Category Archives: Entscheidung

Daisy Lowe: Kein Schlaf, kein gutes Outfit

Das Model ist regelmäßig Gast bei den verschiedensten Festivals, gerne besucht sie auch das Glastonbury-Festival, das am Freitag [24. Juni] beginnt. In ihrer Garderobe findet sich alles, von Showgirl-Teilen aus den 20ern bis hin zum „Drew-Barrymore-90s-Grunge“ ist alles dabei. Wenn eine weiß, was man auf einem Musikfestival zu tragen hat dann Daisy, doch Schlafmangel führt auch bei ihr zu kleinen Modesünden.

„Vor acht Jahren trug ich diese Hose im Wet-Look mit einem blauen ‚Der weiße Hai‘-T-Shirt mit türkisen Sonnenbrillen“, erzählte sie ‚byrdie.co.uk‘. „Ich liebe diese Hosen, aber ich hätte sie nicht mit diesem Top kombinieren sollen. Ich teilte mir ein Zelt mit zu vielen Freunden …“ Zu lange wach und zu wenig Schlaf waren das Resultat. „Ich treffe wirklich schlechte Entscheidungen, wenn ich müde bin!“

Glücklicherweise ist das ja nicht immer so und deswegen kann das Model auch einige hilfreiche Tipps für Festival-Outfits geben. Blumenschmuck fürs Haar und „fließende Hippie-Röcke“, wie sie in Woodstock Pflicht waren, gehören zu ihren Must-haves. Aber auch feenhafte Looks trägt sie gerne. Den krönenden Abschluss bilden bei ihr starkes Make-up und sogar Gesichtsbemalungen. Mit den Tipps von Daisy Lowe sind wir also bestens gewappnet für die Festivals dieses Sommers

Kate Moss: Bildercollage für Adidas

Bild von Kate Moss

Kate Moss (42) und Adidas machen bei der Neuauflage des Gazelle-Sneakers gemeinsame Sache.

Das britische Supermodel und der deutsche Sportartikelgigant nahmen dazu den Digital-Künstler Doug Abraham mit ins Boot, der aus alten Archiv-Bildern von Kate aus dem Jahre 1993 eine neue Kampagne gestaltete. „Wie der Gazelle-Schuh ist Kate Moss 2016 einfach so relevant, wie sie es in den 1990ern war. Darum funktioniert das Bild so gut“, erzählte Gary Aspden, Markenberater von Adidas, ‚Business of Fashion‘. „Kate erzählte mir Anfang des Jahres, dass sie bei Turnschuhen schon immer ein ‚Adidas Girl‘ war. So gab es eine Anziehung und eine schon vorhandene Synergie.“

Nic Galway, Vizepräsident von Adidas Originals, hofft dabei auf einen genauso großen Erfolg wie bei dem Re-Launch des Stan Smith und des Superstar-Sneakers. Der originale Gazelle sei sehr schmal und europäisch gewesen, 1993 war er ein wenig klotziger und „wirklich kultig“. Der Gazelle kam nämlich bereits in den 1960ern auf den Markt und hat über die Jahre so einige Stilrichtungen beeinflusst, in Britpop bis Grunge hat der Schuh Kultstatus.

Adidas liebt dabei den Weg, wie jede Generation den Gazelle zu ihrem eigenen macht. Die Kampagne soll dabei nicht eine traditionelle Werbung bedienen, sondern eher einen eigenen Content kreieren und in der Kultur selbst arbeiten.

„Wir hatten immer schon eine natürliche Verbindung zur Kultur. Wir haben nie geplant, dass so viele Leute unsere Sneakers tragen, aber wer auch immer unsere Produkte trug – es war immer ihre eigene Entscheidung. Wir sagen den Leuten nicht, wie sie etwas tragen sollen. Die Kultur entscheidet, wie es sein soll.“ © Cover Media

Anna Wintour: Authentizität ist alles

Bild von Anna Wintour

Anna Wintour (66) weiß genau, wie wichtig es ist, dass die ‚Vogue‘-Leser sich mit den Inhalten identifizieren können.

Seit 1988 ist die Modeikone nun schon Chefredakteurin des Magazins und hat ihm zu völlig neuen Höhen verholfen. Während vor ihrer Zeit nur Supermodels die Titelbilder der Modebibel zierten, holt Anna inzwischen gern auch Celebritys aufs Cover, was sich als weise Entscheidung herausstellte. Damit sprach ‚Vogue‘ nämlich schnell ein größeres Publikum an. Wichtig ist dabei aber auch die richtige Wahl der Prominenten.

„Wir leben in einer Zeit, in der Authentizität geschätzt wird“, erklärte sie beim Lions Festival of Creativity in Cannes. „Sehen Sie sich nur mal unser aktuelles ‚Vogue‘-Covergirl Amy Schumer an, deren Erfolg auf ihrer unbearbeiteten, ungefilterten und sehr menschlichen Persönlichkeit basiert. Persönliche Erfahrung und Gefühl zu zeigen, kommt beim Publikum gut an.“

In all den Jahren an der Spitze des wichtigsten Modemagazins hat Anna natürlich die vielen Veränderungen der Fashionbranche beobachtet. „Ich höre die gleichen Ängste immer wieder. Alles ist zu schnell, alles ist zu unsicher. Wir haben dank der sozialen Medien und der mobilen Technologie Zugang zu mehr Menschen als je zuvor. Wir haben mehr Informationen als wir verarbeiten können. Einige der besten Print- und Fotojournalisten unserer Zeit müssen nun mit ‚Zehn überraschende Fakten über Donald Trumps Haare‘ oder ’15 unwiderstehliche Fotos übergewichtiger Katzen‘ mithalten.“

Auch in der Mode ist natürlich alles schneller, was Anna Wintour nicht unbedingt befürwortet, allerdings fände sie es auch lächerlich, „die Geschwindigkeit und Möglichkeiten der digitalen Landschaft“ zu ignorieren. Die Kreativität müsse darunter aber keinesfalls leiden, betonte sie. © Cover Media

Emily Ratajkowski: Ich bin Feministin

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Bild von Emily Ratajkowski

Für Emily Ratajkowski (24) muss man gewisse Rollenklischees erst erfüllen, bevor man sie brechen kann.

Viele mag es zwar verwundern, doch das Model vertritt eindeutig feministische Positionen. „Wir leben in einer patriarchalen Gesellschaft und die Schönheitsstandars sind eine Reaktion darauf“, sagte sie in einem Interview mit ‚WWD‘. „Das heißt nicht, dass ich mich außerhalb dessen bewegen muss. Ich kann mich darin bewegen und meinen Standpunkt kundtun.“

Laut Emily könne man sich schminken und trotzdem eine Feministin sein. „Ich kann Make-up tragen, das meine Vorzüge hervorbringt. Dabei spiele ich mich dem Standard von Schönheit, das die patriarchale Gesellschaft vorgeben hat, aber ich lebe ja in ihr. Ich trage Make-up nicht, um Männern zu gefallen, ich trage es, um mir selbst zu gefallen.“

Rasierte Achselhaare und BHs seien eben auch ein Teil davon, aber „diese Dinge muss ich nicht ablehnen, um ein Statement bezüglich meiner Sexualität zu machen.“

Und Emily ist eine Meisterin im Spiel mit diesen Rollenklischees – ihr Instagram-Account zeigt oft sehr freizügige Fotos, doch sieht sie das nicht als Verrat an ihrem Feminismus. „Wenn die Leute sagen, dass ich übersexualisierte Bilder poste, antworte ich, dass das meine Entscheidung ist. Es gibt hier um ein Eigentum und eine Berechtigung, die weiter geht“, erklärte Emily. „Wenn ich Nacktfotos von mir mache, sind die nicht für die Jungs. Es geht darum, den Besitz über meine eigene Sexualität zu haben und es auch zu feiern. Und es ist meine Entscheidung. Das sollte in unserer Gesellschaft eigentlich kein Thema mehr sein.“

Ihre Liebe zu sexy Selfies führt dabei allerdings oft zu dem Vorurteil, dass sie bloß ein „dummes, heißes Mädchen“ ist. Emily Ratajkowski will sich aber dennoch treu bleiben – als Feministin und als Model. © Cover Media

Clare Waight Keller: Energieschub für Chloé

Bild von Chloé

Clare Waight Keller wollte mit einem neuen Fotografen für frischen Wind bei Chloé sorgen.

Die Kreativchefin engagiert sonst immer das Kultduo Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin, aber mit der aktuellen Frühjahrskampagne wollte sie einen neuen Weg und entschied sich für Theo Wenner:

“Die Kampagne war sehr spannend für mich, denn ich wollte ein neues Team kreieren und eine neue Energie mit Haaren, Make-up und Licht herstellen”, bemerkte die Designerin gegenüber ‘WWD’. “Theo ist ein Fotograf, mit dem ich schon ein paar Mal zusammengearbeitet habe, und ich schätze sein jugendliches Auge und seine spontanen Reaktionen während des Shootings.”

Wenner fotografierte Antonina Petkovic, Ilvie Wittek, Céline Bouly und Ari Westphal in Buenos Aires in flatternden bunten Kleidern. “Ich wollte dieses Gefühl von weit weg haben und wählte deshalb unbekannte Straßen von Buenos Aires. Es sollten neue Gesichter her und deshalb engagierten wir Céline, Ari, Antonina und Ilvie”, beschrieb Waight Keller den Gedanken hinter den Fotos. “Diese Kampagne zeigt die abenteuerlustige Seite des Chloé-Mädchens, freigeistig und impulsiv.”

Die Mode-Expertin nutzte das Interview auch, um ihren Geschlechtsgenossinnen Tipps zu geben: “Man muss als Frau zielstrebig sein. Richtig selbstbewusst, stark, mit eigener Meinung und sehr präzise. Man kann nicht emotional sein, wenn es um Geschäftsentscheidungen geht, das ist sehr wichtig. Aber man sollte gleichzeitig auch charmant und leidenschaftlich sein, denn wenn man an die Spitze kommen will, muss man das besondere Etwas haben, das die Leute anzieht”, philosophierte Clare Waight Keller im Gespräch mit ‘vogue.com.au’. © Cover Media

Karlie Kloss: Lernen ist sexy

Karlie Kloss (23) findet es klasse, dass sie ihr Gehirn benutzt und viele neue Dinge lernt.

Der Fashionstar teilt sich seine Zeit derzeit zwischen dem Laufsteg und der New York University auf. Für das Studium hängte Karlie ihren Job als Victoria’s-Secret-Engel an den Nagel, denn obwohl sie neben dem Dessous-Label Marken wie Donna Karan, Lanvin und L’Oréal Paris von sich überzeugen konnte, will sie ihre anderen Talente nicht verkümmern lassen.

“Vor etwa zwei Jahren fing ich an, darüber nachzudenken, was wohl als nächstes mit mir passieren wird”, beschrieb die Amerikanerin im Interview mit der britischen ‘Vogue’. “Ich bin ein 23-jähriges Model und ich wollte weniger über mein Aussehen und mehr über meine Zukunft nachdenken und das beinhaltet mein Gehirn. Ich möchte Firmen leiten, eine geschäftliche Zukunft haben.

Nennt mich Nerd, aber ich liebe das Programmieren, die Sprache von Computern. Programmieren zu können ist eine Superkraft! Ich bin so ehrgeizig und von technischer Sprache fasziniert, also habe ich entschieden, Teil der Unterhaltung zu werden? Ich finde es sexy, dieses Zeug zu lernen, es verleiht beiden Geschlechtern Macht.”

Möglicherweise fiel Karlie die Entscheidung für das Studium auch deswegen besonders leicht, weil das Modeln ohnehin nie ihr Traumjob gewesen ist? Die schöne Blondine wollte eigentlich Tänzerin werden und fing früh mit dem Ballettunterricht an. Erst Jahre später entschied sie sich, doch einen anderen Weg einzuschlagen.

Neben ihrer Modekarriere und jetzt ihrem Studium widmet Karlie auch ihrem YouTube-Kanal viel Zeit. Sie findet, dass sich dort die Möglichkeit bietet, ihren Fans ihre wahre Persönlichkeit zu zeigen – abseits von dem, was sie auf dem Laufsteg präsentiert.

“Als Model wird man angeheuert, um das Bild oder das Thema oder die Idee einer Kollektion zu transportieren – oder wenn ich ein Fotoshooting mache, für die ‘Vogue’ modele, dann spiele ich eine Rolle”, meinte Karlie Kloss vor Kurzem gegenüber ‘fastcocreate.com’. “Natürlich ist es für ein Model ein Karrierehöhepunkt, wenn man in der ‘Vogue’ auftritt, aber es ist nicht immer ein Spiegelbild meiner selbst. Aber auf dem YouTube-Kanal bin wirklich ich – man sieht wirklich mich, man hört mich.” © Cover Media