Category Archives: Haa

Grace Coddington: So duftet ein Model

Das ehemalige Model, das für seine feuerroten Haare bekannt ist, zählt zwar nicht mehr zu den Jüngsten der Fashion-Industrie, setzt sich deshalb aber noch lange nicht zur Ruhe. Auf Instagram enthüllte die Kreativdirektorin der amerikanischen ‚Vogue‘ einen kurzen Zeichentrickfilm, in dem sie sich völlig hüllenlos mit ihrem Wässerchen ‚Grace‘ einduftet, nur um anschließend von Rosen umringt zu werden. Animiert wurde das Ganze von Jonathan Eden.

„Ich habe eine Webseite gestartet“, kündigte Grace dazu an, auch wenn sie sich offenbar nicht ganz sicher war, wie diese funktioniert. Egal: „Besucht sie trotzdem!“, so die einstige Berufsschönheit, die damit auf ‚GraceCoddington.com‘ verwies.

Das Parfüm geht am 19. April exklusiv im Londoner Modekaufhaus ‚Dover Street Market‘ in den Handel, was der Rotschopf selbst nicht ganz fassen kann. Zunächst war Grace nämlich nicht sicher, ob sie tatsächlich ihren eigenen Duft kreieren sollte. „Mein erster Gedanke war: ‚Ich bin doch nicht J.Lo! Wie soll das gehen?’“, erläuterte sie gegenüber der ‚New York Times‘. Ihre Meinung änderte sie schließlich doch: „Ich bin kein Promi, trotzdem bin ich ein bisschen berühmt. Das versuche ich zwar zu leugnen, aber es stimmt. Dann dachte ich mir, dass ich damit dann auch Geld machen kann.“

 

Proenza Schouler: Androgyn und schick bei NYFW

Proenza Schouler - Pasarela

Bei der neuen Kollektion von Proenza Schouler dreht sich alles um “Kontrolle und Befreiung”.

Die Designer des Labels, Jack McCollough und Lazaro Hernandez, zeigten im Rahmen der New York Fashion Week am Mittwoch [17. Februar] ihre neuesten Kreationen und beeindruckten das Publikum mit einem Mix aus androgynen Maßanfertigungen sowie schicken Kleidern. Der amerikanische Maler und Grafiker Frank Stella habe ihnen als Inspiration gedient, verrieten die Modeschöpfer gegenüber ‘Vogue.com’. Worum es bei den neuen Stücken geht, erklärte Lazaro der Webseite genauer: “Es geht um Kontrolle und Befreiung. In der vergangenen Saison haben wir die Schichten abgeschält, in dieser Saison haben wir sie wieder zusammengesetzt, wie bei einer Art Reparatur.”

Proenza Schouler

Asymmetrische Mäntel, weite Hosen und enganliegende Jacken bestimmten den Laufsteg, viel Wert wurde auf Details wie Rüschen gelegt. Einerseits kamen die neuen Kreationen maskulin daher, andererseits mit korsettähnlichen Spitzendetails dann auch wieder sehr weiblich.

Proenza Schouler

Diese Mischung zeigte sich auch beim Styling der Models: Die Haare waren streng nach hinten gegelt, dafür glich das Make-up – zumindest abwechselnd trugen die Schönheiten knallrote Lippen – den männlichen Look mit der richtigen Portion Weiblichkeit aus.

Proenza Schouler - Pasarela

Bei den Farben der neuen Kollektion hielten sich Jack und Lazaro zurück: Klassisch herbstlich kommen die neuen Stücke hauptsächlich in Schwarz, Beige, Grau und dunklen Rottönen. Bei den Stoffen wagten sie dagegen etwas Neues. Den traditionellen Shearling-Mantel peppten sie zum Beispiel durch den glänzenden Stoff wesentlich moderner auf. In der Front Row saß nicht nur ‘Vogue’-Chefredakteurin Anna Wintour, sondern auch Schauspielerin Liv Tyler (38, ‘Armageddon’), die mit ihrem Babybauch den Proenza-Schouler-Models beinahe die Schau stahl.

Amber Le Bon: Fan von Kohlenhydraten

Image amber-le-bon-fan-von-kohlenhydraten-cmg4ac522e1-51d3-4473-ad12-ad70064598d7.jpg

Bild von Amber Le Bon

Amber Le Bon (26) hat eine Schwäche für Pommes und Kartoffelbrei.

Das Model ist die Tochter von Duran-Duran-Sänger Simon Le Bon (57, ‘Hungry Like A Wolf’) und scheint eine gesunde Einstellung zum Essen zu haben. “Ich liebe Kohlenhydrate, viele Kohlenhydrate”, gestand die Britin gegenüber ‘Marie Claire’. “Ich liebe es, Pommes in Kartoffelbrei zu dippen und ich finde auch Kartoffelbrei-Sandwiches super. Zucker ist auch eine Droge, wenn ich ihn nicht haben kann, werde ich sauer und aggressiv, deshalb erlaube ich mir auch ein bisschen.”

Da überrascht es nicht, dass Amber den grünen Gemüsesäften, der natürlichen Nahrung von Models, nicht viel abgewinnen kann: “Ich hasse grüne Säfte. Sie sind gesund, aber ich müsste mal einen finden, der gut schmeckt. Wenn ich einen haben muss, dann nehme ich Grünkohl, Spinat, Sellerie, Zitrone, ein bisschen Limone und einen Schuss Ingwer. Der Ingwer macht es erträglich.”

Auch sonst gibt sich die Berufsschönheit, die schon für den Haargiganten Pantene und das italienische Label Fausto Puglisi Werbung machte, sehr bodenständig. Sie braucht zum Beispiel keine Make-up-Artisten, um sich zu schminken. “Ich bin eine Expertin, was das Schminken im Taxi betrifft. Beim Eyeliner lehnt man sich nach vorn, stützt sich dann mit dem Ellbogen ab, hält den Spiegel und mit der anderen hält man den Stift an der Wange. Wenn dann das Auto in ein Schlagloch fährt, bewegt sich der Eyeliner mit einem”, gab Amber Le Bon als Tipp. © Cover Media

Clare Waight Keller: Energieschub für Chloé

Bild von Chloé

Clare Waight Keller wollte mit einem neuen Fotografen für frischen Wind bei Chloé sorgen.

Die Kreativchefin engagiert sonst immer das Kultduo Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin, aber mit der aktuellen Frühjahrskampagne wollte sie einen neuen Weg und entschied sich für Theo Wenner:

“Die Kampagne war sehr spannend für mich, denn ich wollte ein neues Team kreieren und eine neue Energie mit Haaren, Make-up und Licht herstellen”, bemerkte die Designerin gegenüber ‘WWD’. “Theo ist ein Fotograf, mit dem ich schon ein paar Mal zusammengearbeitet habe, und ich schätze sein jugendliches Auge und seine spontanen Reaktionen während des Shootings.”

Wenner fotografierte Antonina Petkovic, Ilvie Wittek, Céline Bouly und Ari Westphal in Buenos Aires in flatternden bunten Kleidern. “Ich wollte dieses Gefühl von weit weg haben und wählte deshalb unbekannte Straßen von Buenos Aires. Es sollten neue Gesichter her und deshalb engagierten wir Céline, Ari, Antonina und Ilvie”, beschrieb Waight Keller den Gedanken hinter den Fotos. “Diese Kampagne zeigt die abenteuerlustige Seite des Chloé-Mädchens, freigeistig und impulsiv.”

Die Mode-Expertin nutzte das Interview auch, um ihren Geschlechtsgenossinnen Tipps zu geben: “Man muss als Frau zielstrebig sein. Richtig selbstbewusst, stark, mit eigener Meinung und sehr präzise. Man kann nicht emotional sein, wenn es um Geschäftsentscheidungen geht, das ist sehr wichtig. Aber man sollte gleichzeitig auch charmant und leidenschaftlich sein, denn wenn man an die Spitze kommen will, muss man das besondere Etwas haben, das die Leute anzieht”, philosophierte Clare Waight Keller im Gespräch mit ‘vogue.com.au’. © Cover Media

Suki Waterhouse: Das Äußere ist nicht so wichtig!

Bild von Suki Waterhouse

Suki Waterhouse (24) rät allen Frauen, sich nicht zu sehr wegen ihres Aussehens zu stressen.

Das Model ist zwar das Gesicht von Redken und ein Fan von Make-up und Haar-Stylings, dennoch räumt sie dem ganzen Beauty-Trubel nicht zu viel Aufmerksamkeit ein: “Weniger ist mehr. Sorgt euch weniger um euer Aussehen und konzentriert euch stattdessen mehr darauf, zu lesen, euch Dinge anzusehen und Leute kennenzulernen. Erlebt viel, damit ihr als Mensch erfüllt seid”, riet sie im ‘WWD’-Interview. “Findet heraus, wofür ihr einsteht und wer ihr seid. Alles andere ist nur Spaß, ein Extra.”

Als Topmodel muss Suki natürlich trotzdem sehr auf ihr Äußeres achten und dafür sorgen, dass ihre Haut immer gut aussieht. Dafür hat sie sich eine spezielle Pflegeroutine zurecht gelegt: “Zweimal pro Woche benutze ich eine Retinol-Creme, um Akne und Narben vorzubeugen und die Haut neu zu beleben und Vitamin-C-Serum ist mein Favorit. Das Beste benutze ich jede Nacht: Es heißt Healgel und ist meine Geheimwaffe”, verriet sie weiter.

Neben dieser Beauty-Routine setzt die Britin auf ein regelmäßiges Workout-Programm, das sich vor allem aus Yoga und Pilates zusammensetzt. Außerdem hat sie ihr Auto gegen ein Fahrrad eingetauscht und läuft viele Wege zu Fuß ? ein garantierter Stimmungsaufheller für das Model.

Suki Waterhouses Vorbilder sind Stars wie Angelina Jolie, Kate Moss, Brigitte Bardot, Audrey Hepburn und Jane Birkin. © Cover Media

Carolyn Murphy: Social Media ist eine Katastrophe!

Image carolyn-murphy-social-media-ist-eine-katastrophe-cmg25f32f7e-2377-4ea0-80a5-506ce5cb88f4.jpg

Bild von Carolyn Murphy

Carolyn Murphy (41) fürchtet, dass die Sozialen Medien eines Tages in einer Katastrophe enden.

Das Model feierte ihre größten Erfolge in den 90er Jahren und erinnert sich immer wieder gern an die Zeit zurück. Im Rückblick ist Carolyn froh, dass es damals Twitter, Facebook & Co. noch nicht gab. Tatsächlich kann der Fashion-Star die heutige Faszination mit Social Media nicht nachvollziehen und fürchtet sich vor den möglichen Folgen.

“Ich denke, dass wir nur auf die Katastrophe warten”, erklärte sie gegenüber ‘The Telegraph’. “Das hat so ein unechtes Element. Jeder, einschließlich mir selbst, kann bestimmen, was die Welt sehen soll. Das macht mich traurig. Nicht nur, dass wir daran glauben, sondern auch dass wir es für so wichtig halten. Es ist lächerlich, dass das Sammeln von Zahlen so viel Wichtigkeit für uns besitzt. Ich möchte keine Fotos von mir posten und dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen halte ich mich für eine private Person und zum anderen halte ich das für dumm. Es ist arrogant und eine ständige Werbung für sich selbst.”

Carolyn Murphy sorgt sich um die jungen Leute von heute, die viel zu viel Zeit mit ihren Handys verbringen und die Fähigkeit, eine Konversation zu führen, verloren hätten.

Auch die Fashion-Industrie hat laut dem Model eine schlechte Entwicklung genommen: Früher wurde die Vielfalt der Models gefeiert und es gab keine ideale Figur oder Haarfarbe – im Gegensatz zu heute. “Ich habe meine kompletten Augenbrauen gezupft oder mit Haarfarben experimentiert, so waren wir alle. Es gab damals nicht diese einheitlichen Frisuren der Sexbomben von Victoria’s Secret, wo alle gleich aussehen. Wir wurden für unsere Vielseitigkeit gefeiert. Wir waren einzigartige Individuen, ob das nun die Art war, wie wir uns kleideten, unsere Haare trugen, was wir hörten, wie wir uns verhielten – das war unvorhersehbar. Wir waren nicht ständig erreichbar. Jetzt ist alles eine Gemeinschaft, sehr gut durchdacht und geplant”, kritisierte Carolyn Murphy. © Cover Media