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Berlin Fashion Week: Backstage bei Odeeh F/W 17

Wie auch Malaika Raiss präsentierte am Dienstagabend das Designerduo Odeeh ihre Herbst- Winterkollektion 2017/18 im Rohbau des Berliner Stadtschlosses. Bevor die Models mit einem Shuttle zur Location gefahren wurden, durfte ich Backstage gehen und den Make-up Artists beim Stylen über die Schulter schauen.

Bereits zum vierten Mal in Folge ist Catrice offizieller Make-up Partner und Sponsor des Berliner Mode Salons. Auch die Make-up Artistin Loni Baur ist in der Rolle als Head of Make-up wieder mit dabei und kreiert in Zusammenarbeit mit dem Kosmetiklabel und den jeweiligen Designern individuelle Beauty-Looks für die Shows.

Wie ihr den Look ganz einfach mit den erschwinglichen Produkten nachschminken könnt, habe ich für euch festgehalten:

Die Grundlage für einen tollen Runway Make-up Look ist die Base: Um die Haut der Models noch ebenmäßiger und strahlender erscheinen zu lassen, haben die Make-up Artists Backstage zunächst etwas vom Prime And Fine Nude Glow Primer mit in die Foundation gemischt und dann mit dem Pinsel eingearbeitet.

Statt Rouge griff man zum Ultimate Colour Lipstick in der Nuance „In A Rosegarden“, der die Wangen nur zart erröten ließ. Dafür einen Tupfer auf den Wangen auftragen und gut verblenden. Die cremige Konsistenz schenkt einen zusätzlichen Glow.

Ophélie Guillermand: Steven Meisel ist ein Visionär

Bild von Ophelie Guillermand

Ophélie Guillermand (22) arbeitet gern mit Steven Meisel zusammen, weil er ganz genau weiß, was er will.

Die Französin wurde mit 17 Jahren in Paris entdeckt und zierte bereits ein Jahr später das Cover der italienischen ‚Vogue‘. Das Titelfoto schoss damals der Starfotograf Steven Meisel. Zwar war Ophélie zu diesem Zeitpunkt noch ein Neuling in der Modewelt, fühlte sich vor der Kamera des Fotografen aber wohl.

„Ich habe einige Test-Shootings zwischen den Saisons gemacht und als ich dann zu Steven kam, hatte ich das Gefühl, bereit zu sein“, erinnerte sie sich im ‚WWD‘-Interview. „Es ist toll mit ihm zu arbeiten, weil er eine genaue Vorstellung davon hat, was er will. Er führt die Regie und fotografiert zur gleichen Zeit. Als wir dort ankamen, sagte er zu mir ‚Mach es genau so‘. Für mich war das perfekt, diese Richtung am Anfang zugewiesen zu bekommen. Es ist schön, wenn man mit Menschen arbeitet, die eine Vision haben ? das ist Teamarbeit.“

Auf ihrer ersten Fashion Week in New York lief Ophélie 40 Shows, seitdem posierte sie in Kampagnen für Labels wie Prada, Tommy Hilfiger und Emporio Armani. Allerdings zieht die hübsche Brünette den Laufsteg einem Fotoshooting vor. „Es ist so viel einfacher, eine Modenschau zu laufen [, wenn man sich einen Namen gemacht hat], weil einen jeder kennt ? die Casting-Direktoren kennen dich. Man muss nicht mehr zu fünf Castings und fünf Anproben gehen. Das ist viel einfacher, das ist also schön. Eine Show zu laufen ist toll, weil man sieht, was im Backstage los ist – das ist eine komplett andere Welt!“

Mit ihrem eindrucksvollen Lebenslauf gibt sich Ophélie Guillermand aber nicht zufrieden und träumt bereits von einem Vertrag mit einem großen Beauty-Label. © Cover Media

Lily Aldridge: Profi-Tipps für Möchtegern-Engel

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Bild von Lily Aldridge

Lily Aldridge (29) tut gerne so, als könnte sie fliegen – rein beruflich, versteht sich.

Die brünette Amerikanerin weiß, wie man sexy aussieht und beweist das nur zu gerne in Fotoshootings und bei Runway-Shows. Ihr Aushängeschild: Lily ist Engel bei Victoria’s Secret. Für den Dessous-Hersteller tritt sie stets ganz besonders heiß auf den Laufsteg und hat nun verraten, wie das geht:

“Es dreht sich alles ums Selbstbewusstsein. Man muss stolz sein, Brust raus! Außerdem haben wir Flügel, also sollte man so tun, als würde man fliegen.”

Doch nicht nur für VS schwebt Lilly über den Laufsteg, erst kürzlich lief sie für Kult-Modemacherin Diane von Furstenberg (68) auf der New York Fashion Week.

Doch während die Fans und die Presse die Catwalk-Show als Highlight einer Präsentation wahrnimmt, fängt für Lilly die Arbeit – und sicher auch das Nervenflattern – schon früher an. “Das erste ist das Beauty-Posen backstage bei einer Modenschau”, berichtete sie. “Die Fotografen wollen meistens einige Aufnahmen von dir und zum Beispiel deinen Fingernägeln? Und dann musst du dich hinter diesen großen Rahmen setzen und dir eine Pose ausdenken, die deine Nägel zeigt, ohne dass du doof dabei aussiehst.”

Man ahnt es schon: Lilly Aldridge hält sich dafür meistens verspielt die Hände vors Gesicht. © Cover Media

Steph Smith: Proenza Schouler war mir eine große Hilfe

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Bild von Steph Smith

Steph Smith genoss die Arbeit mit den Designern von Proenza Schouler.

Das Model ist noch neu in der Modebranche und landete gerade seinen ersten großen Job für die Marke. In New York lief die Schönheit für die Designer des Labels, Jack McCollough und Lazaro Hernandez, über den Laufsteg. Eine großartige Erfahrung für die Newcomerin: “Sie sind total wundervoll ? zwei der nettesten und talentiertesten Jungs, die ich je kennengelernt habe! Von Beginn an fühlte ich mich bei der Arbeit für sie so wohl. Je öfter ich sie sehe, desto besser lerne ich sie und ihr Team kennen”, schwärmte Steph gegenüber ‘Style.com’. “Eine Sache, die mir im Gedächtnis blieb: Kurz vor der Herbst-2015-Show war ich so nervös, weil ich die Show eröffnete. Sie kamen beide zu mir und sagten: ‘Bist du nervös? Du wirst das rocken!? Dadurch fühlte ich mich vor meiner ersten internationalen Show so viel entspannter. Ich bin ihnen einfach so dankbar, dass sie mir diesen Start ermöglichten. Ich kann Jack, Lazaro und der Casting-Direktorin Ashley Brokaw und dem ganzen Team gar nicht genug dafür danken, dass sie an mich glaubten.”

Für Steph scheint sich der Job tatsächlich gelohnt zu haben. Kürzlich durfte sie bei der Menswear-Show von Prada dabei sein – als eine der wenigen weiblichen Laufsteggrazien. Eine “coole” Erfahrung, wie das Nachwuchsmodel zugab. “Backstage war es bis zum Beginn der Show ein bisschen hektisch und busy, aber ich glaube, das steuert einfach zu der tollen Energie um uns herum bei”, erklärte Steph Smith. “Ehrlich, nachdem ich gelaufen bin, konnte ich einfach nicht aufhören zu lächeln. Ich dachte: ‘Das ist gerade passiert? Wahnsinn!’” © Cover Media

Irina Liss: Persönlicher Style

Bild von Irina Liss

Irina Liss legt viel Wert auf ihren individuellen Stil.

Die russische Schönheit, die bereits für Labels wie Prada und Alexander Wang posierte, hebt sich in der Welt der Models von ihren Kolleginnen ab. Vor Kurzem erst wurde sie bei der Modenschau von Alexander Wang auf der Fashion Week backstage in einem wundervollen blauen, trägerlosen Kleid fotografiert, während all ihre Kolleginnen auf den bewährten T-Shirt-Jeans-Look setzten. Viele dachten, ihr Outfit sei Teil der Modenschau gewesen. Es war jedoch ihr privater Look und Irina bewies damit wieder einmal, wie viel Arbeit sie in eine individuelle Garderobe steckt. “Ich wollte mich nicht wie die anderen Models fühlen”, sagte sie gegenüber ‘The Gloss’. “Alle fragten mich, ob das das Kleid für die Show sei. Ich antwortete ihnen, dass es mein eigenes sei. Es ist eins meiner Lieblingskleider, aber es ist wirklich groß, deshalb kann ich es nicht überall mit hinnehmen.”

Irina trägt aber nicht nur gern Kleider, sondern schlüpft auch immer wieder in androgyne Outfits. In einem Interview mit der italienischen ‘Vogue’ sprach sie im vergangenen Jahr über ihren persönlichen Style: “Ich ziehe gern sportliche Sachen kombiniert mit Herrenkleidung an. Ich mag einfache und bequeme Kleidung. Ich liebe Sport und ich spiele Volleyball auf Wettkampfebene. Das beeinflusst natürlich auch meinen modischen Geschmack”, berichtete sie.

Ihren Erfolg in der Modebrache kann Irina Liss bis heute kaum fassen: “Ich hatte die Gelegenheit, so viele großartige Designer kennenzulernen. Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde, war meine Arbeit für Prada in Mailand zu Beginn dieser Saison. Ich war so aufgeregt! Es war eine Ehre, für Prada zu arbeiten.” © Cover Media

Rag & Bone: Schichten-Mix in New York

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Bild von Rag & Bone

Rag & Bone läutete einen neuen Trend auf der New York Fashion Week ein: Dessous für darüber.

David Neville und Marcus Wainwright zeigten am Montagabend [16. Februar] ihre neuesten Herbst/Winterkreationen 2015 im Big Apple. Backstage sprach Wainwright über die Inspiration, die hinter der Kollektion steckte. Laut ‘WWD’ setzte Rag & Bone auf englische Maßschneiderei, sportliche Looks und New Yorker Mut. Addiert man dazu noch die Lingerie, die die Outfits komplettierte, denkt man zunächst an wild zusammengewürfelte Kreationen – die allerdings hervorragend funktionierten.

Die Modenschau eröffnete ein Model in einer langen schwarzen Hose und einem schwarzen Negligee mit Netz-Verzierungen, das es über einem langärmeligen weißen Shirt trug. Die Ärmel schauten sogar noch unter der marineblauen Jacke im Military-Style mit dem breitem Lederkragen und dem gelben Rand hervor. Dessous über der Outerwear zu tragen, schien ein dominantes Thema der Kollektion zu sein. Ein weiterer Look in diesem Style setzte sich aus einem orangen Dessous zusammen, das das Model über engen Hosen und einem weißen Shirt trug. Das Outfit rundete eine schwarze gesteppte Jacke mit einem unechten Pelz ab. Im Laufe der Modenschau erschienen zunehmend kräftige Farben auf dem Laufsteg sowie dunkelorange Anzugshosen, schimmernden Steppjacken in Burgunder und gelbe Cargo-Hosen.

Der Designer Zac Posen stellte gestern ebenfalls seine Herbst/Winterkollektion 2015 zur Schau und schlug diesmal eine für ihn ungewöhnliche Richtung ein. Sonst ist Posen bekannt für seine Abendroben mit ihren eindrucksvollen Silhouetten. Seine aktuelle Kollektion hatte nach wie vor einige dieser wundervoll, glamourösen Looks im Angebot, doch insgesamt zeigte er mehr lässige Outfits als gewöhnlich. Der Einsatz von Jersey sorgte dafür, dass die Schnitte flüssiger blieben: “Man muss für Überraschungen gut sein und neue Styles und Gefühle dem Üblichen hinzufügen. Wir wollten die Eleganz von Grace Kelly mit der Würze von Chaka Khan in einem Bogen vereinen”, erklärte er gegenüber ‘WWD’.

Als Tages-Looks präsentierten die Models Strickjacken aus Kaschmir, halblange und doppelreihige Mäntel sowie pelzige Schals. Ochsenblut, Flaschengrün und Grau dominierten die Farbpalette. Die Hosen waren eng geschnitten und Gürtel betonten die Taillen der Laufsteggrazien.

Für seine Abend-Look-Fans hatte Zac Posen auch einige Outfits parat: Das Model Alek Wek trug beispielsweise ein Ensemble aus einem gelben Faltenrock und einem Nerz-Top in der gleichen Farbe. Falten und Cut-Outs zählten zu den Schlüsselelementen der Modenschau des Designers. Die Show schloss Naomi Campbell in einem roten, glitzernden und trägerlosen Ballkleid, das sich weit über den Boden ergoss. © Cover Media