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Coco Rocha: Was ist schon eine Muse?

Das kanadische Model wurde 2002 bei einem irischen Tanzwettbewerb entdeckt und zierte seitdem zahlreiche Magazin-Cover und Modekampagnen und lief für Designer wie Marc Jacobs, Stella McCartney und Jean Paul Gaultier die Laufstege entlang.

Dank ihrer zarten Figur zählt Coco zu den Stars am Modehimmel und wird oft als Zac Posens Muse gehandelt. Für das Model selbst ist der Begriff Muse aber „nur ein Wort, so wie Supermodel“ und hat sich mittlerweile von seiner ursprünglichen Bedeutung entfernt.

Im Interview mit der Lifestyle-Webseite ‚The New Potato‘ erklärte Coco weiter, dass man lernen kann, eine Muse zu sein. „Das Model eines Designers zu sein bedeutet, die Frau zu interpretieren, an die sie verkaufen. Oder ihre Fantasiewelt zu verkörpern.“

Anschließend sprach Coco über ihre sehr schlanke Figur, für die sie auf Social Media oftmals kritisiert wird, und versicherte, dass sie ein sehr gesundes Leben führe – und ab und zu auch sündige: „Stellt euch vor, ich esse auch Hamburger, ich liebe Hamburger sogar“, erklärte sie und fügte hinzu, dass sie außerdem ein großer Fan von Pommes mit Ketchup sei.

 

Christy Turlington: Tolles Shooting mit Ehemann

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Bild von Christy Turlington

Christy Turlington (45) hätte ihre neue Calvin-Klein-Kampagne nicht mehr genießen können.

Als Eternity 1998 in die Parfümläden kam, posierte das Model bereits für die Werbekampagnen. 15 Jahre später ist die hübsche Amerikanerin erneut das Gesicht für den Duft. Zusammen mit ihrem sexy Schauspielehemann Ed Burns (46, ‘Ein riskanter Plan’) stand sie Modell für die heißen Aufnahmen, bei denen sie verführerisch in die Kamera blickend auf ihrem Partner am Strand liegt. “Wir machen immer wieder Scherze über das Shooting, es ist so viel einfacher so etwas mit einer Person zu machen, die man gut kennt und mit der man auch im wahren Leben intim ist. Andererseits ist es auch komisch, mit seinem richtigen Partner intim zu sein und so viele Leute um sich herum zu haben. Am Anfang kicherten wir ständig. Und nach dem ersten Tag sagte Ed zu mir, dass er froh sei, dass ich es nicht mit jemand anderem mache. Ich antwortete, dass ich es auch nicht mit jemand anderem machen würde. Normalerweise wird man bei diesem Kampagnen mit einer Person intim, aber wenn sie dann den Film wechseln müssen oder das Objektiv wechseln, dann ? ist das einfach ein peinlicher Moment”, berichtete sie im Interview mit ‘WWD’.

Die Aufnahmen werden ab dem kommenden Monat in Fashionmagazinen und im Fernsehen zu sehen sein und sind auch als Kampagne für den Duft Eternity Night gedacht. Turlington arbeitete schon viele Male mit dem Fotografenduo Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin zusammen, und auch diesmal schossen die beiden die Schwarzweißkampagne.

Das Model gründete die Stiftung ‘Every Mother Counts’, die Schwangerschaften und Geburten weltweit sicherer machen möchte. Im Zuge des Comebacks von Turlington zu dem Modehaus spendet Calvin Klein alle Gewinne des Verkaufs des 25. Jubiläumsduftes von Eternity an die Organisation. Der Star steckt all sein Herzblut in die Stiftung, die er nach einer schwierigen Geburt von Tochter Grace (10) ins Leben rief. “Ich hatte nicht vor, eine Stiftung zu gründen, aber bei Grace gab es Komplikationen. Ich war schockiert, als ich herausfand, dass Frauen im 21. Jahrhundert immer noch bei der Geburt sterben können”, erklärte Christy Turlington ihr Engagement. © Cover Media

Diesels Mega-Show zum Formichettis Einjährigem

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„Diese Kollektion ist wegweisend. Zum einen haben wir die für Diesel charakteristischen Kleidungsstücke, Themen und den Markenspirit neu interpretiert, haben danach gefragt, was wir im Grunde sind und wofür wir stehen; um dann zu sehen, wohin uns der Weg führen wird…“

Nicola Formichetti, Artistic Director Diesel

Modepilot-Diesel AW 2014-15006

Ich setze mal dieses Zitat an den Anfang des Posts zum Mega-Event in Venedig zur Diesel Kollektion Nr. 1 Herbst Winter 2014/2015 unter Nicola Formichetti, die Ende letzter Woche stattfand. Die Kollektion kreiste um Denim, Leder und Military und das Ganze wurde als Super-Show inszeniert. Ich weiß gar nicht, was hier eigentlich im Fokus (Mode oder Promis) stand und welche Bilder ich Euch zuerst zeigen soll.  Ach, ich fang mal mit den Promis an.

Dabei waren die üblichen Verdächtigen: Courtney, Anna Dello…, die Renzo-Rosso-Jungs und hübsche it-Girls. Klickt Euch einfach mal durch die Schönen und Berühmten dieser Diesel-Welt.

kyla la grange;nicola formichetti;felicity gilbert;amber le bon;renzo rosso
Modepilot-Diesel AW 2014-15009
felicity gilbert;kyla la grange;renzo rosso;amber le bon
anna dello russo;nicola formichetti
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renzo rosso;asia argento

Der Event wurde durch ein großangelegtes Twitter-Projekt begleitet, bei dem Franca Sozzani, Anna dello Russo, Joe Zee, Brooke Candy, Chiara Ferragni, Susie Bubble, Model Kiko Mizuhara und andere Mode-Editorialistas live twittern und Fragen beantworteten.

Kommen wir nun zur Mode. Diesel hat den Slogan: For sucessful living. Tja, in der augenblicklich angestrengten Lage der freien Journalisten sollte ich mir wohl mal eine Diesel-Jeans zulegen. Hoffentlich stellt sich dann der Erfolg bei mir ein ;-)

Bei Firmengründer Vorstandschef Renzo Rosso hat es ja schon geklappt: Er blickt auf 35 Jahre Erfolgeschichte bei Diesel zurück und sagte beim Event:

„Dies ist ein ganz besonderer Moment in der Geschichte von Diesel: 35 Jahre Alternative Spirit, viele Erfolge und eine Menge Spaß. Heute freue ich mich, das Erbe des Unternehmens, mein persönliches Know-how und Nicolas Visionen in der Gestaltung der Zukunft der Marke vereinen zu können. Diese Kollektion und der Showevent geben vor, wohin wir uns ab jetzt hinbewegen.“

Zum Einjährigen Firmenjubiläum (Wahnsinn, so was feiert man nun in der Branche, wo manche Designer es nicht schaffen, sich länger als eine Saison zu halten!) zeigte Formichetti eine Kollektion, die “in vielerlei Hinsicht zurückblickt und gleichzeitig nach vorne schaut, die ihre Wurzeln zwar in der Stadt Venedig, aber wie die Stadt und Diesel selbst eine grundsätzlich globale Ausrichtung hat”. Soweit der Pressetext. Und so sieht das nun aus:

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Das sind die von der Firma ausgewählten Key-Looks, die die Brandbreite zeigen zwischen Edel-Streetwear bis Military bis Aventgarde-Looks.  Die Kollektion und die Show bauen auf drei der zeitlosen „Diesel-Ikonen“ auf: Leder Rock ‘n’ Roll, Denim und Military-Utility.

„Mich hat immer die Mode der Straße interessiert, und genau dafür steht Diesel. Ich bin mit Diesel aufgewachsen“, sagt Nicola Formichetti. „Diese Kollektion ist wie eine Erinnerung an die Zeit, als ich als Stylist angefangen habe, als ich das erste Mal von Italien nach London gekommen bin:  Ich wollte dieses Gefühl einfangen, dieses Neunzigerjahre-Feeling, wo alles möglich schien, das Gefühl, als ich Diesel entdeckte. Es war Spaß, Fashion und Non-Fashion zugleich – es war jenseits von Mode.“

In jedem Showteil gab es einen Filmclip von Formichettis langjährigem Kooperationspartner, dem Fotografen und Digital-Pionier Nick Knight, zu sehen. Profi-Tänzer wie der Choreograf und frühere Principal des Royal Ballets Ivan Putrov spielten hier die Hauptrolle. Zudem gab es eine Live-Performance einer weiteren Formichetti-Kreativpartnerin, Brooke Candy. Mit der Präsentation ihrer neuesten Single Opulence übernahm Miss Candy vor dem Showfinale die Bühne.

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Fazit: Ich war ja nicht dabei, bin aber schon vom Lesen der Pressemitteilungen atemlos. Das scheint ein Riesenspektakel gewesen zu sein in Venedig. Was ich da als Keylooks sehe, ist aber eher ein Deja-Vu, naja, das soll es ja auch sein. Aus der Ferne kann ich sagen: Renzo x Nicolas sind Meister der Inszenierung und des Marketings und dafür gebührt ihnen meine Hochachtung. Sie wissen, wie es geht. Innovationen in der Mode braucht es daher vielleicht gar nicht. Ich sehe sie auf alle Fälle nicht bei den gezeigten Key-Looks. So bleibt am Ende eine ordentliche, kommerzielle Kollektion in den Läden, die einen großen Marketing-Mehrwert hat, der sich verkaufen wird. Und was will ein Modehersteller heute mehr?

Fotos: PR Diesel