Category Archives: Design

TOP6 Labelwatch: Diese spanischen Newcomer-Brands ziehen uns jetzt in ihren Bann

Ihr denkt nun sicher, dass die Spanier modisch doch schon lange das Zepter in der Hand haben. Schließlich werden unsere Innenstädte dominiert von Highstreet-Läden aus dem Hause Inditex und auch Mango ist nicht schlecht vertreten. Doch wir reden hier nicht von iberischem Massendesign, nein nein. Uns geht es heute um die Nischenmarken, die kleinen Kreativen, die im Stillen und vor allem mit der Hilfe von Instagram gerade dabei sind, das Feld von hinten aufzurollen. Alles fing an mit einem Schuhlabel aus Los Angeles. Denn Loq erschien schon vor einer Weile auf unserem Radar. Ihr wisst schon, diese traumhaften Schuhe, die diesen Ticken Anderssein haben, den man in der Mode vergebens so oft sucht. Hieraus hat sich nun eine wahre Wertschöpfungskette ergeben.

Denn neben Loq, die ihre Schuhe in Spanien produzieren, stolperte ich dann über mehrere Instagram-Wege über die Marke Paloma Wool und ab da gab es kein Halten mehr. Was ist es, was junge Modemarken aus unserem europäischen Nachbarland gerade so unglaublich begehrenswert machen?

Es scheint, als haben die Spanier dieses feine Gespür für mit viel Liebe und Sorgfalt kuratierte Kollektionen, die man gerade auch aus L.A. vermehrt vernimmt. Stimmige Farbpaletten, das Interagieren von Kunst, Objekten, Kleidung und Design.

Für mich steht jedenfalls fest: die spannendsten Produkte im Mode- und Designbereich und inspirierendsten Instagram-Accounts kommen gerade aus Spanien. Berlin? London? Können einpacken. Die jungen Kreativen sorgen dafür, dass das Land auf der Iberischen Halbinsel nicht nur wegen Abspaltungsdikussionen und Staatspleiten Aufmerksamkeit bekommt. Es ist dieser unbestimmte Stil, eine Mischung aus Dekonstruktion á la Pablo Picasso, der Lust an Fläche und Farben, ein Händchen für Arrangements und einem ganzheitlichen Konzept, dass über die bloße Kernkompetenz hinaus geht. Es sind weniger reine Marken, als eher Projekte und Studios und dieser interdisziplinäre Umgang mit dem eigenen Produkt ist wirklich unheimlich spannend und schlicht schön, ihr werdet sehen.

Wir zeigen euch hier unsere liebsten neuen Instagram- und Netzfunde zum Folgen, Liken und Inspirieren. Aber passt bitte auf, denn wenn ihr eure Feeds mit diesen Schätzen gefüttert habt, werden ihr täglich in neuen Habenwollen-Gefühlen versinken. Wir haben euch hiermit offziell gewarnt!

Wer?

About Arianne

Worum geht’s?

Wunderbare Lederschuhe aus Barcelona

Warum wir sie lieben?

Hochwertig, geschmackvoll und mit dieser Liebe für’s Detail beweist About Arianne, dass leise manchmal eben lauter ist. Der liebevoll und mit künstlerischem Auge geführte Instagram-Account tut sein Übriges.

Wer?

LEVENS by Mar del Hoyo

Worum geht’s?

Handgemachter Keramikschmuck mit Fokus auf die Natur und Weiblichkeit.

Warum wir sie lieben?

Jedes Schmuckstück ist One of a Kind und bekommt durch die Keramik diesen unnachahmlichen Retrocharakter. Das Setting ist mal im Sixties Feel, mal kubistisch und unterstreicht immer den besonderen Charakter der Trägerin.

Wer?

Owl Furniture & Objects

Worum geht’s?

Owl steht für individuelles Objekt- und Möbeldesign, das immer in enger Abstimmung mit den Kooperationspartnern entsteht.

Warum wir sie lieben?

Organische Formen treffen auf abgestimmte Farbwelten und lassen uns eintauchen in die Dadawelt einer Hannah Höch, akurate Linien des Bauhaus und die Verschmelzung von Natur und Geometrie. Hallo Interior Inspiration!

Wer?

Coco Fernandez

Worum geht’s?

Coco Fernandez ist Art Direktorin, Töpferin und Künstlerin in Personalunion.

Warum wir sie lieben?

In ihrem Instagram-Account nimmt Coco uns mit in ihre kreative Welt, in der der Mensch und die Kunst miteinander zu verschmelzen scheinen. Frauen werden zu Designobjekten, Farb- und Formenwelten kollidieren auf spannende Weise miteinander und Dinge werden ihrem für die Ästhetik zweckentfremdet. Free your mind.

Wer?

Diario de una Couturier

Worum geht’s?

Nachhaltige Mode, direkt aus Barcelona.

Warum wir sie lieben?

Die Produktrange umfasst Kleidung ebenso wie Keramik, Schuhe und Schmuck. Die unaufgeregten Lieblingsteile reichen von schlichten Basics bis zu echten Fashionpieces. Scrollt man durch den Instagram-Account, wird man entführt in eine entschleunigte, nachhaltige und liebevolle Welt. Da sind wir doch gerne lost.

Wer?

Hereu

Worum geht’s?

Handgemachte Taschen und Schuhe aus der Mittelmeerregion Spaniens.

Warum wir sie lieben?

José Luis Bartolomé und Albert Escribano, die Köpfe hinter Hereu, wollen mit ihren Entwürfen das Gefühl des alten Spaniens und seiner Handwerke wieder aufleben lassen. Das Ergebnis? Leder- und Flechtschuhwerk erster Güte, Taschen aus Schaffell, Glatt- und Wildleder und viel Nostalgie.

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Die Kunst, aus wenig viel zu machen: Unsere Homestory mit Trang

Würde man von Trangs Instagram Fotos oder ihrem Blog Invitus auf ihre Person schließen, so läge man ziemlich daneben. Die gedeckten, zarten Farben entsprechen nämlich so gar nicht dem quirligen Gemüt, das uns an einem sonnigen Donnerstagmorgen in ihrer Wohnung in Berlin Mitte begrüßt. Kurz und knapp könnte man Trang als Künstlerin bezeichnen, aber als eine ganz praktisch veranlagte, die die wunderbarsten Tipps für jede Lebenslage auf Lager hat – vor allem in Sachen Einrichtung. Aus einer 68qm großen Wohnung hat sie alles herausgeholt was geht. Aber dazu später mehr.

Seit 2011 schreibt Trang ihren wunderschönen Blog Invitus, allerdings mal mehr und mal weniger, hauptsächlich hat sie nämlich Jura studiert. Jetzt hat Trang ihr Staatsexamen in der Tasche, publiziert ihre fantasievollen DIYs auch auf amazed, schreibt Artikel über Berliner Designer für die Welt oder Stylemag und betreibt mit ihrer Mutter das Restaurant Klub Kitchen in Mitte.

Warum schreibst du nicht mehr so viel für dein Blog Invitus? Ich fand immer jeden einzelnen deiner Artikel sehr interessant und bewundere dein umfassendes Gespür für Interior, Mode und Design!

Ich habe Invitus 2011 gestartet und während des Jurastudiums blieb einfach nicht immer so viel Zeit dafür. Es ist wirklich schwierig, mit Leuten mitzuhalten, die hauptberuflich ein Blog schreiben. Da hat sich die Welt ja in den letzten Jahren ganz schön gewandelt. Ein Blog macht man nicht mehr nur so nebenbei. Oft ist es dann auch so, wenn ich mir etwas abspeichere und darüber einen Artikel schreiben will, dass ich mir das Ganze zwei Wochen später nochmal anschaue und es dann super kitschig finde. Weil sich durch das Internet alles so schnell ändert und Neues dazukommt.

Im Moment stecke ich meine Interior-Energie eher in Artikel für amazed und mache bei Klub Kitchen alles, was organisatorisch anfällt, vom Entwerfen der Speisekarte über Gänge in den Blumen-und Pflanzengroßmarkt, Einkauf und Rechnungen schreiben.

Wo kaufst du am liebsten Möbel und Accessoires ein?

Neben den geläufigen Webshops für Designer-Möbel stöbere ich am liebsten bei Ebay-Kleinanzeigen. Ich bin da ein totaler Fuchs geworden. Alte Möbel kann man ja auch sehr gut verändern, wenn sie einem nicht mehr gefallen. Schon eine andere Farbe kann unglaublich viel ausmachen. Man kann hier wirkliche Schätze entdecken. Gerade schaue ich nach Thonet-Stühlen.

Wenn man etwa nach Mid Century Möbeln sucht, sollte man lieber nicht „Mid Century“ in die Suche eingeben, sondern nur „Stuhl“ und vielleicht noch „Design“. So stößt man nämlich oft auf Anzeigen, die man sonst übersehen hätte, weil manche Leute eben nicht wissen, dass ihre Möbel „Mid Century“ sind, sondern nur, dass das irgendetwas Altes ist. Ein bisschen Geduld muss man da natürlich mitbringen.

Oft hat man auch Glück, wenn nur verschwommene oder gar keine Fotos dabei sind. Dann gibt es wenige Interessenten und der Verkäufer will die Sachen höchstwahrscheinlich einfach nur schnell loswerden. Genauso habe ich übrigens auch meine Wohnung bekommen. Die Lage ist zwar sehr begehrt, aber die Anzeige hatte keine Fotos. Tatsächlich war die Wohnung dann auch in echt klein, ranzig und schlecht renoviert. Die Küche war komplett aus „Eiche rustikal“-Plastikoberfläche – also wirklich schlimm. Meine Freunde haben mich für verrückt gehalten, dass wir diese Wohnung nehmen wollten. Die Schranktüren in der Küche haben wir dann einfach abgenommen und mit einer weißen Folie beklebt. Dem unrenovierten Bad und den rostigen Rohren bin ich so beigekommen, dass ich einfach ganz viele Pflanzen davor gestellt habe.

Dass Trang eine DIY-Künstlerin ist, das sieht man nicht nur auf amazed und auf ihrem eigenen Blog Invitus – sondern auch in ihren eigenen vier Wänden: Blumentöpfe, eine silberfarbene Lampe und ein One-Line-Drawing in Form eines Frauengesichts an der Wand oder auch ganz praktische Sachen wie eine Verkleidung für das Telefonmodem und den dazugehörigen Kabelsalat sowie für die unschöne Heizung im Bad. Das alles hat Trang selbstgemacht.

„Ehrlich gesagt mache ich die DIYs oft einfach aus der Not heraus. Da ich eine kleine Wohnung habe und es oft nicht die richtigen Möbel dafür gibt, mache ich die Dinge einfach selbst oder ändere sie so ab, dass sie für mich ins Bild passen. Das Wandregal hier ist beispielsweise eigentlich ein ganz einfaches IKEA-Küchenregal (Besta). Das habe ich in unserer Wandfarbe lackiert, ich mag meine Farben gerne monochrom. So bin ein richtiger Farbcode-Kenner geworden, weil ich finde, dass man mit Lacken so unglaublich viel verändern kann. „Der Tisch hier an dem wir sitzen, war nicht immer grau – der war auch schonmal pink und mal dunkelblau.“

Was hältst du von Trends?

Ich habe mir letztens erst ein rosa Samt-Sofa bestellt, das ist doch gerade im Trend, nicht? Eigentlich ist ein Samtsofa ja etwas total Klassisches, aber im Moment mag man das wohl besonders. Das habe ich allerdings wieder zurückgeschickt, weil es doch nicht so gut zu mir gepasst hat. Gerade finde ich auch natürliche Materialien wie Leinen, Holz und Seegras toll. Ich kann mich Trends also auch nicht gut entziehen. Ich denke aber, dass man versuchen sollte, in langlebige und klassische Designs zu investieren. Ich wünsche mir gerade den Wishbone Chair und würde behaupten, wenn wir schon über Trends reden, dass er der neue Eames Chair werden könnte.

Wie würdest du den Berliner Einrichtungsstil beschreiben?

Ich denke, dass die Berliner den Mid-Century-Stil lieben. In Hamburg dagegen orientieren sich die meisten eher Richtung Scandinavian-Chic. Ist es nicht ein bisschen so: Der Berliner kann nicht ohne sein Teak-Sideboard und der Hamburger nicht ohne seinen by Lassen Kubus-Kerzenleuchter? An sich macht das ja auch Sinn. Der Mid-Century-Stil geht ja auf eine Epoche zurück, die Berlin stark geprägt hat, die auch in der DDR erkennbar war und gerade auf den Flohmärkten der Stadt oft zu finden ist. Zu mir und unserer Wohnung passt dieser Stil nur „angepasst“. Zum Beispiel haben wir den Fritz Hansen Series 7 Stuhl, eine Ikone von 1955, in der monochromen Ausführung in mattem Orange und in einem zarten Pink, um dem „Schulstuhl-Look“ zu entgehen. Die Lampe von Fog & Morup über dem Esstisch, die wir auch in kleinerer Ausführung in der Küche hängen haben – die ist Mid-Century, aber passt in ihrer Anmutung, finde ich, trotzdem in das Moderne rein.

Und wie würdest du deinen eigenen Einrichtungsstil beschreiben?

Ich mag es, wenn die Wohnung beruhigend und angenehm eingerichtet ist. Mit 18 hat man ja so die Vorstellung davon, dass man seine Wohnung am besten in einem Abwasch einrichtet. Viel schöner finde ich es aber, wenn das wächst und man ab und zu auch während dieses Prozesses in Designerstücke investiert. Bevor ich eine Lampe wirklich super schön – aber zu teuer finde – und mir dann vier günstigere Alternativen während der Jahre kaufe, investiere ich lieber einmal in die Traumlampe. Ich unterstütze auch gerne Berliner Designer wie beispielsweise Fundamental oder Objekte unserer Tage. Auch Pflanzen spielen für mich eine große Rolle: Eine Zeit lang hatte ich hier einen richtigen Dschungel. Viele Pflanzen wuchsen aber irgendwann zu groß und wucherten unkontrollierbar in alle Richtungen, sodass ich sie weggeben musste . Auch von Messing-Elementen habe ich mich distanziert. Ich finde, die Farbigkeit in unserer Wohnung gibt mehr die Richtung Silber vor. Beispielsweise auch durch die silbernen Türgriffe. Da fällt es mir ob vieler schöner goldener Objekte sehr schwer, die Finger davon zu lassen.

Als ich Trangs Wohnung verlasse und auf die laute, aber sonnige Straße hinaustrete, habe ich nicht nur ein Erdbeertörtchen in der Hand, sondern auch ein Lächeln auf den Lippen. Solche Menschen müsste es öfters geben. Menschen, die sich kleiner, unrenovierter Wohnungen annehmen, Folien auf „Eiche rustikal“ kleben und Pflanzen vor rostige Heizungen stellen. Menschen, die aus Spanplatten und ein paar Nägeln wunderbare Blumentöpfe bauen. Die aus wenig viel machen und ihr Glück darüber mit anderen teilen.

Danke, liebe Trang!

Fotos: Julia Novy

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TOP10 Interior Accessoires: So wird aus jedem dunklen Flur ein heller happy Place!

Der Flur oder der Eingangsbereich ist bei den meisten wohl nicht gerade der Ort, über den sie sich die meisten Gedanken in Sachen Einrichtung machen. Auch von mir wurde der Flur bis dato wohl eher stiefmütterlich behandelt. Wobei er doch eigentlich der Bereich ist, den man zuallererst zu sehen bekommt, wenn man die Wohnung betritt. Und bekanntlich zählt der erste Eindruck am meisten.

Am wichtigsten ist und bleibt aber wohl, dass wir uns selbst in unserem Zuhause wohlfühlen. Und da kann ein bunter (und im Zweifelsfall auch aufgeräumter) Flur einiges bewirken. Nach Hause zu kommen und sich gleich wohlzufühlen – Welcher Ort wäre dafür besser geeignet als der Eingangsbereich? Was ich mir vorstelle und welche Ideen mir vorschweben, erfahrt ihr jetzt:

  1. Ich liebe diesen Topf! Und er hat sogar ein richtiges Abflusssystem als Untersetzer. Tip-top. Ein bisschen gute Laune im Flur ist damit wohl garantiert.
  2. So manch einer mag sagen, so ein Makramee wäre nicht unbedingt das, was einen Flur in hellem Licht erstrahlen lässt – ich aber muss sagen, dass mir jede persönliche, liebevolle Note im Eingangsbereich immer auffällt und deshalb solch ein Wandobjekt genau das richtige für’s Aufhübschen des Flurs ist.
  3. Wenn dieser gelbe Blumenhocker mitsamt grünem Freund obendrauf den Eingangsbereich nicht lebendig und freundlich aussehen lässt, dann weiß ich auch nicht.
  4. Der runde Wandspiegel von House Doctor reflektiert einfallendes Licht und passt perfekt auch für einen kleinen Flur.
  5. Praktisch: Diesen Matisse-inspirierten Print kann man direkt downloaden und dann beim nächsten Copy-Shop ausdrucken lassen.
  6. Wer genügend Freiraum hat in seinem Flur, der sollte in Erwägung ziehen, mindestens eine schöne Vase, wie diese hier von Broste Copenhagen, dort zu platzieren. Und sei es nur als Deko unter einem Tischchen weil obendrauf schon anderer Kram hin muss. Und wenn es obendrauf klappt: Famos! Denn hallo? Platz für bunte Blumen!
  7. Wieviele Jahre wissen wir schon, was wir brauchen, wenn wir aus der Haustür gehen? Richtig, so einige. Für genau diesen Kleinkram, der immer dann, wenn man ihn dringend braucht, unauffindbar irgendwo anders rumdüpelt: dieser hübsche marokkanische Korb.
  8. Warmes Licht ist bekanntlich das A und das O für schöne Stimmung in einem Raum. Gerade vor kurzem haben wir eine neue Lampe in der Küche angebracht. Eine selbstgebaute, die aber ganz ähnlich wie diese hier von Kartell aussieht. Welch positiven Unterschied das doch macht, hätte ich nicht gedacht. Gerade eine richtig große Lampe finde ich super, um eine gemütliche und heimelige Stimmung zu kreieren.
  9. Mega schöner, außergewöhnlicher Akzent: Dieses gebogene Regal in marmoriertem Design. Gerade reduziert!
  10. Und zu guter letzt noch was für warme Füße: Diesen schönen weißen Teppich gibt es bei Anthropologie.

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Ein Mann des guten Geschmacks: Unsere Homestory mit Philipp von Pharmacy

Das Beste schon mal vorneweg: Philipp hat eine Badewanne im Schlafzimmer!

Für unsere zweite Homestory besuchen wir den sympathischen Friseur in seiner wunderschönen 3-Zimmer-Altbauwohnung in Kreuzberg. Vor sechs Jahren eröffnete er dort den eigenen Salon Philipp Hofstetter – Pharmacy. Von seinen eigenen vier Wänden aus sind es nur ein paar Stufen im Treppenhaus, die ihn von seinem Laden trennen.

Philipp sagt selbst von sich, dass ihm schnell klar wurde, dass er partout nichts machen wollte, wozu man zuerst jahrelang studieren muss. „Ich bin eher der Arbeiter.“ Am liebsten hätte Philipp Landschaftsarchitektur studiert, dann Modedesign („Aber mit Stoffen konnte ich so gar nicht umgehen“) und schließlich Kommunikationsdesign.

Ob es schon immer sein Plan war Friseur zu werden? Eigentlich gar nicht. Aus einem kleinen Dorf bei Bayreuth kommend, war ihm zunächst gar nicht klar, welche Möglichkeiten der Friseurberuf für ihn bereit halten könnte und welches Bild er damals überhaupt von sich selbst hatte.

Kurz vor Schluss ließ er sich dann doch noch überzeugen und schrieb Bewerbungen an verschiedene Friseursalons – unter anderem auch an Udo Walz in Berlin. Alle wollten ihn haben, nur aus Berlin kam eine Absage. Bis in letzter Minute doch noch eine Nachricht von dem renommierten Friseur eintrudelte. Mit der Bitte, er solle doch direkt bei ihnen anfangen, weil jemand anderes abgesprungen sei. Gesagt, getan.

„Oma hat mir 300 Euro geliehen und dann bin ich los.“ Nach der ersten Zeit in Neukölln in einer WG zusammen mit zwei Jungs („Bevor ich anfangen konnte abends zu kochen, musste ich meist als erstes eine Stunde putzen“) und weiteren Stationen in Kreuzberg ist er jetzt angekommen.

Fragt man Philipp nach der Herkunft seiner Möbel, ist fast nichts einfach nur gekauf‘. Die meisten seiner Einrichtungsgegenstände haben eine kleine Geschichte, weil er sie über Umwege durch Freunde bekommen hat. Den beeindruckenden Teak-Esstisch und die dazu passenden Stühle? „Achso, das habe ich von einer Freundin übernommen.“ Der abgefahrene Teppich? „Der ist von meinem Ex-Freund.“ Und diese genialen Holz-Vasen? „Die hat ein Mitarbeiter mal mit in den Laden gebracht und dann stehen lassen.“

Mal abgesehen von einer guten Portion Glück und guten Freunden, hat Philipp ein Gespür für die richtigen Kombinationen und seinen eigenen Stil. Die beiden großformatigen Bilder hat er selbst gemalt und die schwarze ausladende Lampe in der Ecke neben dem Tisch ist ebenfalls selbst gemacht.

Oma hat mir 300 Euro geliehen und dann bin ich los.

Wo lässt du dich inspirieren?

Ganz klassisch, denn ich liebe Magazine. Die Architectural Digest lese ich sehr oft. Allerdings kann ich auch nicht sagen, dass ich nur analog unterwegs bin, denn ich verliere mich auch gern mal bei Instagram. Da wird einem nur leider allzu schnell bewusst, wie sehr sich viele Wohnungen gleichen. Ich würde mir jetzt beispielsweise keine Monstera-Pflanze mehr kaufen, weil das gefühlt alle haben.

Hast du eine Lieblingsecke in deiner Wohnung?

Ja, den Erker. Da sitze ich morgens und trinke meinen ersten Kaffee. Okay, eigentlich ist das nicht nur mein erster, sondern auch mein einziger (lacht). Mein allerliebster Ort in der Wohnung ist und bleibt aber wohl mein Bett. Da verbringe ich ganze Tage. Wenn ich abends feiern war, liebe ich es den ganzen Sonntag im Bett zu liegen. Dann mache ich mir etwas Feines zu essen, drapiere das um mich herum und genieße die Leckereien. Zwischendurch gehe ich vielleicht in die Badewanne, schaue mir einen Film an – und lege mich dann direkt wieder ins Bett.

Gibt es etwas, das du in deiner Wohnung gern noch ändern würdest?

Ich hätte gern Lampen von Sebastian Scherer. Außerdem fehlt in der Küche noch ein Regal, das man zu machen kann – da ist gerade ein bisschen Chaos. Ich war gerade in Sydney, um eine Freundin zu besuchen. Sie ist Architektin und in ihrem Atelier habe ich ein Regal entdeckt, das genau in meine Küche passen würde. Und im Flur würde ich gern die gesamte hintere Wand verspiegeln. Ich kann mir gut vorstellen, dass das super aussieht, wenn der Flur so ewig lang wirkt. Für den Erkerbereich hätte ich gern ein Daybed. Da habe ich gerade bei Instagram etwas gesehen, das mir gefallen würde.

Wie bist du auf die Wandfarbe für deine beiden großen Zimmer gekommen?

Über eine Fotostrecke in der deutschen Vogue nach Vorbild und Stil von Marie-Antoinette. Die Bilder waren komplett in pudrig-hellen und gedeckten Tönen gehalten. Das fand ich toll. Außerdem passt es zu den Zimmern mit dem pompösen Stuck. Früher war das hier in der Ecke wohl eine Offiziers-Gegend, deshalb sehen die Räume so schön geschmückt aus.

Ich liebe es Leute einzuladen und zu kochen. Und wenn ich das mache, dann übertreibe ich es auch ganz gern.

Als wir vom Wohnzimmer in die dunkel gestrichene Küche umsiedeln, kommt das Gespräch auf das Kochen. „Ich liebe es Leute einzuladen und zu kochen. Und wenn ich das mache, dann übertreibe ich es auch ganz gern.“ An solchen Abenden macht Philipp gern Aufwendiges, wie zum Beispiel Braten.

Philipp merkt wohl, dass ihm eine Vegetarierin gegenüber sitzt und fügt hinzu: „Als ich noch in Bayern gewohnt habe, war ich zehn Jahre lang Vegetarier. Nach dem Umzug nach Berlin – als ich angefangen habe, richtig zu arbeiten – habe ich aber gemerkt, dass ich etwas brauche, das mir mehr Energie gibt. Das Erste, was ich damals gegessen habe, war ein Döner.“

Philipp ist ein Gastgeber. Ein richtig guter. Das merkt man nicht nur daran, dass er extra ein köstliches Thymian-Tomaten-Brot für uns besorgt hat, obwohl er selbst kein Gluten verträgt, sondern auch daran, dass seine Einrichtung dafür gemacht zu sein scheint, Besuch zu empfangen.

Ein Sofa lädt zum Verweilen ein, gegenüber bietet ein gemütlicher dunkelgrüner 60er-Jahre-Loungesessel Platz für ein Gegenüber. Auf dem Couchtisch stehen halb abgebrannte Kerzen, die von langen Abenden erzählen. Und um sich an dem langen Esstisch aus Teakholz eine gut gelaunte Runde beim selbstgekochten Schmaus vorzustellen, braucht es auch nicht allzu viel Fantasie. „Ich kümmere mich einfach gern um Menschen. Mein Beruf ist da natürlich genau das Richtige. Und vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass die Arbeit für mich keine richtige Arbeit ist, sondern vielmehr eine große Freude.“

Kann sein, dass Philipp sich so wunderbar um andere kümmern kann, weil er sich auch gut um sich selbst kümmert. Die verstreut umher liegenden Bücher erzählen von Lesestunden, die er allein für sich verbringt. „Ich stehe meistens früh auf, damit ich morgens noch zwei bis drei Stunden für mich habe. Dann mache ich Sport und esse in Ruhe mein Frühstück oder ich lese einfach nur die Zeitung und trinke meinen Kaffee. Diese Zeit gehört nur mir. Das brauche ich vor der Arbeit.“

Im selben Haus befindet sich Philipps Friseursalon. Vom Grundriss her genau die gleiche Wohnung wie seine privaten vier Wände – aber doch ganz anders. Die Wände sind allesamt in einem leicht glänzenden Weißton gestrichen. Die Inneneinrichtung stammt von befreundeten Architekten, deren Büro für Interior Design sich Hülle & Fülle nennt.

Gibt es eine Stadt, in der du noch gern leben würdest?

Berlin ist meine Stadt. Ich mag es hier. Berlin ist eine Stadt, in der es für jeden einen Platz gibt. Das einzige, was hier fehlt, sind die Berge. Auf einer Alm zu leben wäre die einzige Alternative!

Danke Philipp!

Fotografin: Julia Novy

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Anja Rubik: Mein Met-Gala-Kleid bleibt bei mir

Bild von Anja Rubik

Anja Rubik (33) würde niemals ihr „provokatives“ Kleid von Anthony Vaccarello verkaufen.

Das polnische Model geht mit ihren Outfits gerne Risiken ein, so auch bei der Met Gala. Das Kleid, das sie einst zu dem Fashion-Event trug, hat deshalb einen ganz besonderen Wert für sie. „Das wertvollste Stück in meinem Schrank ist ein sehr unpraktisches weißes Kleid, das Anthony Vaccarello vor vier Jahren für mich für die Met Gala designt hat“, lächelte sie im Interview mit ‚The Edit‘. „Ich hatte es seitdem nicht mehr an und werde es wohl auch nie wieder tragen, aber ich schätze es sehr. Es ist sehr provokativ, sehr sexy und ein echtes Einzelstück. Viele Leute wollten es mir für viel Geld abkaufen, aber das würde ich nie tun!“

Kleidung sieht Anja generell als einen Ausdruck ihrer Persönlichkeit, dennoch will sie nicht zu viel Zeit damit verschwenden, sich aufzubrezeln. Doch schnell das passende Outfit zu finden, wird zunehmend schwerer, da sie mittlerweile so viel Kleidung hat, dass sie ihr Gästezimmer in ein Ankleidezimmer umwandeln musste, das nun „immer unordentlicher“ wird. Dank Kollegin Karolina Kurkova arbeite sie inzwischen aber an mehr Organisation. „Sie sagte zu mir: ‚Ich habe alle weißen Hemden zusammen, alle T-Shirts zusammen ?‘ Ich dachte nur: ‚Was für eine Verrückte!‘ Dann ging ich nach Hause und machte genau das, was sie mir gesagt hat. Und es funktioniert“, berichtete Anja Rubik stolz. © Cover Media

Coco Rocha: Was ist schon eine Muse?

Das kanadische Model wurde 2002 bei einem irischen Tanzwettbewerb entdeckt und zierte seitdem zahlreiche Magazin-Cover und Modekampagnen und lief für Designer wie Marc Jacobs, Stella McCartney und Jean Paul Gaultier die Laufstege entlang.

Dank ihrer zarten Figur zählt Coco zu den Stars am Modehimmel und wird oft als Zac Posens Muse gehandelt. Für das Model selbst ist der Begriff Muse aber „nur ein Wort, so wie Supermodel“ und hat sich mittlerweile von seiner ursprünglichen Bedeutung entfernt.

Im Interview mit der Lifestyle-Webseite ‚The New Potato‘ erklärte Coco weiter, dass man lernen kann, eine Muse zu sein. „Das Model eines Designers zu sein bedeutet, die Frau zu interpretieren, an die sie verkaufen. Oder ihre Fantasiewelt zu verkörpern.“

Anschließend sprach Coco über ihre sehr schlanke Figur, für die sie auf Social Media oftmals kritisiert wird, und versicherte, dass sie ein sehr gesundes Leben führe – und ab und zu auch sündige: „Stellt euch vor, ich esse auch Hamburger, ich liebe Hamburger sogar“, erklärte sie und fügte hinzu, dass sie außerdem ein großer Fan von Pommes mit Ketchup sei.