Category Archives: Designer

Closet Diary mit Bestsellerautorin Susanne Kaloff

Vintage-Mode at its best!

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Soul Rising: das aktuelle Lookbook von Dorothee Schuhmacher

Eine Kollektion als Hommage an den Wilden Westen

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Closet Diary mit Luisa Rotetzki, Schmuckdesignerin

Ganz klar, auf die Details kommt es an!

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TOP6 Labelwatch: Diese spanischen Newcomer-Brands ziehen uns jetzt in ihren Bann

Ihr denkt nun sicher, dass die Spanier modisch doch schon lange das Zepter in der Hand haben. Schließlich werden unsere Innenstädte dominiert von Highstreet-Läden aus dem Hause Inditex und auch Mango ist nicht schlecht vertreten. Doch wir reden hier nicht von iberischem Massendesign, nein nein. Uns geht es heute um die Nischenmarken, die kleinen Kreativen, die im Stillen und vor allem mit der Hilfe von Instagram gerade dabei sind, das Feld von hinten aufzurollen. Alles fing an mit einem Schuhlabel aus Los Angeles. Denn Loq erschien schon vor einer Weile auf unserem Radar. Ihr wisst schon, diese traumhaften Schuhe, die diesen Ticken Anderssein haben, den man in der Mode vergebens so oft sucht. Hieraus hat sich nun eine wahre Wertschöpfungskette ergeben.

Denn neben Loq, die ihre Schuhe in Spanien produzieren, stolperte ich dann über mehrere Instagram-Wege über die Marke Paloma Wool und ab da gab es kein Halten mehr. Was ist es, was junge Modemarken aus unserem europäischen Nachbarland gerade so unglaublich begehrenswert machen?

Es scheint, als haben die Spanier dieses feine Gespür für mit viel Liebe und Sorgfalt kuratierte Kollektionen, die man gerade auch aus L.A. vermehrt vernimmt. Stimmige Farbpaletten, das Interagieren von Kunst, Objekten, Kleidung und Design.

Für mich steht jedenfalls fest: die spannendsten Produkte im Mode- und Designbereich und inspirierendsten Instagram-Accounts kommen gerade aus Spanien. Berlin? London? Können einpacken. Die jungen Kreativen sorgen dafür, dass das Land auf der Iberischen Halbinsel nicht nur wegen Abspaltungsdikussionen und Staatspleiten Aufmerksamkeit bekommt. Es ist dieser unbestimmte Stil, eine Mischung aus Dekonstruktion á la Pablo Picasso, der Lust an Fläche und Farben, ein Händchen für Arrangements und einem ganzheitlichen Konzept, dass über die bloße Kernkompetenz hinaus geht. Es sind weniger reine Marken, als eher Projekte und Studios und dieser interdisziplinäre Umgang mit dem eigenen Produkt ist wirklich unheimlich spannend und schlicht schön, ihr werdet sehen.

Wir zeigen euch hier unsere liebsten neuen Instagram- und Netzfunde zum Folgen, Liken und Inspirieren. Aber passt bitte auf, denn wenn ihr eure Feeds mit diesen Schätzen gefüttert habt, werden ihr täglich in neuen Habenwollen-Gefühlen versinken. Wir haben euch hiermit offziell gewarnt!

Wer?

About Arianne

Worum geht’s?

Wunderbare Lederschuhe aus Barcelona

Warum wir sie lieben?

Hochwertig, geschmackvoll und mit dieser Liebe für’s Detail beweist About Arianne, dass leise manchmal eben lauter ist. Der liebevoll und mit künstlerischem Auge geführte Instagram-Account tut sein Übriges.

Wer?

LEVENS by Mar del Hoyo

Worum geht’s?

Handgemachter Keramikschmuck mit Fokus auf die Natur und Weiblichkeit.

Warum wir sie lieben?

Jedes Schmuckstück ist One of a Kind und bekommt durch die Keramik diesen unnachahmlichen Retrocharakter. Das Setting ist mal im Sixties Feel, mal kubistisch und unterstreicht immer den besonderen Charakter der Trägerin.

Wer?

Owl Furniture & Objects

Worum geht’s?

Owl steht für individuelles Objekt- und Möbeldesign, das immer in enger Abstimmung mit den Kooperationspartnern entsteht.

Warum wir sie lieben?

Organische Formen treffen auf abgestimmte Farbwelten und lassen uns eintauchen in die Dadawelt einer Hannah Höch, akurate Linien des Bauhaus und die Verschmelzung von Natur und Geometrie. Hallo Interior Inspiration!

Wer?

Coco Fernandez

Worum geht’s?

Coco Fernandez ist Art Direktorin, Töpferin und Künstlerin in Personalunion.

Warum wir sie lieben?

In ihrem Instagram-Account nimmt Coco uns mit in ihre kreative Welt, in der der Mensch und die Kunst miteinander zu verschmelzen scheinen. Frauen werden zu Designobjekten, Farb- und Formenwelten kollidieren auf spannende Weise miteinander und Dinge werden ihrem für die Ästhetik zweckentfremdet. Free your mind.

Wer?

Diario de una Couturier

Worum geht’s?

Nachhaltige Mode, direkt aus Barcelona.

Warum wir sie lieben?

Die Produktrange umfasst Kleidung ebenso wie Keramik, Schuhe und Schmuck. Die unaufgeregten Lieblingsteile reichen von schlichten Basics bis zu echten Fashionpieces. Scrollt man durch den Instagram-Account, wird man entführt in eine entschleunigte, nachhaltige und liebevolle Welt. Da sind wir doch gerne lost.

Wer?

Hereu

Worum geht’s?

Handgemachte Taschen und Schuhe aus der Mittelmeerregion Spaniens.

Warum wir sie lieben?

José Luis Bartolomé und Albert Escribano, die Köpfe hinter Hereu, wollen mit ihren Entwürfen das Gefühl des alten Spaniens und seiner Handwerke wieder aufleben lassen. Das Ergebnis? Leder- und Flechtschuhwerk erster Güte, Taschen aus Schaffell, Glatt- und Wildleder und viel Nostalgie.

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Lookbook-Liebe: The Attico Spring 2018

Wenn die Modenschauen im vollen Gang sind, der ganze Instagram-Feed nur von Streetstyles und Kollektionsbildern zugespammt ist, ja, dann kann es auch passieren, dass man als Moderedakteurin kurz mal die Nase voll hat und sich das „normale Pre-Fashion-Week-Leben“ zurückwünscht. Reizüberflutung auf allen Kanälen ist hier das Stichwort.

Aber dann gibt es da immer wieder Momente, da weiß man, warum man sich für den Job entschieden hat und den Großteil der Zeit doch gerne auf vollgespammten Instagram-Accounts abhängt – weil man Mode einfach liebt. Und sie einen immer wieder begeistert und überrascht.

So einen Moment hatte ich, als ich das neue Lookbook von Attico vergangene Woche zum ersten Mal sah und ich kann es euch einfach nicht vorenthalten in seiner ganzen Hülle, Fülle und Schönheit. Wir tauchen also ab in eine Welt, in der unbeschreiblich schöne Frauen in perfekt eingerichteten Appartments sitzen, Cocktails trinken und dabei in Vintage-inspirierte Kleider gehüllt sind.

Attico Klassiker: Das Wickelkleid

Die Wickelkleider von Attico waren der Startschuss für die Erfolgsgeschichte von Gilda Ambrosio und Giorgia Tordini – die als Streetstyle-Ikonen bekannt gewordenen Designerinnen wissen einfach, was wir wollen. Schlichte Schnitte, tolle Stoffe, aufwendige Muster und Knallfarben. Neu an den Designs für nächsten Sommer sind aufwendige Pailletten-Stickereien, Bischofsärmel und Ombré-Farbverläufe.

Flower Power

Mit jeder Menge Blumenmuster zeigen Ambrosio und Tordini allerdings auch, dass sie neben Glitzer und Glamour den Wunsch nach Tragbarkeit vernommen haben. Ob im Sixties-Look mit Pril-Muster in Minilänge, bestickte Wickelblusen mit gerüschten Maxiröcken oder im Allover-Look im klassischen Attico-Look, Flower Power wohin das Auge blickt – und nein, liebe Jungs, das ist keine alte Gardine von Oma, das ist Mode!

Everyday Summer Favorites

Noch mehr Alltagstauglichkeit (wenn auch nicht in Sachen Budget) fand man in schlichten Baumwollkleidern mit weiten Trompetenärmeln, bestickten Pencilskirts und azurblauen Hemdblusenkleidern. Attico kann eben nicht nur schick, sondern auch sportlich – zumindest im weitesten Sinne des Wortes…

Once upon a time…

Aber Attico wäre nicht Attico, hätten sie auch ein paar Märchenträume im Gepäck. Schließlich lud das Designer-Duo in Mailand zur Präsentation der Mode auch zu einer Cocktail Hour und schlürfte genüsslich Margaritas, Martinis und Bloody Marys. Ob im Ombré-Kleid, Lollipop-Zuckerstangen-Look oder doch elegant in Pailletten und Seide – wir würden den Martini in in einem Attico-Kleid gerührt und geschüttelt trinken.

Fotos: Attico

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#NYFW: Die amerikanische Horrorstory von Raf Simons für Calvin Klein

Moment mal, sind wir nicht gerade erst in die Sommerferien gestartet, haben uns in neue Sandalen verliebt und uns gefreut, dass wir unsere Sonnenbrillen endlich tragen dürfen? Schneller als man sich versieht ist der Sommer aber vorbei und das bedeutet eines: It’s Fashion Month, Baby! Den Auftakt macht wie immer die Fashion Week in New York und diesmal gibt das Kick-off niemand geringeres als DAS amerikanische Label Calvin Klein.

Es ist erst die zweite Kollektion von Raf Simons für das Label und wird daher natürlich unter Argusaugen beobachtet. Lexi hatte über das Debut im Frühjahr, nachdem Simons das Handtuch bei Dior geworfen hatte und mit seinen Mitstreitern Ruby Sterling und Pieter Mulier mal eben den Kontinent gewechselt hatte, schon berichtet:

Würde es Raf Simons schaffen, eine der bekanntesten amerikanischen Marken wieder so cool zu machen, wie sie es vor 20 Jahren dank einer legendären Werbekampagne für Jeans, Unterwäsche und Parfums schon mal war?

Ja, Mann!

Das Erfolgsgeheimnis der ersten Kollektion? Minimalismus, die dem Erbe des Labelgründers gerecht wird, aber weitaus poppiger, jünger und gewagter daher kommt als die Arbeit seines Vorgängers Francisco Costa.

Und jetzt: Wie kann man das gefeierte Debut wiederholen? Mehr Aufmerksamkeit bekommen und die neue Aspekte in die Mode bringen? Ganz einfach: Man nehme eine der gefeiertsten amerikanischen Serien: „American Horror Story„, setze auf Provokation und nutze den Gruselfaktor – mit Äxten und Cheerleader-Pom-Poms, die von der Decke hingen. Raf Simons ist fernsehbesessen – gerade auf dem „Game of Thrones“-Trip, so wie gefühlt jeder andere Mensch auf diesem Planeten – und wandelte seine Vorstellung einer typisch amerikanischen Kleinstadt und Jugend auf seine neue Kollektion für das Frühjahr 2017 um. Passend: Everybodys-New-Darling Kaia Gerber, die Tochter von Cindy Crawford, gab auf der Show ihr Runway-Debut.

Das sind die wichtigsten Trends der Calvin Klein Spring 2018 Kollektion:

1. Cowboy

Ein Glück, dass ich meine Cowboy Boots immer noch habe, denn von dem Ur-Bild eines Amerikaners kann sich Raf Simons auch diese Saison nicht verabschieden. Hemden mit aufgesetzten Pattentaschen auf der Brust in seidig glänzender Optik bleiben ebenso bestehen, wie Boots und Streifenhosen der Marching Brands (Blasorchester-Uniformen), die oft bei Football-Spielen auftreten. Dann müssen wir ja nur noch lernen, wie man stilvoll das Lasso schwingt.

2. Foto-Prints

Ein Trend, der sich mit Bügelfolie und einem weißen T-Shirt sehr gut als DIY nachmachen und personalisieren lässt: Foto-Prints. Simons entschied sich als Motiv für Andy Warhol Prints der 1970er-Jahre, unter anderem von Dennis Hopper stilecht mit Cowboy Hut und druckte diese auf zarte Kleider, beschichtete damit Jeansjacken und Tanktops.

3. Cheerleader Vibes

Wovon träumt jeder Teenager auf der amerikanischen Highschool? Vom Cheerleader-Dasein. Dank Simons Entwürfen kann man die Pom Poms jetzt im Spind lassen und als Ganzkörper-Kleid zum Event tragen. Alltagstauglichkeit fraglich, aber dafür bestimmt DER Eyecatcher beim nächsten Sport-Event in der Fankurve.

4. Nachthemden

Was darf in keinem guten Horror-Film fehlen? Eine verängstigte Frau in einem weißen Nachthemd. Auch bei Raf Simons findet man die Nachtwäsche auf dem Catwalk, allerdings nicht in der sexy Lingerie-Variante in Seidenoptik, für die Calvin Klein jahrelang bekannt war, sondern klassisch aus Baumwollstoffen und bodenlang.

5. Rubber

Ebenso in jedem Horrorfilm vorhanden: die berühmte Latex-Schürze, die nichts Gutes verheißt. Simons ändert ihr fragwürdiges Image allerdings ab, in dem er glänzendes Nylon-Material von Zelten in die Form von Abendkleidern mit 50er-Jahre-Silhouette bringt. Hier trifft Metzger auf Diner-Bedienung mit weit schwingendem Rock – und wird durch die fließenden Schnitte vielleicht ja sogar im Sommer bei warmen Temperaturen tragbar.

It’s about American horror and American beauty. Fashion tries to hide the horror and embrace only beauty. But they are both part of life. This collection is a celebration of that: a celebration of the American life.“

Raf Simons

Vielleicht verarbeitet Simons mit seiner Hommage an den Horror auch die politische Situation in den USA mit Donald Trump. Abgeschobene Kinder von Immigranten, das Gesundheitssystem steht auf der Kippe, aus Umweltzielen wird ausgestiegen. Die Zukunft der USA ist ungewiss – und im schlimmsten Fall eben auch nicht schön, so wie Simons Entwürfe.

Provokant die Einstellung, dass Mode hässlich sein muss, weil es das Leben manchmal auch ist. Aber auch wichtig. Hinter die Fassaden des schönen Scheins zu schauen und vor allem zu begreifen. Mode ist so viel mehr als nur Kleidung. Sie kann – so wie Simons sie bei Calvin Klein nutzt – ein Statement sein.

(Fotos: Vogue Runway)

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