Fashion tries to hide the horror and embrace only beauty. But they are both part of life. This collection is a celebration of that: a celebration of the American life.“

Raf Simons

Vielleicht verarbeitet Simons mit seiner Hommage an den Horror auch die politische Situation in den USA mit Donald Trump. Abgeschobene Kinder von Immigranten, das Gesundheitssystem steht auf der Kippe, aus Umweltzielen wird ausgestiegen. Die Zukunft der USA ist ungewiss – und im schlimmsten Fall eben auch nicht schön, so wie Simons Entwürfe.

Provokant die Einstellung, dass Mode hässlich sein muss, weil es das Leben manchmal auch ist. Aber auch wichtig. Hinter die Fassaden des schönen Scheins zu schauen und vor allem zu begreifen. Mode ist so viel mehr als nur Kleidung. Sie kann – so wie Simons sie bei Calvin Klein nutzt – ein Statement sein.

(Fotos: Vogue Runway)

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#NYFW: Die 5 besten Streetstyles zum Nachshoppen

Hey, New York! Letzte Woche ist die Fashion Week im Big Apple gestartet und das bedeutet für mich noch etwas ganz anderes: Ende des Monats bin ich schon ein halbes Jahr bei Journelles, denn zum Antritt des Jobs drehte sich die ersten Tage alles um die #NYFW. Schauenberichte wurden geschrieben, Looks gesichtet, Streetstyles nachgeshoppt!

Und jetzt geht der Spaß wieder von vorne los! Mit den Schauenberichten haben wir schon hier losgelegt, unsere große Review der New Yorker Modewoche folgt dann morgen!

Aber jetzt kommen wir erstmal zu den 5 coolsten Streetstyles, die uns für die letzten Wochen Winter modische Inspiration liefern. Viel Spaß beim Shoppen!

Leandra Medine, Man Repeller

Immer wieder bin ich bei Leandra von ihren Kombinationsfähigkeiten überrascht: Bei ihr werden Cowboy-Boots ausgehtauglich und ein Tennis-Pullover im Grandpa-Style zum Streetstyle-Hingucker. Das Geheimnis? Leo und wilde Farbkombis!

Aimee Song, Song of Style

Weiter geht es mit den Modeklassikern, nach dem Tennispullover nimmt sich Aimee Song auf der New York Fashion Week den klassischen Trenchcoat vor. Mit Latexhose, Farbclash und derben Booties verliert der jegliche Spießigkeit.

Jessie Bush, We The People

Dass Blondinen nicht so gut Rosa tragen können, habe ich lange Zeit selbst gedacht. Jessie Bush beweist allerdings mit ihrem Traummantel von Courreges das Gegenteil und ich hole zum Ende des Winters noch einmal meine Stricknadeln für eine Oversized-Beanie hervor.

Danielle Bernstein, We Wore What

Da ist er, der Hoodie. Jessie hat ihn ja auch schon bravourös im Rosa-Look gestylt, auch auf der New York Fashion Week geht ohne ihn gar nichts. Wer dabei an den Zuhause-Schlumpf-Look denkt, der wird von Danielle Bernstein und ihren Miu-Miu-Glitterpumps eines Besseren belehrt.

Annabel Rosendahl

Alexa und ich sind beide riesengroße Fans von Annabel. Ihre Kombis sind immer trendbewusst, aber doch besonders – ich hätte mich nicht an eine gelbe Bomberjacke gewagt (Modetherapie?!). Dazu die Acne Boots, die auch Jessie in Rosa durch den Winter bringen und schon kann der New Yorker Schneesturm kommen.