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Alte Liebe rostet nicht – das It-Label Cult Gaia hat uns wieder um den Finger gewickelt

Das Wort Acryl lässt mein Herz für gewöhnlich nicht schneller schlagen. Ich denke zuerst an Nägel und dann an Baumarkt-Produkte. Ich sage aber „für gewöhnlich“, da es seit Frühsommer letzten Jahres eine Brand mit ihren Acryl- und Bambustaschen geschafft hat, nicht nur Instagram und Leandra Medine, sondern auch mich im Sturm zu erobern. Die Rede ist, ihr ahnt es vielleicht schon, von Cult Gaia. Das Label aus Los Angeles hat dabei keinen Quick-Start hingelegt. Designerin Jasmin Larian gründete Cult Gaia bereits im Jahre 2013 und war wahrscheinlich mindestens genau so überrascht über diesen plötzlichen Ruhm, wie wir. Tja, gut Ding will eben manchmal Weile haben.

Und schon wieder bin ich angefixt von den filigranen, luftigleichten Taschendesigns. Nachdem die Acrylic und Bamboo Ark auf Instagram rauf und runter gefeiert wurden, waren bei mir irgendwann die Schotten dicht und ich hatte mich schlicht satt gesehen an dem guten Stück. Mit der Tasche Lilleth hat es das Label aus L.A. nun aber erneut geschafft, dass ich die Finger permanent am „Kaufen”-Abzug habe und am liebsten alle Vernunft über Bord werfen würde.

Ist das noch eine Tasche, oder schon Kunst? Ich weiß es nicht zu beantworten. Klar ist nur, dass die Lilleth von Cult Gaia nicht nur unglaublich ästhetisch, sondern auch noch unglaublich praktisch ist. Flach zusammenfaltbar kommt sie mit auf jede Reise – sei es nun zum Strandurlaub oder einem Kurztrip in eine Metropole der Wahl. Sie bietet genug Platz für alle nötigen Kleinigkeiten des Alltags und hat gleichzeitig genau die richtige Größe, die Dinge auch alle auf Anhieb zu finden. Für jemanden wie mich, der auch in der kleinsten Tasche noch stundenlang das iPhone sucht, ein nicht zu vernachlässigender Pluspunkt.

The Pink Acrylic Lilleth. Inspired by Rose Quartz ✨

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Die etwas kleiner Acryl-Variante kommt in sechs Farben, die alle wirklich so schön sind, dass ich mich nicht entscheiden könnte. Vermutlich würde es bei einem kleinen Lottogewinn aber das mehrfarbige Modell werden. Der stolze Preis von rund 325 Euro und die Tatsache, dass ich in den nächsten drei Monaten mit Sicherheit keinen Sand unter meinen nackten Füßen spüren werde, halten mich bisher vom Kauf ab. Vielleicht werde ich anlässlich der Fashion Week Berlin, die in fast zwei Wochen schon wieder los geht, aber dennoch schwach. Denn die Lilleth kommt, wie auch die Ark, auch in zwei Bambusvarianten, die nicht nur größer, sondern auch noch günstiger sind, als die Acrylmodelle, ha!

Mensch, Cult Gaia, werde ich nach fast einem dreiviertel Jahr also doch noch schwach? Es wäre verdient, schließlich schafft es nicht jedes Label, nach einem solchen Hype noch mal eine Schippe drauf zu legen. Bei Musikern ist es das berühmte zweite Album nach der Nummer Eins Platte, bei Brands ist es eben die zweite Kollektion oder das neue It-Piece mit einem wieder einmal bahnbrechendem Design.

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Hut Ab, Cult Gaia, du hast uns wieder komplett verzaubert! Kleiner Tipp: im hauseigenen Onlineshop sind die Taschen am günstigsten ?

Bilder im Header via Cult Gaia und Cult Gaia Instagram

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Au revoir 2017, welcome 2018: Aris persönlicher Jahresrückblick und Vorschau

In diesem Jahr darf ich erstmals bei unserem Jahresrückblick den Anfang machen. Es fiel mir gar nicht so einfach, das Jahr Revue passieren zu lassen – vor allem, weil einiges nicht ganz nach Plan gelaufen ist. Sehr viele Momente aus 2017 möchte ich aber nicht missen und würde sie am liebsten für immer festhalten und von vorne abspielen können.

2017 war ein sehr ereignisreiches Jahr. Was waren deine persönlichen Highlights?

Es war wirklich sehr ereignisreich, wenn auch leider getrübt von traurigen Momenten, die auch nach einem halben Jahr noch schmerzen. Die besten Momente hatten meine kleine Familie und ich auf unserer zweimonatigen Reise durch Kalifornien. Wir waren durchweg glücklich, gesund und konnten ganz unbeschwert diese intensive, gemeinsame Zeit leben. Mit diesem Trip haben mein Mann und ich uns einen Lebenstraum erfüllt und ich vermisse seitdem nicht nur laid back LA oder die klare kalte Luft am Lake Tahoe, sondern auch das unbeschreibliche, warme Glücksgefühl, das uns auf der Reise begleitet hat. Es fühlte sich alles perfekt und ein bisschen so an, als könnten wir dort alles im Leben erreichen und für immer zufrieden sein. Mit unserer Rückkehr nach Berlin hat sich der Traum, längere Zeit in Kalifornien zu leben, intensiviert. Ob wir das noch mal schaffen? Wir wissen es nicht. Aber träumen darf man ja.

Was hast du aus dem vergangenen Jahr gelernt?

Ich wusste es eigentlich schon immer: Es kommt im Leben immer anders, als man denkt. Man kann für eine Zeit lang der glücklichste Mensch auf Erden, und schon im nächsten Moment der traurigste sein. Ich habe durch dieses turbulente Jahr einiges neues über mich selbst erfahren.

Hast du alle Vorsätze, die du dir genommen hast, auch umsetzen können?

Ich hatte in diesem Jahr fast gar keine Vorsätze, denn ich war froh, dass ich meinen Alltag mit Baby, Kleinkind, Ehemann und Job einigermaßen geschaukelt bekommen habe. Ich hätte mir gewünscht, einige Sachen noch besser oder schneller zu erledigen. Aber es hat leider oft nicht geklappt und zu hausgemachtem Stress geführt. Im nächsten Jahr möchte ich etwas netter zu mir sein, wieder selbstbewusster werden, mir Fehler verzeihen und insgesamt mehr auf meinen Bauch hören.

Welche Reisen planst du im kommenden Jahr?

Wir haben noch nichts Konkretes geplant, aber wir würden sehr gerne wieder an unseren Roadtrip durch Kalifornien anknüpfen. Da gibt es noch so viel zu sehen. Und unsere große Tochter fragt auch ständig, wann wir wieder hinfliegen.

Was war DIE modische Neuentdeckung von 2017?

Ich habe in diesem Jahr vor allem auf unserer Reise durch Cali geshoppt. Die vielen kleinen Boutiquen, Flohmärkte und Vintageläden, die es in dieser Art hierzulande nicht gibt, haben mich total inspiriert und zum Shoppen verleitet. Eines meiner Lieblingsteile und vielleicht auch das ungewöhnlichste bisher für meine Garderobe, ist der “Painter” Jumpsuit aus Leinen vom LA-Label Black Crane und die grünen Flats von Charlotte Stone.

Ohne welches Beauty Produkt konntest du in diesem Jahr nicht leben?

Ich bin immer noch schwer verliebt in das H2o Tan Spray von James Read, das nach nur zwei Anwendungen bereits einen sonnengeküssten Look zum Vorschein bringt. So habe ich auch im Winter einen gesünderen Teint und die Anwendung ist so einfach wie bei einem Thermalspray. Noch mehr Lieblinge findet ihr in meinen Artikeln und eine kleine Auswahl hier:

Welches war dein Lieblingsbild auf Journelles und dein Journelles-Instagram-Highlight?

Ich mag unser Gruppenfoto aus dem Frühjahr. Erste warme Sonnenstrahlen und gute Vibes im Team Journelles.

Neues Jahr, neues Glück! Mit welchem Look feierst du in das neue Jahr 2018?

Ich bin leider bei Silvestersausen total raus – denn mit kleinen Kindern in der großen Stadt macht das Geböllere oft keinen Spaß. Hoffentlich fällt uns diesmal etwas früher eine Alternative ein. Ich hätte Lust auf ein entspanntes Wochenende mit Freunden und deren Kindern in einem gemütlichen Haus im Umland. Zum Essen würde ich mich dann trotzdem etwas schick machen.

Was sind deine Vorsätze für das neue Jahr?

Ich hätte gerne wieder eine richtige Sportroutine, dafür muss ich aber noch meinen inneren Schweinehund besiegen. Vielleicht schließe ich mich im neuen Jahr ein paar Frauen an, denen es ähnlich geht. Hände hoch!

Und ein Gedanke, den ich schone eine ganze Weile habe: ich würde mich neben regelmäßigem Spenden auch sehr gerne sozial engagieren. Es gibt so unendlich viele Projekte, die man mit guten Taten unterstützen kann. Was genau, überlege ich mir dann über die hoffentlich entspannten Feiertage.

Welches sind deine Songs von 2017?

Ein bunter Mix aus Pop, Hip Hop und Klassikern. Jedes Lied erinnert mich an eine Station aus 2017. Sei es der Roadtrip durch Kalifornien oder die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr.

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Über die Supermodel-Mafia und Female Empowerment – Im Interview mit Topmodel Toni Garrn

Supermodel-Mafia. Zu der gehört Toni Garrn. Ob ich mir diesen Begriff ausgedacht habe? Keinesfalls. Diese Riege gibt es wirklich. Sie ist geheim. Exklusiv. Und voll von internationalen Supermodels. Der Sinn und Zweck dieser Gemeinschaft? Female Empowerment. Und das steht nicht nur abgewandelt auf dem T-Shirt, was Toni Garrn trägt, als ich sie gestern zum Interview im Berliner Pop-up Shop von Vestiaire Collective treffe, nein, es ist ihr ernst mit dieser Botschaft – und ihrer Mafia-Gruppe, in der sich Models auf Whatsapp austauschen, ihre Probleme teilen und ihre Kolleginnen auf Charity-Aktionen aufmerksam machen.

Denn seit 2014 ist sie Global Ambassador der Plan’s International’s Because I am A Girl Kampagne und gründet ihre eigene Toni Garrn Foundation. Damit unterstützt sie die Bildung von Mädchen und Frauen in Afrika, genauer gesagt in Simbabwe und arbeitet auf eine Zukunft hin, in der Kinder, besonders Mädchen, ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Was die Foundation dafür tut: Sie baut Schulwohnheime für Mädchen, um die Distanz zwischen Schule und Zuhause zu vermindern, baut Girls-Only-Badezimmer, denn oft wird den Mädchen während der Periode verboten zur Schule zu gehen und vermittelt den Girls auch psychischen Support in Form von Treffen mit ausgebildeten Gesprächspartnern, die ihnen neue Ideale in Sachen Gleichberechtigung lehrt.

Deine Organisation setzt sich für die Bildung von Mädchen in Afrika ein. Wieso liegt dir dieses Thema so sehr am Herzen?

Das kam durch meine Reisen nach Afrika. Mir ist dort sehr schnell aufgefallen, dass Frauen dort nicht gleichberechtigt sind und kein Recht auf Bildung haben. Es ist erschreckend zu sehen, wie viel mehr Arbeit und wie viel weniger Rechte Frauen und Mädchen dort haben. Ich liebe den Kontinent und kann einfach nicht weg schauen.

Hast du eine persönliche Geschichte, die dich vor Ort besonders berührt hat?

Viele. Aber eine ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Als ich vor circa vier Jahren in Burkina Faso war, einem westafrikanischen und überwiegend muslimischen Land, habe ich dort ein junges Mädchen in einer Mädchenschule kennengelernt. Sie hat mich damals zur Seite genommen, mit 15 Jahren, und ich konnte sie kaum verstehen, weil sie Französisch gesprochen hat. Sie brauchte damals dringend Hilfe, weil sie eines Tages nach der Schule nach Hause kam und von ihrem Vater mit Pfeil und Bogen angegriffen wurde. Weil er nicht wollte, dass sie weiterhin zur Schule geht. Als sie im Krankenhaus aufwachte, sagte ihr Mutter zu ihr, dass sie nicht mehr nach Hause kommen soll. Sie war dort nicht mehr willkommen.

Das Recht auf Bildung ist für Frauen in Afrika einfach keine Selbstverständlichkeit. Die Dörfer, die Regierung, die Tradition, die Kultur – sie alle verstehen nicht, warum Frauen zur Schule gehen sollten, wenn sie später sowieso verheiratet werden und Kinder bekommen. Es erscheint ihnen viel logischer und finanziell sinnvoller, wenn die Frau bei der Familie bleibt. Aber die Mädchen, die ich kennengelernt habe, möchten ausgebildet werden und lernen. Sie wollen mehr vom Leben als mit 15 Jahren verheiratet zu werden, Kinder zu bekommen und den Kreislauf fortzusetzen.

Wie überprüfst du die Fortschritte deiner Organisation?

Ich fahre selbst regelmäßig nach Afrika, schaue wo Bedarf ist, entscheide mich für Projekte und überprüfe dann auch die Umsetzung. Das Ganze gemeinsam mit Plan International, die auch Leute vor Ort haben.

Doch anstatt ferne Charity-Events zu veranstalten, bei denen reiche Leute Teile ihres Vermögens spenden, hat sich Toni Garrn, bodenständig wie sie als Hamburger Mädchen ist, eine andere Möglichkeit überlegt, wie sie möglichst viel Geld für den guten Zweck sammeln kann: den guten, alten Flohmarkt.

Schon seit mehreren Jahren veranstaltet sie in New York ihren berühmten Charity-Flohmarkt, bei dem sie zusammen mit Model-Kolleginnen ihre Kleidung spendet. Denn ein Problem, was man als internationales Supermodel zu haben scheint ist: Klamotten in Massen. Und die sollen nicht im Schrank einstauben, sondern für etwas Gutes sorgen.

Schön für diejenigen, die in den letzten Jahren das Glück hatten, in New York zu sein. Pech für alle die, die in Europa nichts von der Modelmode abbekamen. Mehr Kunden, mehr Geld, mehr Bildung – das wurde auch Toni Garrn schnell klar und so war es ein logischer Schritt, dass sie ihren Charity-Flohmarkt auf eine internationale Ebene ausweitete und sich mit Vestiaire Collective zusammentat. Jetzt kann jeder die Kleidung online kaufen und seit heute auch in drei Offline-Pop-up-Shops in ganz Europa.

Wie bist du auf die Idee mit dem Charity-Flohmarkt gekommen?

Ich hatte viel zu viele Klamotten und habe einfach mal aussortiert. Meine ganzen Freundinnen ging es genauso. Zum selben Zeitpunkt wollte ich Gelder für meine Foundation sammeln. Also stellte ich mir die Frage: Wieso verkaufe ich meine Sachen nicht einfach? Es fing ganz klein an: Ich habe alles selbst gefaltet, gebügelt, Kleiderständer aufgebaut und meine Mutter ist extra eingeflogen zum Helfen. Meine Agentin ist dann noch dazu gekommen und zusammen haben wir dann tagelang Preise gegoogelt: Was kostet eine alte Fendi-Tasche? Wir haben alles selbst organisiert, um ein bisschen Geld einzunehmen. Im ersten Jahr haben wir ca 20.000 Dollar eingenommen, im zweiten Jahr dann schon um die 50.000 Dollar – die Leute fanden die Klamotten cool und Models haben nunmal viel davon. Eine Win-Win-Situation. Jetzt haben wir uns mit Vestiaire Collective einen Partner gesucht, der den Flohmarkt nach Europa bringt und sich um die Logistik kümmert.

Wie kann man sich das Aussortieren vorstellen? Du und deine Modelkolleginnen zusammen vor dem Kleiderschrank?

So ähnlich. Um die Top-Teile von bekannten Namen zu bekommen, muss ich fast alle selbst ansprechen. Ich sage meinen Mädels: Haltet das zurück oder schickt es mir. Am Anfang habe ich dann noch alles in meiner Wohnung gesammelt und weggepackt. Jetzt hilft mir aber wie gesagt Vestiaire Collective mit der Logistik. Wir sammeln alles in London, von dort werden die Teile nach Berlin und Paris versendet. Und dank Vestiaire Collective, findet der Sale ja nun zum ersten Mal auch online statt.

Gibt es denn ein Kleidungsstück, was du niemals hergeben würdest?

Meine Jacke, die ich heute trage. Eine alte Unisex Levi’s Jacke mit ganz vielen Zippern. Ich hatte schon Angst, dass sie aus Versehen hier zwischen den gespendeten Sachen landet! Das wäre gar nicht lustig!

Welches ist dein Lieblingsteil aus dem Charity Sale?

Mein rotes Kleid, das vorne im Schaufenster hängt. Das hatte ich so oft an. Ich war damit auf Geburtstagen, Hochzeiten – damit verbinde ich so viele Geschichten. 700 Euro hat es gekostet und es ist schon verkauft. Damit können wir so vielen Mädchen ein Jahr Schule finanzieren. Das macht mich so glücklich.

Warum sollte man unbedingt im Pop-up-Shop vorbeischauen, wenn es auch online viele Teile gibt?

Es sind nur 100 Kleidungsstücke online, insgesamt haben wir aber über 2000 gesammelt. Ich bin vorhin schon hier im Store herumgelaufen und habe mich gefragt: Wo sind meine Taschen? Und meine Lederjacken? Die haben wir hinten versteckt und jeden Tag werden neue Sachen herausgehangen zum Verkauf. Für die nächsten zwei Städte haben wir auch noch viele tolle Teile in petto. Es lohnt sich also, jeden Tag vorbeizuschauen!

Vielen Dank für das Interview, liebe Toni!

Supermodel Charity Sale

Appel Design Gallery

Torstraße 114

Freitag + Samstag: 10:00 – 19:30

Fotos: Toni Garrn x Vestiaire Collective – Fotograf Giles Bensimon

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Journelles Special: Tines Lieblinge im Herbst 2017

In meiner Kindheit dauerten die Sommerferien immer eine gefühlte Ewigkeit. Umso entsetzter stelle ich gerade fest, dass nicht nur der Herbst bereits Einzug gehalten hat, sondern bereits in knapp zwei Monaten schon wieder Weihnachten ist. Alter!

Deshalb hier jetzt schnell mein Herbst-Special nachdem Marie und Marlene, bevor der auch schon wieder vorbei ist.

Sommerdepression oder Herbstlaune – Wie stehst du zum Herbst?

Das Ende des Sommers stimmt mich jedes Jahr immer ein wenig melancholisch. Wenn ich die Herbst Specials von den Mädels im Berliner Office so lese, bekomme ich fast ein bisschen Mitleid – bei uns in der Schweiz war der Sommer dieses Jahr nämlich knackig heiss! (Kommt mich doch nächsten Sommer einfach alle mal besuchen!) Ich habe unzählige faule Stunden im und auf dem Wasser verbracht, Grillparties und Sonnenuntergänge gefeiert und jetzt ist schon wieder alles vorbei und ich muss die schöne Sommerbräune wieder unter dicken Kleidungsschichten verstecken. Nein, der Herbst und ich, wir werden einfach keine Freunde.

Was im Herbst allerdings richtig gut geht: Wandern. Die Luft ist frisch und klar, die Bäume leuchten in allen Farben und auch wenns steil bergauf geht, kommt man nicht mehr sofort ins Schwitzen.

In welche Key-Pieces möchtest du diesen Herbst noch investieren?

In den rosa-schwarz gestreiften Truman Coat mit Rüschenkragen meines Lieblingslabels Roseanna, eine Wide Leg Jeans wie die von Raey, einen Pulli mit Glockenärmeln wie den von Weekday und die Bluse mit Blümchen von Alexa Chung.

Was hast du dir denn schon für die neue Saison gekauft?

Den wunderschönen Faucher Pullover in hellblaugrau von Ganni! Irgendwie fühle ich mich immer wenn ich ihn trage wie dieses eine Tier aus der Sesamstrasse, dessen Name mir gerade nicht einfällt. Denn er ist wirklich monströs voluminös. Aber sehr, sehr kuschelig.

There’s no business like shoe business – Auf welche Schuhe setzt du in der Übergangszeit?

Auf jeden Fall Slipper mit „collapsible heel“ – wie übersetzt man das nur? Eben diese Schuhe mit dem Espadrilles-Phänomen (man ist zu faul, richtig reinzuschlüpfen und tritt stattdessen einfach die Ferse runter). Ist jetzt endlich mal salonfähig! Besonders schön finde ich die Slipper von Isabel Marant oder von Bally.

Für welche Tasche fütterst du gerade das Sparschwein?

Ich kann mich nicht so richtig entscheiden zwischen zwei Modellen: der Oversized Curb-Chain Leather Bag von Marques’Almeida (und vor allem welche Farbe?) und ausserdem gefallen mir momentan runde Taschen richtig gut, z.b. die von Mansur Gavriel oder die von PB0110.

Neu entdeckt habe ich…

Bei der Recherche für mein Blog Inattendu bin ich auf diese beiden skandinavischen Onlineshops für Wohnaccessoires gestossen. Odem Atelier mit einzigartigen Deko-Objekten, vor allem den Schalen aus versteinertem Holz und den Shop Apartment Stories mit wunderschönen „Floating Mineral Stones“ und Briefbeschwerern aus Mineralien.

Deine Playlist für gemütliche Stunden?

Jetzt reichts dann aber mal mit der Gemütlichkeit und all dem Herbst-Mimimi! 😉 Gute Laune macht mir die Miike Snow „Animal“-Cover-Version der chilenischen Band Boraj. Der Akzent mit dem der Sänger das Wort „Animal“ singt… ayayay!

Es wird kalt draussen und umso wärmer müssen die eigenen vier Wände sein. Was willst du in Sachen Interior bei dir verändern?

Wenn es draussen so richtig grau und kalt ist, ist das Bett natürlich der beste Ort. Zeit, in ein neues zu investieren! Da kommt das neue anpassbare Bett von Muun x New Tendency genau zur richtigen Zeit!

Das schlichte, modulare Bett mit federleichtem Aluminiumrahmen gibt es in drei verschiedenen Farben: weiss, anthrazit und rosé(!). Wer möchte, kann optional dazu ein Kopfteil auswählen und wer gerne höher schläft, wählt zusätzlich die Boxspring-Option. Besonders clever: man kann die Beine umdrehen und somit die Einlasstiefe an jede Matratze anpassen.

Auf welche Serie freust du dich am Abend?

Ich hatte in den letzten Monaten kaum Zeit für Netflix (der Sommer war schuld), aber auf die 2. Staffel von Stranger Things freue ich mich umso mehr. Nach der grandiosen 1. Staffel sind meine Erwartungen jedenfalls hoch.

Chai Latte, Kürbissuppe oder Cinnamon Bun – Wie sieht der Herbst bei dir kulinarisch aus?

Das wiederum ist toll am Herbst – endlich hat man wieder Appetit auf Käsefondue, Kaiserschmarrn und Co.!

What keeps me going #ahsoanscheanakaiserschmarrn #südtirol #bozen

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Bei welchem Beauty-Produkt hast du zuletzt tiefer in die Tasche gegriffen?

Gerade wenn die Haut durch die trockene Heizungsluft wieder trockener wird, verwende ich gerne Gesichtsmasken, am liebsten die Hyaluronmaske von Magicstripes. Damit die ganzen Wirkstoffe aber auch richtig gut einziehen können, bereite ich die Haut mit einem Peeling vor. Für meine trockene Haut sind die meisten Peelings allerdings zu aggressiv, deshalb schwöre ich auf das sanfte Enzympeeling von Sensai! Das Silk Peeling Powder ist wirklich der Knaller, einfach ein bisschen Puder mit Wasser in den Handflächen aufschäumen und die Enzyme befreien die Haut von Hornschüppchen und hinterlassen sie ganz glatt und strahlend. Das mache ich ungefähr einmal die Woche (man kann es aber auch häufiger verwenden) und obwohl das Puder kein Schnäppchen ist, hält es relativ lange.

Trockene Heizungsluft, trockene Hände? Welche Handcreme hilft dir am besten?

Die intensive Grown Alchemist Handcreme mit persischer Rose und Arganöl duftet nicht nur herrlich, sondern pflegt trockene Hände, ohne diesen fettigen Film zu hinterlassen.


Welche Reisen und Wochenendtrips stehen bei dir im Herbst an?

Ich bin gerade erst aus Tel Aviv zurück (ein Travelguide folgt übrigens bald auf meinem Blog Inattendu!) und dann waren wir noch für ein paar Tage in Südtirol zum Wandern, deshalb ist jetzt erstmal wieder Arbeit angesagt.

Aber im November steht wieder das alljährliche Wellnesswochenende im Hotel Hubertus mit meinen Mädels an, das sich in den letzten Jahren zur Tradition entwickelt hat.

🇮🇱 Shalom! #telaviv #israel #telavivbeach #inattendutravels #tlv #densommerverlängern

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Spa uniform 😂 #mygirls #crewlove #hotelhubertus #whitelinehotels

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London calling: Die Tour durch das ASOS Headquarter mit allen Beauty-Facts

Die Bandbreite der Themen diese Woche ist recht groß: Gerade erst habe ich einen Labelwatch mit den 10 coolsten Fair Fashion Brands geschrieben und nun dieses Schmankerl: eine Tour durch das riesige ASOS Headquarter in London.

Das hatte ich aufgrund einer Pressereise im Juni besucht und eine Rundum-Führung bekommen. Und weil es mich so beeindruckt hat, dachte ich, ich nehme euch mal mit auf eine kleine, aber beeindruckende Reise der Fakten, Zahlen und Infos rund um den Onlineshop, wegen dem der Paketbote sicher ein Mal die Woche im Journelles Office klingelt – unsere Nachbarn sind dem Shop nämlich auch verfallen, wer kann es ihnen verdenken…

Damit sind sie allerdings nicht alleine, sondern gehören zu über 127 Millionen aktiven Nutzern, also Menschen, die in den letzten 12 Monaten bei dem Onlineshop einkauften. Ob Schuhe, Strumpfhose, Jacke, Uhr oder seit neuestem Beauty-Produkte – bei über 85.000 Produkten wird einfach jeder fündig – und ich meine, bei meiner Tour gehört zu haben, dass jeden Tag über 8000 neue Produkte online gehen: ein Wahnsinn, oder?

Generell war der Besuch im ASOS Headquarter eine Reizüberflutung. Lange Gänge, die voll mit Kleiderstangen und Millionen von Kleidern sind, überall laufen Models herum, die Fotostudios reihen sich Tür an Tür, in jedem wird wie wild fotografiert und die langen Flure mit Produktion, Research, Studios, Computern und Kleidung nehmen kein Ende. Es herrscht ein wirres Gewusel, tausend Leute drängeln sich an einem vorbei – überall steht man einfach im Weg. Die Logistik, die hinter so einem großen Onlineshop steht, ist einfach unbegreiflich – jeder Schritt ist durchgeplant und nichts dem Zufall überlassen. Allein die Mensa gleicht am Mittag einem Bienenstock im Höchstbetrieb.

Meine Mode-Favoriten

ASOS Beauty

Eine Welt, der sich ASOS nun mit einer ganz neuen Euphorie widmet: Beauty. Früher bestellte man vor allem wegen der günstigen Mode, den schnellen Trends und der einfachen Lieferung, heute kann ASOS neben den altbekannten Beauty-Onlineshops wie Net-A-Porter, Niche Beauty und Ludwig Beck sehr gut mithalten. Das Geheimnis? Schnelligkeit und gute Labels! So war ASOS zum Beispiel einer der ersten Onlineshops, die Ouai, die Haarlinie der Stylistin Jen Atkins, die unter anderem die Kardashians föhnt und toupiert, im Programm hatte. Genauso kann man Yes to, eine britische Kosmetikfirma mit relativ guten Inhaltsstoffen, oder DAS gehypte Beauty-Label The Ordinary dort bestellen.

Ein weiterer Vorteil, den die ASOS Beauty-Seite bietet? Swatches! Im Gegensatz zu vielen anderen Kosmetikshops sieht man die Textur dort auch aufgetragen auf der Haut, auch die Produktbeschreibungen sind kurz und sehr informativ. Mein absoluter Heiliger Gral: die Bourjois Rouge Edition Velvet Lippenstifte – kein anderer hält so bombenfest!

Hier kommen die Zahlen, die mich am meisten beeindruckt haben:

  • ASOS hat mittlerweile acht eigenständige Onlineshops in diesen Ländern: Großbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Australien und Russland
  • An einem Tag sind knapp 14,1 Millionen Besucher auf der Website
  • Die Beauty-Sektion startete schon 2004
  • Im HQ werden monatlich über 160 Beauty Produkte pro Monat fotografiert
  • Worte, die am meisten auf der Website benutzt werden, um Beauty-Produkte zu beschreiben: rein, natürlich, luftig, weich, gebräunt, warm
  • Das Make-up-Team lackiert pro Tag 95 Modelfingernägel
  • Die meistverkauften Haarprodukte sind Hitzeschutz und Trockenshampoo

Alle meine Favoriten in der Übersicht

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Office Gear: Team Journelles wears #24

Da sind wir wieder! Jessie ist immer noch im Urlaub und beglückt uns mit den schönsten Fotos der Welt, Ari war auf Heimaturlaub und Marlene, Yildiz und ich halten in Berlin in unserem Office die Stellung. Quality-Time zu Dritt ist angesagt und das sieht man auch unseren Outfits an – ein Mix aus Business und Casual, neben hunderten von Emails wird geeister Kaffee getrunken, über das Wochenende gesprochen und neue Themen gebrainstormt! Die neue Woche kann kommen!

Marie

Ich glaube, in einem anderen Leben hätte ich Wetter-Moderatorin werden sollen, denn nichts fällt mir so leicht, wie eine Runde über Regen, Kälte und fehlende Sonne zu meckern. Nicht nur stimmungstechnisch, auch vor dem Kleiderschrank stellt mich der momentane ständige Umschwung vor Herausforderungen: mein Retter ist der Blazer. Sieht angezogen aus, hält warm und ist schnell ausgezogen, wenn die nächste Hitzewelle vor der Tür steht. Dazu eine Vintage-Jeans (bei Yildiz Text erfahrt ihr mehr) und Slingbacks – et voilá!

Blazer: Zara, T-Shirt: Zara, Hose: Vintage Levi’s, Tasche: Proenza Schouler (ähnliches Modell), Schuhe: Aeyde

Marlene

Ein Blick in meinen Kleiderschrank und man könnte meinen ich wohne an der französischen Riviera. Ha, schön wärs!

Meine Mama verstaut gerade ihren gesamten Haushalt in Kisten, um demnächst auf ihrer kleinen persönlichen Farm einzuziehen. Klar, dass ich mir da ein paar alte Schätze, wie die Leinenbluse und Tasche aus ihrem Kleiderschrank bei einem Besuch in der Heimat gefischt habe. Kurz eine kleine Träne im alten Kinderzimmer verdrückt, um mich dann zurück in Berlin mit ein paar weiteren Sale-Pieces zu trösten.

Von den Mules habe ich schon in meinem Sommer Special berichtet und der Rock sieht nicht nur wie ein Frottee-Handtuch-Lookalike aus, sondern ist auch mindestens genau so gemütlich. Sommer, bitte bleib noch ein bisschen..

Bluse: Secondhand (ähnlich hier), Rock: Mango (ähnlich hier), Schuhe: Camper, Tasche: Secondhand (ähnlich hier)

Yildiz

Vor ein paar Wochen waren Marie und ich bereits auf der Pirsch, um die perfekte Vintage-Levi’s Jeans zu finden. Wahnsinn, dass man fast einen ganzen Tag damit verbringen könnte, das richtige Modell zu finden. Wobei wir beide vermutlich Wochen dafür unterwegs sein könnten – die perfekte Jeans stellt sich schon fast als eine eigene Wissenschaft heraus.

Eine Leserin hatte uns damals Neuzwei in Neukölln empfohlen – ein süßer kleiner Laden in der Weserstraße, in dem die Besitzerin ausschließlich ausgewählte Secondhand-Kleidungsstücke verkauft. Die Farben eher gedeckt, klassische Pieces stehen im Vordergrund – voll mein Ding! Augen offen halten, man kann auch mal auf eine Vintage Jil Sander Leinenhose stoßen! Oder eben auf DIE endlich gut sitzende Vintage-Jeans. Mein Modell ist zwar nicht von Levi’s, aber wie gut sitzen eigentlich die alten Clavin Klein Jeans? Damals war ich noch ein wenig skeptisch wegen der hellen Waschung, über die Wochen hinweg konnte ich sie aber nicht vergessen und habe letztendlich letztes Wochenende zugeschlagen.

Marie ist übrigens bei Mankii Vintage fündig geworden! Wessen Suche also noch kein Ende genommen hat, dem können wir die beiden Shops wärmstens empfehlen.

Oberteil: Ganni (ähnlich hier), Jeans: Calvin Klein (ähnlich hier), Schuhe: Asos (ähnlich hier), Tasche: Vintage (ähnlich hier), Sonnenbrille: Dior (ähnlich hier)

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